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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt werden die biblischen Kapitel Jeremia 34 und 35 behandelt. Zuerst wird die Strafe Gottes für den gebrochenen Bund der Israeliten thematisiert, die sich in Pest, Schwert und Hungersnot manifestiert. Anschließend wird die bemerkenswerte Treue der Rechabiter zu den Geboten ihres Vorfahren Jonadab hervorgehoben, die selbst nach 250 Jahren noch eingehalten werden. Die Predigt zieht Parallelen zum eigenen Leben und betont die Bedeutung von Prinzipientreue.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen Jeremia Kapitel 34 und 35. Das sind zwei spannende Geschichten, die wir heute durchnehmen und darüber nachdenken. Wahrscheinlich sind die ein oder anderen Aspekte für euch auch ganz neu, das hoffe ich, dass wir heute ein bisschen was davon lernen können. Bevor wir das tun, und damit wir davon lernen, lass uns gemeinsam beten.

[1:03] Lieber Vater im Himmel, danke für die Bibel, die so reichhaltig ist, dass wir immer noch was Neues lernen können. Dass wir auch ja für unser Leben ganz persönlich etwas davon mitnehmen können. Und darum bitte ich dich, dass das heute für uns der Fall ist. In deinem Namen. Amen.

[1:20] Ihr erinnert euch, wir waren gestern bei der Geschichte der Freilassung, die während der Belagerung durch die Babylonier geschehen ist, die dann wieder zurückgenommen wurde. Und da knüpfen wir noch einmal an. Darum spricht der HERR: Ihr habt mir nicht gehorcht, dass ihr eine Freilassung ausgerufen hättet, jeder für seinen Bruder und für seine Nächsten. Siehe, nun rufe ich für euch eine Freilassung aus, sprich daher für das Schwert, für die Pest und für die Hungersnot, und ich mache euch zum Entsetzen für alle Königreiche der Erde.

[1:59] Also Gott sagt, ihr habt euren Bund mit euren Knechten und Mieten nicht gehalten. Auch den Bund habt ihr natürlich mit mir gemacht und ihr habt ihn gebrochen, habt euer Wort gebrochen. Also ist die Konsequenz: Pest, Schwert und Hungersnot. Und das Unheil kommt hier aufgrund ihres Ungehorsams zustande. Und die Männer, die meinen Bund übertreten haben, indem sie die Worte des Bundes nicht ausgeführt haben, den sie vor meinen Angesicht schlossen, als sie das Kalb zerteilten und zwischen seinen beiden Hälften hindurchgingen – die Fürsten Judas und die Fürsten von Jerusalem, die Kämmerer und die Priester und das ganze Volk des Landes, so viele von ihnen zwischen den Stücken des Kalbes hindurchgegangen sind. Ich will sie in die Hand ihrer Feinde geben und in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten, so dass sie ihre Leichname den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes zur Speise dienen.

[2:54] Also eine sehr harte Strafe, die hier passiert. Ihr habt gehört, dass sie einen Bund gemacht haben, indem sie ein Kalb zerteilt haben, auf beide Seiten gelegt haben und mitten durchgegangen sind. Die erinnert euch, dass es so ein Prozedere schon mal gab in der Bibel, das beschrieben wird, nämlich bei Abraham, der mit Gott einen Bund gemacht hat. Es war ein ganz gängiges Prozedere damals, einen Bund zu schließen. Also nichts außergewöhnlich, aber ein sehr starker Bund, das so zu machen. Und umso schlimmer wiegt die Sünde, diesen Bund nicht eingehalten zu haben. Deswegen hier diese harte Strafe von Gott.

[3:31] Siehe aber, den König von Juda und seine Fürsten gebe ich in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten, und in die Hand des Heeres des Königs von Babel, das von euch abgezogen ist.

[3:46] Also hier haben wir diesen Moment, dieses Momentum, dass tatsächlich die Babylonier nicht mehr da sind und die Israeliten, die Einwohner von Jerusalem, ihre Sklaven und Mieten wieder zurückbeordert haben. Siehe, ich gebe Befehl, sprich daher und bringe sie wieder zu dieser Stadt zurück, damit sie gegen sie kämpfen und sie erobern und mit Feuer verbrennen. Und ich will die Städte Judas verwüsten, dass niemand mehr darin wohnt.

