In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Auseinandersetzungen zwischen Jeremia und Hananja, wie sie in Jeremia 28 beschrieben werden. Es wird beleuchtet, wie man wahre von falschen Propheten unterscheiden kann, indem man prüft, ob ihre Vorhersagen eintreffen. Weiterhin wird die Botschaft aus Jeremia 29 thematisiert, in der Jeremia die ins Exil verschleppten Juden auffordert, sich in Babylon einzurichten, für die Stadt zu beten und auf Gottes Verheißung einer Rückkehr nach 70 Jahren zu vertrauen.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 28:6-29:11
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Jeremia 28 und 29. Wir sind mitten in diesem Schlagabtausch zwischen dem Propheten, dem falschen Propheten Hananja, und dem Propheten Jeremia. Und wie es da weitergeht und wie Jeremia dem Hananja antwortet, das wollen wir heute in Kapitel 28 und 29 sehen. Lass uns beten.
[0:56] Lieber Vater im Himmel, du lässt es zu, dass auch falsche Prophetie geschieht und gute Propheten ja uns die gute Prophetie nahe bringen. Herr, lass uns heute sehen, wie der Kampf weitergeht und auch bewusst werden, dass wir auch heute in so einem Kampf leben, wo falsche Prophetie gegen wahre Prophetie kämpft, damit wir ja erkennen, wer der wahre Gott ist. Amen.
[1:26] Das heißt hier: Und Jeremia antwortete, und der Prophet Jeremia sprach: Amen! So möge der Herr handeln. Wir erinnern uns, der Hananja hatte gesagt, dass die Geräte ganz schnell zurückkommen werden in den Tempel. Und Jeremia wünscht sich das anscheinend auch. Er bekräftigt das und sagt: Ja, das wäre toll. „Der Herr lasse deine Worte zustande kommen, die du geweissagt hast, dass er die Geräte des Hauses des Herrn und alle Gefangenen von Babel wieder an diesen Ort zurückbringe.“
[1:52] Also, ganz interessant, dass Jeremia erstmal zustimmt und sagt: Ja, das wäre auch mein Wunsch. „Höret jedoch dieses Wort, das ich vor deinen Ohren und den Ohren des Volkes ausspreche: Die Propheten, die vor mir und vor dir von jeher gewesen sind, die haben über viele Länder und große Königreiche von Krieg und Unheil und Pest geweissagt.“ Also Jeremia fängt jetzt an, sich zu beziehen auf vorhergegangene Propheten, auf die, die schon ja althergebracht sind, bestätigt sind, an die geglaubt wird. „Der Prophet aber, der Frieden weissagt, sagt der wird am Eintreffen seines Wortes erkannt als ein Prophet, den der Herr in Wahrheit gesandt hat.“
[2:31] Und das ist ein Test, den wir an einen Propheten anlegen müssen, nämlich ob die Dinge eintreffen, die er vorher gesagt hat. Wenn die Dinge nicht eintreffen, dann war es ein falscher Prophet. Und wir erleben das auch heute, auch in unseren Gemeinden, dass Menschen die Wiederkunft datieren und sagen, sie geschieht in den und dem Jahr. Und wir müssen spitze Ohren kriegen, wenn das geschieht, weil wir wissen, es steht in der Bibel: Es wird keine Zeitprophezeiung mehr geben und niemand kann Zeit oder Stunde berechnen. Und es weiß nur der Vater. Und wenn solche Propheten, solche sogenannten, selbsternannten Propheten irgendwelche Zeitprophezeiungen aufstellen, dass in fünf oder sieben Jahren Jesus wiederkommt, dann können wir eigentlich schon von vornherein wissen, dass das falsche Propheten sind und ihn bitte nicht mehr unser Ohr leihen.
[3:25] Dann nahm der Prophet Hananja das Joch vom Hals des Propheten Jeremia und zerbrach es. Also, der Hananja nimmt jetzt dieses Joch, das Jeremia ja immer noch auf hat in dieser Prophezeiung, nimmt es und zerbricht es. „Unter Hananja sprach vor den Augen des ganzen Volkes: So spricht der Herr: So will ich das Joch Nebukadnezars, des Königs von Babel, innerhalb von zwei Jahren vom Hals aller Völker nehmen und zerbrechen.“
[3:48] Da ging der Prophet Jeremia seines Weges. Ja, also Jeremia sucht erstmal das Weite, nachdem Hananja ihn hier so herausgefordert hat und ja nicht abgelassen hat, also richtig frech eigentlich war. Und Gott sagt aber: Jetzt dem Jeremia folgen, das nachdem er weggegangen war. „Ist er ging aber das Wort des Herrn in Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch vom Hals des Propheten Jeremia zerbrochen hatte, folgende Masse: Geh und rede zu Hananja und sprich: So spricht der Herr: Du hast dein hölzernes Joch zerbrochen, aber du hast ein eisernes Joch an seiner Stelle bereitet. Denn so spricht der Herr der Herrscherin, der Gott Israels: Ich habe ein eisernes Joch auf den Hals aller dieser Völker gelegt, damit sie Nebukadnezar, dem König von Babel, dienstbar sein sollen, und sie werden ihm auch dienen. Und ich habe ihm sogar die Tiere des Feldes gegeben.“
[4:47] Also Gott sagt: Du hast es eigentlich noch schlimmer gemacht, Hananja, und das hölzerne Joch wird zum eisernen Joch werden. Und der Prophet Jeremia sprach: „Unprophet Hananja, höre doch, Hananja! Der Herr hat dich nicht gesandt, sondern du hast dieses Volk dazu gebracht, dass es auf eine Lüge vertraut. Darum so spricht der Herr: Siehe, ich schaffe dich vom Erdboden weg. Du wirst noch in diesem Jahr sterben, weil du Widerstand gegen den Herrn verkündet hast.“
[5:17] Also Gott gibt hier ein heftiges Gerichtsurteil über den Hananja und sagt seinen Tod voraus für die falschen Prophezeiungen, die er gegeben hat. Und der Prophet Hananja starb in demselben Jahr im siebten Monat.
