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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ schließt Christopher Kramp das Buch Hiob ab. Er beleuchtet Hiobs tiefgreifende Erkenntnis über Gottes Allmacht und dessen Buße, die trotz des erlittenen Leids Gottes Gerechtigkeit anerkennt. Der Sprecher betont die Bedeutung von Hiobs Gebet für seine Freunde und die darauf folgende doppelte Wiederherstellung seines Lebens, die als Vorbild für Jesus Christus dient. Das Video ermutigt, das Buch Hiob als Quelle für tiefere Einsichten in den großen Kampf zwischen Gut und Böse zu studieren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 583. Lasst uns gemeinsam diesen lieben Vater im Himmel danken. Wir danken dir für deine Kraft und Macht und Weisheit und dafür, dass du für uns sein möchtest, nicht gegen uns, sondern dass wir nicht gegen dich kämpfen brauchen, sondern dass du für uns kämpfen möchtest heute auch an diesem Tag. Zeig uns heute in besonderer Weise in unserem Alltag, welche Macht du hast, wie groß du bist, welche Weisheit mit dir zu finden ist. Offenbare du dich jetzt auch durch dein Wort und gib uns jetzt richtig verstehen, so wie du es gemeint hast. Dazu hilf uns mit deinem Heiligen Geist und hab Dank, dass wir zu dir beten dürfen im Namen Jesu. Amen.

[1:23] Wir sind in Hiob Kapitel 41. Gott redet noch immer zu Hiob und zeigt ihm anhand der mächtigen Tiere Behemoth und Leviathan, von denen wir momentan annehmen, dass es sich vermutlich um Dinosaurier-Arten gehandelt hat, dass es in der Schöpfung Wesen gibt, die zu stark sind, als dass Hiob sie unter Kontrolle haben könnte. Und das zeigt das Gesamtbild, dass es viele Dinge gibt, die zu hoch, zu stark, zu tief, zu weit entfernt sind, als dass Hiob sie ganz verstehen könnte. Und damit macht Gott deutlich, dass Hiob nicht glauben muss und auch nicht glauben darf, dass er gegen Gott kämpfen könnte oder Gott sein Feind ist, sondern dass all das, was passiert ist, mit Dingen zu tun hat, die das übersteigen, was Hiob sehen und begreifen kann, aber dass er trotzdem wissen darf, dass Gott alles kann, dass Gott mächtig ist, dass niemand stärker ist als Gott, dass er, wenn er etwas zulässt, dann nur deswegen, weil Gott in seiner Güte und seiner Gnade, in seiner Liebe das Beste für den Menschen will.

[2:34] Wir lesen in Hiob 41 und dort Vers 26. Dort geht es über den Leviathan: Er schaut alle Hochmütigen an. Er ist ein König über alle Stolzen.

[2:48] Da antwortete Hiob dem Herrn und sprach: Ich erkenne, dass du alles vermagst, dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.

[3:02] Was die Worte Gottes bei Hiob ausgelöst haben, ist sein Verständnis, dass es absolut nichts gibt, was Gott nicht tun könnte. Seine Schöpfung offenbart seine Kraft. Das ist das, was Paulus auch im Römer 1 sagt, in Vers 20, dass anhand der Schöpfung jedermann erkennen kann, dass es Gott gibt und dass er Kraft hat.

[3:20] Die Antwort auf die schweren, schweren emotionalen Fragen des Hiob nach dem Leid und dem Grund des Leidens bekommt er eine überraschende Antwort, nämlich: Gott ist mächtig, er kann wieder herstellen. Seine Kraft, die Kraft Gottes, seine Schöpferkraft ist die Antwort auf den großen Kampf. Das sehen wir in Offenbarung 14 und dort in Vers 7, die Schöpferkraft Gottes in besonderer Weise hervorgehoben, genau dann zu einem Zeitpunkt, als der große Kampf und seine letzte und dramatische Phase eintritt, nämlich direkt vor der Wiederkunft.

[4:06] Wer verfinstert da den Ratschluss mit Worten ohne Erkenntnis? Hiob zitiert jetzt das, was Gott am Anfang seiner Rede gesagt hat: Fürwahr, ich habe geredet, was ich nicht verstehe, Dinge, die mir zu wunderbar sind und die ich nicht begreifen kann.

[4:22] Gott hatte anhand der Schöpfung, der unbelebten und belebten Natur, dem Hiob gesagt: Es gibt viele Dinge, die du nicht verstehst. Und Hiob macht jetzt diesen wichtigen Transfer. Er versteht: Als ich geredet habe über mein Leid und über die Dinge, die passiert sind, da habe ich über Dinge geredet, die zu hoch für mich sind, Dinge, die ich nicht verstehen kann.

[4:46] Höre nun, ich will reden; ich will dich fragen, und belehre mich! Auch das war ist ein Zitat von dem, was Gott ihm gesagt hat. Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen.

