In dieser Predigt wird Jeremia Kapitel 25 behandelt, das eine bedeutende prophetische Prophezeiung enthält. Es wird erklärt, wie dieses Kapitel für das Verständnis der 2.300 Abende und Morgen in Daniels Buch wichtig ist. Die Botschaft beleuchtet Gottes Gericht über Juda und die umliegenden Nationen, die 70-jährige Gefangenschaft in Babylon und die ultimative Vergeltung für alle Völker, einschließlich Babylons selbst.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 25:1-25:26
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir studieren heute zusammen die Seite 806. Und wenn ich sage studieren, dann meine ich studieren und nicht nur lesen. Dann heute müssen wir wirklich gut mitdenken, weil es um ganz, ganz interessante und wichtige Prophezeiung geht. Und bevor wir wieder einsteigen, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass du uns heute ganz besonders Verständnis schenkst für dein Wort, dass wir das verstehen, was wir lesen und dass wir es ja einordnen können und begreifen. In deinem Namen, Amen.
[1:06] Wir widmen uns heute dem Kapitel 25 im Buch Jeremia. Und dieses Kapitel ist ein ganz besonderes, denn wir wissen, dass Daniel, der Prophet, dieses Kapitel studiert hat, um die Prophezeiung über die 2.300 Abende und Morgen zu verstehen. Er hat sozusagen bei Jeremia nachgelesen, um diese 2.300 Abende und Morgen ausrechnen zu können. Und das werden wir heute ein bisschen, ja, da ein bisschen helfen, dass wir das verstehen.
[1:36] Dies ist das Wort, das an Jeremia über das ganze Volk Juda erging im vierten Jahr des Sohnes Josias, des Königs von Juda. Das ist das erste Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel. Wir haben hier eine Zeitangabe, also keine Jahreszahl, aber eine Einordnung bekommen. Wir das erste Jahr Nebukadnezars und das vierte Jahr von Juda Kim. Und wir wissen, dass das 605 vor Christus gewesen sein muss, kurz nach der ersten Wegführung, die Nebukadnezar durchgeführt hat. Denn wir wissen, dass er von der ersten Wegführung ziemlich schnell wieder zurück nach Babylon ist, um seinen Vater zu beerdigen. Und er hat ja dann ja noch zwei weitere Wegführungen durchgeführt. Und darum soll es heute auch gehen. Also, wir befinden uns ungefähr im Jahre 605, dass der Prophet Jeremia an das ganze jüdische Volk und dann alle Einwohner von Jerusalem richtete, indem er sprach:
[2:39] "Hier redet Jeremia jetzt im Volk: Seit dem 13. Jahr Josias, des Sohnes Amuns, des Königs von Juda, bis zum heutigen Tag sind 23 Jahre hindurch ist das Wort des Herrn an mich ergangen, und ich habe zu euch geredet, indem ich mich früh aufmachte und immer wieder redete. Aber ihr habt nicht gehört." Wir wissen, Jeremia wurde zur Zeit Josias berufen. Josia war ein sehr guter König, der sehr viele Reformen gemacht hat. Und Jeremia hat schon zu seiner Zeit prophezeit. Es wurde das fünfte Buch Mose im Tempel wieder entdeckt und diese 23 Jahre starten also Jeremias Berufung startet im 13. Jahr Josias, und er hat diese 23 Jahre hindurch gewarnt und immer wieder ja Botschaften von Gott an das Volk weitergegeben.
[3:31] "Dazu hat Herr alle seine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, indem er sich früh aufmachte und sie immer wieder sandte. Aber ihr wolltet nicht hören und neigtet eure Ohren nicht, um auf sie zu hören." Also diese Formulierung "Ich habe mich früh aufgemacht" ist eine Formulierung, die in Jeremia gefühlt auf jeder Seite kommt und meint einfach, dass Gott früh angefangen hat zu warnen. Und sie kann Entschuldigung haben, wenn wir euch sagen: "Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg und von der Bosheit eurer Taten, damit ihr in dem Land, das der Herr euch und euren Vätern gegeben hat, von Ewigkeit zu Ewigkeit wohnen könnt. Und wandelt nicht fremden Göttern nach, um ihnen zu dienen und sie anzubeten, und reizt mich nicht zum Zorn mit dem Werk eurer Hände." So will ich euch nichts Böses tun.
