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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp führt in den Jakobusbrief ein, der von Jesu Bruder Jakobus verfasst wurde und praktische Relevanz für den Glauben im Alltag hat. Er beleuchtet, wie Anfechtungen zur Entwicklung von standhaftem Charakter beitragen und betont die Wichtigkeit, Gott im Glauben um Weisheit zu bitten, statt zu zweifeln. Der Vortrag erklärt den Unterschied zwischen Versuchung und Sünde, wobei die persönliche Entscheidung und Gottes Hilfe im Vordergrund stehen. Abschließend ermutigt Kramp dazu, schnell zuzuhören, langsam zu reden und langsam zum Zorn zu sein, um ein gottgefälliges Leben zu führen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Jakobus 1, Vers 1 bis 19.

[0:38] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir merken, dass du ein großes Interesse an uns hast und dass du uns Stück für Stück in alle Wahrheit führst durch deinen Heiligen Geist. Herr, wir wünschen uns im Alltag echte Christen zu sein, so zu leben, dass dein Name verherrlicht wird und das sichtbar wird, was du für uns getan hast. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, auch wenn wir jetzt den Jakobusbrief studieren, dass wir erkennen, wie das Evangelium unseren Alltag verändert und wir sehen können, wie wir mit dir leben können Tag für Tag. Sei du unser Lehrer und hab Dank dafür. Im Namen Jesu, Amen.

[1:25] Wir beginnen heute mit dem Jakobusbrief. Dieser Brief ist vermutlich von dem Jakobus geschrieben worden, aller Wahrscheinlichkeit nach der über einen längeren Zeitraum der Leiter der Gemeinde in Jerusalem gewesen ist und einer der Brüder von Jesus gewesen ist. Also jemand, der über viele Jahrzehnte auch Jesus gekannt hat und entsprechend viel von ihm mitbekommen hat, auch wenn aus den Evangelien sichtbar wird, dass über einen langen Zeitraum auch die Brüder nicht wirklich Jesus vertraut haben und an ihn geglaubt haben. Aber nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu hat sich das geändert und Jakobus ist einer der großen Säulen in der frühen Christenheit gewesen. Und sein Brief ist sehr interessant, weil er auch ganz besonders für den praktischen Glauben im Alltag relevant ist.

[2:18] Wir beginnen in Jakobus 1 und dort Vers 1: „Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind.“ Damit wird darauf angespielt, dass die Christen sich selbst von Anfang an als das geistliche Israel betrachteten, wie es auch die Bibel an anderen Stellen lehrt. „Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet.“ Die frühen Christen hatten mit vielen Schwierigkeiten zu tun, vor allem auch äußerer Verfolgung und Bedrängnissen. Und Jakobus geht direkt darauf ein und sagt: „Haltet es für Freude, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.“ Mit anderen Worten, wenn Schwierigkeiten kommen und wir durch den Glauben uns bewähren, dann entsteht dadurch standhaftes Ausharren. Und wir brauchen standhaftes Ausharren für die Endzeit, das wissen wir aus Offenbarung 14, Vers 12. „Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.“ Mit anderen Worten, was der hier deutlich macht: Die christliche Vollkommenheit des Charakters entsteht durch das standhafte Ausharren. Aber das standhafte Ausharren wird nur dadurch möglich, wenn wir in Situationen geraten, wo wir eben halt ausharren müssen, wo wir im Glauben uns bewähren müssen. Es sind die Schwierigkeiten, die uns helfen, charakterlich zu reifen und damit auch für die Endzeit vorbereitet zu sein.

[3:55] „Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Erbitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin und her geworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteilten Herzens, unbeständig in allen seinen Wegen.“ Gott macht uns keinen Vorwurf, wenn wir nicht alles wissen, wenn es uns an Weisheit mangelt. Wir dürfen ihn gerne bitten. Entscheidend ist nur, dass wir im Glauben bitten, dass wir nicht daran zweifeln, denn wer zweifelt, der wird hin und her geworfen durch alle möglichen Dinge und hat kein festes Fundament. Wer zweifelt, muss nicht damit rechnen, gesegnet zu werden. Deswegen ist Zweifel eine gefährliche Sache, auch wenn heute immer wieder behauptet wird, dass Zweifel irgendwie gut wäre für den Glauben, lehrt die Bibel durchgängig, dass Zweifel schlecht ist und gefährlich.

