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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Predigt aus Jakobus 1:20-2:17 die praktische Seite des Glaubens. Er betont, wie wichtig es ist, nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes zu sein und sich von weltlichen Maßstäben wie dem Ansehen der Person zu distanzieren. Wahre Frömmigkeit zeigt sich demnach in Nächstenliebe, Barmherzigkeit und einem Glauben, der sich in konkreten Werken manifestiert. Denn Glaube ohne Werke ist tot.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, uns mangelt es an Weisheit. Wir sind so schwache Menschen, aber bei dir ist das Licht und alle Weisheit und Erkenntnis. Du hast uns gesagt, dass alle Erkenntnis, alle Schätze der Weisheit in Jesus Christus verborgen sind, und wir bitten dich um Weisheit, dein Wort, das du inspiriert hast, zu verstehen und dass wir mit deiner Weisheit durch den Alltag gehen können und anderen den Weg zeigen können zu der Weisheit, die du allein geben kannst. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir uns selbst im Spiegel deines Wortes betrachten und dann bei dir die Kraft uns holen, so zu leben, wie du es für richtig hältst, weil es das Beste für uns ist. Das bitten wir im Namen Jesu und danken dir, dass du unser Gebet hörst, weil es in deinem Namen ist. Amen.

[1:42] Wir sind in Jakobus Kapitel 1. Jakobus ermutigt die Gläubigen in der Verfolgung, in der Anfechtung, in Problemen standhaft zu sein. Er ermutigt uns, standhaftes Ausharren zu entwickeln, weil wir dadurch, weil dadurch unser Charakter vollkommen wird. Er hat auch deutlich gemacht, dass wir jede gute Gabe, jedes vollkommene Geschenk vom Vater bekommen können, dass wir Weisheit bekommen können, wann immer es uns daran mangelt, und dass wir in der Versuchung nicht fallen müssen, weil wir immer die Entscheidung haben, uns zu entscheiden für Gott und gegen die Sünde.

[2:25] Er redet jetzt hier in Kapitel 1, dass wir langsam sein sollen zum Reden, langsam zum Zorn und schnell zum Zuhören. Wir lesen weiter in Vers 20: "Denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit." Wenn wir zornig werden – und wir alle haben das in unserem Leben selbst oder an anderen erlebt – wer zornig ist, kann nicht mehr gerecht urteilen. Menschlicher Zorn ist nicht in der Lage, Gottes Gerechtigkeit auszuüben.

[2:54] "Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten." Es gibt noch Dinge in unserem Leben, die hinwegmüssen. Da gibt es noch Reste von Bosheit, da gibt es noch Schmutz, und mit Sanftmut sollen wir uns immer wieder und immer wieder mit dem Wort Gottes beschäftigen, weil dort im Wort, das Gott inspiriert hat, die Kraft ist, die zu unserer Errettung führt.

[3:23] "Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen." Es reicht also nicht, wenn wir das Wort Gottes einfach nur lesen, intellektuell darüber nachsinnen und es dann aber nie tun. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut. Er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wir wollen nicht, dass die Bibel nur ein Spiegel ist, wo wir sagen: "Aha, so ist es also", und dann gehen wir weg und vergessen wieder, was wir gelesen haben, sondern wir wollen, dass die Bibel Kraft hat, unser Leben zu verändern. Und die Bibel hat diese Kraft, aber nur wenn wir mit Glauben sie lesen, wenn wir das, was wir lesen, auch wirklich in unser Herz aufnehmen, wenn wir es umsetzen wollen, erhalten wir auch die Kraft, es zu tun. Wir brauchen die Bereitschaft, dass wir das auch tun wollen, was hier steht.

