In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die prophetischen Worte Jeremias aus Kapitel 31 und 32. Es geht um die Verheißung eines neuen Bundes, die Wiederherstellung Israels und die unumstößliche Treue Gottes zu seinem Volk. Die Botschaft betont Gottes Wunsch nach einer tiefen, persönlichen Beziehung zu jedem Gläubigen und die Gewissheit seiner schützenden und aufbauenden Hand.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 31:21-32:2
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Jeremia 31 und wollen Jeremia 31 beenden und Kapitel 32 ein bisschen beginnen. Und wir sind immer noch in der großen Verheißung, dass das Volk wieder zurückkehren wird. Und bevor wir heute da reinsteigen, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, auch du hast uns eine große Verheißung gegeben, dass du uns nach Hause holen willst und dass wir wieder in ein Land kommen werden, wo Milch und Honig fließt, wo es uns gut gehen wird. Und auch den Israeliten, deinem Volk, hast du es versprochen. Und wenn wir das heute lesen, dann lass uns verstehen, dass es sich ganz explizit auf uns bezieht und dass wir uns auch freuen dürfen auf ein besseres Land. Amen.
[1:24] Wir beginnen in Vers 21 von Kapitel 31: "Setze dir Wegweiser, stelle dir Meilensteine auf, richte dein Herz auf die geplante Straße, auf den Weg, den du gegangen bist. Kehre um, Jungfrau Israel, kehre um zu diesen deinen Städten." Gott möchte, dass das Volk zurückkehrt aus dem Exil, wieder in das Land Israel. Und sie sollen auf dem gleichen Weg zurückkehren, wie sie vor 70 Jahren verschleppt worden sind. Und sie sollen sich Meilensteine aufstellen und Wegweiser, damit sie ja wissen, wo sie lang gegangen sind. Und wiederum nennt Gott hier sein Volk "Jungfrau". Und das zeigt uns, dass er sie anschaut, als hätten sie nicht gesündigt. Er hat ihnen vergeben, er hat sie wiederhergestellt.
[2:10] "Wie lange willst du dich noch hierhin und dorthin wenden, du abtrünnige Tochter? Denn der Herr hat etwas Neues geschaffen auf Erden: Die Frau wird dem Mann umgeben." Gott sagt: "Ich möchte, dass ihr bei mir Hilfe sucht." Es ist quasi ein Aufruf an das Volk, dass sie sich nur an ihn wenden. Und er möchte etwas Neues schaffen, und das ist der neue Bund. Gott spricht ganz oft hier in diesen Kapiteln von dem neuen Bund. Und dass er hier sagt: "Die Frau wird den Mann umgeben", ist natürlich eine Anspielung auf die Schöpfung, wenn wir daran denken, wie Adam und Eva von Gott geplant waren. Und Gott sagt: "Ich möchte euch neu schaffen, so wie ich damals die Schöpfung gemacht habe am Anfang der Welt, so möchte ich euch auch neu schaffen." Und die Frau, die um den Mann sein wird, das kann man auch so verstehen, dass die Frau, die Gemeinde, um Gott herum sein wird. Sie wird sich um ihn herumscharen, so wie damals auch bei der Wüstenwanderung das Heiligtum in der Mitte, das Volk drumherum.
[3:16] "Immanuel", so spricht der Herr, der Herrscher an der Gott Israels. Man wird dieses Wort wiederum sagen im Land Juda und in seinen Städten: "Wenn ich hier Geschick wenden werde, der Herr segne dich, du Wohnung der Gerechtigkeit, du heiliger Berg." Diesen Satz wird man wieder sagen von Jerusalem und von dem Land drumherum. Und Gott sagt: "Ich werde dein Geschick wenden." Und diese Phrase werden wir noch ganz oft lesen in den nächsten Tagen, dass Gott ihr Geschick wendet. "Und Juda samt allen seinen Städten, die darin wohnen, die Bauersleute und solche, die mit Herden umherziehen, denn ich will die erwartete Seele erquicken und die jede verschmachtete Seele sättigen." Und das erinnert uns ganz stark an Matthäus 11,28: "Kommt her zu mir, alle, die ihr müde und beladen seid; ich will euch erquicken." Und so sagt er das auch zu seinem Volk, das auf der Rückkehr ist.
