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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt wird das Buch Jeremia vorgestellt, ein wichtiger Prophet des Alten Testaments. Rabea Kramp beleuchtet die Umstände von Jeremias Berufung, seine Herkunft und die historische Zeit, in der er wirkte. Es wird erklärt, warum Jeremia als „weinender Prophet“ bekannt ist und welche Herausforderungen er trotz der Reformen König Josias zu bewältigen hatte. Die Botschaft betont die Wichtigkeit, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich Gott treu zu sein.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Gelesen heute zusammen die Seite 778, und wir starten mit einem neuen Bibelbuch, mit dem nächsten großen Propheten, nämlich Jeremia. Jeremia war aus einem Priestergeschlecht in der Stadt Anatot im Land Benjamin. Und an welchen das Wort des Herrn erging in den Tagen Josias, des Sohnes Ammons, des Königs von Juda, im 13. Jahr seiner Regierung.

[2:21] Wir hören und wir lesen, dass Jeremia zur Zeit Josias berufen wurde. Josias war einer der herausragenden, besonders guten Könige gewesen, einer, der ganz viele Reformen umgesetzt hat. Josias hat den Götzendienst abgeschafft und zwar so puristisch und umfassend wie kein anderer König. Und das war im Jahr 627 vor Christus. Und auch in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zum Ende des 11. Jahres Jojachins, des Sohnes Jojakims, des Königs von Juda, oder bis zur Wegführung Jerusalems im fünften Monat. Also etwa König von Jojakim 13 Jahre und dann bis zur Wegführung nach Jerusalem, das heißt die Wegführung Jerusalems auf 586 vor Christus. Ergo hat die Regie 41 Jahre lang als Prophet gedient. Das ist eine sehr lange Zeit.

[3:19] Und man möchte meinen, dass er eine leichtere Zeit hatte zur Zeit Josias, der ja ganz viele Reformen umgesetzt hat. Aber wir werden sehen, dass äußerlich hier passiert ist und ein paar Leute auch bekehrt wurden, aber die Masse des Volkes hat in ihrem Herzen den Götzendienst eigentlich nie aufgegeben. Und deswegen hat Gott ihm, Jeremia, auch so ernste Botschaften aufgegeben, weil Gott genau wusste, äußerlich ist der Götzendienst abgeschafft, aber in den Herzen ist dann auch immer vorhanden.

[3:58] "Und des Wortes des Herrn ergingen mich folgendermaßen: Gehe ich im Mutterleib, bildet er dich. Dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschutz hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt." Ja, Jeremia wurde nicht nur als Kind berufen und als Jugendlicher, sondern schon als er noch im Bauch seiner Mutter war, da hat Gott schon gesagt: "Ich habe dich als Prophet eingesetzt."

[4:30] Sprach ich, Jeremia: "Ach, Herr, Herr, siehe, ich kann nicht reden, denn ich bin noch zu jung." Diese Aussage hat schon ein anderer großer Prophet von sich gegeben, nämlich Mose, der Gott auch angefleht hat: "Ich bin ja, ich kann nicht reden, bitte sende jemand anderen." Aber der Herr sprach zu mir: "Sage nicht, ich bin zu jung, sondern du sollst allen hingehen, zu denen ich dich sende, und du sollst alles reden, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der Herr."

[5:06] Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an, als Zeichen der Berufung. Und der Herr sprach von mir: "Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. Siehe, ich setze dich am heutigen Tag über die Völker und über die Königreiche ein, um auszurotten und niederzureißen und um zu zerstören und abzubrechen, umzubauen und zu pflanzen." Ja, Jeremia hat diese Zusage Gottes wirklich gebraucht, dass er seine Worte in seinen Mund legt und dass er ihn retten wird und dass er erhalten wird.

[5:39] Er hatte kein leichtes Leben mit dem Volk und er hat sich nicht nur einmal gewünscht, vom Volk weggehen zu dürfen und sich in die Einsamkeit verkriechen zu können, damit er dieses Volk nicht mehr sehen und nicht mehr aushalten muss. Aber Gott hat eine andere Aufgabe für ihn gehabt. Und wir werden das in den nächsten Tagen und Wochen noch besser kennenlernen, noch besser verfolgen, was für eine ernste Warnungsbotschaft Jeremia für das Volk hatte, weil Gott ja dieses Volk aufrütteln musste und wollte, wenn sie der babylonischen Invasion entgehen wollten, was leider nicht geschehen ist.

[6:22] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, auch uns rüttelst du in unserem Leben manchmal mit Warnungsbotschaften auf, weil du siehst, dass wir irregehen, dass wir uns von dir entfernen, dass wir nur noch äußerlich Christen sind und innen drin hat schon die Weltlichkeit völlig sich verbreitet, ausgebreitet. Wenn wir das Buch Jeremia lesen, dann gibt das, wir verstehen, dass diese Warnungsbotschaften auch für uns ganz persönlich eine Rolle spielen. Lasst uns angesprochen werden oder angesprochen sein durch die Dringlichkeit und durch deine große Barmherzigkeit und Liebe, die sich in diesem Buch zeigt, durch deine Geduld, die du mit dem Volk hattest und wie du immer noch auch in letzter Sekunde aufgerufen hast, umzukehren. Das möchten wir dich bitten, dass du das auch in uns wächst und uns bewusst macht. [Musik]


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