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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Jakobus 4 und 5. Er geht den Ursachen von Streit in Gemeinden nach und warnt vor Freundschaft mit der Welt, die Feindschaft gegen Gott bedeutet. Der Sprecher betont die Notwendigkeit von Demut, der Übergabe unserer Pläne an Gott und geduldigem Ausharren bis zur Wiederkunft Christi, während er auch die Gefahren von Verleumdung und Reichtum auf Kosten anderer anspricht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“ heute bei Jakobus 4:1-5:9.

[0:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir brauchen auch heute deine Weisheit. Das Leben wird so viele verschiedene Dinge auf uns heute einstürmen lassen, von denen wir noch nicht wissen, was kommen wird. Aber wir wissen, dass du für uns da bist. Wir wissen, dass wir aus eigener menschlicher Kraft scheitern werden und anderen Menschen noch Schaden werden. Deswegen brauchen wir deine Weisheit, deine Weisheit, um zu erkennen, was dein Plan für uns ist, zu erkennen, wo wir helfen können, wie wir helfen können und wie wir unseren Glauben in die Praxis umsetzen können. Schenk du uns einen reinen, friedfertigen Geist, der bereit ist, sich auch belehren zu lassen und der den Frieden sucht. Und habe Dank, dass du uns ohne Vorwurf genau das schenken möchtest. Erfüll uns mit deinem Heiligen Geist, sei du unser Lehrer jetzt, wenn wir weiter im Jakobusbrief lesen und habe Dank, dass du uns die Kraft schenkst, das umzusetzen, was hier steht. Im Namen Jesu, Amen.

[1:54] Wir beginnen heute mit Jakobus Kapitel 4. Wir haben in Jakobus 3 gesehen, wie Jakobus vor der Zunge warnt, die so viel kaputt machen kann, auch wenn sie so ein kleines Körperteil ist. Und er hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Weisheit ist, die wir von Gott empfangen können, die geistliche Weisheit, die himmlische Weisheit, die ganz anders ist als die irdische, dämonische Weisheit. Wir lesen weiter in Jakobus 4, Vers 1: „Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten?“

[2:41] Warum gibt es Streit in der Gemeinde? Streitigkeiten sind ein Thema, das auch heute noch viele christliche Gemeinden schwer heimsucht und die auch ein Grund sind, warum viele Menschen sich davor scheuen, sich einer christlichen Gemeinde anzuschließen, weil sie sehen, wie oft es dort zu Konflikten kommt. Und Jakobus legt erneut den Finger in die Wunde und zeigt, woher das kommt: Es liegt an den inneren Lüsten, die nicht tot sind, um mit Paulus zu sprechen, am Kreuz, sondern die dort streiten. „Ihr seid begehrlich und habt es nicht. Ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen. Ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.“

[3:27] Hier sehen wir, warum Gott nicht alle Gebete erhört. Es gibt viele Gründe, aber ein Grund ist, dass wir manchmal in böser Absicht bitten. Wir bitten um einen Segen, aber nicht, um damit anderen Menschen zum Segen zu werden, sondern in böser Absicht, weil wir das dann vergeuden würden und Gott gibt es uns dann nicht. Einer der Verse, die zeigen, dass das Wort von Jesus „Bittet, und es wird euch gegeben“ im Kontext gesehen werden muss. Da gibt es verschiedene Bedingungen und eine Bedingung ist, dass wir eben nicht in böser Lust bitten.

[4:01] „Ihr Ehebrecherinnen und Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes.“ Wir müssen uns entscheiden. Man kann nicht gleichzeitig Christ sein und mit der Welt gemeinsame Sache machen. Man kann nicht die Welt in die Gemeinde hineinholen. Man kann nicht einfach die Welt imitieren oder in der Welt leben. Wer mit der Welt gemeinsame Sache macht, macht sich zum Feind Gottes, denn Jesus und die Welt waren hundertprozentig getrennt. Jesus hat das deutlich gesagt, dass er nicht von dieser Welt ist.

[4:39] „Oder meint ihr, die Schrift redet umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt. Umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ Interessanter Gedanke, der hier steht. Jakobus fragt: Glaubt ihr, die Bibel sagt das umsonst? Sie sagt das einfach nur so, oder sagt sie es nicht, weil es genauso ist und weil ihr darauf achten müsst, weil ihr das tun müsst? Ich glaube, es ist wichtig, dass wir verstehen, dass die Bibel nicht einfach umsonst redet, sondern sie hat einen Grund, warum sie die Dinge sagt. Die Dinge, die die Bibel betont, betont sie deswegen, weil wir das so dringend brauchen und weil wir genau dort Veränderung benötigen.

