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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um Jeremia Kapitel 2, Verse 15 bis 36. Sie beleuchtet die tiefe Enttäuschung Gottes über sein Volk, das ihn verlassen und sich anderen Göttern zugewandt hat. Die Predigt thematisiert die Folgen dieses Abfalls, die geistliche Untreue und die Vergeblichkeit, sich durch eigene Werke reinwaschen zu wollen. Es wird die Gefahr aufgezeigt, Vergebung leichtfertig anzunehmen, ohne echte Reue.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 780 und lesen Kapitel 2 im Buch Jeremia. Lasst uns gemeinsam beten. Vater im Himmel, du stellst in diesem Buch die Frage: Warum habt ihr mich verlassen? Und das ist eine Frage, die uns vielleicht persönlich auch betrifft oder Menschen betrifft, die wir gut kennen, wo wir uns auch fragen: Warum haben sie dich verlassen? Und diese Frage ist essenziell und so wichtig zu stellen und darüber nachzudenken. Das wollen wir heute tun. Segne dieses Nachdenken darüber und lass es uns verstehen.

[1:07] Wir beginnen in Kapitel 2, Vers 15. Junge Löwen brüllen es an mit lautem Gebrüll und machen sein Land zur Wüste, seine Städte zu Brandstätten, die niemand bewohnt. Die jungen Löwen, das sind ja die Babylonier, die ja auch als Löwen dargestellt werden, die hier das Volk Gottes anbrüllen. Und es heißt weiter: Auch weiden der die Söhne von Dor und Tag. Punches den Scheitel ab. Die Noch ist er eine Stadt in Ägypten, das ist Memphis. Und Ägypter sind kurzzeitig erstarkt, nachdem Syrien so ein bisschen am Downgraden war, sozusagen, haben zugrunde gehen. Hast du dir dies nicht selbst bereitet, indem du den Herrn, deinen Gott, verlassen hast zu der Zeit, als er dich auf dem Weg führt? Also Gott wollte sein Volk führen, aber sie haben ihn einfach verlassen. Sie haben sich quasi freiwillig den Feinden ausgeliefert, ohne den Schutz Gottes zu wollen oder in Anspruch zu nehmen. Und nun, was soll die Reise nach Ägypten helfen, um die Wasser des Nils zu trinken? Oder was sollte die Reise nach Syrien helfen, um die Wasser des Euphrat zu trinken? Es gab ja dieses Bündnis zwischen Juda und Ägypten, und sie haben sich verbündet, um gegen die Syrer zu kämpfen. Und Gott sagt: Warum? Warum machst du das? Warum verlässt du dich auf Ägypten? Jesaja hat das auch schon angesprochen, hat auch schon gesagt, wenn du dich auf Ägypten verlassen, verletzt bist du verlassen. Ja, das ist wirklich keine Hilfe.

[2:55] Es gab aber auch im Volk immer wieder Leute, die auf Kompromiss waren, die sich die gesagt haben: Lasst uns lieber mit den Babyloniern zusammenarbeiten und nicht gegen sie stellen. Und das war auch die Empfehlung Gottes. Zedekia hat das nicht beherzigt und dann ging es richtig bergab mit dem Volk. Seine Bosheit straff dich und deine Abgründigkeit züchtigt ich. Erkenne doch und sieh, wie schlimm und bitter es ist, dass du den Herrn, deinen Gott, verlassen hast und dass keine Furcht vor mir in dir ist, spricht der Herrscher, der Herr der Herrscher. Sie haben Gott nicht nur verlassen, sie haben keine Furcht vor ihm gehabt. Ja, sie wollten Gott eigentlich gar nicht mehr in ihrer Nähe haben. Und dieses Thema des Verlassens, das ist so das Hauptthema in Kapitel 2 von der ersten großen Vision an das Volk. Denn vor langer Zeit habe ich dann noch zerbrochen, das meint Ägypten, das meint den Exodus, der zu der Zeit 800 Jahre her war. Also für uns würde das bedeuten, Gott sagt: Erinnert euch, was im Jahr 1200 stattgefunden hat. Und das ist schon eine ganz schön lange Zeit. Aber er sagt, da könnt ihr euch daran orientieren, denn so wie ich damals das