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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Jeremia Kapitel 37 und 38 ein. Sie beleuchtet die schwierige Situation Jerusalems unter König Zedekia und die Rolle des Propheten Jeremia, der trotz Widerstand und Verfolgung Gottes Botschaft verkündet. Die Predigt zeigt, wie Gott seine treuen Diener auch in den dunkelsten Zeiten beschützt und begleitet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 822 und werden das Kapitel 37 lesen. Und was für eine spannende Geschichte dort auf uns wartet, das werden wir gleich sehen, nachdem wir gebetet haben.

[0:46] Lieber Jesus, wir möchten dich um Verständnis bitten, um deinen Heiligen Geist, damit wir dein Wort richtig einordnen, richtig verstehen und das uns ganz praktisch für unseren Alltag etwas bedeutet und uns hilft, dir näher zu kommen und ja, dein Wort zu erforschen. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.

[1:09] Wir waren ja gestern in dem Kapitel, in dem die Buchrolle verbrannt wurde, die Jeremia geschrieben hat. Und wir machen hier einen kleinen zeitlichen Sprung zum Kapitel 37, denn wir sind jetzt schon in der Zeit Zedekias. Und wir haben schon öfter gesagt, dass das Buch Jeremia nicht chronologisch geschrieben ist, sondern eher thematisch. Und das merken wir auch hier wieder.

[1:34] Und es liegt hier hatte so ein Josias regierte als König anstelle Jojachins, des Sohnes Jojakims, denn Nebukadnezar, der König von Babel, hatte ihn zum König über das Land Juda gemacht. Also Zedekia wurde von Nebukadnezar eingesetzt, nachdem Jojachin gestorben war. Aber weder er, also Zedekia, noch seine Knechte, noch das Volk des Landes hörten auf die Worte des Herrn, die er durch den Propheten Jeremia geredet hätte. Also Zedekia war auch nicht empfänglich für die Prophetie.

[2:05] Und der König Zedekia sandte Jehukal, den Sohn Schelemjas, und den Priester Zephanja zu dem Propheten Jeremia und ließ ihm sagen: "Bete doch für uns zum Herrn, unserem Gott."

[2:17] Und das ist interessant. Zedekia möchte einerseits von der Prophetie nichts wissen, in dem Sinne, dass er sie nicht umsetzen möchte, weil es ihm schaudert, was Jeremia da alles prophezeit. Aber er möchte eigentlich doch insgeheim wissen, was Gott wirklich denkt und was Gott sagt und möchte eigentlich Gnade und Erbarmen haben von Gott. Deswegen schickt er seine Männer, damit sie ihn bitten.

[2:42] Damals ging Jeremia noch ein und aus unter dem Volk, denn sie hatten ihn noch nicht ins Gefängnis gesetzt. Das wird noch kommen. Und bisher war der Pharao aus Ägypten aufgebrochen. Als das die Chaldäer erfuhren, die Jerusalem belagerten, zogen sie von Jerusalem ab. Wir haben schon vor ein paar Tagen darüber gesprochen, dass die Babylonier Juda und Jerusalem belagert haben und die Ägypter kamen, aber ihnen zu Hilfe den Judäern. Und dann zogen die Babylonier wieder ab.

[3:15] Und die Judäer haben sich in Sicherheit gewogen, in falsche Sicherheit. Da ging das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia folgendermaßen: "So spricht der HERR, der Gott Israels: So sollt ihr dem König von Juda antworten, der euch zu mir gesandt hat, um mich zu befragen: Siehe, das Heer des Pharao, das heraufgezogen ist, um euch zu helfen, wird wieder in sein Land nach Ägypten zurückkehren. Die Chaldäer aber werden wiederkommen und gegen diese Stadt kämpfen, sie einnehmen und mit Feuer verbrennen."

[3:48] So spricht der HERR: "Hütet euch, dass ihr euch nicht selbst betrügt, indem ihr denkt, die Chaldäer ziehen jetzt gewiss von uns ab. Nein, sie werden nicht abziehen. Denn wenn ihr auch das ganze Heer, da könnt ihr ja die euch belagern, schlagen würdet und es würden von ihnen nur etliche Verwundete übrig bleiben, würden sie dennoch aufstehen, jeder an seinem Zelt, und diese Stadt mit Feuer verbrennen."

[4:11] Und das ist eine wahnsinnige Aussage, die hier getroffen wird. Gott sagt: Selbst wenn die Chaldäer alle verwundet sind, werden sie euch trotzdem besiegen, weil Gott das so geplant hat und vorausgesagt hat. Und weil ihr die Sünde nicht aufgeben wollt. Also die Vernichtung durch die Chaldäer ist beschlossene Sache. Und Jeremia hat es wieder und wieder und wieder gepredigt, und das Volk hat nicht gehört und der König auch nicht.

[4:37] Und es geschah, als das Heer der Chaldäer vor dem Heer des Pharao von Jerusalem abgezogen war, da verließ Jeremia Jerusalem, um ins Land Benjamin zu gehen und dort unter dem Volk seinen Besitzanteil in Empfang zu nehmen. Dieser Vers ist sehr umstritten, wie er richtig verstanden werden sollte. Und wenn man im Englischen guckt, dann steht da "to separate himself", also hat sich abgesondert, sagt die King James Bibel. Und man es legt so ein bisschen nahe, dass er sich aufs Altenteil setzen wollte, weil er gedacht hat: Ja, jetzt habe ich genug diese Botschaft gebracht der Zerstörung.

