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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird Jeremia 18:7-19:4 behandelt. Es wird beleuchtet, wie Gott auf die Umkehr von Menschen reagiert und wie er seine Pläne anpasst. Die Predigt thematisiert die bedingte Prophetie und die Konsequenzen, wenn Menschen Gottes Ruf zur Umkehr ignorieren und stattdessen Böses tun. Jeremias Botschaft und seine persönliche Bedrängnis durch sein eigenes Volk werden ebenfalls thematisiert.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 799 und werden das Kapitel 18 beenden und Kapitel 19 beginnen. Und bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass du uns heute durch dein Wort bewusst machst, wo wir stehen, wie du uns siehst und uns auch bewusst werden lässt, in was für einer Zeit wir leben. Jeremia war sozusagen für seine Zeit ein Endzeit-Prophet, und auch wir haben Prophezeiungen für unsere Endzeit. Lass uns diese auch verstehen, und auch die Prophezeiungen, die wir heute lesen, die ein Typus auf unsere Zeit sind, verstehen, damit wir die Ernsthaftigkeit begreifen, die unsere Zeit mit sich bringt. Amen.

[1:21] Wir beginnen Kapitel 18 ab Vers 7. Und wir haben gestern gerade über den Töpfer gelesen, und hier geht es weiter: "Einmal rede ich über ein Volk oder ein Königreich, dass ich es ausrotten, verderben und zugrunde richten will. Wenn aber jenes Volk, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit umkehrt, dann reut mich auch das Unheil, das ich über sie zu bringen gedacht. Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk oder ein Königreich, dass ich es bauen und pflanzen will. Wenn es aber das tut, was böse ist in meinen Augen und auf meine Stimme nicht hört, so reut mich auch das Gute, dass ich mir vorgenommen habe, ihnen zu tun."

[2:03] Diese wenigen Verse machen deutlich, dass Gott flexibel ist. Ja, Gott entscheidet je nach Lage. Er hat nicht einmal gesagt: "So mache ich das, und egal, was dann mit den Menschen passiert, wie sie sich entscheiden, wird der Handel", sondern er handelt immer in Abhängigkeit vom Verhalten der Menschen. Wenn die Menschen gut sind, dann wird er sich auch zu den Wänden. Wenn sie aber böse werden, dann wird er sie auch bestrafen müssen. Also das nennen wir dann bedingte Prophetie. Wir sehen das ganz hervorragend im Buch Jona. Gott sagt: "Die Zerstörung Ninives ist voraus, aber dass ich Ninive aufgrund der Botschaft von Jona bekehrt werden, wird Ninive nicht zerstört." Und Gott ist natürlich immer gewillt, die Menschen leben zu lassen und das Gute herrschen zu lassen, aber wenn die Menschen sich nicht bekehren, wird er die Strafe nicht ausbleiben.

[3:00] Darum sage nun den Männern Judas und den Einwohnern Jerusalems: So spricht der Herr: "Siehe, ich bereite euch Unheil und erinne einen Anschlag gegen euch. So kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg, und bessert eure Wege und eure Taten." Also immer wieder schickt Gott diesen selben Aufruf mit der Bitte um Umkehr und Bekehrung. Aber sie sagen: "Daraus wird nichts, denn nach unseren Ratschlägen wollen wir wandeln und wollen jeder nach der Verstocktheit seines bösen Herzens handeln." Also sie haben sich im Herzen fest vorgenommen, den Götzen nachzufolgen und nicht zu Gott umzukehren. Darum, so spricht der Herr: "Fragt doch unter den Heiden, wer hat etwas derartiges gehört? Ganz und gar scheulich hat die Jungfrau Israel gehandelt."

[3:43] "Verlässt auch der Schnee des Libanon den Fels in der Landschaft, oder verlagern die quellenden, kühlen, fließenden Wasser ihren Lauf?" Also Gott führt hier Gleichnisse an aus der Natur wieder, sowie mit dem Schöpfer, um ihm bewusst zu machen, wie es um sie steht. Aber mein Volk hat mich vergessen. Sie haben den richtigen Götzen geräuchert, und diese haben sie straucheln lassen auf ihren Wegen, auf den ewigen Pfaden, so dass sie nun auf anderen Pfaden gehen, auf einem ungebahnten Weg, um so ihr Land zu entsetzen und ewig gesperrt zu machen, so dass jeder Vorübergehende sich entsetzt und sein Haupt schüttelt.

[4:24] "Wie durch den Ostwind will ich sie vor dem Pfeilen zerstreuen, den Rücken und nicht das Angesicht will ich ihnen zeigen am Tag ihres Unheils." Ja, Gott sagt, wenn ihr euch nicht bekehrt, dann werde ich mich abwenden. Wir kennen ja den Vers, dass Gott sagt, die Sünde ist die Trennung von Gott. Und Trennung vor Gott heißt, Gott wendet sich ab, Gott dreht sich weg, weil er ja nichts mehr damit zu tun haben möchte mit dieser Boshaftigkeit.

