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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt wird der Prophet Hosea und seine Botschaft an das Volk Israel beleuchtet. Es wird die tiefe Enttäuschung Gottes über die Untreue seines Volkes thematisiert, die sich in Götzendienst und Abfall von ihm zeigt. Gleichzeitig wird Gottes unerschütterliche Liebe und sein Wunsch nach Umkehr und Erlösung betont, selbst angesichts des drohenden Gerichts. Die Predigt lädt dazu ein, Gottes Herz für uns zu verstehen und uns von seiner Gnade bewegen zu lassen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 936. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich nicht vergessen, wir möchten bei dir bleiben auch heute an diesem Tag. Wir möchten nicht von dir abweichen. Wir möchten dich bitten, dass du uns heute etwas über dich zeigst, dass wir dich besser verstehen, dass unsere Liebe zu dir gestärkt wird und dass wir ermutigt werden, an dir festzuhalten, komme, was da wolle. Herr, gib, dass wir sehen, wie schön dein Charakter ist, und sprich durch dein Wort, durch dein kraftvolles Wort zu uns heute. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:18] Wir sind in Hosea Kapitel 10. Gott spricht über Israel und sagt, das ist ein rankender Weinstock, der für sich selbst Frucht bringt. Dass je mehr er sie gesegnet hat, desto mehr haben sie Götzen hervor gemacht. Und in unserem Leben sehen wir das oft auch, dass je mehr Gott uns segnet, wie es umso mehr auf uns selbst mündet, von unserer eigenen Kraft halten. Und Gott möchte ihnen zeigen, dass das nicht wahr ist. Wir lesen weiter in Hosea 10 und dort Vers 2: „Ihr Herz ist falsch, nun sollen sie es büßen. Er wird ihre Altäre zerschlagen, ihre Götzenbilder zertrümmern.“ Was immer wird zu unseren Götzen gemacht haben, Gott wird diese Götzen zerschmettern. Seines Personen, seines Gedanken, seines Pläne, was immer wir über Gott stellen, wird in unserem Leben zu Bruch gehen. Wenn unser Herz falsch ist, werden wir es büßen.

[2:26] Dann werden sie bekennen müssen: „Wir haben keinen König mehr, weil wir den Herrn nicht fürchteten.“ Und einen König, was kann der uns helfen? Das Nordreich Israel versank tatsächlich dann im politischen Chaos, im Bürgerkrieg, bis irgendwann das Königreich komplett von den Assyrern eingenommen wurde. Wenn man Gott nicht fürchtet, dann hilft auch keine menschliche Macht. Leere Worte reden, falsche Eide schwören, Bündnisse schließen, so dass Gericht auf Frost wie Giftkraut aus den feuchten des Ackers. Um das Kalb von Beth-Awen, also Bethel, wie wir schon an anderer Stelle gelernt haben, wird den Einwohnern von Samaria bange sein. Ja, seine Bevölkerung trauert darum und seine Götzenpriester zittern seinetwegen, wegen seiner Herrlichkeit, weil sie von ihnen weggeführt wird. Ja, es selbst wird nach Syrien gebracht als Tribut für den König Jareb. Schon gelernt, dass es ein allgemeiner Begriff für die Streitlustigkeit, für die kämpferische, ja, Gewalttätigkeit der syrischen Könige, die zu dieser Zeit weit ausgegriffen haben, verschiedene Himmelsrichtungen, vor allem auch an die Levante, an das heutige Syrien, Libanon und Israel.

[3:40] Scham erfasst Efraim und Israel muss sich seines Rates schämen. Samarias König fährt dahin wie ein zerbrochener Zweig, der auf der Wasserfläche schwimmt, mit anderen Worten, der keinen Halt hat, der einfach hin und her getrieben wird von den Umständen. So werden die Höhen von Auen, die Sünde Israels verwüstet. Dornen und Disteln werden auf ihren Altären wachsen. Da werden sie zu den Bergen sagen: „Bedeckt uns!“ und zu den Hügeln: „Fallt über uns!“ Und hier horchen wir auf, denn wir kennen diese Worte. Wenn wir die Offenbarung etwas kennen, diese Worte werden gesprochen werden am Ende der Zeit in Offenbarung 6, Vers 14, im sechsten Siegel, dann dort werden diese Worte gesprochen von Menschen, die sich gegen das Evangelium entschieden haben, die das Evangelium abgelehnt haben und die dann angesichts des Gerichts Gottes, Angesicht des Zorns des Lammes, lieber tot sein möchten, als Jesus in die Augen zu sehen.

