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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Hohelied 4:12-5:13 beleuchtet Roman Wiens die Entwicklung der Liebe zwischen Salomo und Sulamith. Er spricht über die biblische Sicht auf Sexualität als ganzheitliches Geschenk innerhalb der Ehe und thematisiert die Herausforderungen, die auch in einer jungen Ehe entstehen können. Anhand von Sulamiths Traum wird aufgezeigt, wie wichtig es ist, sich trotz Alltagsstress und Missverständnissen aktiv an die ursprüngliche Liebe zu erinnern und in die Beziehung zu investieren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir sind auf Seite 716 im Buch Hoheslied oder Lied der Lieder, wie es auch oft genannt wird. Wir haben gesehen, wie die Liebe zwischen Salomo und Sulamith gewachsen ist. Wir haben gesehen, wie diese Liebe so innig geworden ist, dass sie ihr Leben miteinander verbringen wollten. Er ihr den Antrag macht und jetzt sind wir bei der Hochzeitsfeier. Wir haben in den vergangenen Zeiten, vergangenen Fersen, gesehen: Die Hochzeitsfeier, das Öffentliche, ist vorbei, und jetzt sind sie wieder untereinander. Es wird intim.

[1:06] Bevor wir die nächsten Verse weiterlesen, lasst uns Gott einladen, ihn darum bitten, dass er uns das eröffnet und darüber staunen, was die nächsten Verse für uns bereithalten.

[1:17] Lieber Gott, guter König, du hast Geschenke für uns. Ein wunderbares Geschenk, das du uns geben möchtest, ist das Geschenk der Ehe, diese innige Liebe zueinander, die sich in einem Bund verfestigt, der bis ans Ende halten soll.

[1:38] Wir haben gesehen, wie Salomo und Sulamith zu diesem Moment gekommen sind. Wenn wir jetzt weiterlesen, wie es für sie weitergeht, möchte ich dich um deinen Segen bitten. Lasst uns sehen, was du uns mitgeben möchtest. Lasst uns offene Augen dafür haben, was du dir für die Ehe gewünscht hast. In deinem guten Namen. Amen.

[2:00] Wir haben gemeinsam gelesen im Hohelied bis Kapitel 4, Vers 11. Und dort haben wir gesehen, dass es immer intimer wird. Die Sprache, die Salomo verwendet, wird immer persönlicher.

[2:13] Und jetzt lesen wir weiter in Kapitel 4, Vers 12.

[2:19] Er sagt: „Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, meine Braut, ein verschlossener Born, eine versiegelte Quelle. Deine Schösslinge sind ein Lustgarten von Granatbäumen mit herrlicher Frucht, Zyperblumen mit Narden, Narden und Safran, Kalmus und Zimt, sind allerlei Weihrauchgehölz, Myrrhe und Aloe und den edelsten Gewürzen. Eine Gartenquelle, ein Brunnen lebendigen Wassers und Bäche, die vom Libanon fließen.“

[2:47] Die Sprache, die hier verwendet wird, macht deutlich, dass vorher etwas verschlossen war, das sich jetzt auftut.

[2:55] Eine Möglichkeit, die vorher nicht da war, die jetzt aber bewusst und freiwillig geöffnet wird.

[3:03] Wir würden wahrscheinlich sagen, hier geht es um die Hochzeitsnacht.

[3:07] Hier wird deutlich, dass in der Bibel Sexualität seinen Platz innerhalb der geschlossenen Ehe hat.

[3:18] Vorher haben wir gelesen, dass der Wunsch nach körperlicher Nähe da war, aber es hatte noch nicht seinen Platz. Und jetzt kommt der Moment, an dem es seinen Platz hat, dann wenn zwei Menschen ihr Leben miteinander verbringen wollen und sich näher kommen wollen auf allen Ebenen.

[3:39] Da hat Sexualität seinen Platz, da wo man sich tatsächlich emotional, geistlich, körperlich, intellektuell, insgesamt ganzheitlich näher kommen möchte.

