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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Worte Jeremias aus Kapitel 16 und 17. Es wird beleuchtet, wie das Volk Israel durch seinen Götzendienst und seine Untreue Gottes Gericht auf sich zieht und ins Exil geschickt wird. Gleichzeitig wird aber auch die Verheißung der Rückkehr und die überlegene Macht Gottes gegenüber den Götzen betont. Die Predigt vergleicht die Aussagen Jeremias mit denen aus 5. Mose und zeigt auf, wie wichtig das Vertrauen auf Gott im Gegensatz zum Vertrauen auf Menschen ist. Abschließend wird die Tiefe des menschlichen Herzens thematisiert und die Rolle Jesu als Erkenner und Retter hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zurück auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 797, Kapitel 16 und beginnen Kapitel 17. Ihr habt gestern gelesen davon, dass das Volk ein Bewusstsein für seine Sünde hat und Jeremia spricht die Worte, die Gott dem Volk sagen möchte und begründet immer wieder, warum Gott sie leider ins Exil führen muss und warum dieses Schicksal sie erwartet. Und bevor wir einsteigen in den Text, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, möchte ich bitten, dass du uns täglich bewusst machst, wo wir noch Dinge in unserem Leben haben, an denen du arbeiten möchtest und Dinge, die wir übergeben sollen. Lasst uns durch das Lesen heute des Textes auch unsere Dinge in unserem Leben bewusst werden, die sehr individuell sind.

[1:22] Sie beginnen im Kapitel 16, Vers 12. Und er spricht hier zum Volk: „Ihr habt die Bosheit eurer Väter übertroffen, denn siehe, jeder von euch folgt dem Starrsinn seines bösen Herzens und ist nicht gehorsam. Darum will ich euch aus diesem Land wegschleudern in ein Land, das euch und euren Vätern unbekannt war. Und dort sollt ihr den fremden Göttern dienen Tag und Nacht. Weil ich euch keine Gnade erweisen werde.“ Ja, das Volk hat mit jeder Generation immer mehr Götzendienst betrieben. Die Väter haben damit angefangen, und dann kamen immer mehr Götzen und mehr Götzen dazu. Und es heißt hier: „Sie haben die Bosheit ihrer Väter übertroffen.“ Das heißt, in jeder Generation wurde das immer noch ärger damit, und Gott konnte irgendwann das nicht mehr mit ansehen. Und das heißt: „Weil ich keine Gnade erweisen werde.“ Das ist natürlich auf diesen Moment begrenzt und nicht für alle Zeiten gültig, denn wir wissen ja, sobald sie im Exil sind, sagt Gott: „Ich möchte euch wieder zurückführen, ich möchte euch wieder euer Land zurückgeben.“ Und er verheißt es ihnen ja auch im Vorhinein.

[2:36] Und das werden wir jetzt lesen, Vers 14: „Doch wie jetzt kommentiert das Gespräch daher, da man nicht mehr sagen wird: ‚So war der Herr, der die Kinder Israels aus dem Land Ägypten herausgeführt hat‘, sondern: ‚So war der Herr, der die Kinder Israels herausgeführt hat aus dem Land des Nordens und aus allen Ländern, wohin sie verstoßen hat.‘ Denn ich will sie wieder in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe.“ Aus diesen wenigen Versen können wir lernen, dass Gott sagt: Ja, der Auszug aus Ägypten, der Exodus, der war beeindruckend. Da habe ich nicht groß gezeigt, da habe ich euch herausgeführt. Aber der Auszug aus Babylon, die Rückführung in Israel, das wird noch viel beeindruckender sein, das wird noch viel mehr Wunder enthalten und viel ja größer werden. Und das ist natürlich auch hier sind Worte aus 5. Mose 30 enthalten. Und wir sehen, dass das Buch Jeremia immer wieder mit Anklängen und Anspielungen aus dem Buch 5. Mose durchzogen sind. Und das natürlich nicht ohne Grund, denn Jeremia, ja, während Jeremias Zeit gelebt hat, der hat ja dieses Buch 5. Mose wiederentdeckt, beziehungsweise der Priester hatte zum Tempel, der verstaubt war, zugenagelt, wiederentdeckt. Und Jeremia war Zeitzeuge dieser Wiederentdeckung. Und deswegen denke ich auch, finden diese Worte aus 5. Mose immer wieder Anwendung in ihrem Buch Jeremia. Und sie sind natürlich auch prophetisch genau für diese Zeit gemeint, gerade diese Kapitel, wo es um Segen und Fluch geht.

[4:20] Und ja, das Ende von 5. Mose hier: „Ich will viele Fischer senden“, spricht der Herr, „die sie fischen sollen. Danach will ich viele Jäger senden, die sie jagen sollen, von allen Bergen und von allen Hügeln und aus den Felsenklüften. Denn meine Augen sind auf alle ihre Wege gerichtet, sie sind nicht verborgen vor meinem Angesicht, und ihre Schuld ist nicht verhüllt vor meinen Augen.“ Das spricht hier natürlich von der Wegführung. Die Fischer, die Jäger, das sind die, die das Volk wegführen nach Babylon. Darum will ich vorher ihre Schuld und Sünde zweifach vergelten, weil sie mein Land mit dem aus ihrer Stadt in Götzen entweiht und mein Erbteil mit ihren Gräueln erfüllt haben. Dieses zweifache Vergelten, das ist etwas, was kommt aus dem Buch Mose, Kapitel 22. Und dort steht, dass bei Veruntreuung, dass man eine zweifache Vergeltung erstatten muss. Und Gott wendet das hier auf das Volk an, denn sie sind Gott auch untreu geworden und er fordert eine zweifache Vergeltung.

