In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird Jeremia 36 behandelt, wo die Worte Gottes durch Baruch vor den Fürsten und dem König Jojakim vorgelesen werden. Trotz der erschütternden Botschaft und der Warnungen verbrennt der König die Schriftrolle, was zu einer tiefgreifenden Reaktion Gottes führt. Die Predigt beleuchtet die Konsequenzen des Ungehorsams und die unaufhaltsame Kraft von Gottes Wort, das selbst im Angesicht von Zerstörung neu geschrieben und verkündet wird.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 36:13-36:32
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 821 und wir sind mitten in einer spannenden Geschichte, wo Baruch, die Worte Jeremias vor den Fürsten und dem König vorlesen wird. Und was wir dort heute entdecken werden, das wird uns ja sehr bewegen und beeindrucken, denke ich. Und lasst uns dafür beten, dass wir es richtig verstehen.
[1:01] Lieber Vater im Himmel, wir brauchen heute einen Heiligen Geist und wir möchten dich bitten, dass dein Wort uns heute ja auch ein bisschen betroffen macht, dass wir sehen, was Sünde anrichtet im Leben und wohin es führt, wenn wir dir nicht alles übergeben. Darum bitte ich dich in deinem Namen. Amen.
[1:24] Wir sind in Kapitel 36 und lesen weiter ab Vers 14. Da sandten alle Fürsten Juda den Sohn Netanjas, des Sohnes des Sohnes Kuschis, zu Baruch und ließen ihm sagen: Nimm die Rolle, aus der du vor den Ohren des Volkes gelesen hast, zur Hand und komm.
[1:45] Da nahm Baruch, der Sohn Netanjas, die Rolle in seine Hand und kam zu ihnen, also zu den Fürsten. Und sie sprachen zu ihm: Setze dich doch und lies sie vor unseren Ohren. So lass Baruch vor ihren Ohren.
[1:59] Und es geschah, als sie alle Worte gehört hatten, da sahen sie einander erschrocken an und sprachen: Baruch, wir müssen dem König alle diese Worte berichten. Nun, was haben sie gelesen? Sie haben all die Warnungsbotschaften gelesen, die Jeremia durch Gott erhalten hat, dass die Babylonier kommen werden, dass Jerusalem eingenommen werden wird. Und es hat sie erschrocken gemacht, das hat sie getroffen, so wie einige Jahrzehnte zuvor Josia getroffen wurde, als er das Buch Fünf Mose gelesen hat oder scharf an es ihm vorgelesen hat und Segen und Fluch nebeneinander standen und er sich entscheiden musste. Und das hier ist auch eine Entscheidungsbotschaft.
[2:41] Und sie möchten, dass der König davon erfährt, weil sie können es natürlich nicht, natürlich nicht alleine entscheiden. Und sie möchten, dass der König das hört. Und sie fragten Baruch und sprach: Sage uns doch, wie hast du all diese Worte aus seinem Mund aufgeschrieben?
[3:00] Da antwortete ihnen Baruch: Er sagte, mir alle diese Worte mündlich vor, und ich schrieb sie mit Tinte in das Buch.
[3:07] Sprachen die Fürsten zu Baruch: Geh hin und verbirg dich mit Jeremia, damit niemand weiß, wo ihr seid. Also, die wissen ganz genau, der König wird wahrscheinlich nicht positiv darauf reagieren. Deswegen nehmen sie Jeremia und Baruch und Schutz und raten ihnen, sich zu verbergen.
[3:23] Und das tun sie auch. Und sie gingen in den Hof zum König, nachdem sie die Rolle in der Kammer Elischa Mars, des Schreibers, niedergelegt hatten. Und berichteten alle die Worte vor den Ohren des Königs.
[3:36] Da sandte der König den Jehudij, um die Rolle abzuholen. Und er brachte sie aus der Kammer Elischa Mars, des Schreibers. Und Jehudij las sie vor den Ohren des Königs und vor den Ohren aller Fürsten, die beim König standen. Also eine ganz große Runde, die das jetzt hört.
[3:53] Der König aber saß im Winterhaus, denn es waren neunten Monat und der Kohlen-Topf brannte vor ihm. Also, wir sind immer noch in diesem neunten Monat, so wie auch in Vers 9 beschrieben, wo alle fasten zusammengekommen sind.
[4:06] Und es geschah so, oft Jehudij drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er sie mit dem Schermesser, mit dem Schreibermesser heraus und warf sie in das Feuer, das im Kohlen-Topf war, bis die ganze Rolle im Feuer des Kohlen-Topfes verbrannt war.
[4:27] Das muss eine unglaubliche Atmosphäre gewesen sein. Die Fürsten, die ergriffen und erschrocken waren von der Botschaft Jeremias und unbedingt möchten, dass der König sie hört. Und der König hat nichts anderes zu tun, als diese Warnungsbotschaft zu zerschneiden und zu verbrennen. Und alle stehen daneben, keiner protestiert, keiner erhebt die Stimme und sagt: Das kannst du nicht machen.
[4:55] Und das ist hier ja wie so eine Illustration für die Sünde gegen den Heiligen Geist. Und es war niemand da, der darüber erschrak oder sein Gewand zerriss, weder der König noch alle seine Diener, obwohl sie alle diese Worte gehört hatten. Und das ist schon eine ziemlich irre Sache, dass niemand sich ein Herz gefasst hat und dem König widersprach.