[4:15] "Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt – dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist – er wird glückselig sein in seinem Tun." Wir haben schon gesehen, dass der Mann glückselig ist, der die Anfechtung erduldet, der bei Gott bleibt. Hier sehen wir wieder, das Bleiben ist so entscheidend. Wenn wir beim Wort Gottes bleiben, nicht nur kurz mal reinschauen und es dann wieder vergessen, sondern uns dauerhaft mit dem Wort Gottes beschäftigen, sodass es unseren Alltag prägt, sodass wir in den Situationen des täglichen Lebens uns daran erinnern, was wir gelesen haben, daran erinnern, was der Heilige Geist uns gezeigt hat, sodass wir jetzt mit seiner Kraft es auch umsetzen können, und dann werden wir glücklich sein.

[4:58] "Wenn jemand unter euch meint, fromm zu sein, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, da sind wir wieder beim langsam zum Reden, langsam zum Zorn, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos." Wir können uns vielleicht selbst sagen und anderen sagen, dass wir besonders gläubig sind, aber wenn wir unsere Zunge nicht im Griff haben, dann betrügen wir unser eigenes Denken und unser Glaube ist wertlos.

[5:25] "Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren." Der wahre Glaube zeigt sich daran, wie wir praktisch anderen, die unsere Hilfe benötigen, gegenüber uns einstellen und sie behandeln und auch wie wir zur Welt stehen. Echter Glaube wird sich nicht mit der Welt vermischen und wird das nicht irgendwie rechtfertigen versuchen, sondern echter Glaube wird sich von der Welt unbefleckt halten.

[5:57] "Meine Brüder, verbindet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht mit Ansehen der Person." In der Gemeinde soll es keine Ränge, keine Klassenunterschiede, kein Kastensystem geben. Der christliche Glaube hat damit nichts zu tun, das soll auch gar nicht erst eingeführt werden. "Denn wenn in eure Versammlung, also in den Gottesdienst, ein Mann käme mit goldenen Ringen und in prächtiger Kleidung, es käme aber auch ein Armer in unsauberer Kleidung, und ihr würdet euch nach dem umsehen, der die prächtige Kleidung trägt, und zu ihm sagen: Setze du dich hier auf diesem guten Platz, zu dem Armen aber würdet ihr sagen: Bleibe du dort stehen oder setze dich hier an meinen Fußschemel – würdet ihr da nicht Unterschiede unter euch machen und nach verwerflichen Grundsätzen richten?" Das sind weltliche Grundsätze, wenn man Menschen nach ihrem Äußeren, nach ihrem Erscheinungsbild einteilt in verschiedene Wertigkeitsstufen. Das ist verwerflich, das darf in der christlichen Kirche nichts zu suchen haben.

[7:02] "Hört, meine geliebten Brüder, hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie reich im Glauben würden und Erben des Reiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?" Wir haben in Kapitel 1, Vers 12 gesehen, dass die Krone des Lebens denen verheißen ist, die ihn lieben. Hier sehen wir, dass das Erbe des Reiches denen verliehen wird, verheißen ist, die Gott lieben. Die Armen dürfen genauso Teil des Reiches Gottes sein wie die Reichen. "Ihr aber habt den Armen verachtet." Jakobus spricht also nicht nur hypothetisch, sondern er weiß ganz genau, dass das ein echtes Problem in den Gemeinden schon im ersten Jahrhundert war, und das sich auch in den folgenden Jahrhunderten zeigte.

[7:45] "Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken und ziehen nicht sie euch vor Gericht? Lästern sie nicht den guten Namen, der über euch ausgerufen worden ist?"

[7:57] "Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach dem Schriftwort: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, so handelt ihr Recht." Den Nächsten zu lieben wie sich selbst, Jesus hatte das als eines der beiden wichtigsten Gebote überhaupt beschrieben. Das ist das Gesetz des Königs, das königliche Gesetz. Es zeigt sich daran, wie wir mit unserem Nächsten umgehen. "Wenn ihr aber die Person anseht, so begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt", weil wir dann nicht mehr den Nächsten lieben wie uns selbst, weil wir Unterschiede machen.