[5:00] Auch wir dürfen Gott persönlich kennenlernen. Und Hiob sagt jetzt interessanterweise, dass durch die Erfahrung des Leidens und das Ringen um die Antwort und die Antwort, die Gott gibt, er dadurch Gott in einer ganz neuen Art und Weise kennengelernt hat. Seine Beziehung zu Gott eine ganz neue Qualität bekommen hat. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.

[5:27] Hiob macht deutlich: Wenn einer von uns beiden Schuld hat, dann bist du es nicht.

[5:38] Hiob versteht jetzt, trotz all der berechtigten Anfragen, die er hatte: Es ist unmöglich, dass Gott schuldig ist. Es ist unmöglich, dass er etwas Böses wollte. Das ist unmöglich, dass er falsch gehandelt hat. Und Hiob, der immer noch nicht völlig wohl vielleicht versteht, was da im Himmel vorgefallen ist, sagt: Ich nehme die Schuld auf mich.

[6:08] Damit offenbart Hiob auch ein ganz wesentliches Element, das Kreuz selbst ist, wie wir es am Kreuz von Golgatha sehen, nämlich Gott, der die Schuld auf sich nimmt, obwohl er selbst gar nicht gesündigt hat.

[6:26] Und damit sehen wir über diesem Buch Hiob die Schatten des Kreuzes. Wir sehen in Hiob einen Typus, auch wenn Hiob über das selbst so in der Form nicht bis ins Letzte verstanden hat, einen Typus von Jesus, der tatsächlich ohne Sünde war, aber der die Schuld auf sich genommen hat, so dass Gott gleichzeitig uns vergeben konnte und selbst gerecht sein konnte.

[6:55] Und das geschah, als der Herr diese Worte an Hiob vollendet hatte. Da sprach der Herr zu Elifas, dem Temaniter: Mein Zorn ist entbrannt über dich und deine beiden Freunde, denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.

[7:10] Das ist jetzt eine sehr bemerkenswerte Sache, denn Gott macht deutlich, dass die Worte der Freunde Hiobs tatsächlich nicht richtig ihn dargestellt haben. Wir haben also kapitelweise in der Bibel, in dem Buch Hiob, wo durch Inspiration der Mose aufgeschrieben hat, was die Freunde gesagt haben, aber der Inhalt ihrer Worte ist nicht immer korrekt. Er gibt nicht immer das wieder, wie Gott ist. Wir sollten deswegen auch nicht unbesehen einfach Verse aus ihren Reden nehmen und als Wahrheit präsentieren, wie Gott wirklich ist, sondern hier zeigt der Geist Gottes, wie Menschen über Gott gedacht haben, und das im Gesamtbild des Buches Hiob wird dann deutlich, dass manches von dem – oder im gesamten der Bibel – dass manches, was diese Freunde sagen, gar nicht dem Charakter Gottes entsprochen hat.

[7:54] So nehmt nun sieben Jungstiere und sieben Widder und geht zu meinem Knecht Hiob und bringt sie als Brandopfer dar für euch selbst. Mein Knecht Hiob aber soll für euch bitten, denn ihn werde ich erhören, dass ich gegen euch nicht nach eurer Torheit handle, denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.

[8:33] Interessant ist, dass Gott dem Hiob recht gibt, aber den Freunden deutlich macht, dass sie gesündigt haben in den Worten, die sie gesagt haben. Da gingen Elifas, der Temaniter, Bildad, der Schuchiter, und Zofar, der Naamatiter, und machten es so, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Und er erhörte Hiob.

[9:04] Hiob hat für seine Freunde gebetet, die Freunde, die ihn beschuldigt haben, die Freunde, die ihn und seinen Charakter ins falsche Licht gestellt haben, die Freunde, die, um ihre eigenen theologischen Ideen zu bestätigen, ihm Leid zugefügt haben. Für die hat er gebetet. Hast du auch solche Freunde?

[9:21] Freunde, die dir Schlechtes tun? Freunde, die mit ihren Worten alles noch schlimmer machen? Freunde, die dich in die Ecke drängen, weil sie aus theologischen Gründen meinen, recht haben zu müssen und Gott verteidigen zu müssen, und dabei deine Gefühle mit Füßen treten?

[9:38] Lasst uns für solche Freunde beten wie Hiob. Denn es heißt: Und der Herr wendete Hiobs Geschick, als er für seine Freunde bat. Und der Herr erstattete Hiob alles doppelt wieder, was er gehabt hatte.

[9:52] Jesus, der Antitypus von Hiob, hat für seine Freunde gebetet, für all die Menschen, die den Eindruck hatten und es immer noch vorgeworfen hatten, dass er das Problem ist, dass er gesündigt haben muss, dass er deswegen leidet, weil Gott ihn verworfen hatte. Aber Jesus hat am Kreuz für seine Peiniger gebetet. Und als Hiob für die bittet, die ihn schlecht behandelt haben, da wendet Gott sein Geschick.