[4:48] Wie schlimm ist die Sünde, dass sie unser Herz so verfinstert, dass wir am Ende lieber tot sein möchten, als sie Jesus in die Augen zu sehen. Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. Dort sind sie stehen geblieben. Sollte sie nur nicht auch in Gebärden der Krieg erreichen, der gegen die frevelhaften Kinder geführt wird. Ich will die züchtigen nach Herzenslust, und es sollen Völker gegen sie versammelt werden zur Züchtigung für ihre zweifache Schuld.

[5:20] Efraim ist eine ans Joch gewöhnte junge Kuh, die gerne drischt. Aber ich fahre über ihren schönen Hals. Ich will Efraim anspannen, Juda soll pflügen, Jakob soll eggen. Es kommt das Gericht. Aber Gott sieht noch eine Chance, eine Möglichkeit, das Volk zur Umkehr zu bewegen. Seht, Gerechtigkeit erntet nach dem Maß der Gnade. Wenn wir uns für Gerechtigkeit entscheiden, wenn wir uns zu Gott hinwenden, wenn wir investieren in ein Leben mit Gott, dann werden wir ernten, und zwar nach dem Maß der Gnade, nicht nach dem Maß unserer Anstrengung, sondern nachdem, was Gott schenkt in Hülle und Fülle über alle Maßen.

[6:02] Pflügt einen Neubruch, denn es ist Zeit, den Herrn zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnet. Es wir haben das ja gesehen, dass Gott unserem Leben auftreten möchte wie ein Morgenrot, das Morgenlicht, das sicher ist, wie der Stehregen, der das Land benetzt. Ein Bild für die Gerechtigkeit. Gott lässt Gerechtigkeit regnen. Gerechtigkeit ist nicht unser Wert. Wir müssen investieren, wir müssen nicht sehen, wir müssen sagen, dass wir etwas wollen, dass wir Gerechtigkeit, Wahrheit, Liebe, Gnade uns wünschen in unserem Leben. Gott lässt die Gerechtigkeit seiner eigenen Gerechtigkeit regnen, damit all das in meinem Herzen wachsen kann. Aber dazu müssen wir eine neue Bruch pflügen. Wir müssen den Herzensboden umpflügen, wir müssen den aufbrechen, die Herzensseitigkeit beseitigen, Luft dran lassen, sozusagen die alten Dornen und Disteln herausreißen, damit sie das, was Gott in unserem Leben pflanzen möchte, nicht wieder kaputt machen, so wie wir es im Gleichnis von den vier Böden in Matthäus 13 zum Beispiel sehen können.

[7:13] Als ihr Gesetzlosigkeit pflügtet habt, ihr Unheil geerntet und die Frucht der Falschheit gegessen, weil du dich auf die Menge, auf deine Wege und die Menge deiner Helden verlassen hast. So soll sich Kriegslärm gegen deine Bevölkerung erheben und alle deine Festungen sollen zerstört werden, wie Salmanassar, der König von Assyrien, zerstörte am Tag des Kampfes und die Mutter samt den Kindern zu Boden streckte. Wenn wir mit Sünde umgehen und Sünden unserem Leben dulden und immer wieder aussäen, dann werden wir das Unheil ernten. Das ist, was die unmissverständliche Botschaft im Buch Hosea ist. Eine Botschaft, die ich in meinem Leben erlebt habe und die ich denke, wir alle bejahen können, wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind und Gottes Wort hier auf uns wirken lassen.

