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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp wird der prophetische Text aus Jeremia 13 und 14 beleuchtet. Es geht um die Konsequenzen von Sünde und Götzendienst, die zu Dürre und Leid führen. Gleichzeitig zeigt sich, wie Gott trotz allem einen Weg der Umkehr anbietet und wie wichtig die Unterscheidung zwischen wahren und falschen Propheten ist.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Gelesen heute zusammen Jeremia 13 und Beginn Kapitel 14. Und bevor wir das tun, lasst uns beten. Lieber Herr, du hilfst uns in Not. Du möchtest aber, dass wir nicht nur Notzeiten berufen, sondern jeden Tag und dass wir deine Hilfe, dein Beistand und den Schutz suchen. Er macht uns das jeden Tag bewusst und dafür danke ich dir. Amen.

[1:06] Wir sind mitten in der Androhung Gottes an das Volk, dass Unheil hereinbrechen wird. Und wir lesen weiter in Vers 22 von Kapitel 13. Und wenn du dann in deinem Herzen sprichst: "Warum, warum ist mir das zugestoßen?", so sollst du wissen: "Wegen der Größe deiner Sünde wurden dir deine Säume aufgedeckt und deine Fersen mit Gewalt entblößt." Also Gott begründet hier nochmal, obwohl das Volk ist ja eigentlich längst hätte wissen müssen, warum Gottes Unheil schicken wird, nämlich wegen der Verstocktheit der Sünde und weil sie die Sünde nicht lassen wollen. Und diese Säume, die aufgedeckt werden, das und die Fersen, das ist ein Bild, das die Bibel hier benutzt, dafür, dass die Schande, die Blöße aufgedeckt wird. Denn es war früher ja eine Schande, wenn man den Rock gehoben hat und die schlanken Beine zum Vorschein kamen. Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln oder ein Leopard seine Flecken? Dann könnt ihr auch Gutes tun, die ihr gewöhnt seid, Böses zu tun. Also die Idee ist hier, der Sünder kann eigentlich nichts aus seiner eigenen Kraft tun. Er kann ja nicht auf einmal vom Sünder zum Heiligen werden ohne Gottes Kraft und ohne dass Gott wirkt. Genauso wie man seine Hautfarbe nicht verwandeln kann und genauso wenig wie ein Leopard seine Fleckenlos wird. Darum will ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die vor dem Wüstenwinter hintreiben. Das wird dein Los sein, dein Teil, das ich dir zu messe, spricht der Herr, weil du mich vergessen und auf Götzen vertraut hast. Darum will ich auch deine Säume über dein Angesicht hochziehen, damit man eine Schande sieht. Es ist wieder dieser gleiche Gedanke, diesmal wird das Kleid nicht nur bis zum Knie gezogen, sondern bis zum Angesicht, und der Mensch wird völlig entblößt. Und das ist natürlich ein Bild dafür, dass die Babylonier kommen werden, alles niedertrampeln, alles kaputt machen werden und die Herrlichkeit Israels wird zugrunde gehen. Deine Ehebruche, deine Viren und deine schändliche Hurerei auf den Hügeln und dem Feld habe ich deine Greuel gesehen. Wie er, Jerusalem, willst du denn nicht rein werden? Wie lange geht es noch so? Und es ist so bewegen, dass Gott selbst in dieser Lage, wo man denkt, Gott hat ja schon völlig abgeschlossen, immer noch einen Weg, einen Ausweg schafft und immer noch sagt: "Doch, kehr um!" Wie lange dauert das denn noch so? Wollte nicht endlich diese Götzen lassen?

[3:50] Kapitel 14. Das Wort des Herrn, das Andre Egink, betreffs der Dürre. Und hier scheint es irgendwie eine Hungersnot zu geben und eine Dürre, die dem vorangegangen ist. Juda trauert und seine Tore stehen kläglich da, sie liegen betrübt am Boden und das Geschrei Jerusalems steigt empor. Ihre Mächtigen schicken ihre Geringen um Wasser zu holen, aber wenn sie zu den Zisternen kommen, finden sie kein Wasser, sondern bringen ihre Gefäße leer heim, schamrot und zuschanden geworden, erheben sie ihre Häupter wegen des Erdreichs, das zerrissen ist, weil kein Regen auf die Erde fällt. Sehen sich die Bauern in ihrer Hoffnung getäuscht und verhüllen ihre Häupter. Also man bekommt so ein Bild von dem Land und von der Stadt Jerusalem, dass alles brach liegt, alles leer ist, alles verdorrt ist, das ganz blöde, die hinten im Feld verlässt das junge, das sie geboren hat, denn es gibt kein Gras. Ein ganz dramatisches Bild, dass ein Tier sein junges verlässt, weil es nicht genug Fressen gibt und das junge sterben muss. Der Wirt, die wilden Esel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale. Ihre Augen verschnarchen, weil nichts Grünes wächst. Also so eine Dürre muss dort geherrscht haben, dass alles braun und grau war, dass einfach nichts Grünes mehr zu finden war. In unsere Missetaten gegen uns zeugen, so handelte herum deines Namens willen, denn unsere Abweichungen sind zahlreich. An dir haben wir gesündigt. Hier kommt so ein kleiner Hoffnungsschimmer hervor, dass das Volk versteht, warum diese Hungersnot hereinbricht und diese Dürre, weil sie gesündigt haben. Die Hoffnung Israels, der du sein Retter bis zur Zeit der Not. Warum willst du sein wie ein Fremdling im Land und wie ein Wanderer, der zur Übernachtung sein Zelt aufschlägt? Warum willst du sein wie ein erschrockener Mann, wie ein Kriegsheld, der nicht retten kann? Du bist doch Herr in unserer Mitte und wir tragen deinen Namen. Verlass uns nicht! So spricht der Herr von diesem Volk. So liebten sie es, umher zu schweifen und umher zu schweifen meint, Götzen zu betreiben. Betreiben sie, schonten ihre Füße nicht. Deswegen hat der Herr kein Wohlgefallen an ihnen. Jetzt aber gedenken an ihre Missetat und wird ihre Sünde heimsuchen. Also Gott sagt, ich kann nicht, ihr müsst bestraft werden für das, was sie getan hat. Es war zu schlimm.

