In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Jeremia 33, Verse 4-25 ein und beleuchtet Gottes Zusagen der Wiederherstellung und Vergebung. Sie erklärt, wie Gott nicht nur Städte und Nationen wiederaufbaut, sondern auch das Leben jedes Einzelnen heilt und erneuert. Die Botschaft betont Gottes unerschütterliche Treue und die Hoffnung auf eine Zukunft voller Frieden und Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus erfüllt wird.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 33:4-33:25
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 817 und wollen uns das Kapitel 33 im Buch Jeremia anschauen. Bevor wir das tun, beten wir gemeinsam.
Lieber Vater, ich möchte dir danken für dein Wort, das uns Hoffnung gibt auf die Zukunft, dass du uns wiederherstellst. Du hast kein Gefallen daran, wenn etwas brach liegt, wenn jemand leidet. Du möchtest, dass es allen gut geht und dass alles blüht und grünt in unserem Leben, und im Geistlichen und auch im ganz Buchstäblichen. Dafür danke ich dir. Amen.
[1:08] Wir haben gestern aufgehört mit dieser wunderbaren Verheißung in Kapitel 33, Vers 3, und machen heute weiter mit Vers 4. Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, betreffs der Häuser dieser Stadt und der Paläste der Könige von Juda, die niedergerissen wurden, um gegen die Belagerungswelle und zum Schwertkampf verwendet zu werden, um die Chaldäer zu bekämpfen und die Stadt mit den Leichen der Menschen zu füllen, die ich in meinem Zorn und Grimm geschlagen habe, weil ich mein Angesicht vor dieser Stadt verborgen habe wegen all ihrer Bosheit.
[1:44] Siehe, ich verschaffe ihr Linderung, Heilung, und ich will sie heilen und ihnen eine Fülle von Frieden und Treue offenbaren. Gott sagt: Ja, das Gericht kommt, es wird furchtbar werden, aber ich schaffe Heilung und Linderung. Und ich möchte wieder Frieden schaffen und Fülle und Treue. Und ich werde das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und sie wieder bauen wie im Anfang. Gott ist ein Gott der Wiederherstellung, nicht nur im ganz buchstäblichen Sinne, in dem er Häuser baut und Städte wieder aufbaut, sondern auch in unserem Leben baut er dich und mich wieder auf. Wenn wir am Boden sind, wenn wir von Sünde zerstört sind, dann sagt er: Ich baue dich wieder auf. Ich mache dich zu einer neuen Kreatur.
[2:29] Und ich werde sie reinigen von aller ihrer Ungerechtigkeit, mit der sie gegen mich gesündigt haben. Das klingt so richtig nach 1. Johannes 1, Vers 9. Und ich werde ihnen alle ihre Missetat vergeben, mit denen sie gegen mich gesündigt und an mir gefehlt haben. Also, sie vergeben, Gott vergibt alle Sünden.
[2:47] Und Jerusalem sollen wir zum Freudenamen, zum Lob und zum Schmuck dienen bei allen Völkern der Erde, die von all dem Guten hören werden, dass ich ihnen tue. Und sie werden erschrecken und erbeben über all das Gute und über all den Frieden, den ich ihr verschaffen will.
[3:04] So spricht der Herr: An diesem Ort, von dem ihr sagt, dass er verlassen sei von Menschen und Vieh, nämlich in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems, die verwüstet sind ohne Menschen und ohne Vieh, da soll man wiederum Jubel und Freudengeschrei vernehmen, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, die Stimme derer, die sagen: Dank dem HERRN der Heerscharen, denn der Herr ist gütig und seine Gnade währt ewiglich. Das ist der Refrain, den wir im Heiligtum immer wieder gelesen haben im Buch Chronik. Das ist das Lied, das im Heiligtum gesungen wurde und auch bei der Einweihungsfeier, was dann dazu geführt hat, dass die Herrlichkeit den Tempel gefüllt hat. Und dieser Refrain, der wird wieder gesungen werden, nicht nur im Heiligtum, sondern in der ganzen Stadt und dem ganzen Land, wenn das Volk es wieder einnimmt.
[3:57] Gott sagt hier: Ich schaffe euch neu, so wie bei der Erlösung. Es wird wieder Freude geben. Es wird nicht mehr verlassen sein, sondern gefüllt von Menschen und Tieren und die Stimme derer, die Dankopfer bringen ins Haus des Herrn. Denn ich will das Geschick des Landes wenden, dass es wieder sei wie am Anfang. Spricht daher: Gott sagt nicht, ich schaffe euch neu, sondern er sagt: Ich mache euch wie am Anfang.
[4:19] Wir hatten diesen Gedanken schon mal, als wir gesehen haben, dass Gott sein Volk wieder Jungfrau nennt. Jungfrau ist nicht ein Zustand, den man hat, nachdem man ja gehurt hat, sondern es ist wieder wirklich eine Zurückversetzung, was Gott hier tut. Er tut es wieder so, wie es am Anfang war. Das ist die Verheißung.