[3:55] Hier geht es um ein ganzheitliches Verständnis von dem, welchen Platz es hat. Und ich finde es spannend, wie es beschrieben wird: Bis dahin war es dieser verschlossene Garten, dieser verschlossene Born, die versiegelte Quelle, die sich jetzt aber auftut und eigentlich eine Quelle lebendigen Wassers in dieser Beziehung werden soll.

[4:17] Ich möchte gleich sagen, damit wir den Text nicht missverstehen: Salomo möchte nicht sagen, dass ohne Sexualität eine gute Ehe nicht möglich ist, das nur der Faktor ist.

[4:31] Ich glaube, Salomo möchte das Geschenk hervorheben, das Gott gegeben hat.

[4:37] Jetzt in der Ehe kommt ein geniales Geschenk dazu, das uns auf eine Art und Weise näher bringen soll, wie es vorher nicht möglich war.

[4:47] Es soll uns auf eine Art und Weise verbinden, wie Gott uns beschenken möchte.

[4:56] Und sie antwortet, macht deutlich, dass sie das auch möchte, freiwillig. Sie möchte diese Nähe auch.

[5:04] Ab Vers 16 sagt sie: „Erwache, du Nordwind, und komm, du Südwind, durchwehe meinen Garten, dass sein Balsam träufele. Mein Geliebter, komm in seinen Garten und esse seine herrliche Frucht.“

[5:18] Ihre Antwort ist freiwillig.

[5:22] Es ist nicht mehr nur mein Garten. Vorher war es ihr Garten, der verschlossen war. Jetzt ist es sein Garten.

[5:32] Das ist etwas, das Paulus im Korintherbrief deutlich macht.

[5:37] In der Ehe gehören wir nicht mehr nur uns selbst, wir gehören auch dem anderen.

[5:46] Das ist eine besondere Verbindung, die nicht mehr nur egoistisch sein darf.

[5:54] Während man das vorher vielleicht noch in irgendeiner Form argumentieren könnte, spätestens in der Ehe wird deutlich, dass das eine Haltung ist, die nicht funktioniert.

[6:04] Und auch hier sehen wir wieder diese Gleichwertigkeit: Sie begegnen sich auf Augenhöhe.

[6:13] Es ist nicht nur das, dass er sich in irgendeiner Form aufzwingt oder dass etwas ist, das sein muss.

[6:19] Es ist etwas Schönes, dass beide sich wünschen. Sie lädt ihn ein, und seine Antwort ist in Kapitel 5:

[6:24] „Ich komme in meinen Garten, meine Schwester, meine Braut. Ich pflücke meine Myrrhe samt meinem Balsam, ich esse meine Waben samt meinem Honig, ich trinke meinen Wein samt meiner Milch.“

[6:38] Hier wird deutlich, dass sie beide ihre Freude daran haben, und so ist tatsächlich Sexualität etwas, an dem man Freude haben kann, wenn es seinen richtigen Platz hat, wenn es auf Augenhöhe passiert, weil beide es sich wünschen.

[6:53] Dann ist es etwas, das Gott sich auch wünscht.

[6:58] Der letzte Teil von Vers 1 in Kapitel 5, der ist ein wenig schwierig, weil hier eine Stimme von außen kommt.

[7:07] Während vorher noch Sulamith einlädt, Salomo reagiert, heißt es von außen auf einmal: „Esst, meine Freunde, trinkt und berauscht euch an der Liebe!“

[7:17] Einige Kommentatoren schlagen an der Stelle vor, dass das wahrscheinlich die Stimme Gottes ist. Gott, der die Ehe segnet und sagt: „Wenn alles an seinem Platz ist, wenn beide aufgrund der Liebe zueinander sich nahe kommen, dann ist es etwas, das er auch gerne hat.“ Und er sagt: „Esst, meine Freunde, trinkt, berauscht euch in der Liebe, genießt! Das ist ein Geschenk, das ich euch gegeben habe.“ Interessant ist, dass das hier nicht Sexualität in irgendeiner Form mit Nachwuchs als einziger Begründung in Verbindung gebracht wird.

[7:52] Offensichtlich möchte Gott uns die Möglichkeit geben, dass wir auch einfach die Nähe, ganzheitliche Nähe, genießen können.