[6:26] Und der Herr sprach zu mir: "Du sollst für dieses Volk nicht bitten, dass es ihm gut gehe." Und wieder verbietet Gott ihrem Herrn, hierfür Bitte einzulegen, denn wenn sie auch fasten, höre ich doch nicht auf ihr Flehen. Und wenn sie Brandopfer und Speisopfer darbringen, so habe ich kein Wohlgefallen daran. Sondern mit dem Schwert, mit Hunger und mit der Pest will ich sie auch reiben. Und Gott sieht, dass dieser Hoffnungsschimmer in Vers 7 eigentlich auch nur eine äußere, ein äußerer Gottesdienst ist, äußere Religiosität. Das Fasten, das Brandopfer, das Speisopfer, das ist alles äußerlich und sie tun das alles, aber im Herzen wollen sie ihre Sünde behalten und Gott eigentlich nicht komplett übergeben und gehorchen.

[7:10] Da antwortete ich: "Herr, siehe, die Propheten sagen ihnen: 'Ihr werdet kein Schwert sehen und keinen Hunger leiden, sondern ich werde euch an diesem Ort beständigen Frieden geben.'" Also die Propheten sagen: "Nein, es wird alles gut werden, ihr braucht euch nicht zu fürchten." Die falschen Propheten sagen, dass da sprach der Herr zu mir: "Diese Propheten weissagen Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, ihnen nichts befohlen und nichts zu ihnen geredet. Sie weissagen und Lügengeschichten und Wahrsagerei, Hirngespinst und Einbildungen ihres eigenen Herzens." Also die falschen Propheten bringen quasi ein falsches Evangelium und das Volk glaubt es auch noch. Darum, so spricht der Herr, über die Propheten, die in meinem Namen gewagt haben, obgleich ich sie nicht gesandt habe: "Es wird weder Schwert noch Teuerung in diesem Land geben." Durch Schwert und Hungersnot soll die Propheten umkommen. Also Gott sagt, es wird alles zunichte gemacht werden. Es wird ja, diese Propheten werden dafür bestraft werden, dass sie das Volk Gottes so in die Irre geführt haben, dass sie gesagt haben: "Ihr müsst eure Sünden gar nicht bereuen, es wird keine schlimme Zeit kommen." Und Jeremia macht deutlich, Gott wird das ahnten. Das Volk aber nehmen sie gesagt haben, wird auf den Straßen Jerusalems niedergestreckt werden vom Hunger und vom Schwert und niemand wird sie begraben. Das ist seine Schande, wenn man nicht begraben werden kann, sie und ihre Frauen, Söhne und Töchter. So willig ihre Bosheit über sie ausschütten.

[8:53] Ja, Gott ruft immer wieder sein Volk zurück und er hat ja auch hier Jeremia berufen als einen Propheten, das Volk immer wieder erinnert, dass da Konsequenz kommt für die Sünden, für den Götzendienst. Aber sie haben nicht gehört. Sie haben sich lieber an die, auf die Lügenpropheten verlassen und haben die bei ihnen gehorcht. Wie fatal war dieses Verhalten und wie fatal ist, dass auch heute, wenn wir auf die falschen Propheten hören und Irrelehren unser Gehör schenken. Lasst uns dafür beten, dass uns das nicht wiederfährt. Lieber Vater im Himmel, bewahre uns davor, dass wir auf die falschen Propheten hören. Schenk uns die Gabe der Unterscheidungskraft, damit wir den richtigen Propheten zuhören und eines Tages gerettet sind und dir gehorchen. Gibt, dass wir nicht, dass uns anhören, wonach uns die Ohren jucken, sondern uns das anhören, was du uns zu sagen hast.
[Musik]


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