[5:09] „Der Bruder aber, der niedrig gestellt ist, soll sich seiner Erhöhung rühmen, der Reiche dagegen seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen.“ In der Gemeinde sollen gerade nicht die gesellschaftlichen und die finanziellen, wirtschaftlichen Unterschiede betont werden, sondern ausgeglichen werden. In der Gemeinde sollen sich alle auf Augenhöhe begeben. Das bedeutet, dass gerade die, die von der Gesellschaft besonders verachtet werden, besonders aufgewertet werden und die, die besonders hoch angesehen sind, besonders demütig sein sollen, damit sich alle auf derselben Ebene befinden. „Denn kaum ist die Sonne aufgegangen mit ihrer Glut, so verdorr das Gras und seine Blume fällt ab, und die Schönheit seiner Gestalt vergeht. So wird auch der Reiche verwelken auf seinen Wegen.“ All der Reichtum dieser Welt, aller materielle Besitz ist schnell vergangen und hat keinen bleibenden Wert.

[6:03] „Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet.“ Damit sind wir wieder beim Thema des Anfangs. „Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.“ Wer bekommt die Krone des Lebens? Wer bekommt die Krone der Gerechtigkeit? Nicht die, die sich qualifiziert haben durch gute Taten, sondern die, die Jesus lieben und aus Liebe gehorsam sind und durch Liebe wirksam anderen Menschen geholfen haben. Liebe ist das entscheidende Kriterium. „Glückselig ist der Mann“ – die Frau natürlich, der Mensch – „der in der Anfechtung standhaft bleibt.“ Wir erhalten die Krone der Gerechtigkeit, wenn wir bei Jesus bleiben, auch in den Schwierigkeiten, uns nicht entmutigen lassen.

[6:55] „Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand.“ Das ist der Grund, warum Gott Mensch wurde, um uns, um für uns ein Hohepriester sein zu können, nämlich Jesus, weil er als Gott gar nicht versucht werden kann, aber als Mensch konnte Jesus versucht werden.

[7:18] „Sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebärt sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebärt den Tod. Irrt euch nicht, meine geliebten Brüder: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch ein Schatten infolge von Wechsel.“ Jetzt einmal noch zu den Versen 13 bis 15: Hier wird ganz deutlich, dass Versuchung nicht das Gleiche wie Sünde ist. Die Versuchung, die Begierde reizt und lockt uns, und nur wenn wir der Begierde nachgeben, entsteht dadurch Sünde. Hier wird das Bild von einer Schwangerschaft gebraucht: So wie eine Frau nicht schwanger werden kann, es sei denn, der Mann stimmt zu, mit ihr Geschlechtsverkehr zu haben, so kann auch die Begierde keine Sünde hervorbringen, es sei denn, der Mensch entscheidet sich mit seinem Verstand, mit seinem Willen, der Begierde nachzugeben. Satan kann uns nicht in die Sünde zwingen, und auch wir werden niemals von unseren eigenen Trieben in die Sünde gezwungen. Es ist immer unsere eigene Entscheidung, wie wir mit den Verlockungen, seien sie von außen oder von innen, umgehen. Und das ist eine gute Nachricht, denn das bedeutet, dass wir mit Gottes Hilfe und seiner Kraft den Verlockungen nicht nachgehen müssen, ganz egal, ob sie von außen auf uns eindringen oder uns von innen versuchen zu verführen. Und Jakobus macht ganz deutlich: „Irrt euch nicht, alles, was gut ist, alles, was vollkommen ist, kommt von Gott. Bei ihm ist keine Veränderung.“ So wie in Maleachi 3, Vers 6 steht, wo Gott sagt, dass er sich nicht verändert, so wird hier ganz deutlich, dass Gott immer das Beste für uns möchte. „Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe sein.“ Wir sind wiedergeboren. Jesus hatte dem Nikodemus gesagt, dass er von oben neugeboren werden muss, und das wird hier beschrieben: Die Wiedergeburt durch das Wort der Wahrheit. Indem wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, es glauben und in unser Leben aufnehmen, werden wir neu geboren, weil Gott es so möchte.

[9:59] „Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ Und wir alle müssen uns fragen, ob das auch unsere Beschreibung ist. Sind wir schnell zum Zuhören? Hören wir gerne zu, um Missverständnisse auszuräumen, oder sind wir lieber schnell zum Reden und langsam zum Hören? Lasst uns gerne zuhören, schnell zuhören, versuchen, den anderen zu verstehen. Lasst uns langsam sein zum Reden, langsam mit unseren Schlussfolgerungen, langsam mit unseren Urteilen, aber langsam zum Zorn.

[10:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir heute sehen durften, dass niemand vom Satan oder von der Versuchung zur Sünde gezwungen werden kann, sondern dass es immer unsere Entscheidung ist und wir deswegen durch Kraft von dir der Sünde widerstehen können. Herr, gib, dass wir auch in Schwierigkeiten nicht vergessen, dass die Schwierigkeiten letztlich ein Segen sind, weil wir in ihnen Glauben üben können, stärken können und sich so standhaftes Ausharren herausbildet in unserem Charakter. Hab Dank, dass du uns das offenbarst. Im Namen Jesu, Amen.


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