[8:06] Es geht um eine Nähe, die über alles hinauswächst, was einfach nur ein körperlicher Trieb ist. Würde es nur um Trieb gehen, um irgendeine Befriedigung, dann gäbe es keinen Grund, einfach nur zu warten.

[8:19] Dann wäre nicht die Warnung von Sulamith: „Erweckt nicht die Liebe, erregt sie nicht, bevor ihre Zeit da ist.“

[8:29] Diese Form der Nähe, diese ganzheitliche Nähe, ist ein Geschenk, das die Ehe vertiefen, bereichern soll.

[8:39] Diese Aussage bildet den absoluten Mittelpunkt des Hohelieds. Wenn man es im Hebräischen anschaut, ist es von den Zeilen vorher und nachher der absolute Mittelpunkt. Es ist fast so, als wollte Salomo es ein wenig als den Höhepunkt herausstellen: Da, wo zwei Menschen sich auf Augenhöhe innerhalb der Ehe ganzheitlich nahe kommen, da ist etwas, das Gott segnen kann.

[9:07] Und dann kommt wieder ein Traum.

[9:10] Sulamith beschreibt ab Vers 2: „Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Geliebten, der anklopft: ‚Tu mir auf, meine Schwester, meine Freundin, meine Taube, meine Makellose! Denn mein Haupt ist voll Tau, meine Locken voll von Tropfen der Nacht.‘ Ich habe mein Kleid ausgezogen, wie soll ich es jetzt wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen, sollte ich sie etwa wieder besudeln? Aber mein Geliebter streckte seine Hand durch die Luke, da geriet mein Herz in Wallung seinetwegen. Ich stand auf, um meinem Geliebten zu öffnen, und meine Hände troffen von Myrrhe und meine Finger von feinster Myrrhe auf dem Griff des Riegels. Ich tat meinem Geliebten auf, aber mein Geliebter hatte sich zurückgezogen, er war fortgegangen. Meine Seele ging hinaus auf sein Wort. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. Ich rief ihn, aber er antwortete nicht. Es fanden mich die Wächter, welche die Runde machten in der Stadt; die schlugen mich und sie nahmen mir meinen Schleier weg, die Wächter auf der Mauer. Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, wenn ihr meinen Geliebten findet, was solltet ihr ihm berichten? Dass ich krank bin von Liebe.“

[10:21] In vielem ähnelt dieser Traum dem, den Sulamith vor der Hochzeit hatte. Die Sorgen, die sie dort hatte, dass er auf einmal nicht mehr nah war, ist, dass er weg ist, dass sie ihn sucht und nicht findet. Aber dort findet sie ihn wieder.

[10:36] In diesem Traum passiert ein wenig mehr.

[10:41] Es klingt fast so ein bisschen wie, neudeutsch sagt man, „Trouble in Paradise“.

[10:48] In diesem Paradies ist nicht mehr alles nur wunderschön. Es ist fast so, als würde hier der erste Konflikt beschrieben.

[10:56] Und auch wenn wir nicht zu viel in Einzelheiten hineininterpretieren sollten, mir fallen zwei Dinge auf.

[11:07] Das eine ist, dass er sehr spät in der Nacht kommt und Verlangen hat.

[11:12] Es klingt fast so, als wäre er von der Arbeit gekommen. Der Tau ist noch auf seinen Haaren, seine Kleider sind nass. Es ist nicht Regen, es ist fast so, als wäre er bei den Schafen gewesen. Er hat lange gearbeitet.

[11:29] Ein Problem, das manche von uns haben: Wir nehmen uns nicht mehr die Zeit für den Partner, die er verdient. Sie liegt alleine im Bett, sie muss schlafen gehen, während er noch arbeitet. Die Nähe, die vorher da war, die Zeit, die sie gerne miteinander verbracht haben, ist jetzt vielleicht nicht mehr da.

[11:48] Es ist ein Problem, wenn ich meinem Partner nicht die Zeit gebe, die er verdient, die Zeit, die unsere Liebe braucht, wenn ich mich im Alltag verliere.