Volk aus Ägypten geführt und sie begleitet habe, so würde ich euch jetzt auch helfen. Aber du hast gesagt: Ich will nicht dienen. Ja, du hast dich auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen als hingestreckt. Und das beschreibt den geistlichen Ehebruch, den Götzendienst. Und doch hatte ich dich gepflanzt als eine edle Rebe von ganz echtem Samen. Wie hast du dich mir verwandeln können? Wilde Ranken eines fremden Weinstocks. Ja, einst war Israel ein begehrtes Volk, eine edle Rebe. Ja, sie waren so, wie Gott sie geschaffen hat, haben wollen. Und dann sind sie abgefallen. Und das zeigt uns, dass das Prinzip von einer Bekehrung immer wieder in der Bibel so nicht vorkommt, sondern entweder ist man bekehrt oder man ist entfernt von Gott, weil man ihn verlassen hat, so wie das Volk Gottes hier in Kapitel 2. Denn wenn du dich auch mit Lauge waschen und viel Seife dazu nehmen würdest, so würde deine Schuld vor dem Angesicht meines Angesichts doch schmutzig bleiben, spricht der Herr. Also es war unmöglich, sich durch eigene Werke reinzuwaschen. Gott sagt: Ihr könnt Lauge nehmen, ihr könnt einnehmen, es wird euch alles nichts nützen. Denn wo er allein Vergebung und Reinigung bekommt, das ist bei mir, das ist im Heiligtum durch den Opferdienst und den Heiligtumsdienst, den ich eingesetzt habe, der ja ein Vorschatten auf Jesus. So, wie kannst du sagen, ich habe mich nicht verunreinigt und ich bin den Baalen nicht nachgelaufen? Schau doch deinen Weg im Tal, anerkenne, was du getan hast. Du leichtfüßige Kamelin, die kreuz und quer läuft. Das beschreibt ein häufiges Kamel, eine geschlechtsreife Kamelfrau, die wild eselin, welche die Wüste bewohnt, welche die Wüste gewohnt ist, die in der Begierde ihrer Lust nach Luft schnappt. Sehr kann sie aufhalten in ihrer Brust. Und Gott vergleicht sein Volk mit so einem Kamel und sehr wilden Eselin, die auf der Suche nach Liebhabern ist. Alle, die sie suchen, brauchen sich nicht abzumühen. In ihrem Monat finden sie. Und Israel hat sich so wie diese häufigen Tiere andere Götter gesucht, andere Liebhaber. Bewahre deinen Fuß vor dem Barfußgehen und eine Kehle vor dem Durst. Das Barfußgehen ist ein Zeichen für die Sklaverei und für die Knechtschaft. Aber du sprichst: Nein, da wird nichts daraus, denn ich liebe die Fremden und ihnen will ich nachlaufen. Also sie lehnen Gott wirklich ins Angesicht ab und sagen: Nein, wir wollen den fremden Göttern nachfolgen. Wie ein Dieb sich schämen muss, wenn er ertappt wird, so ist das Haus Israel zugrunde geworden. Sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre Priester und ihre Propheten, also die ganze politische und religiöse Elite, sind gefallen und haben sich dem Götzendienst hingegeben. Und die Propheten haben falsche Sachen gewagt. Sagt: Und die zum Holz sagen: Du bist mein Vater, und zum Stein: Du hast mich geboren, denn sie haben mir den Rücken zugewandt und nicht das Angesicht zu Zeit ihres Unglücks. Aber werden sie sagen: Mache dich auf und rette uns. Ja, Gott sagt: Ihr rennt den anderen Göttern nach, aber wenn es euch wirklich an den Kragen geht, dann wisst ihr, wo er eigentlich wirklich Hilfe findet und dass es bei mir ist. Und sonst wollt ihr nichts von mir wissen. Aber dann, wenn es wirklich schlimm wird, dann kommt ihr wohl schon längst zu spät. Wo sind denn deine Götter, die du dir gemacht hast? Sie sollen sich aufmachen, wenn sie dich retten können, zur Zeit eines Unglücks. Denn so viele Städte du hast, ja, so viele Götter hast du auch. Sein guter Gradmesser dafür, wie viel Götzen es eigentlich gab. Warum wollt ihr denn mit mir rechnen? Ihr seid