[4:47] "Das sprachen sie: Kommt, lasst uns gegen Jeremia Anschläge ersinnen, denn es wird weder das Gesetz dem Priester, noch der Rat dem Weisen, noch das Wort dem Propheten verloren gehen. Kommt, lasst uns ihn mit der Zunge niederschlagen und lasst uns auf keine seiner Worte achten." Und weil die Botschaft dem Volk nicht gefällt, machen sie hier böse Pläne, Anschlagspläne gegen Jeremia. Und das ist nicht das einzige Mal, dass das passiert. Es wird immer wieder deutlich, dass Jeremia in Todesangst leben musste vor seinen Verfolgern, seine eigenen Brüder aus seinem eigenen Volk. Kam ja Böses gegen ihn ersonnen.

[5:31] Und für uns bedeutet das, dass wenn uns die Botschaft der Prophetie des Geistes, der weiß, warum, nicht gefällt, dann passiert es manchmal, dass wir den Propheten oder den Propheten mundtot machen. Wir können heute nicht mehr die Propheten umbringen, weil sie sind schon alle gestorben. Aber wir können sie ja wirkungslos machen, indem wir sie nicht lesen, indem wir sie bei anderen schlecht machen, indem wir sagen: "Da stehen keine wichtigen Sachen drin. Es ist nicht mehr wichtig, das zu lesen." Aber ganz das Gegenteil ist der Fall. Und indem wir das tun, verhalten wir uns hier genauso wieder das abgefallene Volk.

[6:07] "Achte du auf mich, woher und vernimm die Rede meiner Widersacher. Soll Gutes mit Bösem vergolten werden, da sie meiner Seele eine Grube gegraben haben? Gedenke daran, wie ich vor dir gestanden habe, um zu ihrem Besten zu reden, um deinen Zorn von ihnen abzuwenden." Also Jeremia erinnert Gott hier: Du hast mir gesagt, ich, ja, ich werde behütet von dir, und ich habe doch nur das Beste für sie gewollt. Ich habe doch nur gewollt, dass sie umkehren. Und das Resultat ist, dass sie mir nach dem Leben trachten.

[6:42] "So übergib nun ihre Söhne dem Hunger und liefere sie der Gewalt des Schwertes aus. Ihre Frauen sollen der Kinder beraubt und Witwen werden. Ihre Männer sollen von der Pest getötet, ihre jungen Männer im Krieg mit dem Schwert erschlagen werden." Und das ist eine fatale, ein fataler Ausgang.

[6:57] "Wie Geschrei erhebe sich aus ihren Häusern, wenn du plötzlich ein Kriegsherr über sie bringen wirst, denn sie haben eine Grube gegraben, um mich zu fangen, und mit kleinen Füßen haben sie heimlich Fallstricke gelegt. Du aber weißt, woher um alle ihre Mordanschläge gegen mich." Also es wird deutlich, dass es nicht nur einmal der Fall war.

[7:20] "Decke ihre Missetat nicht zu und tilge ihre Sünde nicht vor deinem Angesicht, sondern lass sie niedergestürzt vor deinem Angesicht liegen zur Zeit deines Zorns. Handle mit ihnen." Also Jeremia gibt diese Sache ab an Gott und sagt: Gott, kümmer du dich darum. Ich weiß, du wirst mich behüten, aber ich kann nicht mehr. Also Jeremia war auch regelmäßig am Ende, weil er ja, dass man das, das setzte ihm natürlich zu. Das würde jedem von uns auch so gehen, wenn wir bedroht werden von dem Tod.

[7:50] Kapitel 19: "So spricht der Herr: Geh hin und kaufe beim Töpfer einen Krug aus Ton und nimm etliche von den Ältesten des Volkes und von den Ältesten der Priester und geh hinaus in das Tal Ben Hinnom. Das war das Tal, wo die Israeliten immer Menschenopfer brachten, Kinderopfer, das außerhalb des Scherbentores liegt, und verkündige dort die Worte, die ich dir sagen werde."

[8:11] Und sprich: "Hört das Wort des Herrn, Könige von Juda und die Einwohner von Jerusalem. So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich will Unheil über diesen Ort bringen, dass jedem, der darauf hört, die Ohren gellen werden, darum, weil sie mich verlassen und diesen Ort missbraucht und dort anderen Göttern geräuchert haben, die weder sie, noch ihre Väter, noch die Könige von Juda kannten. Und sie haben diesen Ort mit dem Blut Unschuldiger erfüllt." Das ist natürlich eine Anspielung auf die Kinderopfer. Und Jeremia, das werden wir morgen sehen, wird dann diesen Krug zerbrechen als Zeichen dafür, dass Gott das Volk ja in die Verbannung führen wird und ins Exil, und die Strafe nicht ausbleiben wird.

[9:01] Schlimme Sünde, die das Volk hier getan hat, und Gott hat sie immer wieder zurückgerufen. Lass uns dafür beten, dass wir Gottes Stimme hören, wenn er uns zurückruft. Lieber Vater im Himmel, ich bitte dich dafür, darum, dass du uns täglich deine Stimme hören lässt, dass wir Gewissen, dass wir in deinen Wegen wandeln, nicht abfallen, sondern dass wir dir gehorsam sind und dass wir ja nicht in Boshaftigkeit uns verstricken, sondern deine Gnade und Güte in unseren Herzen wohnt. Amen.


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