[5:16] Doch baten erinnert haben, Delaja und Gamaria den König, die Rolle nicht zu verbrennen. Aber er hörte nicht auf sie. Wir haben gelesen, dass dieser erinnert haben, der Sohn Abas war, und Gamaria, der Sohn Schafans. Und das waren zwei Männer, deren Väter damals bei Josia ganz ja im engen Rat waren und dieses Fünfte Buch Mose gehört und umgesetzt haben. Und diese Familien haben das Wort Gottes geschätzt.
[5:51] Und es war für sie ja ein Grauen, das mit anzusehen, wie das Wort zerschnitten und verbrannt wird. Und der König befahl dem Königssohn Hierachmill, Seraja, dem Sohn Asriels, und Helenia und dem Sohn Abda den Schreiber Baruch und die Propheten Jeremia festzunehmen. Aber der Herr hielt sie verborgen.
[6:12] Nachdem nun der König die Rolle mit den Worten, die Baruch nach dem Diktat Jeremias niedergeschrieben hatte, verbrannt hatte, erging das Wort des Herrn an Jeremia folgendermaßen:
[6:24] Nimm dir noch eine andere Rolle und schreibe darauf alle früheren Worte, die du auf der ersten Rolle geschrieben standen, die Jojakim, der König von Juda, verbrannt hat. Also Jeremia sitzt da im Versteck und Gott sagt ihm, was passiert es mit dieser Rolle und sagt: Mach das gleiche noch mal.
[6:41] Und über Jojakim, den König von Juda, sage so: Spricht der Herr, du hast diese Rolle verbrannt, indem du sprachst: Warum hast du hineingeschrieben, dass der König von Babel gewiss kommen und dieses Land verwüsten und Menschen und Vieh daraus vertilgen?
[6:58] Also Jeremia wurde aufgrund dieser Botschaft Gottes verfolgt. Darum so spricht der Herr von Jojakim, dem König von Juda: Er soll keinen Nachkommen haben, der auf dem Thron David sitzt. Sein Leichnam soll hinausgeworfen werden, so dass sie ihn beide Tag die Hitze und bei Nacht der Frost trifft. Und ich will seine Bosheit und die seiner Nachkommen und seiner Knechte an ihnen heimsuchen. Und ich werde über sie, über die Bewohner von Jerusalem und über die Männer von Juda, alles Unheil bringen, das ich ihnen angedroht habe und von dem sie nichts hören wollten.
[7:37] Gott hat das wahr gemacht, dass Jojakim keine Nachkommen auf dem Thron hatte. Es regierte zwar ganz kurz für drei Monate sein Sohn Jojachin, der wird dann aber auch umgebracht. Und der Bruder von Jojakim, nämlich Zedekia, regiert dann. Und das zeigt uns noch mal diesen Kontrast auch zu den Rechabiter, dass Gott die Rechabiter gesegnet hat mit ja immer einem Mann, der ihnen vorsteht und dass ihre Sippe nicht ausstirbt. Aber Jojakim war so ungehorsam und wollte die Worte Gottes nicht hören und ihn strafte damit, dass seine Linie ausstirbt. Das ist eine schlimme Strafe für die Juden gewesen.
[8:19] Und da nahm Jeremia eine andere Rolle und gab sie dem Schreiber Baruch, dem Sohn Nerias, unterschrieb Jeremia ihm vor, sagte alle Worte hinein, die in dem Buch gestanden hatten, dass Jojakim, der König von Juda, Feuer verbrannt hatte. Und es wurden noch viele andere Worte gleichen Inhalts hinzugefügt.
[8:35] Und da sehen wir so schön Gottes Wirken. Also nicht nur, dass Jeremia eins zu eins noch mal aufschreibt, was er in der ersten Rolle geschrieben hatte. Er schreibt noch mehr rein. Und das ist, was wir auch in der Geschichte sehen können, da wo Gottes Volk und Gottes Wort bekämpft wird und Menschen umgebracht werden wegen ihrem Glauben, da sprießen noch mehr von ihnen aus dem Boden. Im Mittelalter war das der Fall auch bei dem Weil, denn dann war das so.
[9:03] Und wenn man das Wort Gottes und die Gläubigen bekämpft, dann antwortet Gott mit ja, mit Überfluss und segne das umso mehr. Und das ist eine tolle Lehre und eine wichtige Sache, wo wir Gott dann auch vertrauen können, dass er sich um sein Wort und um seine Gläubigen kümmert.
[9:23] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir ja diese Quintessenz heute davon lernen konnten, dass du dein Wort ja nicht leer zurückkehren lässt, sondern da, wo du es ausgesandt hast, da wird es auch etwas ausrichten. Und auch wenn es den König nicht so Umkehr bewegt hat, so wird es doch zur Erfüllung kommen oder ist zu Erfüllung gekommen. Und es gab Gläubige damals in Jerusalem, in Juda, und die hast du auch bewahrt. Bei dir geht kein Körnchen durch Sieb, das wirklich wahrhaft an dich glaubt, und das ist unser großer Trost. Amen.
[10:02] Amen. [Musik]
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