[4:44] Ja, man kann es vielleicht vergleichen mit einer Narbe, die man hat. Gott sagt nicht: Ich mache die Narbe so, dass man sie fast nicht mehr sieht, sondern Gott sagt: Nein, ich mache so, als wenn du die Narbe gar nicht gehabt hättest.
[4:57] So spricht der HERR der Heerscharen: Es soll an diesem Ort, der von Menschen und Vieh verlassen ist, und in allen ihren Städten wieder Niederlassungen von Hirten geben, die ihre Schafe lagern werden. Und das meint natürlich buchstäblich, aber natürlich auch geistlich. In den Städten des Berglandes, in den Städten der Schefela und in den Städten des Negebs, auch im Land Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem und in den Städten Judas sollen Schafe wiederum unter den Händen dessen vorübergehen, der sie zählt. Spricht daher auch diese Wiederbesiedlung ist Teil der Wiederherstellung.
[5:31] Es kommen Tage, spricht daher: Da ich das gute Wort erfüllen werde, dass ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. Und dieses gute Wort, das sind die Verheißungen, ja, zum Wiederaufbau dieses guten, dieses gute Wort, was wir in den letzten Kapiteln immer wieder gelesen haben, das wird Gott auch erfüllen.
[5:50] In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David ein Spross der Gerechtigkeit hervorstießen lassen, und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen. Und mit diesem Namen wird man sie benennen: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.
[6:06] Diese Verse haben wir schon mal gelesen, nämlich in Jeremia 23. Und dort wird Jesus so genannt: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit. Hier aber an dieser Parallelstelle wird das Volk so genannt: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit. Das heißt, das Volk ist so eng mit Jesus verknüpft, dass es ein und denselben Namen hat. Ein und der Name steht für den Charakter. Das heißt, das Volk wird Jesus eins zu eins widerspiegeln. Das ist eine tolle Verheißung, denn das sagt vieles aus über die Wiederherstellung, die Gott am Volk getan hat, auch im geistlichen Sinne.
[6:46] Denn so spricht der HERR: Soll David nie an einem Mann fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt. Also soll immer Könige geben und immer Nachkommen. Auch den Priestern und Leviten soll es nie an jemandem fehlen, der allezeit Brandopfer da bringt und Speisopfer anzündet und Schlachtopfer zurichtet.
[7:04] Und das Wort des Herrn ging an Jeremia folgendermaßen: So spricht der HERR: Wenn ihr meinen Bund betreffs des Tages und meine Bund betreffs der Nacht aufheben könnt, so dass Tag und Nacht nicht mehr zu ihrer Zeit eintreten werden, dann wird auch mein Bund mit meinem Knecht David aufgehoben werden, so dass er keinen Sohn mehr habe, der auf seinem Thron regiere. Und mit den Leviten, den Priestern, dass sie nicht mehr meine Diener sein.
[7:28] Tag und Nacht werden nicht aufhören. Das ist sicher. Und genauso wenig wird Gottes Bund aufhören. Er wird ewig bestehen. Dieser ewige Bund, von dem wir gestern gelesen haben, wie man das Heer des Himmels nicht zählen und den Sand am Meer nicht messen kann, so will ich den Samen meines Knechtes David mehren und die Leviten, meine Diener.
[7:46] Diese Verheißung erinnert ganz, ganz stark an die Verheißung, die auch Abraham bekommen hat, Abrahams Nachkommenschaft zu mehren wie das Heer des Himmels und den Sand am Meer. Das sagt er zu den zurückgekehrten oder noch nicht mal exilierten Israeliten und gibt ihnen jetzt schon die Hoffnung: Wenn ihr zurückkommt, da werde ich es euch so machen wie Abraham, werde ich euch mehren. Und alles wird wieder gut.
[8:09] Und das Wort des Herrn ging an Jeremia folgendermaßen: Merkst du nicht, was dieses Volk behauptet, wenn es spricht: Die zwei Geschlechter, die der Herr erwählt hat, die hat er verworfen. So verlästern sie mein Volk, das in ihren Augen kein Volk mehr ist.
[8:27] Ja, traurig dieser letzte Vers für heute, denn das Volk zeigt hier ihren Unglauben, dass Gott diese Wiederherstellung nicht ja vollziehen wird. Und es ist noch ein langer Weg zu gehen. Die 70 Jahre des Exils werden nötig sein, damit ein Umdenken im Volk stattfindet. Und ja, die nächste, beziehungsweise übernächste Generation, dann wieder voll Glaube zurückkommen wird und Gott anhängen wird.
[8:55] Lass uns dafür beten, dass auch wir diesen festen Glauben haben, dass Gott die Wiederherstellung in unserem eigenen Leben vollziehen kann und die Sünde vergibt. Sie nimmt so, dass wir rein vor Gott stehen und leben können.
[9:09] Lieber Herr Jesus, wir danken dir für deine Güte, für deine Gnade, die jeden Morgen neu ist. Dass du uns wiederherstellst und eine neue Schöpfung werden lässt und dass wir rein vor dir stehen mit einem weißen Kleid und dass wir wissen dürfen, dass die Sünden vergeben und vergessen sind. Amen.
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