[4:19] Aber ihr habt mir nicht gehorcht, spricht der Herr, sondern habt mich erzürnt durch das Werk eurer Hände, euch selbst zum Schaden. Darum so spricht der Herr: "Weil ihr meinen Worten nicht gehorcht habt, siehe, so sende ich nach allen Geschlechtern des Nordens und hole sie herbei und sende zu meinem Knecht Nebukadnezar, dem König von Babel, und lasse sie kommen über dieses Land und über seine Bewohner und über alle diese Völker ringsum. Und ich will sie zum Brandpreis geben und sie zum Entsetzen und zum Spott und zu zum ewigen Trümmerhaufen machen."
[4:53] Also Gott sagt ganz klar: Wenn ihr mir gehorcht, werde ich euch bewahren. Wenn ihr mir zuwiderhandelt, wenn ihr Götzendienst betreibt, dann werde ich den Nebukadnezar schicken, und zwar ein zweites Mal, denn das erste Mal ist ja schon geschehen. Ja, und die Israeliten haben nicht geglaubt, dass Nebukadnezar noch einmal kommen würde. Und beim dritten Mal haben sie es erst recht nicht geglaubt. Aber Jeremia hat das immer wieder gesagt, hat das immer wieder erwähnt und immer wieder davor gewarnt. Aber sie wollten einfach nicht glauben, dass er noch mal kommt. Und schon gar nicht wollten sie glauben, dass das Exil so lange dauern würde.
[5:25] Und Gott hat eine unglaubliche Geduld gehabt. Wir haben hier oben gelesen, 23 Jahre lang hat Jeremia seinen Dienst gemacht. Aber von diesem Zeitpunkt an, an dem die 23 Jahre zu Ende waren, ging es noch mal 18 Jahre, bis dann die dritte Wegführung, die Zerstörung des Tempels mit sich gebracht hat und ja, die Vernichtung eigentlich des des Landes.
[5:56] Und es heißt hier weiter: "Und ich will unter ihnen aufhören lassen das Jubel und Freudengeschrei, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, das Klappern der Mühle und das Licht der Lampe. Und dieses ganze Land soll zum Trümmerhaufen, zur Wüste werden. Und diese Völker sollen dem König von Babel dienen 70 Jahre lang."
[6:15] Ja, man rechnet diese 70 Jahre. Das ist eigentlich eine interessante Sache, weil man fragt sich vielleicht, ja, wo beginnen die denn und wann enden die 70 Jahre? Sie beginnen tatsächlich bei der ersten Wegführung 605 vor Christus und dann enden sie bei Kyrus, der ja das Volk befreit. Und es wird geschehen, wenn die 70 Jahre vollendet sind, dann will ich an dem König von Babel und dann jenem Volk ihre Schuld heimsuchen. Also auch die Babylonier werden ein Gericht bekommen nach diesen 70 Jahren. Das werden dann die Meder und Perser sein, die dort einfallen, spricht der Herr.
[6:56] "Auch im Land der Chaldäer und ich will es zur ewigen Wüste machen. Und ich will über jedes Land alle meine Worte bringen, die ich gegen es geredet habe, alles, was in diesem Buch geschrieben steht, was Jeremia über alle Heidenvölker Gewalt." Also jetzt lesen wir schon zum zweiten Mal, dass das Gericht nicht nur in Babylon geht, sondern auch über alle Heidenvölker. Wir werden in ein paar Versen gleich sehen, wer das alles ist. Dennoch, sie werden in die Knechtschaft großer Völker und mächtiger Könige geraten.
[7:25] "Und ich will ihnen entsprechend ihrer Taten und entsprechen den Werken ihrer Hände vergelten. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels zu mir: Nimm diesen Kelch voll Zornwein aus meiner Hand und gib ihn wem? Allen Völkern, zu trinken, zu denen ich dich sende, damit sie trinken und taumeln und sich wie toll gebärden vor dem Schwert, das ich unter sie sende."
[7:51] Diese Formulierungen "Kelch mit Zornwein", das kennen wir natürlich aus anderen Büchern der Bibel, aus der Offenbarung, unserer dritten Botschaft der Engel. Und es ist natürlich auch ein Typus auf die Zerstörung ganz am Ende. Wir haben hier die ja, das Gericht über Babylon, das durch Kyrus geschieht und auch eine ein Typus ist auf das Gericht Ende, wenn Jesus sein Volk befreit. Und Jesus, Kyrus ist ja ein Typus auch auf Jesus.