[8:33] "Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden." Hier sehen wir, dass wir nicht einfach Gebote unterschiedlich bewerten können und sagen können, das halte ich, das halte ich nicht. Wir können nicht einfach sagen, ich halte halt neun Gebote oder acht, wir müssen sie alle halten. "Denn der, welcher gesagt hat: Du sollst nicht Ehe brechen, hat auch gesagt: Du sollst nicht töten." Hier geht es also wirklich um die Zehn Gebote. "Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Übertreter des Gesetzes geworden." Denn die Zehn Gebote sind nicht eine Ansammlung verschiedener Vorschriften, sondern ein Gesamtkomplex, wie ein Organismus sozusagen. Man kann nicht das eine brechen, ohne auch das andere mit Mitleidenschaft zu ziehen. Sie gehören alle zusammen, weil sie einen einzigen Charakter, den Charakter Gottes, repräsentieren, und den kann man nicht teilweise haben, den kann man nur als Ganzes haben.

[9:28] "Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen." Das Gesetz der Freiheit, das sind die Zehn Gebote, denn sie beginnen ja mit den Worten: "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe." Gott hat uns aus der Knechtschaft geführt, wir sind frei, und weil wir frei sind, gelten diese Zehn Gebote, die dort in 2. Mose 20 und 5. Mose 5 beschrieben werden. Es ist das königliche Gesetz, es ist das Gesetz der Freiheit. Die Israeliten, die dieses Gesetz bekamen, sollten ein königliches Priestertum sein. Das Gesetz der Freiheit, es gilt für uns heute, und alle dieser Zehn Gebote sind wichtig. Wer das eine hält, aber das andere nicht, hat alle gebrochen, und wir werden durch dieses Gesetz gerichtet. Das macht die Bibel an mehreren Stellen ganz deutlich. Auch Paulus spricht davon, Prediger spricht davon in Prediger 12, Vers 13 und 14. Das Gesetz Gottes ist die Grundlage im Gericht.

[10:26] Und hier wird ganz deutlich, dass auch gläubige Menschen in diesem Gericht vor der Wiederkunft gerichtet werden anhand des Gesetzes. "Denn das Gericht wird unbarmherzig ergehen über den, der keine Barmherzigkeit geübt hat. Die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." Und hier sehen wir wieder, es geht nicht einfach um das strikte äußerliche Einhalten von Vorschriften, es geht um eine Herzenseinstellung im Gericht. Es geht darum, ob wir den Charakter Gottes, das heißt, das, was Jesus uns vorgelebt hat, im Alltag gezeigt haben, denn die Liebe, so sagt Römer 13, Vers 10, ist die Erfüllung des Gesetzes.

[11:01] "Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten? Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?" Ein theoretischer Glaube, der nicht in den Alltag kommt, der nicht praktisch wird, ist wertlos.

[11:31] "So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot." Wenn Glaube nur intellektuelle Zustimmung ist, aber sich nicht im Leben zeigt, hat er keinen Wert. Und deswegen müssen wir uns die Frage stellen, lieber Freund, liebe Freundin: Sieht man unseren Glauben im Alltag?

[11:49] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du uns daran erinnerst, dass wir durch den Glauben alle deine Gebote halten sollen. Nein, wir können es nicht ohne Glauben, wir können es nicht aus eigener Kraft. Aber mit dem Glauben und mit deiner Kraft können wir deine Gebote halten, und es zeigt sich am Halten der Gebote, ob wir wirklich den echten Glauben haben, den die Bibel beschreibt. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns zeigst, wo wir noch einen Rest von Bosheit haben, wo noch Schmutz unser Leben bestimmt und wo wir deine Gnade besonders brauchen. Wir wollen rein vor dir stehen und danken dir, dass du zu uns sprichst, dass du uns offenbarst und dass du uns hilfst, dass unser Glaube nicht nur eine theoretische Überzeugung ist, sondern sich im Alltag zeigt. Darum bitten wir dich im Namen Jesu.

[12:57] Amen.


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