[4:10] Darum bin ich aufgewacht, darüber bin ich aufgewacht und habe aufgeblickt, und mein Schlaf war mir süß. "Siehe, es kommen Tage", spricht der Herr, "da ich das Haus Israel und das Haus Juda mit Samen von Menschen und von Vieh sehen werde." Und das soll geschehen, wie ich über sie gewacht habe, um sie auszureißen und zu zerstören, sie niederzureißen und zu verderben und ihnen übel zu tun. So werde ich über sie wachen, um aufzubauen und zu pflanzen, spricht der Herr. Gott sagt: "Ich möchte euch fruchtbar machen." Und wir hatten diesen Anklang an die Schöpfung in Versen vorher, wo Gott sagt: "Ich schaffe euch neu." Und Gott hat auch im Schöpfungsbericht gesagt: "Seid fruchtbar und mehret euch." Und hier heißt es: "Ich werde euch fruchtbar machen." Gott gibt all diese Fruchtbarkeit, dass das Vieh und die Menschen sich vermehren werden.
[5:06] Und er sagt: "Ich habe über sie gewacht beim Gericht, aber genauso werde ich über sie wachen jetzt beim Aufbau." Und er sagt: "Über sie wachen, um aufzubauen, zu pflanzen und zu pflanzen." Und das ist eine wortwörtliche Anspielung auf Kapitel 1 bereits im Buch Jeremia. Also Gott knüpft hier daran an. "In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: 'Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Kindern sind die Zähne stumpf geworden', sondern jedermann wird für seine eigene Missetat sterben. Jeder Mensch, der saure Trauben isst, dessen Zähne sollen stumpf werden." Das bedeutet, Gott sagt, die Generation, die zurückkehrt, die wird nicht mehr bestraft für die Sünden der Väter von vor 70 Jahren und 100 Jahren. Sondern er sagt: "Jeder wird für seine eigene Sünde bestraft." Aber diese Kollektivstrafe, die hört auf. Und diese Sünden fallen nicht mehr auf euch, die sind jetzt verjährt, die sind vergeben, die sind vergessen.
[6:02] Es beginnt der neue Abschnitt ab Vers 31. "Und nun bewegen wir uns ganz viel im neuen Bund. Siehe, es kommen Tage", spricht der Herr, "da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde." Also wieder Nordreich und Südreich angesprochen. Und er sagt: "Alle sollen Teilhaber dieses neuen Bundes sein." Und da spricht er natürlich auch vom geistlichen Israel, das ja heute geschaffen ist, denn das wirkliche Volk Israel, das hat ja dann aufgehört nach Jesu Tod, Jahre 34, nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, dass sie bei der Hand griff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war", spricht der Herr. Also Gott sagt: "Ich war mit euch verheiratet, ich war der Bräutigam und ihr wart die Braut. Ich war der Eheherr, aber ihr habt Hurei getrieben und ihr habt mich verlassen."
[7:00] "Deswegen habe ich euch auch lassen. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein." Und hier sind wir natürlich mitten im Herzen des neuen Bundes. Das Gesetz, das in unsere Herzen geschrieben wird, das ist der Inbegriff des neuen Bundes. Das können wir auch im Buch Hesekiel nachlesen und wieder finden wir hier Anklänge aus dem fünften Buch Mose. Dennoch dort steht es so, und eine interessante Parallele, die sich hier auftut, ist, dass nach dem Exodus aus Ägypten hat Gott mit dem Volk einen Bund geschlossen, und es war der alte Bund, war das Heiligtum, war das Opfersystem. Und das Volk wollte auch nur den alten Bund. Sie wollten das Gesetz auf den Tafeln, nicht in den Herzen. Und jetzt nach diesem Exil, nach dieser Rückkehr aus Babylon wieder ins verheißene Land, zum zweiten Mal, dass das Volk ins verheißene Land zieht, aus dem Exodus aus Babylon, nun kommt der neue Bund. Und das ist eine interessante Parallele.