[5:26] Der Geist Gottes, der hat ein eifersüchtiges Verlangen. Er möchte nicht, dass wir anderen Götzen nachgehen, sondern er möchte, dass wir wirklich mit Jesus verbunden sind. Und wenn wir das sind, ist die Gnade, die wir empfangen, umso reicher. Wer so hochmütig ist, wer stolz ist, der macht sich zum Feind Gottes. Aber wer demütig ist, der empfängt viel Gnade. Und so kommt die Schlussfolgerung aus dem jetzt im nächsten Vers: „So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“

[6:00] Am Ende kommt es darauf an, dass wir unser Leben Gott übergeben. Paulus sagt, dass wir unseren Leib darbringen sollen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, dass wir uns Gott unterwerfen, ihn an die erste Stelle setzen. Paulus hatte gesagt, dass wir der Sünde widerstehen sollen bis aufs Blut. Und hier haben wir die Verheißung, dass der Teufel von uns fliehen wird, so wie er von Jesus geflohen ist, als dieser gesagt hat: „Es steht geschrieben, es steht geschrieben, es steht geschrieben“, als er aus Glauben gelebt hat, nämlich aus dem Wort Gottes, aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Der Teufel hat natürlich Jesus dann immer wieder mal versucht und so wird der Teufel auch nicht für immer von uns fliehen, wenn wir einmal an Gott festhalten. Aber wir sehen hier, dass der Teufel keinen Sieg über uns erringen kann. Er wird immer wieder fliehen müssen, weil wir uns an Gott festhalten.

[6:51] „Fühlt euer Elend, trauert und heult! Euer Lachen verwandelt sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“ Wir müssen unseren elenden Zustand erkennen und auch wirklich traurig sein. Und Jesus schenkt uns ja diese Buße, er schenkt uns die Traurigkeit. „Glückselig sind die Traurigen, denn sie sollen getröstet werden.“ Jesus selbst hat sich erniedrigt und wird von Gott erhöht über alle Maßen. Wenn wir uns vor Gott demütigen, wird er uns erhöhen. Wenn wir uns selbst erhöhen wollen, dann sagen wir damit, dass wir Gott nicht zutrauen, das Beste für unser Leben zu wollen. Das war die Ursünde von Luzifer, der zu Satan wurde, die wir durch die gesamte Bibel verfolgen können.

[7:42] „Verleumdet einander nicht, ihr Brüder! Wer seinen Bruder verleumdet und seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter, sondern ein Richter des Gesetzes.“ Ich glaube, viel würde sich in unseren Gemeinden ändern, wenn wir jedes Mal, wenn wir schlecht über andere Geschwister reden, dabei denken würden, dass wir jetzt so über die Bibel reden. Wenn wir über Geschwister nur so reden würden, wie wir über die Bibel reden, würde sich da nicht viel verändern in unseren Gemeinden. Das ist, was hier steht.

[8:16] „Einer nur ist der Gesetzgeber, der die Macht hat zu retten und zu verderben. Wer bist du, dass du den anderen richtest?“ Wir haben nicht die Aufgabe, ein Urteil über andere Menschen zu fällen. Wir haben die Aufgabe, ihnen zu helfen, sie zu führen, ihnen beizustehen, mit ihnen zu weinen, mit ihnen sich zu freuen, ihnen zu helfen, ihre Sünden zu erkennen. Aber wir haben nicht die Aufgabe, Menschen zu beurteilen.

[8:43] „Wohl an nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen. Und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist, danach aber verschwindet.“

[9:05] Wenn wir große Pläne für die Zukunft machen, dann zeigen wir eigentlich, dass wir nicht so viel Lebensweisheit haben, die von Gott kommt. Wir wissen ja gar nicht, was morgen kommt. Wir kennen die Zukunft nicht. Und ja, wir sollen nicht in den Tag hineinleben, wir sollen mit Struktur und Ordnung uns Gedanken machen, was wir tun wollen. Aber wir sollen all das Gott vorlegen. „Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.“ Es ist also nach der Bibel nicht verkehrt, Pläne zu machen. Es ist verkehrt, davon auszugehen, dass diese Pläne auch realisiert werden. Es ist gut, Pläne zu machen, aber diese Pläne sollten immer an zwei Dingen hängen, nämlich: Wenn Gott es möchte und wenn wir dann noch leben, weil es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir dann noch leben werden. Und so wird uns bewusst, dass alle unsere Pläne wir letztlich Gott übergeben, sodass er sie bestätigen kann oder ändern kann, so wie es das Beste für uns ist. Und so zu planen, bedeutet wirklich echte Weisheit zu haben.