[12:02] Das zweite Problem, das ich sehe, ist, dass er Verlangen nach ihr hat, aber sie nicht. Er möchte ihr nahe kommen, aber sie hat Ausflüchte. Sie hat bereits, wir würden sagen, vielleicht ihren Schlafanzug angezogen, sie ist schon bettfertig, sie hat ihre Füße gewaschen.

[12:21] Sie möchte jetzt nicht, sie hat Ausflüchte.

[12:26] Aber er gibt nicht einfach auf. Und hier möchte ich eine Randnotiz machen: Achte mal ganz genau den Vers selbst.

[12:36] Hier zwingt er sich ihr nicht auf – ein wichtiger Punkt, wenn es um Sexualität geht.

[12:42] Er drückt seinen Wunsch aus, und das darf man in der Ehe. Man darf auf beiden Seiten ausdrücken, was man sich gerne wünschen würde, wo man Sehnsucht, Verlangen hat. Aber er respektiert ihre Entscheidung.

[12:58] Leider ist sie etwas zu langsam.

[13:01] Während er noch etwas hartnäckig blieb, die Hand durch die Luke gesteckt, da erinnert sie sich wieder. Sie erinnert sich an die Nähe, die Schönheit, die sie hatten, und sie will ihm aufmachen. Sie geht auf ihn zu, aber er ist nicht mehr da. Und jetzt findet sie ihn nicht mehr, sie sucht nach ihm.

[13:24] Und das ist das Problem: Wenn man so einander vorbeilebt im Alltag innerhalb der Ehe, dann kann es sein, dass man auf einmal doch dem anderen wieder nahe kommen möchte – und wieder bedenke: ganzheitlich, nicht nur körperlich. Man möchte dem anderen wieder nahe kommen, aber man hat sich verpasst.

[13:44] Da, wo man solche Probleme wachsen lässt innerhalb der Ehe, wo man im Alltag aneinander vorbeilebt, da kann man sich einfach verpassen, verlieren.

[13:54] Verlieren. Aber wir sehen auch, wie man diesem Problem wieder gerecht werden kann, wie man das Problem lösen kann.

[14:02] Denn sie gibt nicht einfach auf. Sie sagt: „Nein, ich liebe ihn doch und ich will, dass diese Liebe wieder wächst. Ich will nicht, dass es so bleibt, wie es jetzt gerade ist. Ich suche ihn.“

[14:17] Sie macht sich auf den Weg.

[14:19] Und Vers 9 heißt es: „Was ist dein Geliebter vor anderen Geliebten, du Schönste unter den Frauen? Was ist dein Geliebter vor anderen Geliebten, dass du uns so beschwörst?“

[14:29] Es ist fast so, als wollten sie sagen: „Lohnt es noch, in der Beziehung zu bleiben, wenn ihr euch so verpasst habt, wenn ihr euch so auseinandergelebt habt?“

[14:39] In unserer Gesellschaft ist es häufig so, wenn wir in die Welt schauen, dann in unsere Gesellschaft, selbst in unseren Gemeinden, sehen wir, dass man irgendwann sagt: „Wir haben uns auseinandergelebt, das war's.“ Und dann kommen diese Stimmen von außen, die sagen: „Es gibt so viele andere, die doch mindestens genauso gut sind.“

[14:58] Ihre Antwort ist bemerkenswert.

[15:00] Lasst uns die Verse noch lesen ab Vers 10: „Mein Geliebter ist weiß und rot, hervorragend unter Zehntausenden. Sein Haupt ist reines Feingold, seine Locken sind gewellt, schwarz wie Raben. Seine Augen sind wie Tauben an Wasserbecken, gebadet in Milch, sie sitzen wie Edelsteine in ihren Fassungen. Seine Wangen sind wie Balsambete, in denen würzige Pflanzen turmhoch wachsen. Seine Lippen wie Lilien, aus denen feinste Myrrhe fließt.“

[15:29] Sie erinnert sich an all die Dinge, die sie an ihm lieben gelernt hat.

[15:34] Ja, im Alltag haben sie sich etwas aus den Augen verloren, aber sie sagt: „Ich gebe mich nicht damit zufrieden, dass andere sagen: ‚Ja, ist er wirklich so viel besser als andere?‘“

[15:46] Vielleicht die letzte Randnotiz: Es geht hier nicht um Gewalt oder Ähnliches.

