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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die prophetischen Worte Jeremias über die Könige von Juda und die Zukunft des Volkes. Es wird die Verurteilung von Königen wie Jojakim und Jojachin thematisiert, die für ihre Untreue und die Zerstörung Jerusalems verantwortlich waren. Gleichzeitig wird die Hoffnung auf einen zukünftigen gerechten König und eine geistliche Wiederherstellung Israels und Judas verkündet, die in Jesus Christus erfüllt ist.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 803. Wir sind mitten in Kapitel 22 und vor allem den Anfang von Kapitel 23. Ein wunderschönes Kapitel lesen. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass du so große Vorhersehung getroffen hast, dass deine Verheißungen immer auch da sind, wo Gerichtsbotschaft ist. Dass du es immer verknüpfst, die Gnade mit dem, was er die Strafe der Sünde bedeutet. Deine Gnade ist jeden Morgen neu. Lasst uns jeden Tag in Anspruch nehmen und auch heute, wenn wir dein Wort hören. Amen.

[1:15] Wir beginnen in Kapitel 22 ab Vers 18. Und wir sind noch mitten in dieser Warnungsbotschaft an die Könige von Juda. Und hier heißt es: „Darum so spricht der Herr über Jojakim, den Sohn Josias, den König von Juda: Man wird nicht um dich klagen: ‚Ach, mein Bruder‘ oder ‚Ach, meine Schwester‘. Man wird auch nicht um ihn klagen: ‚Ach, mein Herr‘ oder ‚Ach, seine Majestät‘. Sondern er soll wie ein Esel begraben werden, indem man ihn fortschleift und hinwirft fern von den Toren Jerusalems.“ Das war eine riesengroße Schande. Hier Jojakim ist ins Exil gekommen und ist ja dort begraben worden und nicht wie die Könige von Juda seit alters her in den königlichen Gruften.

[2:07] „Steige auf den Libanon und schreie! Erhebe deine Stimme in Haschisch und schreie vom Gebirge Aberim herunter! Denn alle deine Liebhaber sind zerschmettert.“ Die Liebhaber sind hier wieder die Götter, die Götzen. „Ich habe zu dir geredet, als es dir noch gut ging, aber du sagtest: ‚Ich will nicht hören.‘ Das war deine Art von deiner Jugend an, dass du nicht auf meine Stimme hörtest.“

[2:30] Ja, wir bekommen hier so einen Eindruck von dem König, aber auch von dem Volk, das einfach nicht auf Gott hören wollte. Und Gott sagt: „Ich werde euch bestrafen müssen.“ Ich möchte es nicht. Gott, es wird immer wieder deutlich, dass Gott dieses Gericht eigentlich nicht möchte. Der Sturmwind und dass sie die Babylonier wird alle deine Hirten, das sind die Könige, weiden und deine Liebhaber, das sind die Götter, müssen in die Gefangenschaft wandern. Ja, dann wirst du zu Schanden werden und dich schämen müssen wegen aller deiner Bosheit.

[3:11] Die Liebhaber, das habe ich gesagt, das könnten die Götter, die Götzen sein. Aber wir wissen auch, dass das Volk Gottes Allianzen geschmiedet hat mit Ägypten gegen die Babylonier, um gegen die Babylonier irgendwie bestehen zu können. So hatte sie sich das erhofft. Und diese Liebhaber, die in die Gefangenschaft wandern, das könnten natürlich auch die verbündeten Länder gewesen sein, hier Ägypten. „Die du jetzt auf dem Libanon wohnst und auf Zedernbäumen, wie erbarmungswürdig wirst du sein, wenn dich Kämpfe ankommen werden! Weh, wie eine Frau, die gebären soll, so weichleibe! Spricht der Herr.“

[3:49] Selbst wenn Jojakim – und damit ist Jojachin gemeint, der Sohn Jojakims, der König von Juda – ein Siegelring an meiner Hand wäre, so würde ich dich doch davon abreißen. Jojachin hat nur einige wenige Monate regiert und war kein bedeutender König. „Und ich werde dich in die Hand derer geben, die nach deinem Leben trachten, in die Hand derer, vor denen du dich fürchtest, nämlich in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, und in die Hand der Chaldäer. Und ich will dich samt deiner Mutter, die dich geboren hat, in ein fremdes Land schleudern, indem ihr nicht geboren seid, und dort sollt ihr sterben.“ Und das war natürlich das Exil im Babylon, wo Jojachin und seine Mutter hin verschleppt wurden und gestorben sind.

[4:37] Aber in das Land, in das sie sich sehnen zurückzukehren, dorthin werden sie nicht zurückkehren. Damit ist Juda gemeint.

[4:50] Ist ist dieser Mann, dieser Jojakim oder Jojachin, denn ein verworfenes, zertrümmertes Gefäß ist ja ein Geschirr, an dem man kein Gefallen findet. Warum wurde er samt seinem Samen weggeschleudert und hinweggeworfen in ein Land, das ihnen unbekannt ist?

