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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht es um Jeremia Kapitel 38, wo der Prophet Jeremia trotz widriger Umstände und Verfolgung Gottes Botschaft verkündet. Wir sehen, wie König Zedkia zwischen dem Druck seiner Fürsten und dem göttlichen Rat hin- und hergerissen ist. Die Geschichte beleuchtet die Feigheit und das mangelnde Vertrauen, die dazu führen können, dass man Gottes Willen missachtet und katastrophale Folgen für sich und sein Volk in Kauf nimmt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Jeremia Kapitel 38, Verse 2 bis 23.

[0:38] Wir sind im Kapitel 38 und werden sehen, wie Jeremia, der im Gefängnishof feststeckt, wieder frei kommt. Und bevor wir diese spannende Geschichte lesen, werden wir gemeinsam beten.

[0:51] Lieber Vater im Himmel, du, dir ist kein Riegel zu fest und kein Schloss zu stark. Du kannst jeden befreien, den du befreien möchtest. Das sehen wir in der Bibel an verschiedenen Stellen, in verschiedenen Geschichten, und auch heute werden wir das sehen. Herr, lass uns daraus lernen und dir dadurch noch mehr vertrauen. Amen.

[1:14] Wir haben gestern gesehen, dass Schifjat, Gedalja, Juchal und Paschur die Worte Jeremias gehört haben, die er zu dem Volk geredet hat, nämlich dass er das Volk aufgerufen hat, überzulaufen zu den Kaldäern. Und hier heißt es weiter ab Vers 3: "So spricht der HERR: Diese Stadt wird ganz gewiss in die Hand des Heeres des Königs von Babel gegeben werden, und er wird sie einnehmen."

[1:40] Da sprachen die Fürsten zum König: "Dieser Mann, Jeremia, muss endlich getötet werden, denn damit macht er nur die Hände der Kriegsleute schwach, die in dieser Stadt noch übrig geblieben sind, und auch die Hände des ganzen Volkes, weil er solche Worte an sie richtet. Denn dieser Mensch sucht nicht das Wohl, sondern das Unglück dieses Volkes."

[2:03] Also hier, das ist die Anklage an Jeremia, dass er die Armee und das Volk moralisch zersetzt. Denn in so einer Belagerungssituation kann man das gar nicht gebrauchen, dass jemand auch noch das Unheil beschwört. Aber in diesem Fall war es nun mal die Wahrheit, aber sie wollten sie nicht hören.

[2:23] Da antwortete der König Zedkia: "Siehe, er ist in eurer Hand, denn der König vermag nichts gegen euch." Und das ist eine starke Aussage, denn der König zeigt hier, dass er eine Marionette seiner Fürsten ist. Er hat kein Rückgrat. Zedkia ist unglaublich feige und es erinnert ein bisschen an Pilatus, der Jesus dem Volk übergibt. So verhält sich ja auch Zedkia.

[2:51] Und Jeremia hat ihm so viel auch im Geheimen gesagt und hat den König nicht verraten. Aber Zedkia verrät hier den Namen. Sie nahmen sie, Jeremia, und warfen ihn in die Zisterne des Königssohnes Malkija, die sich im Gefängnishof befand. Und sie ließen ihn dann strickend hinunter in der Zisterne.

[3:08] Es war aber kein Wasser, sondern nur Schlamm, und Jeremia sank in den Schlamm. Als aber Ebed-Melech, der Kuschit, ein Kämmerer im Palast des Königs, hörte, dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte, der König saß gerade im Tor Benjamin, da verließ Ebed-Melech den königlichen Palast und redete mit dem König und sprach: "Mein Herr und König, jene Männer haben Unrecht getan in allem, was sie dem Propheten Jeremia zugefügt haben, indem sie ihn in die Zisterne geworfen haben. Er muss ja dort unten an Hunger sterben, denn es ist kein Brot mehr in der Stadt."