[8:04] Der Salmanassar dürfte vermutlich Salmanassar der Fünfte hier sein, der zu dieser Zeit dann gegen Israel Krieg geführt hat und der ist dann war der kurze Zeit später die Stadt Samaria dann einnahm und damit das Schicksal des Reiches Israel, des Nordreiches, für immer besiegelte. Das sind also Aufrufe Gottes kurz vor dem absoluten Ende, letzte verzweifelte Versuche, den die Hand noch einmal auszustecken, noch einmal anzufangen, neu zu beginnen, umzugehen, eine Erweckung zu erleben. Bis zum Schluss hat Gott alles getan, was er konnte, und er wird bis zum Schluss alles tun, was er kann, und dich und mich vor der Zerstörung der Endzeit bewahren und retten.

[8:49] Dasselbe Geschick bringt Bethel über euch um eurer großen Bosheit willen. Beim Anbruch des Morgenrots wird der König Israel völlig vertilgt sein. Als Israel jung war, er liebt ihn, und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Das ist so interessant, denn von Mose wissen wir, dass Gott tatsächlich durch Mose sagen ließ, dass Israel der erstgeborene Sohn ist. Und diese Prophezeiung hat eine, diese Textstelle in diesem prophetischen Buch hat eine tiefe theologische Bedeutung, denn Jesus ist der Sohn Gottes und auch er wurde aus Ägypten gerufen.

[9:27] Mit anderen Worten, Gott sei Dank, ich habe das Volk Israel so lieb, ich meinen Sohn lieb habe. Wenn wir Jesus nachfolgen und seine Erlösung annehmen, dann hat Gott mich und dich so lieb. Wer seinen eingeborenen Sohn Jesus liebt, dann interessant, ist das nicht schön? Aber sobald man sie fanden, sie sich vom Angesicht der rufen ihn ab, den Bahnen euer opferten sie und den Götzenbildern räucherten sie. Gott hat sie herausgeführt, als sie frei gemacht aus der Knechtschaft, aber stattdessen haben sie ihn enttäuscht und haben ihm den Rücken zugekehrt. Und ich war es doch, der Efraim gehen lehrte, der sie auf seine Arme hob, so wie ein Vater seinem Kind beibringt, wie man geht, es auf den Armen nimmt.

[10:23] Aber sie haben nicht erkannt, dass ich sie halte. Gott hat sie aufgezogen, Gott hat ihnen das Gehen beigebracht, er hat sie geheilt. Sie haben es nicht gemerkt. Merken wir, wie viel Gutes Gott in meinem Leben, in deinem Leben tut? Merken wir das mit menschlichen Banden, so gesehen mit Seilen der Liebe. Gott zieht uns nicht mit Ketten der Knechtschaft, sondern er wird um uns, er erlebt uns ein, er versucht das zu zeigen, wie gut es mit uns meint, damit wir aus eigenem Antrieb freiwillig ihm folgen, nicht weil wir gezwungen sind, mit menschlichen Banden, so wie sie mit Seilen der Liebe. Ich hob ihnen gleichsam, dass jedoch auch vom Kinn und neigte mich zu ihnen, um ihnen Nahrung zu geben.

[11:12] Er soll nicht nach dem Land Ägypten zurückkehren, sondern der Assyrer soll ihr König werden, weil sie nicht umkehren wollen. Hier wird deutlich, dass was wir vorher im Buch Hosea gesehen haben, dass sie nach Ägypten zurückkehren, symbolisch gemeint war. Sie werden also wieder in die Knechtschaft der Sünde zurückfallen. Aber realpolitisch werden sie vom König aus Syrien besiegt werden und werden von dem dann in alle Himmelsrichtungen verteilt werden, dort, wo assyrische Soldaten die Herrschaft haben oder die Kontrolle haben, der König von Syrien regiert. Und genau das ist leider auch passiert. Die Syrer haben das Nordreich Israel verwüstet und die Israeliten an alle möglichen Stellen im syrischen Reich verteilt.

[11:57] Oder Schwert soll in ihren Städten umgehen und ihre Regel vernichten, also das, was man gebaut hat, um die Städte zu beschützen, und sie wegen ihrer Ratschläge verzehren. Mein Volk hält am Abfall von mir fest. Ruft man es nach oben, so erhebt sich gar niemand. Das ist das Problem. Gott hätte ihre ihren Abfall vergeben können, er hätte ihre Sünden reinigen können, er hätte sie erlösen können, egal wie viel sie gegen ihn gesündigt haben. Was sie hätten hören müssen, sie hätten reagieren müssen, sie hätten es annehmen müssen, und das taten sie nicht. Sie haben aber Abfall festgehalten, die Sünde festgehalten.

