In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die Botschaft Gottes durch Jeremia an König Zedekia und die umliegenden Völker. Es wird beleuchtet, wie wahre Prophetie gegen falsche Prophetie kämpft und wie wichtig es ist, Gottes Wort von Lügen zu unterscheiden. Die Predigt thematisiert die Konsequenzen des Ungehorsams und die Hoffnung auf Gottes Wiedereingliederung.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 27:7-28:5
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 809 und wir sind mitten in der Botschaft, die Gott durch Jeremia sendet an Zedekia und seine Bündnispartner, die umliegenden Länder. Und wir steigen gleich ein in Vers 7 von Kapitel 27 und werden heute sehen, wie gute und richtige Prophetie gegen falsche Prophetie kämpft und wieder der Kampf hinter den Kulissen läuft. Und bevor wir das tun, lass uns beten.
[1:00] Lieber Vater im Himmel, hinter den Kulissen laufen viel mehr Dinge, als wir sehen können und uns auch nur vorstellen können. Gut und Böse kämpfen gegeneinander, und das werden wir heute sehen in deinem Wort. Schenke uns Verständnis dafür und dass wir das auch in unserem Alltag, ja, immer wieder auch uns bewusst machen, dass du für uns und an unserer Seite kämpfst. Amen.
[1:24] Vers 7: Und alle Völker sollen ihm und seinem Sohn und seinem Enkel dienen. Damit ist hier Nebukadnezar gemeint, mit ihm und seinem Sohn, das war Amel-Marduk. Amel-Marduk wurde aber schnell ermordet, er hat nur etwa zwei Jahre regiert und wurde dann umgebracht. Und es heißt, je weiter, bis auch die Zeit für sein Land kommt, also für Babylon und viele Völker und mächtige Könige es unter Jochen werden. Also auch Babylon wird ein Ende nehmen.
[1:59] Es soll aber geschehen, das Volk und das Königreich, das Nebukadnezar, dem König von Babel, nicht dienen will und seinen Hals nicht unter das Joch des Königs von Babel beugen will, dieses Volk werde ich heimsuchen mit dem Schwert und mit Hungersnot und Pest, spricht der Herr, bis ich es durch seine Hand vertilgt habe. Wir wissen ja schon aus den vergangenen Kapiteln, dass Gott gesagt hat: "Liebes Volk, ihr sollt euch den Kaldäern, den Babyloniern ergeben, denn das ist mein Wille, und dann wird es euch nicht so schlecht ergehen. Ihr werdet zwar ins Exil kommen, aber ich werde euch wieder zurückführen." Aber Gott sagt immer wieder, und hier auch: Wenn ihr das nicht tut, dann werdet ihr von Pest, Hungersnot und dem Schwert heimgesucht werden.
[2:39] So solltet ihr nun nicht auf eure Propheten hören, auf eure Wahrsager und eure Träume, auf eure Zauberer und auf eure Beschwörer, die zu euch sagen: "Ihr werdet dem König von Babel nicht dienen." Nur diese Berufsgruppen, die kennen wir eigentlich eher aus Babylon, aber angeblich oder anscheinend gab es auch im Volk Gottes Zauberer, Wahrsager, Beschwörer. Und das zeigt uns, wie es um die geistliche Einstellung von Gottes Volk bestellt war, nämlich, dass dort viel Götzendienst und viel Humbug getrieben wurde.
[3:11] Denn sie wahrsagen euch Lügen, diese falschen Propheten, um euch aus eurem Land zu entfernen, damit ich euch vertreibe und ihr umkommt. Das Volk aber, das seinen Hals unter das Joch des Königs von Babel bringt und ihm dient, das werde ich in seinem Land lassen, spricht der Herr, damit es dasselbe bebaue und bewohne. Also Gott wollte, dass die Israeliten nach Babylon gehen, dass sie dort bauen, Häuser bauen, ist bewohnen, begehren, Pflanzen und so weiter, und dass sie sich dort einrichten. Und zum gegebenen Zeitpunkt wird er sie dort wieder rausrufen.