[5:27] „Woher du meine Stärke, meine Burg und meine Zuflucht am Tag der Not. Zu dir werden die Heidenvölker kommen von den Enden der Erde und sagen: ‚Nur Betrug haben unsere Väter ererbt, nicht die Götzen, von denen keiner helfen kann.‘“ Ja, sogar die Heidenvölker werden Gott erkennen. Sie werden sich zu Gott bekehren und werden die ganzen Götzen sein lassen. Wie kann ein Mensch sich selbst Götter machen? Das sind ja gar keine Götter. Das sagen sie, haben darum. „Wir, ich werde es sie diesmal wissen lassen, werde sie meine Hand und meine Macht erkennen lassen, und sie sollen erfahren, dass mein Name Herr ist.“ Ja, die Götzen werden weggetan und die Heidenvölker werden sich zu Gott bekehren. Das ist die Verheißung, die Sünde Judas und wir sind wegen Kapitel 17 ist aufgeschrieben mit eisernem Griff und eingetragen mit Diamantenspitze auf die Tafeln ihres Herzens und auf die Hörner eurer Altäre. Das sind Gedanken aus dem Buch 5. Mose wiederum. Und es zeigt auch, dass die Israeliten auch gerne an den Götzen Altären gemacht haben. Die Hörner waren ja auch an einem Altar, Heiligtum. Und es heißt weiter: „Wie sie an ihre Kinder gedenken, so auch an ihre Altäre und ihre Städte bei den grünen Bäumen auf den hohen Hügel.“ Und dieser verbirgt sehr viel Schlimmes in sich, denn es zeigt, dass die Israeliten auch an ihre Kinder so sehr geliebt haben, die Städte oder umgekehrt, die Götzen so sehr geliebt haben wie die Kinder. Was dazu geführt hat, dass sie ihre Kinder den Götzen geopfert haben. Und es war so eine grausame Zeit, dass die Israeliten nur Kinder gezeugt haben, um sie als lebendige Opfer den Göttern zu opfern. Was für eine furchtbare Sache.

[7:19] Du mein Berg, und damit ihren gemeint in der Landschaft, deine Haare und alle deine Schätze will ich zur Beute preisgeben. Deine Höhen um der Sünde willen in deinem ganzen Gebiet. Und Gott sagt: „Ich muss das rechnen, ich kann das nicht weiter mit anschauen. Ich kann nicht weiter mit anschauen, wie die Menschen ihre Kinder opfern, wie sie den fremden Göttern nachlaufen.“ Und du wirst und zwar durch deine Schuld sein Erbteil fahren lassen müssen, das ich dir gegeben habe. Und ich will dich deinen Feinden dienstbar machen in einem Land, das du nicht kennst. Denn das Feuer, das ich, dass ihr in meinem Zorn angezündet habt, soll ewig brennen.“ Ja, das Feuer, das Gott angezündet hat, das ist natürlich kein Feuer, was heute noch brennt, was ist ein ewiges Feuer in der Hinsicht, dass es ewig beschlossen ist und das ist fest geschlossen. Deswegen steht hier das Wort ewig.

[8:10] „So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn weicht. Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Einöde. Er wird nichts Gutes kommen sehen, sondern muss im dürren Wüstenstreifen hausen in einem einzigen Land, wo niemand wohnt.“ Versalzung der Böden, das bedeutet natürlich Unfruchtbarkeit. Und Gott sagt: „Ihr werdet in so einem unfruchtbaren Land wohnen.“

[8:42] „Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut, dessen Zuversicht der Herr geworden ist. Denn er wird sein wie ein Baum, der im Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt. Der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün, auch in einem dürren Jahr. Er braucht sich nicht zu sorgen und er hört nicht auf, Frucht zu bringen.“ Diese zwei Verse sind eigentlich eine wunderbare Umschreibung von Versen aus 5. Mose, wenn man die gegeneinander legt, sind es dieselben Aussagen. Und es bedeutet, dass wir Gott vertrauen können, dass er führen wird. Denn wenn wir auf Gott vertrauen und wenn wir uns an den halten, dann haben wir die feste Zuversicht, dass er uns nicht vergisst.

[9:28] „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann es ergründen?“ Dass dieser berühmte Vers, der auch uns allen von der Luther-Übersetzung im Ohr ist, wo Luther übersetzt: „Das Herz ist trotzig und verzagt.“ Dinge für kann er es ergründen? Ja, das Herz ist etwas, was nur Gott ergründen kann. Wir selbst können manchmal unser Herz nicht vollständig ergründen und können nicht immer unsere ganzen Beweggründe erforschen. Aber Gott sieht unser Herz.

[10:03] „Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe den Nieren, um jedem einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen und entsprechend der Frucht seiner Taten.“ Ja, wir wissen manchmal gar nicht selber, wie tief wir gefallen sind. Und darum brauchen wir jemanden, der uns hilft, das zu erkennen. Das ist Jesus, der uns dann beurteilt und uns zeigt, wo der richtige Weg geht, uns vergibt, uns Gnade erweist und uns wieder auf den rechten Weg führt. Mögen wir etwas jeden Tag mit uns tun. Lasst uns beten.

[10:34] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass der Heilige Geist täglich arbeitet, damit wir bewusst werden, was in unserem Leben noch uns von dir trennt. Lasst uns das auch heute unsere Erfahrung werden. [Musik]


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