[3:46] Da kommt also so ein Kämmerer, ein Mitarbeiter im Palast des Königs, zum König Zedkia und sagt: "Das, was ihr da gemacht habt, geht gar nicht. Das war Unrecht. Und er muss ja dort sterben. Was, was ist das? Ihr könnt doch nicht den Propheten in die Zisterne stecken ohne Essen."

[4:06] Da befahl der König dem Kuschiten Ebed-Melech: "Nimm 30 Männer von hier mit dir und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne, bevor er stirbt." Und wieder sehen wir, dass Zedkia hier ein Spielball der Menschen ist, die um ihn herum sind.

[4:20] Da nahm Ebed-Melech die Männer mit sich und ging zum Palast und nahm aus dem Raum unter der Schatzkammer alte Lumpen und abgetragene Kleider und ließ sie an Stricken zu Jeremia in die Zisterne runter. Und Ebed-Melech, der Kuschit, sprach zu Jeremia: "Lege doch die alten Lumpen und zerrissenen Kleider zwischen deine Achselhöhlen und die Stricke." Und Jeremia machte es so.

[4:42] Da zogen sie Jeremia an den Stricken hoch und holten die nasse Zisterne heraus, und Jeremia blieb im Gefängnishof. Also nicht nur, dass Ebed-Melech, der Kuschit, hier den Jeremia herausholt, sondern er sorgt sich auch noch darum, wie herausgeholt wird, nämlich, dass er nicht verletzt an den Stricken, die ja sonst ins Fleisch schneiden könnten. Und so schickt er ihm Lumpen runter, damit er sanft und wohlbehalten hochgezogen werden kann.

[5:10] Das ist ein ganz besonderer Mann gewesen, der das hier gemacht hat. Der König Zedkia aber sandte hin und ließ den Propheten Jeremia zu sich holen an den dritten Eingang, der im Haus des Herrn war. Und der König sprach zu Jeremia: "Ich will dich etwas fragen, verschweige mir nichts."

[5:31] Da antwortet Jeremia dem Zedkia: "Wenn ich dir etwas sage, wirst du mich nicht gewisslich töten? Wenn ich dir aber einen Rat gebe, so wirst du nicht auf mich hören." Also das ist hier die Bredouille, in der Jeremia steckt. Wenn er Zedkia die Wahrheit sagt, riskiert er sein Leben. Und ja, wenn er ihm das sagt, dann wird er auch nicht auf ihn hören.

[5:55] Zedkia will den Rat Gottes, aber er ist eigentlich zu schwach, sich zu entscheiden, Gottes Rat zu befolgen und umzusetzen. Und hier zeigt sich auch, dass Zedkia kein Vertrauen zu Gott hat und keine lebendige Beziehung zu ihm. Und er hat auch Angst vor Menschen. Das zeigt sich ja immer wieder auch dadurch, dass er denen gehorcht, die ...

[6:13] ... seine Fürsten, die ... kommentieren seine Fürsten das vor der König Zedkia in Jeremia insgeheim und sprach: "So wahr der HERR lebt, der uns die Seele, diese Seele, erschaffen hat: Ich werde dich nicht töten, noch dich in die Hand der Männer geben, die nach deinem Leben trachten." Das sprach Jeremia zu Zedkia.

[6:31] "So spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn du freiwillig zu den Fürsten des Königs von Babel hinausgehst, so sollst du am Leben bleiben. Dann soll auch diese Stadt nicht mit Feuer verbrannt werden, und du sollst samt deinem Haus am Leben bleiben. Wenn du aber nicht zu den Fürsten des Königs von Babel hinausgehst, so wird diese Stadt in die Hand der Kaldäer gegeben werden, und sie werden sie mit Feuer verbrennen, und du wirst ihren Händen nicht entkommen."