[3:43] Und ich redete mit Zedekia, dass der letzte König, dem König von Juda, entsprechend allen diesen Worten und sprachen: "Bringt eure Nacken unter das Joch des Königs von Babel und dient ihm und seinem Volk." So sollt ihr also. Wir erinnern uns, Jeremia hat ja immer noch dieses Joch auf, während er diese Predigt hält, und das Joch symbolisiert die Knechtschaft unter Babylon, die das Volk ja erdulden soll.
[4:10] Und er sagt weiter: "Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, durch Hungersnot und Pest, wie es der Herr dem Volk angedroht hat, dass dem König von Babel nicht dienen will?" Ja, Zedekia hat anfangs tatsächlich dem König von Babel, Nebukadnezar, Treue geschworen. Diese Treue aber später gebrochen. Nebukadnezar hat dem Zedekia vertraut, er hat ihn als König eingesetzt, als sozusagen Statthalter. Er sollte noch herrschen über das, was noch da war, über die übrig gebliebenen. Aber er ist quasi von dem Bund abgefallen, und das war ja gegen Gottes Willen.
[4:46] Hört doch nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sagen: "Ihr werdet dem König von Babel nicht dienen", denn sie wahrsagen euch Lüge. Denn ich habe sie nicht gesandt, spricht der Herr, sondern sie sagen Lüge in meinem Namen, damit ich euch vertreibe und ihr umkommt, samt den Propheten, die euch wahrsagen. Auch zu den Priestern und zu diesem ganzen Volk redete ich und sprach: "So spricht der Herr: Hört nicht auf die Worte eurer Propheten, die euch wahrsagen und sprechen: 'Siehe, die Geräte des Hauses des Herrn werden jetzt bald wieder aus Babel zurückgebracht werden', denn sie wahrsagen euch Lüge."
[5:17] Also ihr merkt schon, das Wort "Lüge" kommt hier ständig vor und immer in Zusammenhang mit den falschen Propheten, die hier andere Sachen wahrsagen als Jeremia. Die Geräte des Hauses, die wurden ja bei den Wegführungen immer pur nach Babylon gebracht und bei der letzten, bei der dritten Wegführung dann gänzlich. Und die falschen Propheten sagen hier: "Bald werden diese Geräte wieder zurückgebracht und es wird bald wieder hergestellt." Also ganzes Gegenteil von dem, was Jeremia sagt, dass sie Verführung immer schlechter, immer schlimmer werden. Sagen sie: "Nein, es wird wieder alles rückgängig gemacht."
[5:56] Und was sie natürlich nicht predigen, im Gegensatz zu Jeremia, ist, dass das Volk Buße tun muss. Und Gott sagt: "Hört nicht auf sie, dient dem König von Babel, so sollt ihr leben. Warum soll diese Stadt zur Ruine werden?" Also Gott wollte selber nicht, dass er Jerusalem zerstören muss, bzw. die Babylonier. Und er möchte viel mehr, dass sie sich Nebukadnezar unterwerfen, dass ja das Juda bestehen bleibt. Und der Tadel deswegen dieser falschen Propheten so stark, damit das Volk nicht anfängt gegen Babylon zu kämpfen. Aber sie tun es trotzdem, und das Resultat ist die Verschleppung.
[6:32] Wenn sie aber wirklich Propheten sind und das Wort des Herrn bei ihnen ist, so sollen sie beim Herrn, dem Herrn der Heerscharen, Fürbitte einlegen, damit die übrigen Geräte, die noch im Haus des Herrn und im Haus des Königs von Juda und in Jerusalem vorhanden sind, nicht auch nach Babel kommen. Das ist ein interessanter Vers, denn Gott wünscht sich ja, dass die Geräte nicht weggeführt werden. Und er sagt: "Wenn ihr das schon nicht wollt, dann liegt doch viel Bitte ein und betet dafür, anstatt auf die falschen Propheten zu hören."
