In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Botschaften aus Jeremia 12 und 13. Die Auslegung beleuchtet die ernsten Warnungen Gottes an sein Volk Israel, die sich in eindringlichen Gleichnissen wie dem verdorbenen Gürtel und den mit Zorn gefüllten Weinkrügen zeigen. Es wird die Konsequenz des ungehorsamen Herzens und die unerschütterliche Gerechtigkeit Gottes thematisiert, aber auch die Hoffnung auf Erlösung und die Verwandlung durch Gottes Gnade.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 12:17-13:21
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Einige Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Gelesen heute zusammen die Seite 793, haben einen letzten Vers fünf, Kapitel 12 und dann Kapitel 13. Lesen. Lasst uns davor gemeinsam beten.
[0:44] Lieber Vater im Himmel, zeig uns unseren eigenen Zustand. Zeig uns so, wie du siehst. Zeig uns, wie du siehst, damit wir ja wirklich erkennen, was in unserem Herzen ist und wir alles übergeben, was ja uns daran hindert, ganz eins mit dir zu werden. Amen.
[1:06] Wir beginnen mit Vers 17 aus Kapitel 12. "Wenn sie aber nicht gehorchen wollen, so will ich ein solches Volk endgültig ausrotten und vertilgen, spricht der Herr." Gott sprach in diesem kleinen Abschnitt vom Ende von Kapitel 12 über die Heidenvölker, die er ausrotten wird, wenn sie sich nicht bekehren werden. Und nun geht es wieder zum Volk Gottes. Wir merken, dass es immer wechselt im Buch Jeremia, über die Heidenvölker, zum Volk Gottes, wieder zu den Heidenvölkern und nun sind wir wieder beim Volk Gottes.
[1:42] Und hier haben wir in Kapitel 13, Vers 2, ganz interessante Gleichnisse. Das erste lautet so: "So sprach der Herr zu mir: Geh und kaufe dir einen kleinen Gürtel und lege ihn um deine Lenden, bringe ihn aber nicht ins Wasser." Da kaufte ich einen Gürtel nach dem Wort des Herrn und legte ihn um meine Lenden. Der geschah das Wort des Herrn zum zweiten Mal so zu mir: "Neben den Gürtel, den du gekauft und um seine Lenden gelegt hast, und mache dich auf, geh an den Euphrat und verbirgt dort in einer Felsspalte."
[2:20] Also Jeremia soll sich einen Gürtel kaufen, den er nicht ins Wasser tut. Er soll ihn zum Euphrat bringen. Und damit meint er höchstwahrscheinlich den Nord-Euphrat, weil der Euphrat geht ja bis unten in Kaläa, in tiefen Steppen, Babylonien hinein. Und er soll ihn aber an den Euphrat bringen, denn das Volk oder das Land Israel hat sich ja mal auf erweitert bis zum Nordrand unter Salomo. Und dorthin soll Jeremia den Gürtel bringen und in einer Felsspalte verderben.
[2:52] "So ging ich hin und vergrub ihn am Euphrat, die mir der Herr geboten hat." Und es geschah nach vielen Tagen, sprach der Herr zu mir: "Mache dich auf und gehe an den Euphrat und hole den Gürtel, von dem ich dir geboten hatte, dass du ihn dort verbergen sollst." So ging ich an den Euphrat und grub auf und nahm den Gürtel weg von dem Ort, wo ich ihn verborgen hatte. Und siehe, der Gürtel war verdorben, er tauchte zu gar nichts mehr.
[3:21] Da erging das Wort des Herrn mich folgendermaßen: "Und nun zeigt Gott, was dieses Gleichnis zu bedeuten hat. So spricht der Herr: Gerade so will ich den Stolz Judas und den Stolz ihr oder Jerusalems, der sehr groß ist, verderben." Dieses böse Volk, das sich weigert, auf meine Worte zu hören, das in der Verstocktheit seines Herzens wandelt und fremden Göttern nachgeht, um ihnen zu dienen und sie anzubieten. Das soll werden wie dieser Gürtel, der zu nichts mehr taugt.
