In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jeremia 29:12-32. Sie erklärt die Bedeutung von Gottes Verheißungen für die Exilanten in Babylon und warnt vor den Lügen falscher Propheten. Die Predigt verbindet die alttestamentlichen Texte mit praktischen Lebensfragen und betont die Wichtigkeit, auf Gottes Wort zu hören und ihm zu vertrauen.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 29:12-29:32
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Für diese neue Zusammenfassung auf Seite 811 sind wir mitten im Kapitel 29 im Brief, den Jeremia an die Exilanten in Babylon schreibt. Er schreibt über die falschen Propheten und dass sie sich nicht täuschen lassen sollen. Bevor wir einsteigen und dieses spannende Kapitel heute weiter studieren, wollen wir zusammen beten. Lieber Vater im Himmel, wir können nicht oft genug darum bitten, dass du uns die Geisterunterscheidung schenkst, dass wir, wenn es darauf ankommt, unterscheiden können, was wahre Propheten und was falsche Propheten sind. Und dafür müssen wir dein Wort gut kennen, uns gut auskennen in deiner Schrift, damit wir ja auch unterscheiden können, Lehre und auch durch dann wird heute, wenn wir das lesen, und bereite uns auf solche Situationen vor.
[1:25] Wir beginnen mit Vers 12: "Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und flehen, und ich will euch hören. Ja, ihr werdet mich suchen und finden, denen, die von ganzem Herzen nach mir verlangen." Ein schöner Vers, den wir oft auf einer Postkarte finden, aber ein wichtiger Vers für die Exilanten. Gott sagt: "Ihr dürft mich suchen, und ich werde mich von euch finden lassen. Ihr müsst von ganzem Herzen nach mir verlangen, und ich werde mich von euch finden lassen", spricht der Herr. "Und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe", spricht der Herr. "Und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe."
[2:07] Diese Formulierungen und diese Worte, diese Verse sind ganz, ganz eng verknüpft mit Abschnitten aus 5. Mose 30. Es sind die Kapitel von Segen und Fluch, und wir wissen ja, dass das 5. Mose Buch wiederentdeckt wurde zu Lebzeiten von Jeremia und König Josia. Und es ist kein Wunder, dass dieses Buch immer wieder sich niederschlägt in den Schriften Jeremias. Denn Gott möchte mit seinem Volk den neuen Bund machen, möchte ihn eingesetzt in ihre Herzen schreiben.
[2:41] Aber sagt der Herr: "Hat uns in Babel Propheten erweckt. Fürwahr, so spricht der Herr über den König, der auf dem Thron Davids sitzt, und über das ganze Volk, das in dieser Stadt wohnt, über eure Brüder, die nicht mit euch in Gefangenschaft gezogen sind." So spricht der Herr der Heerscharen: "Siehe, ich sende das Schwert, die Hungersnot und die Pest gegen sie und will sie machen wie die abscheulichen Feigen, die man vor Schlechtigkeit nicht essen kann." Wir erinnern uns, dass wir dieses Gleichnis von den Feigen vor ein paar Tagen gelesen haben. Und diese schlechten Feigen sind die, die zurückbleiben, die umkommen, die nicht ins Exil gehen und dann ja wieder zurückkehren dürfen.
[3:18] "Und ich will sie mit dem Schwert, mit Hungersnot und Pest verfolgen und will sie zum Schrecken für alle Königreiche der Erde machen, zum Fluchen, zum Entsetzen, zum Spott und zum Hohn unter allen Völkern, wohin ich sie vertrieben habe, dafür, dass sie nicht auf meine Worte gehört haben", spricht der Herr. Da ich doch meine Kräfte, die Propheten, zu ihnen gesandt habe, in dem ich mich früh aufmachte und sie immer wieder sandte. "Ihr aber habt nicht gehört", spricht der Herr.
[3:46] Ja, Gottes Recht verzweifelt an dieser Stelle und sagt: Selbst im Exil möchten sich ihre Ohren den falschen Propheten leihen und nicht meinen Aussagen. So hört das Wort des Herrn, ihr Weggefährten, alle, die ich von Jerusalem nach Babel weggeschickt habe. So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, über Habb, den Sohn Kolhaas, und über Zidkia, den Sohn Asias, die euch Lügen weissagen in meinem Namen.
[4:12] Ahab und Zidkia sind zwar auch zwei Namen von Königen, diesmal gab es aber hier zwei Propheten. Und manchmal ist es ein bisschen irreführend in der Bibel, dass viele den gleichen Namen haben. Aber so geht es uns auch heute, dass ja viele Kinder Noelia oder andere Namen heißen oder warm. Und das sind ja auch nicht immer dasselbe Kind, sondern so wie damals einige Mode waren, so ist das ja heute. Und so hießen die Propheten halt Ahab und Zidkia.
[4:46] Und es heißt hier: "Ich gebe sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, und der wird sich vor euren Augen erschlagen und man wird sie für alle Weggefährten Judas, die in Babel sind, zu einem Fluchwort machen, so dass man sagen wird: 'Der Herr mache sie wie dich, wie Ahab, die der König von Babel im Feuer braten ließen.'"