[5:06] „O Land, Land, Land, höre das Wort des Herrn!“ Dieser Vers ist sehr interessant, weil sehr selten in der Bibel kommt es vor, dass ein Wort dreimal hintereinander genannt wird. Wir kennen die Stelle in Jesaja, wo es heißt: „Heilig, heilig, heilig.“ Und hier heißt es: „Land, Land.“ Und es gibt uns einen Eindruck davon, wie mit welcher Emotionalität Gott hier sein Land ruft, es benennt und wie sehr es ihm weh und leid tut, dass er bestrafen muss. „So spricht der Herr: ‚Schreibt diesen Mann auf als kinderlos‘.“ Damit ist Jojachin gemeint, als einen Mann, der sein Leben lang nicht gedeihen wird. Ja, keiner seiner Nachkommen wird gedeihen, dass er auf dem Thron Davids sitzen und weiterhin als über Juda herrschen könnte.

[5:59] Kapitel 23 knüpft nahtlos an. Und Gott sagte: „Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Herde weiden, meine Weide verderben und zerstreuen, spricht der Herr.“ Ja, die Hirten, das sind hier die Könige. Damit sind die Könige immer wieder gemeint. Und das Verderben und Zerstreuen, das ist der Fluch, der ja über sie hereinbrechen wird. „Darum so spricht der Herr, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und nicht nach ihnen gesehen.“ Also ihr habt nicht über sie gewacht. „Siehe, ich werde an euch die Bosheit eurer Taten heimsuchen, spricht der Herr.“ Gott sagt euch Hirten, ihr wart für meine Herde verantwortlich, euch werde ich bestrafen.

[6:48] „Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe. Und ich werde sie wieder zu ihren Weideplätzen bringen, dass sie fruchtbar sein und sich mehren sollen.“ Gott prophezeit, dass er selbst ihr Hirte sein wird. Er selbst wird der bessere Hirte sein, der seine Schafe weiden wird. Und nicht nur das, sondern sie auch wieder einsammeln wird und sie wieder in die Schafherde, in das Land, in das verheißene Land bringt.

[7:14] „Und ich werde Hirten über sie setzen, unter Hirten, treue Hirten. Diese weiden sollen sie werden, sich nicht mehr fürchten noch erschrecken müssen. Auch soll keines vermisst werden, spricht der Herr.“

[7:27] „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.“ Und diese Prophezeiung meint niemand geringeren als Jesus selbst, denn er wird als gerechter König Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit auf Erden in seinen Tagen.

[7:50] Wird Juda, das Südreich, gerettet werden und Israel, das Nordreich, sicher wohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird: „Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.“ Und das ist natürlich ganz passend der Name für Jesus. Das heißt, Gott wird eine geistliche Wiederherstellung von Israel und Juda herbeiführen, nicht eine buchstäbliche, sondern eine geistliche.

[8:12] Das ist wichtig. Warum? Darum siehe es kommen Tage, spricht der Herr, da wird man nicht mehr sagen: „So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israels aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.“ Sondern: „So wahr der Herr lebt, der den Samen des Hauses Israel aus dem Land des Nordens, das ist Babylon, herausgeführt und wiedergebracht hat, nämlich nach Juda und aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe.“ Und sie sollen sicher wohnen. Sie sollen wohnen in ihrem Land.

[8:41] Ja, die Herausführung aus Babylon, das hatten wir in den letzten Tagen schon erwähnt. Die sollen noch herrlicher vonstatten gehen und noch beeindruckender sein als der Exodus aus Ägypten und der Mose. Und Gott wird sich als noch kräftiger, noch herrlicher, noch gewaltiger erweisen, dadurch, dass er ein Volk aus aller Herren Länder zurückbringen wird in das gelobte Land.

[9:05] Und wir werden noch sehen im Laufe der nächsten Wochen und Monate, dass ja, das Volk nicht vollständig zurückgekehrt ist. Sie werden teilweise dort bleiben, weil sie sich dort ja eingelebt haben. Aber der ganz große, besondere Segen, der war für die bereitet, die zurückkehren werden. Und so ist es auch für uns, wenn wir in das gelobte Land im Himmel, in die heilige Stadt Jerusalem, die herrliche Stadt zurückkehren werden. Das wird ein besonderer Segen sein, der von nichts anderem übertroffen werden wird.

[9:40] Lass uns dafür beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen auch eines Tages in ja, das verheißene, gelobte Land zurückkehren, in das Land Kanaan im Himmel, in die Wohnungen in der prächtigen goldenen Stadt einziehen. Ja, bewahre unsere Herzen und Sinne Christus Jesus bis zu dem Tag, an dem du wiederkommst, um uns heimzuholen. Amen.


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