[8:12] Es geht weiter: "Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keine mehr seinen Bruder lehren und sagen: 'Erkenne den Herrn', denn sie werden mich alle kennen, vom kleinsten bis zum größten unter ihnen", spricht der Herr. "Denn ich werde ihre Missetat vergeben und dann ihre Sünde nicht mehr gedenken." Also jeder im Volk Gottes wird eine lebendige Beziehung zu Gott haben. Es braucht keiner mehr einen menschlichen Mittler im neuen Bund, weil jeder hat eine enge Beziehung zu Gott. Und so hatte Gott eigentlich von vornherein die Beziehung zwischen Gott und Menschen geplant, nur kam einiges dazwischen, zum Beispiel, dass die Menschen Gott auf Distanz halten wollten.
[8:50] "So spricht der Herr, der die Sonne als Licht bei Tag gegeben hat, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zur Leuchte bei Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wellen brausen. Herrschern ist sein Name. Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht beseitigt werden können, spricht der Herr, dann soll auch der Same Israels aufhören, alle Zeit ein Volk von meinem Angesicht zu sein." Also so sicher wie die Nacht auf den Tag folgt und dieser Rhythmus besteht, so sicher ist auch Gottes Bund, also unumstößlich, denn das hört nie auf. Tag und Nacht, außer Gott beendet es. Aber das möchte er nicht tun, denn er möchte ja auch seinen Bund zu uns halten.
[9:29] "So spricht der Herr: Wenn man an den Himmel, wenn man den Himmel droben messen kann und die Grundfesten der Erde drunten zu erforschen vermag, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben", spricht der Herr. Gott sagt: "Ich möchte mein Volk Israel nie verlassen." Und es ist für Gott so unvorstellbar, dass er dieses Volk verlassen könnte und kein Volk mehr haben könnte. Also Gott sagt: "Es ist unnatürlich für mich. Ich möchte an diesem Volk kleben." Ja, so wie es heißt, dass ein Mann und seine Frau ankleben wird, so klebt auch Gott an seinem Volk und er möchte es nicht verlassen.
[10:09] "Sie es kommt Tage", spricht der Herr, "da diese Stadt dem Herrn gebaut werden soll, vom Turm Hannanel bis zum Ecktor. Also das irdische Jerusalem ist hier so ein bisschen auch eine Illustration für das Evangelium und für die geistliche Wiederherstellung. Und weiter soll die Messschnur geradeaus gehen bis zum Hügel Gareb und sich von da nach Goa wenden. Und das ganze Tal, wo man die Leichen und die Fettasche hinwirft, fand allen Feldern bis zum Bach Kidron bis zur Ecke des Osttors im Osten, soll dem Herrn heilig sein. Es soll ewiglich nicht mehr zerstört noch niedergerissen werden." Das war eine wichtige Verheißung, dass sie auch Gott Vertrauen geschenkt haben und Gott gesagt hat: "Nein, ich werde das nicht mehr kaputt machen." Gott hat auch ähnlich nach der Sintflut gesagt: "Ich werde die Erde nie mehr durch Wasser zerstören." Und genauso gibt er hier die Zusage, dass Jerusalem nicht mehr zerstört werden wird.
[11:04] Kapitel 32: "Dies ist das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging im zehnten Jahrzehnt Kias, des Königs von Juda. Dieses Jahr war das 18. Jahr Nebukadnezars." Und wir befinden uns hier im Jahr 587 vor Christus, und das ist genau ein Jahr vor der dritten und letzten Wegführung, als dann Jerusalem zerstört wurde. Also wir merken, hier ist wieder ein bisschen so ein Sprung. Damals belagerte das Heer des Königs von Babel Jerusalem, und der Prophet Jeremia aber war eingesperrt im Gefängnishof des Palastes des Königs von Juda. Gehört. Also wir lernen, Jeremia war gefangen genommen worden und war in Jerusalem im Gefängnishof im Palast. Gab es ein Gefängnis und dort saß Jeremia eingekerkert vom König Zedekia. Und was für eine interessante Begebenheit sich dort ereignet hat, das werden wir morgen lesen. Lasst uns gemeinsam lesen und beten.
[12:01] Lieber Herr Jesus, wir danken dir für deine starke Zusage, dass du uns erretten und wiederherstellen möchtest, dass du diese Erde wiederherstellst und dass ja, das irdische Jerusalem ein Typus hat im Himmel, im himmlischen Jerusalem, eines Tages unser Zuhause sein wird. Darauf freuen wir uns, und darum möchten wir dich bitten und dir danken. Amen.
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