[5:04] Dieser Vers ist sehr interessant. Ahab und Zidkia sind zwei falsche Propheten unter den weggeführten im Exil im Babylon. Und der König von Babel, Nebukadnezar, hat zu der Zeit, lässt sie im Feuer braten, lässt sie quasi in den Feuerofen werfen. Und da sind wir natürlich ganz eng verknüpft mit dem dritten Kapitel aus Daniel, wo ja auch Daniels Freunde in den Feuerofen geworfen werden, weil sie sich nicht niederwerfen vor dem Standbild. Und diese Geschichte in Kapitel 29 hat sich ereignet vor Daniel 3. Das heißt, Nebukadnezar hat schon die Erfahrung gemacht, dass er Männer aus den, also jüdische Männer, Hebräer, in den Feuerofen wirft und sie kommen um.
[5:59] Und als die Freunde von Daniel sich ja rebellieren, denkt Nebukadnezar: "Ja, die kann ich wieder an den Feuerofen werfen und ich bin sie wieder los." Nur Daniel 3 haben wir keine falschen Propheten, sondern wir haben echte Gottesmänner. Und dann steht auf einmal Jesus mit ihnen im Feuerofen, und sie werden nicht versenkt von den Flammen.
[6:22] Also ganz interessant, dieses Kapitel 29, das ja unscheinbar in der Bibel steht und doch so eng verknüpft ist mit dem berühmten Kapitel 3, Buch Daniel. Denn sie haben eine Schandtat begangen in Israel, die mich, Ahab und Zidkia, sie haben mit den Frauen ihrer Nächsten Ehebruch getrieben und in meinem Namen verlogene Worte geredet, die ich ihnen nicht befohlen habe. Ich weiß es genau, denn ich bin Zeuge", spricht der Herr. Also nicht nur, dass sie falsche Prophezeiung getätigt haben, sie haben auch einen ganz schrecklichen Lebensstil gehabt. Sie haben Ehebruch gegangen, sie waren untreu, und es haben anscheinend alle gewusst, und Gott sowieso.
[6:59] Und weil sie ja, weil man die Propheten, so wie man sagt, auch an ihren Früchten erkennt, an ihrem Leben, Opfer ein vorbildliches moralisches Leben führen, so hat Gott sie natürlich auch dann bestraft. Und sie wurden im Feuerofen versenkt. Und so scheinbar dem die Vermieter sollst du folgendermaßen drehen.
[7:17] So spricht der Herr, der Herrschaft, der Gott Israels: "Weil du in deinem eigenen Namen Briefe gesandt hast an das ganze Volk in Jerusalem und an Sefanja, den Sohn des Priesters Maaseja, wie auch an alle Priester und gesagt hast: 'Der Herr hat dich an Stelle des Priesters Jojada zum Priester gemacht, damit du auch dort bestellst im Haus des Herrn über alle Wahnsinnigen', und damit sind unter anderem Jeremia gemeint, und alle, die als Propheten auftreten, dass du sie in den Stock und in den Fessel legst."
[7:49] Nun, warum hast du dann Jeremia von Ahab dort nicht gestraft, der euch gegenüber als Prophet auftritt? Ja, überdies hat er uns in Babel sagen lassen: "Es wird lange dauern, baut Häuser und weitere Pflanzgärten und esst ihre Früchte."
[8:10] Ja, also so erging das Wort an diesem Schimea, der ja sich beschwert, dass der Jeremia umgebracht wird und nicht im Stock liegt. Der Priester Zefanja hatte diesen Brief nämlich vor den Ohren des Propheten Jeremia vorgelesen. Also Zefanja erhält diesen Brief von dem Schimea, der da in der Verbannung sitzt, und Zidkia, und Sefanja liest diesen Brief von ihm.
[8:38] Hört, dass das der falsche Prophet der Verbannung eigentlich seinen Tod wünscht. Dagegen das Wort des Herrn in ihrem er folgendermaßen.
[8:46] Wende hin zu allen Weggefährten und sprich: "So spricht der Herr über Schimea, den Vermieter: Weil ich, Schimea, geweissagt hatte, ohne dass ich ihn gesandt habe, und er euch auf Lügen vertrauen lehrt, deshalb spricht er so: Ich will Schimea, den Vermieter, und seine Samen heimsuchen. Er soll keine Nachkommen haben, der inmitten dieses Volkes wohnt, und er soll das Gute sehen, dass ich diesem Volk zu tun werde."
[9:14] Den hat Widerstand gegen den Herrn verkündet. Und wieder sehen wir, dass Gott sich hier um diese falschen Propheten kümmert. Und hier sagt Gott zu dem Schimea: "Du wirst keine Nachkommen haben." Das war wirklich schlimm. Keine Nachkommen zu haben, niemanden, der ein Erbe ist, der das Land erfasst, besitzt. Und er prophezeit hier diesen Tobias ohne Erben. Und wir dürfen gewiss sein, dass Gott sich der falschen Propheten annimmt. Wir müssen nicht sie richten, das macht Gott.
[9:50] Gott wird am Ende das Gericht sprechen, und bei ihm sind alle Dinge aufgeschrieben im Himmel, die so auf der Erde alle passieren. Und so wie Jeremia erstmal weggegangen ist von dem falschen Propheten Hananja und sich nicht die Zunge verbrannt hat, indem er ja irgendwas gesagt hat und gewartet hat, dass Gott ihm eine Botschaft gibt, so dürfen auch wir warten und ruhig sein und Gott sprechen darf.
[10:15] Lass uns, lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich um all das sorgst, was uns gekümmert, warum die Lehre, die ja die Gemeinde bedrohen, das Volk Gottes bedrohen. Du nimmst dich dieser Dinge an. Wir dürfen wissen, dass du sie zur rechten Zeit dann auch beseitigst, und dafür danken wir dir.
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