[4:08] Also Gott sagt, die ganze Landschaft wird verwüstet werden, Jerusalem wird fallen. Und ja, es nützt einfach nichts, weil sie einfach nicht Gottes Worten glauben und keine Reue eintritt bei seinem Volk.

[4:28] Die nächste spannende Geschichte startet in Kapitel 35. Das Wort, welches in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, vom HERRN an Jeremia erging, lautete folgendermaßen. Und hier machen wir wieder so einen Schritt zurück und merken wieder, es ist nicht chronologisch geschrieben, sondern wir gehen zurück in die Tage Jojakims. Geht zum Haus der Rechabiter und rede mit ihnen und führe sie ins Haus des HERRN, in eine der Kammern, und gib ihnen Wein zu trinken.

[5:00] Die Rechabiter kommen nur drei Mal in der Bibel vor: einmal Chronik, einmal Könige und einmal hier. Und wir werden gleich noch ein bisschen mehr über sie sprechen. Dann nahm ich Jasanjah, den Sohn Jeremias – das ist nicht Jeremia, der Prophet, des Sohnes Habasinias – samt seinen Brüdern und allen seinen Söhnen und dem ganzen Haus der Rechabiter. Und ich führte sie in das Haus des HERRN, zur Kammer der Söhne Hamans, des Sohnes Segaljas, des Mannes Gottes, die neben der Kammer der Fürsten, oberhalb der Kammer Segalias, des Sohnes Schaloms, des Torhüters lag.

[5:33] Also Jeremia bringt hier diese Rechabiter, diesen ganzen Haushalt der Rechabiter, in das Heiligtum, in eine der Kammern, und setzt ihnen Wein vor. Und ich setzte den Söhnen des Hauses der Rechabiter Krüge voll Wein und Becher vor und sprach zu ihnen: Trinkt den Wein. Da sprachen sie: Wir trinken keinen Wein, denn Jonadab, der Sohn Rechabs, unser Vater, hat uns geboten und gesagt: Ihr sollt keinen Wein trinken, weder ihr noch eure Kinder, ewiglich. Ihr sollt auch kein Haus bauen, keine Saat bestellen, keinen Weinberg pflanzen noch besitzen, sondern euer Leben lang in Zelten wohnen, damit ihr lange lebt in dem Land, in dem ihr als Fremdlinge wohnt.

[6:17] So nun haben wir einiges erfahren über diese Rechabiter. Sie haben ihren Urahn, Jonadab, dessen Vater Rechab war – deswegen Rechabiter – und dieser Jonadab hat ein Gebot aufgestellt, nämlich dass sie kein Wein trinken sollen. Aber nicht nur das, sondern auch kein Haus bauen, kein Weinberg, nicht mal besitzen, nicht mal anpflanzen. Und sie sollen Nomaden sein, sie sollen in Zelten leben und sie leben in dem Land Israel als Nomaden, als Fremdlinge. Ja, sie sind dort nicht heimisch sozusagen. Aber man könnte so ein bisschen aus der Bibel herauslesen, dass sie durchaus verwandt waren mit den Judäern, also sie haben im Südreich gewohnt. Man kann das auch nachlesen im zweiten Könige 10.

[7:09] So gehorchen wir nun der Stimme unseres Vaters Jonadab, des Sohnes Rechabs, in allem, was er uns befohlen hat. Und trinken keinen Wein alle unsere Tage, weder wir noch unsere Frauen, noch unsere Söhne, noch unsere Töchter. Wir brauchen auch keine Häuser, um darin zu wohnen, und besitzen weder Weinberg noch Acker noch Garten, sondern wir wohnen in Zelten und sind gehorsam und befolgen alles, was uns unser Vater Jonadab geboten hatte.

[7:34] Hatte also gesagt: Ihr seid Nomaden, ihr seid Fremdlinge, deswegen wohnt in Zelten. Werdet nicht sesshaft, weil so ein Weinberg zu besitzen und zu bepflanzen, das spricht für Sesshaftigkeit.

[7:51] Nun ist es sehr naheliegend, dass der Wein, den Jeremia diesen Rechabitern vorgesetzt hat, nicht alkoholisch war. Sondern es geht ja auch darum, dass die Kinder ihn nicht trinken sollen, denn wenn die Kinder ihn nicht trinken können, dann wäre es ja erst recht nicht alkoholisch, sondern das einfach so wie bei den Nasiräern Gott vorgeschrieben hatte: Ihr sollt nicht vom Gewächs des Weinstocks trinken.