ja alle von mir abgefallen, spricht der Herr. Vergeblich habe ich eure Kinder geschlagen. Sie haben ihre Züchtigung nicht angenommen. Euer Schwert hat eure Propheten gefressen wie ein reißender Löwe. Oder verkehrtes Geschlecht, achte doch auf das Wort des Herrn. Bin ich denn für Israel eine Wüste gewesen oder ein Land tiefer Finsternis? Warum spricht denn mein Volk: Wir schweifen frei umher, wir kommen nicht mehr zu dir, Herr? Gott sagt: Ich kann das nicht verstehen. Da hört es bei mir auf. Ich verstehe es einfach nicht, warum ihr den anderen lieber nachlaufen wollt als mir. Vergisst auch eine Jungfrau ihren Schmuck oder eine Braut ihren Gürtel, aber mein Volk hat mich vergessen seit unzähligen Tagen. Das ist ein schöner Vers, der zeigt, dass Gott eigentlich unser Schmuck ist. Und wir werden ja als Braut bezeichnet, das Volk Gottes. Und eine Braut, die sich schmückt, die schmückt sich nicht in erster Linie biblisch mit Gold und Silber und Geschmeide, sondern mit Gott, mit ihrem Bräutigam. Der ist ihr Schmuck. Wie gut weißt du deinen Weg einzurichten, um Liebe zu suchen? Darum hast du dich auch an Verbrechen gewöhnt auf deinen Wegen. Also sie haben nicht nur zufällig gesündigt, sondern sie haben systematisch die Gebote Gottes gebrochen, willentlich und absichtlich. Sogar an deinen Kleidersäumen findet man das Blut armer, unschuldiger Seelen, die du nicht etwa beim Einbruch angetroffen hast, sondern aus allen diesen Wegen. Und in diesem Satz verbirgt sich ein ganz trauriger Umstand, nämlich die Kinderopfer. Diese unschuldigen Seelen, die geopfert wurden im Tal, die durchs Feuer gehen mussten und dabei umgekommen sind. Sie haben so schlimm Götzendienst betrieben, schlimmer als die Heiden und sie herum haben den Göttern ihre eigenen Kinder geopfert. Wie weit muss dieses Volk wirklich abgedriftet und abgefallen sein? Aber du sagst: Ich bin doch unschuldig. Gewiss hat sich sein Zorn schon von mir abgewandt. Siehe, ich will mit dir ins Gericht gehen, weil du sagst, ich habe nicht gesündigt. Sie nehmen die Vergebung quasi mechanisch an. Also sie haben eigentlich keine echte Reue. Sie begehen Sünden und sagen: Na ja, Gott wird uns schon vergeben haben und nehmen so das ganz auf die leichte Schulter und sie erkennen dabei nicht ihren eigenen Zustand. Und das ist ja fatal, denn man weiß, Gott weiß eigentlich gar nicht, was er noch mit ihnen tun soll, weil sie ihre Sünde als gar nichts Schlimmes betrachten, als das, was Gott ganz einfach schnell vergeben kann. Und in dieser Gefahr stehen auch wir, dass wir unsere Sünden ja in Kauf nehmen und sagen: Ja, Gott wird es schon vergeben und das wird schon nicht so schlimm sein. Oder mit der Vergebung leicht fertig umgehen, nicht richtig bereuen. Reue ist auch ein Geschenk, was Gott gibt. Es ist nichts, was uns kommt, das ist etwas, was Gott in uns wirkt. Und Gott konnte an den Herzen dieser Israeliten nichts wirken. Was läufst du ständig hin und her und ändert seinen Weg? Du wirst in Ägypten ebenso zugrunde gehen, wie du an nach Syrien zugrunde gegangen bist. Ja, mögen wir nicht diesen Weg gehen, den das Volk Gottes hier in dieser Zeit gegangen ist, sondern Gott uns wirklich ausliefern, anvertrauen und übergeben und unsere Sünden bei ihm abladen und uns schenken lassen. Lasst uns beten. Lieber Vater, wir möchten dich bitten, dass diese Verse, dieses Kapitel uns eine Lehre ist für unser eigenes Leben, damit wir daraus lernen, es besser zu tun und ja, die Sünde in unserem Leben zu entlarven und abzugeben und uns vergeben zu lassen. Das bitte ich dich, Amen.


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