[7:02] Denn so hat der Herr der Heerscharen gesprochen von den Säulen und vom Wasserbecken und von den Gestellen und von den übrigen Geräten, die in dieser Stadt übrig geblieben sind, die Nebukadnezar, der König von Babel, nicht weggenommen hat, als er Jojakim, den König von Juda, samt allen Vornehmen von Juda und Jerusalem gefangen von Jerusalem nach Babel führte. Denn so hat der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, von den Geräten gesprochen, die im Haus des Herrn und im Haus des Königs von Juda und in Jerusalem übrig geblieben sind.
[7:32] Und jetzt kommt's: Sie sollen nach Babel gebracht werden und dort bleiben, bis zu dem Tag, da ich nach ihnen sehen und sie wieder herauf an diesen Ort bringen werde, spricht der Herr. Gott selbst sagt er, wird höchstpersönlich diese Geräte wieder zurückbringen. Und es ist tatsächlich geschehen, denn nach der Gefangenschaft, nach dem Exil der 70 Jahre, wenn Kyros erlaubt, dass die Juden wieder zurückkehren in ihr Land, dann wird Serubbabel, der da zu der Zeit König ist, der auch im Exil war, wieder zurückkehren nach Jerusalem mit den Geräten in der Hand, die ihm Kyros übergeben wird.
[8:13] Kapitel 28. Es geschah aber in demselben Jahr, im Anfang der Regierung Zedekias, des Königs von Juda, im vierten Jahr, im fünften Monat, dass Hananias, der Sohn Asurs, der Prophet von Gibeon, im Haus des Herrn vor den Augen der Priester und dem ganzen Volk zu mir sagte: Also diese Zeitangaben können uns ja herleiten, dass dieses Gesicht, diese Vision, ungefähr sechs Jahre vor der dritten Wegführung ist, also zur Zeit Zedekias.
[8:49] "So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Ich zerbreche das Joch des Königs von Babel binnen zwei Jahren. Bringe ich alle Geräte des Hauses des Herrn, die Nebukadnezar, der König von Babel, von hier weggenommen und nach Babel gebracht hat, wieder an diesen Ort zurück." Hier haben wir Hananias, einen offensichtlich falschen Propheten, der auch wieder über die Geräte am Haus des Herrn wahrsagt. Und er sagt: "Nein, nein, die Geräte des Hauses werden nicht 70 Jahre im Exil bleiben, sondern noch zwei Jahre wieder zurückkehren."
[9:22] Und er sagt weiter: "Auch Jojakim, den Sohn Zedekias, den König von Juda, samt angefangenen Judas, die nach Babel gekommen sind, bringe ich an diesen Ort zurück, spricht der Herr, denn ich will das Joch des Königs von Babel zerbrechen." Also er sagt ja, das wird alles nicht so lange dauern und er relativiert das alles ein bisschen und führt damit das Volk in die Irre und sagt: "Nein, die Zerstörung von Babel wird nicht, also Zerstörung durch Babel wird nicht weiter ihren Lauf nehmen."
[9:55] Da antwortete der Prophet Jeremia dem Propheten Hananias vor den Augen der Priester und vor den Augen des ganzen Volkes, das im Haus des Herrn stand. Und wie der Jeremia den Hananias geantwortet hat auf seine falschen Prophezeiungen, das werden wir morgen sehen. Lasst uns beten.
[10:11] Lieber Herr Jesus, ich möchte dich bitten, dass du uns den Geist der Unterscheidung schenkst, damit wir falsche von wahrer Prophetie unterscheiden können, damit wir aber auch ein offenes Herz haben, dass wir die wahre Prophetie annehmen und ja, wenn nötig, in unserem Leben auch Änderungen vornehmen. Er hilft uns dabei, dass wir die Prophetie lieben lernen und sie ernst nehmen für unser Leben, damit...
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