[10:31] Unser Geschick wird gewendet, wenn wir für unsere Feinde beten. Das ist das, was in der Endzeit passieren wird, oder was in der Endzeit besser gesagt, in der Endzeit insbesondere ins Licht zu rücken wird, wenn Menschen so viel Liebe haben, dass sie sogar ihren Feinden noch das Gute wünschen, wie die Bergpredigt deutlich zeigt. Und alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle seine früheren Bekannten kamen zu Hiob und aßen mit ihm in seinem Haus, und sie bezeugten Anteilnahme und trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der Herr ihm gebracht hatte, und schenkten ihm ein jeder einen goldenen Ring.

[11:04] Der erste Teil der Wiederherstellung war, dass er jetzt echten Trost bekommt, echtes Mitleid, Anteilnahme, das, was er so sehr gewünscht hat. Aber dabei bleibt es nicht. Und der Herr segnete das spätere Leben Hiobs mehr als sein früheres. Er bekam 14.000 Schafe, 6000 Kamele, 1000 Joch Rinder und 1000 Eselinnen. Das ist in jedem einzelnen Fall das Doppelte von dem, was er am Anfang gehabt hat. Er bekam auch sieben Söhne und drei Töchter. Das ist nicht das Doppelte, sondern genauso viel wie am Anfang gehabt hat, was anzudeuten scheint, dass auch die anderen zehn Kinder, die gestorben waren damals am Anfang des Kapitels, dass auch sie nicht auf immer verloren sind, sondern dass er sie einmal in der Ewigkeit bei sich haben wird. Und da gab er der ersten den Namen Jemima, der zweiten den Namen Kezia und der dritten den Namen Keren-Happuch. Und es wurden im ganzen Land keine so schönen Frauen gefunden wie Hiobs. Und ihr Vater gab ihnen ein Erbteil unter ihren Brüdern, etwas, was damals sehr ungewöhnlich war im Alten Orient.

[12:08] Hiob aber lebte danach noch 140 Jahre und sah seine Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Geschlecht. Und Hiob starb alt und lebenssatt. So endet das vielleicht herausforderndste Buch der ganzen Bibel, zugleich wohl das älteste Buch der ganzen Bibel. Ein Buch, das uns immer wieder herausfordert, tiefer nachzudenken. Das uns zeigt, dass einfache Antworten, die wir uns zusammenzimmern, nicht ausreichen, um den Komplexitäten des Lebens zu begegnen. Das uns lehrt, dass Gott größer ist, als wir uns einst vorstellen können. Das uns auch zeigt, wie wichtig menschliches Mitgefühl ist.

[12:50] Was uns auch und ganz besonders den Blick offenbart für den großen Kampf zwischen Christus und Satan, zwischen Wahrhaftigkeit und Lüge, zwischen dem Gesetz und der Sünde, dem Evangelium und dem Verderben. Dieser Kampf, der, je besser wir ihn verstehen, umso mehr Licht wirft auch auf die Schicksalsschläge, die vermeintlichen Schicksalsschläge in unserem Leben. Lasst uns das Thema vom großen Kampf besser verstehen. Lasst uns Hiob auch weiter studieren und weiter durchdenken, denn dieses Buch wird man nie zu Ende durchdacht haben.

[13:31] In diesem Sinne wollen wir Gott noch gemeinsam danken für dieses Studium, dieses Buches. Lieber Vater im Himmel, hab Dank für das Buch Hiob. Auch wenn es zum Teil sehr viel schwieriger ist als manch anderes Buch in der Bibel, sind doch kostbare Perlen des Evangeliums und der Wahrheit darin verborgen. Wir wollen dann noch mehr danach forschen wie nach Schätzen. Wir danken dir, dass der Vorhang in diesem Buch zurückgezogen wird und wir die Wahrheit erkennen über den großen Kampf, aber auch die Wahrheiten über dich und dass wir sehen dürfen, dass das Größte, was wir durch deine Gnade in diesem Leben erreichen können, ist nicht nur Reichtum oder Wohlstand, sondern dass wir sogar für unsere Feinde beten können, für die, die uns Schlechtes getan haben, und dass du, auch wenn für einen kurzen Moment wir leiden müssen, uns niemals aufgibst, sondern uns über alle Maßen segnest, schon in diesem Leben und erst recht in der Ewigkeit.

[13:57] Danke, Herr, dass auch wenn die Attacken des Satans heftig sind, sie doch nie so sein werden, dass wir verloren gehen müssen, sondern dass wir geprüft werden und gestärkt werden und dass du uns danach umso mehr segnest. Das alles bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[14:58] [Musik]


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