[8:23] Dann nahm ich den Kelch aus der Hand des Herrn und ließ alle Völker trinken, zu denen der Herr mich gesandt hatte, nämlich Jerusalem und die Städte Judas, ihre Könige und ihre Fürsten, um sie zum Trümmerhaufen, zum Entsetzen, zum Spott und zum Fluch zu machen, wie sie es heute sind.
[8:40] Diese Formulierung "wie sie es heute sind" das impliziert schon, dass ein Teil des Gerichtes schon gewesen ist. Denn erinnert euch, wir haben gesagt, die erste Wegführung ist schon geschehen 605. Also wir sind quasi mittendrin im Gericht. Es ist nicht nur nicht eine Ankündigung von dem, was geschehen wird, sondern es ist eine weitere Ankündigung von dem, was weiterhin geschehen wird.
[9:01] Auch den Pharao, den König von Ägypten, samt seinen Knechten, seinen Fürsten und seinem ganzen Volk, hier jetzt kommen diese ganzen Heidenvölker, die gerichtet werden. Dazu das ganze Völkergemisch und alle Könige des Landes Us und alle Könige des Philisterlandes, Askalon, Ascalon, 604 vor Christus, und Gaza, Ekron und den über Edom und Moab und die Ammoniter. Auch alle Könige von Tyrus und alle Könige von Sidon und die Königin der Insel jenseits des Meeres. Damit ist Griechenland gemeint. Mit Tyrus ist Phönizien gemeint. Also wir merken schon, der ganze Raum dort um Israel herum ist betroffen von dem Gericht.
[9:40] Und die Babylonier überrollen all diese Völker, die dann Thema und Bus und alle mit gestutztem Bart. Thema ist Arabien, alle Könige Arabiens und alle Königinnen des Völkergemisches, die in der Wüste wohnen, also die Nomaden. Alle Könige von Simri und alle Könige von Elam. Elam ist das südliche Babylon, samt allen Königen von Medien, das ist der heutige Iran. Und dazu alle Könige des Nordens, das sind die Süden, die nahen und die fernen, einen wie den anderen. Und alle Königreiche der Erde, die auf dem Erdboden sind.
[10:17] Und der König von Scheschach soll nach ihnen trinken. Nun Scheschach, das steht für euch, vielleicht auch in der Anmerkung, ist ein anderes Wort für Babylon. Es gibt zwei Theorien, wie man das herleiten kann. Das eine ist, dass man ja, dass das Wort so ein bisschen ein Wortspiel ist, wo man die Buchstaben bisschen vertauscht hat, sowie eine Geheimschrift. Die andere Theorie ist, dass es eigentlich ein sumerisches Wort ist, sumerisches, eine ganz, ganz alte Sprache, noch älter als Akkadisch, das Babylonische. Und das ist vielleicht daher rührt. Aber ja, auf jeden Fall heißt dieses Wort, oder es ist ein anderes Wort für Babylon.
[10:54] Und das heißt, dass der König von Babylon nach ihnen allen trinken wird. Er wird die ganzen Heidenvölker überrennen, die dann dadurch das Gericht erfahren. Aber am Ende wird auch der König von Babylon, das babylonische Weltreich, ein Gericht erfahren. Und das wird natürlich durch die Meder und Perser passieren.
[11:16] Also, wir sehen, das Kapitel 25 bringt ganz viele, ja, Dinge, die wir für die prophetische Auslegung des Buches Daniel benötigen. Also ist das ein ganz wichtiges Kapitel, das wir auch verstehen sollten und das mit den prophetischen Kontext gehört. Und ich ermutige euch, dass ihr euch noch mal ganz alleine vornimmt, versucht zu verstehen und zu lesen.
[11:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr, danke, dass deine Bibel aufschlussreich ist, dass sie alle Informationen enthält, die wir brauchen. Dass Prophetie nichts ist, von dem wir ja denken müssen, dass wir es sowieso nicht verstehen, sondern dass, wenn wir Schrift mit Schrift vergleichen, dass du es uns ganz genau zeigst, wie die Prophetien zu verstehen sind. Dafür danke ich dir. Amen. [Musik]
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