[15:52] Es geht darum, dass sie sich im Alltag etwas auseinander verloren haben, auseinandergelebt haben, und sie sagt: „Ich erinnere mich wieder, warum ich ihn geliebt habe.“ Sie geht in ihrer Erinnerung zurück. Sie nennt ein paar der Bilder, die sie vorher schon genannt hat, aber sie nennt auch ein paar neue Bilder. Die Liebe ist weiter gewachsen.

[16:11] Sie sagt: „Ich weiß, dass er hervorragend unter Zehntausenden ist. Es gibt niemanden anders wie ihn.“

[16:19] Hier sehen wir wieder eine wichtige Parallele zu Jesus. Es kann sein, dass wir uns im Alltag mit ihm auseinanderleben, und dann sagt jemand: „Vielleicht ist er wirklich so viel besser als andere? Ist nicht jede Kirche gleich? Ist nicht jeder Glaube gleich? Hauptsache, wir glauben.“

[16:39] Und dann lohnt es sich, sich zu erinnern: „Warum habe ich ihn lieben gelernt? Er ist hervorragend unter Zehntausenden.“ Und das lohnt sich.

[16:49] Sulamith will in diese Liebe wieder investieren, sie will es wieder wachsen lassen. Wir sehen im nächsten Abschnitt Salomo das Gleiche, auch er gibt sich nicht damit zufrieden.

[17:01] Aber das ist der wichtige Schritt, wenn in der Ehe Konflikte entstehen, wenn man sich im Alltag auseinanderlebt: Man sollte sich darauf besinnen, warum man einander lieben gelernt hat, und dass man sagt: „Ich möchte in diese Liebe wieder investieren, ich möchte das Problem behandeln, nicht ignorieren, nicht unter den Teppich kehren. Ich will, dass wir im Alltag wieder aufeinander zugehen können, gemeinsam wachsen.“

[17:27] Das ist das, was sie sich gewünscht und das, wie es auch weitergehen wird.

[17:32] Lasst uns das im Gebet vor Gott legen, dass das auch etwas ist, das wir in unserer Ehe erleben dürfen, oder wenn du noch keine hast, dann bereite dich jetzt schon darauf vor, dass das eine Ehe sein wird, wie du sie führen möchtest, so wie Salomo und Sulamith es hier vorleben.

[17:55] Du bist der Gott des Bundes, du bist der Allmächtige.

[18:01] Ich möchte dir danke dafür sagen, dass du mächtig genug bist, um Liebe in den kaputten Situationen wieder wachsen zu lassen. Wir haben gesehen, dass hier nach der Hochzeit bei Salomo und Sulamith Probleme eingetreten sind, die sie im Alltag irgendwie auseinandergezogen haben. Es war nicht mehr das gleiche Feuer da wie am Anfang, aber du kannst es wieder wachsen lassen. Wir sehen, wie es sich lohnt, wir sehen, dass Sulamith es wieder wachsen lassen will.

[18:34] Wir haben auch gesehen, dass Sexualität seinen Platz in der Ehe hat und dass es dort ein Geschenk ist, das du uns geben möchtest, wenn wir uns vor allem ganzheitlich näher kommen, nicht nur als reiner Trieb, als einfache Befriedigung, sondern weil wir uns ganzheitlich näher kommen.

[18:54] Vater, wir können staunen über die Aspekte, die wir hier über eine Ehe lernen, wie du sie dir wünschst. Ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir das wieder mehr in unserer Ehe erleben, dass wir uns nicht damit zufrieden geben, wenn wir uns auseinanderleben, sondern dass wir wieder investieren, so wie Sulamith es hier schon tut, wie Salomo es noch tun wird.

[19:16] Ich möchte dich bitten, dass wir uns vornehmen, dass so unsere Ehen sein werden, wenn ich jeden Tag dazu komme.

[19:25] Lasst uns nicht nur staunen, sondern lasst uns ausleben und lasst uns heute beginnen.

[19:33] Amen.


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