[8:19] Und das bringt natürlich diese Komponente rein, dass sie einfach dieses Gebot gehalten haben ihres Urahn Jonadab, nicht einfach, weil er sagt, Alkohol ist ungesund, sondern weil er sagt, nein, ihr sollt einfach nicht vom Weinstock trinken, weil den Wein, den verbinden wir mit Sesshaftigkeit, wegen Weinberg und bepflanzen. Und deswegen sollte er auch gar nichts damit zu tun haben. Also ist ein Menschengebot in diesem Fall, das einfach der Jonadab gegeben hat.

[8:47] Interessant ist, wenn man sich mal ausrechnet, wann der Jonadab gelebt hat, das kriegen wir aus zweiten Könige 10 raus. Das waren ungefähr 250 Jahre vorher. Und das ist natürlich ein ganz schönes Ding, dass ein Vorfahr, ein Urahn dieser Rechabiter 250 Jahre vorher dieses Gebot gegeben hat und sie es immer noch befolgen. Das wäre ungefähr so, als wenn ihr einen Vorfahren hättet, der 1780 gelebt hätte oder noch ein bisschen früher, und der gesagt hätte: Ihr dürft dies und das nicht tun, und ihr würdet das immer noch befolgen.

[9:23] Und so sind die Rechabiter prinzipientreue Menschen. Es geht weiter. Als aber Nebukadnezar, der König von Babel, ins Land heraufzog, da sprachen wir: Kommt, lasst uns vor dem HERRN der Chaldäer und vor dem Heer der Aramäer nach Jerusalem ziehen. Und so wohnen wir jetzt in Jerusalem. Also sind geflohen. Sie haben natürlich auf dem Land gelebt in ihren Zelten und sind nach Jerusalem geflohen vor Nebukadnezar.

[9:49] Daher ging das Wort des HERRN an Jeremia folgendermaßen: So spricht der HERR, der Herrscher, der Gott Israels: Geh und sage zu den Männern Judas und zu den Einwohnern von Jerusalem: Wollt ihr euch das nicht zur Lehre nehmen, dass ihr meinen Worten gehorcht? Spricht daher die Worte Jonadabs, des Sohnes Rechabs, die er seinen Kindern geboten hat, nämlich dass sie keinen Wein trinken sollen. Die werden gehalten, denn sie trinken keinen Wein bis zu diesem Tag und gehorchen so dem Gebot ihres Vaters.

[10:19] Ich habe zu euch geredet, indem ich mich früh aufmachte und immer wieder redete, und ihr habt mir nicht gehorcht. Gott stellt diese diesen Jonadab gegenüber von seinen eigenen Aussagen und er sagt: Schaut doch mal die Rechabiter an, die so treu einfach ein Menschengebot ihres Vorfahren befolgen. Und ich rede schon so lange zu euch, und ich bin euch immer nah, und ihr gehorcht meinen Geboten nicht. Die Rechabiter befolgen ein Gebot, das 250 Jahre alt ist, das nicht mal religiös motiviert ist. Ihr befolgt meine Gebote nicht, die ich seit 800 Jahren immer und immer wieder euch nah bringe.

[11:05] Und Gott möchte hier diese Rechabiter hochheben und sagen: Diese prinzipientreuen Menschen, die sollten euch ein Vorbild sein. Und das ist natürlich für uns auch eine ganz naheliegende Parallele für unser eigenes Leben, dass wir prinzipientreue Menschen sind, auch wenn die Prinzipien vielleicht gar nicht religiös sind, trotzdem zu seinem Wort zu stehen und daran da.

[11:29] Knüpfen wir natürlich auch an diesen anders Kapitel 34 an, wo es ja auch um Prinzipientreue ging im Bund über die Freilassung des Sklaven. Also Gott ist es hier ein Anliegen in diesen beiden Kapiteln, diese Prinzipientreue hervorzuheben. Und das möchten wir uns auch gerne zu eigen machen. Lass uns beten.

[11:51] Lieber Vater im Himmel, gib uns die Kraft und auch ja, den starken Willen, dass wir zu dem stehen, was wir glauben, ob es nun etwas Religiöses ist oder eine andere Überzeugung. Du honorierst Prinzipientreue. Und wir möchten dich bitten, dass wir auch diese Charaktereigenschaft ausleben und ausstrahlen durch deine Kraft. Amen.

[11:51] [Musik]


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