[5:20] Und wir haben ja vor ein paar Kapiteln gelesen, vor ein paar Tagen, dass es diesen Bund der Freilassung gab und Jeremia wahrscheinlich in diesem Zuge auch freigelassen wurde und den Moment genutzt hat, um ja ins Land Benjamin, in seine Heimat zu gehen, um sich dort niederzulassen.

[5:39] Als er aber zum Tor Benjamin kam, war dort ein Befehlshaber der Wache namens Iria, ein Sohn Schelemjas, des Sohnes.

[5:45] Der ergriff den Propheten Jeremia und sprach: "Du willst zu den Chaldäern überlaufen!"

[5:53] Und wir müssen kurz klären, wer dieser Iria war. Wir hatten vom Propheten Hananias gelesen im Kapitel 28, und das war ein falscher Prophet, der das mit dem Joch erzählt hatte und der sich mit Jeremia ja einen Disput geleistet hat, dem Jeremia dann ausgewichen ist. Und dieser Enkel Hananias, nämlich dieser Iria, der steht im Tor und stoppt den Jeremia und wirft ihm vor, er wolle zu den Chaldäern überlaufen. Und das war ja ein Vergehen damals, zum Feind überzulaufen.

[6:30] Das sprach Jeremia: "Das ist eine Lüge! Ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen." Aber Iria wollte ihm nicht glauben, sondern nahm ihn wieder fest und führte ihn vor die Fürsten. Und die Fürsten wurden zornig über Jeremia und schlugen ihn und setzten ihn ins Gefängnis im Haus des Schreibers Jonathan, denn dieses hatte man zum Kerker gemacht.

[6:51] Also aufgrund dieser falschen Anschuldigung gerät Jeremia nun ins Gefängnis im Haus des Jonathan. So kam Jeremia ins Gefängnis und unter die Gewölbe. Und Jeremia blieb dort lange Zeit. Also hat dort nicht nur ein paar Tage gesessen, sondern war dort eine ganze Menge von Zeit ja inhaftiert.

[7:10] Aber der König Zedekia sandte nach ihm und ließ ihn holen. Und der König fragte ihn heimlich in seinem Haus und sprach: "Hast du ein Wort vom Herrn?" Und hier haben wir wieder diesen König Zedekia, der sehr feige ist und heimlich zu ihm kommt und ja, eigentlich wissen will, was hat denn der Herr jetzt weiter prophezeit, wie wird es weitergehen?

[7:33] Jeremia antwortete: "Ja, und sprach: Du wirst in die Hand des Königs von Babel gegeben werden." Und das war keine schmeichelhafte Prophezeiung für Zedekia.

[7:43] Auch sprach Jeremia zum König Zedekia: "Was habe ich gegen dich, gegen deine Diener und gegen dieses Volk gesündigt, dass sie mich ins Gefängnis gesetzt habt? Wo sind eure Propheten, die euch geweissagt und gesagt haben, der König von Babel wird nicht über euch und über dieses Land kommen?" Und nun höre ich doch, mein Herr und König, lass doch meine Bitte etwas vor dir gelten und schicke mich nicht wieder in das Haus Jonathans, des Schreibers, zurück, damit ich nicht dort sterbe."

[8:10] Man kann davon ausgehen, dass die Umstände in diesen Kerker wahrscheinlich nicht sehr schön gewesen sind, weswegen Jeremia sich wünscht, dort auf keinen Fall zurückzukehren.

[8:21] Da gab der König Zedekia Befehl und man versetzte Jeremia an den Gefängnishof und gab ihm täglich eine Leibbrot aus der Bäckerstraße, bis alles Brot in der Stadt aufgegessen war. So blieb Jeremia im Gefängnishof, ist nun also im Palast eingekehrt, im Jahr Gefängnishof im Königspalast anstatt im Haus des Jonathan.

[8:45] Schiff hat ja, und das ist Vers 1 von Kapitel 38. Schiff hat ja, aber der Sohn Mattans und Gedalja, der Sohn Paschurs und Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschur, der Sohn Malkias, hörten die Worte, die Jeremia zum ganzen Volk redete, in dem er sprach:

[9:02] "So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibt, der muss sterben durch Schwert und Hungersnot oder Pest. Wer aber zu den Chaldäern hinausgeht, der soll am Leben bleiben. Er will seine Seele als Beute davontragen und leben."

[9:19] Jeremia hat verneint, dass er überlaufen wollte zu den Chaldäern, aber er sagt: "Jetzt, wer von euch überläuft, überläuft, überlaufen wird zu den Chaldäern, der wird seine Haut retten."

[9:33] Und das hören hier einige im Volk. Und wir werden sehen, wie sie morgen darauf reagieren, diese Fürsten, die hier genannt wurden. Und wir können vom heutigen Abschnitt lernen, ja, dass das Predigen von Gottes Wort in schwierigen Zeiten uns auch in Schwierigkeiten bringen kann. Aber Gott hat Jeremia immer behütet, ihm beschützt und ihn bewahrt hat. Ihm auch immer wieder Menschen geschickt, die ihm ja, die ihm wohlgesinnt waren, die ihm Gutes gegönnt haben und ihn auch behütet und bewahrt haben vor Schlimmerem. Und dafür können wir dankbar sein, dass Gott das tut und uns das zusagt.

[10:14] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, du hältst deine Hände über alle, die dir nachfolgen, alle, die dir anhängen, dein Wort glauben und dir treu sind. Und das bitten wir auch für uns ganz persönlich, für alle, die heute auch zuhören, dass du das an ihnen wahr machst, dass du jeden bewahrst, der an dich glaubt, auch wenn wir manchmal Schwierigkeiten kommen, dass wir trotzdem wissen dürfen, du verlässt uns nicht. Amen.


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