[7:02] Also Jeremia setzt dem Zedkia hier zum letzten Mal die Wahl vor: Entweder du ergibst dich und gehst raus und läufst über, oder du wirst umkommen samt allem, was hier in der Stadt ist. Das ist der letzte Aufruf an Jeremia.

[7:15] Da antwortete der König Zedkia: "Ich fürchte die Juden, die zu den Kaldäern übergelaufen sind. Man könnte mich ihnen ausliefern, dass sie mich misshandeln." Und hier zeigt sich wieder, dass Zedkia feige ist. Er hat Angst vor den Juden, die bereits übergelaufen sind zu den Kaldäern, dass sie ihn ...

[7:35] ... lynchen. Jeremia antwortete: "Man wird dich ihnen nicht ausliefern. Höre doch auf die Stimme des HERRN in dem, was ich dir gesagt, so wird es dir Wohlergehen gehen und du wirst am Leben bleiben."

[7:45] Also Jeremia, man kann sich das richtig vorstellen, wie Jeremia hier weinend vor dem König steht und ihn anfleht, sich zu ergeben, damit Jerusalem nicht zerstört wird. Diese schöne Stadt, diese Stadt voller Reichtümer und ja, besondere Gebäude und voller Menschen. Und Zedkia kann sich hier nicht durchringen.

[8:08] "Weigerst du dich aber hinauszugehen, so hat mich der HERR dieses Wort sehen lassen: Siehe, alle Frauen, die noch im Palast des Königs von Juda übrig geblieben sind, werden zu den Fürsten des Königs von Babel hinausgeführt werden, und dabei werden sie jammern: Deine guten Freunde haben dich verführt und überwältigt. Als deine Füße im Schlamm versanken, machten sie sich davon."

[8:34] Eigentlich, ja, versinkt Zedkia hier im Schlamm. Das ist ein schöner Kontrast, und dieses Bild malt Jeremia hier bestimmt ganz bewusst, und dem man das Aufschreiben lässt. Denn Jeremia ist im Schlamm versunken in der Zisterne. Hätte ihn nicht Ebed-Melech, der Kuschit, herausgeholt. Aber hier versinkt Zedkia im übertragenen Sinne im Schlamm, weil er auf Gott nicht hört.

[8:57] Dann müssen alle deine Frauen und alle deine Kinder zu den Kaldäern hinausgehen, und auch du wirst ihren Händen nicht entkommen, sondern von der Hand des Königs von Babel erfasst werden. Und diese Stadt wirst du mit Feuer verbrennen.

[9:11] Und hier sagt Jeremia, bzw. Gott, zu Zedkia: "Du bist dafür verantwortlich. Wenn die Babylonier Jerusalem verbrennen werden, wird es eigentlich so sein, dass du diese Stadt mit Feuer verbrennst, weil du hättest es abwenden können."

[9:28] Ja, Gott hat manchmal in unserem Leben Entscheidungsbotschaften für uns und möchte, dass wir uns entscheiden für das Gute, natürlich. Und Zedkia stand vor einer so großen Entscheidung. Er hätte die Geschichte ändern können, den ganzen Geschichtsverlauf ändern können. Das Volk wäre vielleicht nicht in die Verbannung gegangen. Jerusalem wäre nicht zerstört worden, und es wäre alles anders verlaufen. Aber weil dieser eine Mann feige war und kein Rückgrat hatte und Gott nicht vertraut hat, ist es anders gekommen.

[9:58] Und auch in deinem Leben kannst du entscheiden, wie deine eigene Geschichte weitergeht. Mögen wir alle auf Gottes Wort und auf den Heiligen Geist hören. Lass uns beten.

[10:10] Lieber Vater im Himmel, lass uns die Stimme des Heiligen Geistes in unserem Herzen hören, damit wir gehorchen und uns dir nicht entgegensetzen, so wie Zedkia getan hat, sondern ja, deinen Willen tun. Denn darin liegt unser Wohl und unser Glück. In deinem Namen. Amen.

[10:26] [Musik]


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