[10:06] „Jetzt aber rühmt ihr euch in eurem Übermut. Jedes derartige Rühmen ist böse. Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde.“ Und dieser Vers ist auch oft missverstanden worden. Das bedeutet nicht, dass wir deswegen sündigen, weil wir theoretisch irgendwo etwas Gutes tun könnten, was uns aber letztendlich gar nicht wirklich möglich gewesen wäre, oder weil wir was anderes getan haben und deswegen dieses Gute nicht tun konnten. Jesus selbst hat Menschen nicht geheilt, obwohl er wusste, dass sie hätten geheilt werden können. Wir sehen das ganz deutlich in Markus, zum Beispiel, überhaupt auch in den Evangelien, dass mitunter Menschen zu Jesus kamen, die geheilt werden wollten, aber Jesus musste in eine andere Stadt gehen. Jesus hat nicht gesündigt, indem er eine gute Tat, die er potentiell hätte tun können, nicht getan hat, sondern Sünde ist immer dann da, wenn ich weiß, was jetzt das Richtige wäre, was jetzt Gottes Wille ist, was jetzt das Gute ist, was ich jetzt tun sollte und es nicht tue. Sünde ist, wenn ich die Wahrheit erkenne und mich gegen sie entscheide. Sünde ist, wenn ich weiß, wie Gott mich führt, aber ich von ihm weglaufe. Das ist Sünde.

[11:19] „Wohl an nun, ihr Reichen, weint und heult über das Elend, das über euch kommt! Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen.“ Wir sehen hier auch eine ganz besondere Endzeitbotschaft für Menschen, die sich auf dieser Welt bereichern auf Kosten von anderen. „Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemäht haben, der aber von euch zurückbehalten worden ist, er schreit, und das Rufen der Schnitter ist dem Herrn der Heerscharen zu Ohren gekommen.“ Alle Ungerechtigkeit, auch in der Arbeitswelt, die wir manchmal erleiden, wir dürfen wissen: Gott weiß sie und er wird darüber gerecht richten. „Ihr habt euch dem Genuss hingegeben und üppig gelebt auf Erden. Ihr habt eure Herzen gemästet wie an einem Schlachttag. Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn getötet. Er hat euch nicht widerstanden.“ Und Gott hat alles gesehen.

[12:21] „So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn.“ Wir sollen warten und zwar geduldig warten. Wir haben gesehen schon in Kapitel 1, dass die Anfechtungen, die auf uns zukommen, in uns eine Bewährung des Glaubens bewirken, wenn wir es im Glauben annehmen, sodass wir Standhaftigkeit ausharren, Geduld entwickeln und lernen, die wir für die Wiederkunft benötigen. „Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.“ Ein Ackermann, der hat Geduld, der braucht Geduld, bis die Ernte eingefahren ist. Auch wir brauchen Geduld. Jesus hat Geduld mit uns, das macht die Bibel an vielen Stellen deutlich. Auch wir brauchen Geduld. „So wartet auch ihr geduldig, stärkt eure Herzen.“ Das geschieht durch die Gnade, wie uns der Paulus in Hebräer 13 deutlich macht. „Stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe. Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet! Siehe, der Richter steht vor der Tür.“ Angesichts der Nähe der Wiederkunft ist das Verhalten untereinander in der Gemeinde umso entscheidender. Und wir sind heute der Wiederkunft Jesu viel, viel näher, als es zur Zeit von Jakobus gewesen ist.

[13:53] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Und Herr, wir erkennen, dass wir noch viel nachzuholen haben, auch im Miteinander in der Gemeinde, das Miteinander, das Füreinander-Dasein. Herr, lass uns Menschen sein, die demütig sind, die mit dir zusammenarbeiten, die nicht einfach Pläne machen, sondern sie dir übergeben. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns Geduld schenkst, Geduld und Ausharren bis zur Wiederkunft, weil du Geduld mit uns hast. Und dafür danken wir dir. Im Namen Jesu, Amen.


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