[5:31] Kapitel 29: Und die sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem an die übrigen Ältesten der weggeführten sandte, sowie an die Priester und Propheten und dann das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte.
[5:48] Also hier haben wir einen Brief von Jeremia an die weggeführten, die schon in Babel sind, nachdem der König Jojachin mit der Königin, den Kämmerern und Fürsten von Juda und Jerusalem, auch mit den Schmieden und Schlössern Jerusalem verlassen hatte. Also diese ganze Elite und die ganzen Handwerker, die schon nach Babylon gegangen waren, durch die Hand Elasars, des Sohnes Schafans. Also Schafan hat mehrere Söhne gehabt. Wir haben von Achikam gelesen, der da ganz entscheidend dafür gewirkt hat, dass Jeremia nicht umgebracht wurde. Und dieser Elasar, sein weiterer Sohn Schafan, als ein Bruder Achikams und Gamarias, den Sohn Hilkias. Hilkia war der Priester, der das Buch Fünf Mose wieder entdeckt hatte im Tempel und zu Josia gebracht hat. Der Sedeja, der König von Juda, nach Babel und Nebukadnezar, dem König von Babel, gesandt hatte. Und ließ Jeremia sagen: „So spricht der Herr der Herrscherin, der Gott Israels, zu allen weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel weggeführt habe.“
[6:49] Und jetzt kommt die Botschaft an die Weggeführten: „Baut Häuser und wohnt darin, pflanzt Gärten und esst ihre Früchte. Nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter. Und nehmt Frauen für eure Söhne und eure Töchter, gebt Männer zur Frau, damit sie Söhne und Töchter gebären, damit ihr euch dort mehrt und eure Zahlen nicht abnimmt.“
[7:08] Nun, was sagt Gott hier? Gott sagt: Ihr sollt euch ansiedeln in Babylon, ihr sollt euch dort einrichten, Häuser bauen, Gärten bauen, Familien gründen und sollt wachsen. Ganz interessant, dass Gott das so aufgibt, denn er möchte, dass das Volk zahlreich ist, wenn es wieder zurückkehrt nach Juda und Jerusalem. „Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum Herrn, denn in ihrem Frieden werdet auch ihr Frieden haben.“
[7:39] Also Gott sagt: Ihr sollt euch nicht rebellisch verhalten in dem Land vor eurem Exil, weil sie euch weggeführt haben, sondern ihr sollt euch einfügen in die Gesellschaft. Ihr sollt aber euren Glauben integral bewahren. Ihr sollt beten zu mir, unserem Herrn, und ihr sollt die ganzen 70 Jahre lang gucken, dass ihr dort ja zum Guten wirkt in der Stadt und ja euch gut verhaltet und Vorbilder seid. Denn so spricht der Herr der Herrscherin, der Gott Israels: „Lasst euch nicht täuschen von euren Propheten.“
[8:09] Also sind anscheinend auch in der Wegführung in das Exil falsche Propheten mitgegangen, die unter euch sind, oder von euren Wahrsagern. Hört nicht auf eure Träume, auf eure Träume, die ihr euch träumen lasst, denn sie sagen euch falsch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der Herr.
[8:28] Also auch in der Verbannung sind falsche Propheten. Und wir wissen auch, dass richtige und echte und gute Propheten mit in der Exil waren. Wir wissen von Daniel, wir wissen auch von Hesekiel. Aber Hesekiel wurde erst ungefähr fünf Jahre nach der Verbannung, nach der Wegführung, berufen. „Fürwahr, so spricht der Herr: Wenn die 70 Jahre für Babel gänzlich erfüllt sind, werde ich mich euer annehmen und mein gutes Gott euch an diesen Ort zurückbringen, an euch erfüllen. Denn ich weiß, welche Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“
[9:07] Also Gott sagt, ja, ihr seid ja jetzt im Exil, ihr seid entwurzelt, aber ich bin mit euch. Ich werde euch segnen, egal wo ihr seid, auch wenn es am Ende der Erde ist. Ich bin mit euch. Und das ist eine schöne, schöne Verheißung auch für uns, egal wo wir sind, auch wenn wir in einem Umfeld sind, vielleicht eine Familie, die gar nicht gläubig ist, dann können wir trotzdem eng mit Gott verbunden sein und ihm dienen, und er wird uns bewahren. Lass uns beten.
[9:33] Lieber Vater, danke, dass du immer da bist, dass du uns umgibst, wenn wir zu dir beten. Dass du möchtest, dass wir ein Vorbild für andere sind. Herr, schenke uns diese enge Verbundenheit mit dir, damit unser Charakter wie ein Licht strahlt, in das auch andere Anteil haben möchten. Hab du dann dafür einen...
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.