[3:56] Also Gott vergleicht das Volk Gottes mit diesem verrotteten und verdorbenen Gürtel und zeigt so, wie du den Gürtel nicht mehr benutzen kannst, weil er groß ist, weil er verrottet ist, so kann ich auch das Volk nicht mehr gebrauchen. Vers 11: "Sehr interessant, denn gleich wie ein Gürtel an den Lenden eines Mannes anliegt, so habe ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda mir angelegt, spricht der Herr, dass sie mein Volk und mir zum Ruhm und zum Lob und zur Zierde sein sollten." Aber sie wollten nicht auf mich hören.
[4:38] Interessant ist, dass das hebräische Wort für das Wort "anlegt", dasselbe Wort ist wie in 1. Mose 2, dass ein Mann an seiner Frau ankleben soll. Und Gott beschreibt sein Verhältnis zum Volk genau so, dass er an klebt an seinem Volk und das Volk an ihm.
[4:59] Aber Gott muss sich von dieser von diesem angeklebt sein lösen, muss sie den Heiden übergeben, weil sie sich selbst nicht mehr an Gott ankleben wollen. Sie wollen sich von Gott scheiden. Sie haben so oft Ehebruch begangen durch die Götzen, dass sie nicht mehr wie dieser leere Gürtel anliegen, weil sie verrottet sind. Sie fallen ab von Gott im wahrsten Sinne des Wortes.
[5:27] Und die Bibel sagt hier, dass sie eigentlich Gott zum Ruhm, zur Ehre, zum Lob und zur Zierde sein sollten. Zierde ist ja nur ein anderes Wort für Schmuck. Und wir haben das in anderen Kapiteln schon gelesen, dass das Volk Gottes ein Schmuck ist und auch Gott schmückt sich selber mit uns. Gott würde sich nie mit etwas schmücken, was ihm nicht gebührt. Gott würde sich ja nie mit Schrott schmücken, so wie wir das auch nicht tun.
[6:00] Sondern Gott möchte sich mit kostbaren Dingen schmücken. Und wir können da so ableiten und eine Idee davon kriegen, wie Gott uns eigentlich veredeln möchte, damit wir würdig sind, ein Schmuck für ihn zu sein. Jesus hat sich am Kreuz mit der Dornenkrone geschmückt. Und das symbolisiert so ein bisschen, dass wir zu Gott kommen können, so wie wir sind. Eine Dornenkrone ist weit weg davon, ein echter schöner Schmuck zu sein, kostbar zu sein. Aber Gott sagt: "Ich nehme dich wie eine Dornenkrone als Schmuck auf. Ich sterbe für dich, und dann wirst du zu einem echten Schmuck veredelt."
[6:39] Und wir wissen, dass Gott eine tolle Krone haben wird auf der neuen Erde, voller Edelsteine. Und jeder Edelstein steht für einen erlösten Menschen. Das zweite Gleichnis, was wir haben ab Vers 12, ist über Weinkrüge. "Darum rede dieses Wort zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Jeder Krug wird mit Wein gefüllt." Wenn sie dann zu dir sagen werden: "Meinst du, wir wissen nicht, dass nicht jeder Krug mit Wein gefüllt wird?"
[7:11] So antworte ihnen: "So spricht der Herr: Seht, ich werde alle Einwohner des Landes und die Könige, die auf dem Thron Davids sitzen, und die Priester und die Propheten samt allen Einwohnern Jerusalems mit Trunkenheit füllen. Und ich werde sie zerschlagen, den einen am anderen, die Väter zusammen mit den Söhnen, spricht der Herr. Ich will sie nicht verschonen, ich werde kein Mitleid mit ihnen haben und kein Erbarmen soll mich davon abhalten, sie zu verderben."
[7:43] Das sei ein sehr trauriges Gleichnis, denn der Wein, der ist hier ein Symbol für den Zorn Gottes. Und die Krüge, das sind die Menschen, die Menschen von Jerusalem, das Volk Gottes. Und Gott sagt: "Ich fülle diese Krüge mit dem Zorn, mit der Glut meines Zorns." Ich kann diesen Ausdruck aus der Offenbarung. Und Gott sagt hier, die Könige, die Priester, die Propheten, sie alle werden mit Trunkenheit gefüllt werden. Und das ist natürlich die Elite des Volkes, die weltliche und die geistliche Elite.