[12:40] Sie haben dem Aufruf Gottes nicht Folge geleistet, sie haben sich nicht erhoben, sie sind nicht aufgestanden, als der Aufruf kam: „Wer möchte gerettet werden?“ Und dann kommen sehr bewegende Worte in Vers 8: „Wie könnte ich dich dahin geben, Efraim? Wir haben gerade gesehen, was Gott nüchtern sagt, das und das wird passieren. Das Land wird zerstört werden, ihr werdet dem König von Assyrern die ihr werdet verschleppt werden, die Städte werden vernichtet werden. Das wird passieren.“ Und jetzt kommen wir einen Blick in das Herz Gottes: „Wie könnte ich dich dahin geben, Efraim? Wie könnte ich dich preisgeben, Israel? Wie könnte ich dich behandeln wie Adama, dich machen wie Sodom und Gomorra, verloren gehen?“ Mein ganzes Herz sträubt sich dagegen, mein ganzes Mitleid ist da.

[13:25] Gott möchte uns nicht strafen, er möchte nicht, dass wir verloren gehen. Er möchte, dass alle Raum zur Buße haben. Zweite Petrus 3 sagt: „Gott hat keinen Gefallen am Tod der Gottlosen.“ Wir in Hesekiel gesagt hat, und als es jetzt soweit ist, als alle Hoffnung dahin zu schwimmen droht, dass überhaupt noch jemand sich bekehrt, sagt er: „Das muss ich jetzt tun, da ich will ja gar nicht, ich will euch ja nicht vernichten. Ich will ja nicht, dass der…“ Wie kann ich, oh Gott, das gerecht? Er muss, er kann nicht die Menschen für ewig in der Sünde leben lassen. Er muss Gerechtigkeit walten lassen.

[13:56] Aber es schmerzt so, lieber Freund, liebe Freundin, jeder Mensch, der verloren geht, bewirkt das hier im Herzen von Gott. Jeder Mensch, der das Evangelium ablehnt, verleugnet, nicht haben will, bewirkt diesen Vers im Herzen unseres Erlösers. „Ich will nicht handeln nach der Glut meines Zorns, will Efraim nicht wiederum verderben, denn ich bin Gott und nicht ein Mensch. Als der Heilige bin ich in deiner Mitte und will nicht in grimmigem Zorn kommen.“

[14:34] Und hier ist es schön, weil Gott so ist, wird er zwar das Gericht hier ausführen, also nicht das Ende sein. Es wird wieder eine Hoffnung geben, wie deine Wiederherstellung. Wir haben das ja am Anfang von Hosea gesehen, auch wenn sie dann nicht mehr sein Volk sind, können sie, weil sie unter den Heiden zerstreut sind, wieder Gottes Volk werden. Denn Gott, und das ist ja das Schöne dann auch im Neuen Testament, wird dir das Evangelium zu allen Völkern bringen. Deshalb, selbst wenn Israeliten jetzt oder die Heiden zerstreut werden, wird das Evangelium sie doch wieder finden. Sie können wieder umkehren. Gott wird kein vollständiges Ende machen. Gottes Gnade ist noch nicht zu Ende.

[15:09] Auch in deinem Leben noch nicht. Die war, Freund, liebe Freundin, glaube, dass Gott dich retten möchte. Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir Einblicke bekommen in deine Emotionen. Du wünschst dir so sehr, dass Menschen ewig leben und dass es ihnen gut geht. Und du bist so traurig, dass sie ständig falsche Entscheidungen treffen und dich ignorieren und dir nicht glauben. Herr, lass uns Menschen sein, die dir glauben. Lass uns Menschen sein, die sich bewegen lassen von diesen bewegenden Worten, wie es in deinem Herzen aussieht. Herr, wir danken dir, dass du uns so lieb hast, obwohl wir es nicht verdient haben. Und aus Liebe zu dir wollen wir zu dir kommen und deine Erlösung in Anspruch nehmen. Hab Dank dafür. Arbeiten.


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