[8:16] Und Gott zeigt hier am Ende dieses Gleichnisses, damit, dass er sagt: "Ich habe kein Mitleid, ich habe kein Erbarmen." Dass das Gericht ausnahmslos stattfinden wird. Er wird es an jedem vollstrecken, auch an den Treuen. Wir wissen auch, dass ja auch Daniel und seine Freunde nach Babylon weggeführt werden, obwohl sie wissen, dass sie aus treuen Familien kamen, die Gott gedient haben. Auch sie werden von dem Unheil nicht verschont bleiben. Aber Gott wird ihr Leben bewahren und Gott wird sie zu Säulen machen und zu großen Vorbildern und Glaubensvorbildern in der Fremde und für alle Gläubigen aller Zeitalter.
[8:58] Danach dieses Gleichnis oder diese beiden Gleichnisse stammen aus der Zeit der zweiten Wegführung, ungefähr 597 vor Christus. Und es zeigt, dass Gott immer wieder eine Chance geben wollte und sagen wollte: "Selbst mitten in den Wegführungen kann ich euch noch retten, wenn ihr zu mir umkehrt." Und Gott hat so sukzessive noch eine Chance gegeben. Erste Wegführung war nur ein paar weniger, die Elite. Zweite Wegführung waren schon mehrere. Und bei der dritten Wegführung war es dann komplette Zerstörung. Und ja, das Volk war kaum noch vorhanden und das Land war leergefegt.
[9:42] Vers 15: "Hört und gebt acht, seid nicht überheblich, denn der Herr redet." Ist der letzte Aufruf, den Gott hier macht. "Gebt dem Herrn, eurem Gott, die Ehre, bevor es finster werden lässt und bevor eure Füße sich an düsteren Bergen stoßen. Ihr werdet auf Licht hoffen, aber es wird zur Todeschatten machen und in dichte Dunkelheit verwandeln."
[10:05] "Wenn ihr aber nicht hören wollt, so wird meine Seele im Verborgenen weinen wegen eures Hochmuts. Meine Augen, meine Augen werden auch oder völlig weinen und in Tränen zerfließen, weil die Herde des Herrn gefangen weggeführt wird." Wir bekommen einen tiefen Einblick darin, wie es Gott geht, wie Gott sich für Gott weint. Gottes unglaublich traurig, weil seine Herde weggeführt wird, wegen der Unwilligkeit, Reue zu zeigen und die Sünde zu lassen.
[10:37] "Sprich zu dem König und zu den Obersten: Setzt euch tief herunter, denn die Krone eurer Heiligkeit ist von eurem Haupt gefallen." Also sie haben nichts mehr, was sie irgendwie herrlich und ehrenhaft macht. "Die Städte im Süden sind verschlossen und niemand öffnet sie. Ganz Juda wird nun gefangen weggeführt. Ja, es wird vollständig weggeführt werden."
[11:06] Und Gott kündigte diese dritte Wegführung an: "Hebt eure Augen auf und beschaut die, welche von Norden her kommen. Das sind die Babylonier. Wo ist die Herde, dir anvertraut wurde, eine prächtige Herde? Das ist das Volk Israel. Was willst du sagen, wenn er deine Liebhaber, du ja selbst an dich gewöhnt hast, als Oberhaupt über dich setzen wird?"
[11:27] "Wird nicht dich, nicht wählen ergreifen wie eine gebärende Frau." Dieses Bild kommt öfter in ihr vor. Ja, Gott sagt da, die Liebhaber werden dich nicht retten. Du wirst wie in Wien liegen vor Schmerz durch das Unheil, was sicher einen wird.
[11:44] Das Volk Gottes wollte nicht umkehren. Aber es ist eine Warnung für uns, die wir das heute lesen können, dass wir wissen dürfen: Gott gibt eine Chance nach der anderen. Aber irgendwann ist Schluss. Und wir dürfen diesen Punkt nicht verpassen, dass Gott uns aufruft zur Umkehr, bevor unser Herz endgültig zu hart geworden ist. Lasst uns dafür beten.
[12:06] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass unsere Herzen weich sind, damit wir auf deine Stimme hören, damit wir deinen Ruf folgen und Buße tun, uns vergeben lassen und mit dir geborgen sind in der Erlösung. Das bitte ich dich. Amen.
[12:23] Amen. [Musik]
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