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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt werden die Ereignisse aus Jeremia 38:24-39:14 beleuchtet, die die Eroberung Jerusalems und das Schicksal des Propheten Jeremia beschreiben. Es wird gezeigt, wie sich biblische Prophezeiungen erfüllen und wie Gott seine treuen Diener auch in schwierigsten Zeiten beschützt. Die Botschaft ermutigt dazu, auf Gottes Schutz zu vertrauen und seine Verheißungen für das eigene Leben in Anspruch zu nehmen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Jeremia 38, Vers 24 und werden weiter studieren Kapitel 38, wie es mit Zedekia weitergeht. Und wir werden heute die Erfüllung all dessen lesen, was wir im Buch Jeremia bisher gelesen haben. Es wird also ein ganz entscheidender Tag heute und eine ganz entscheidende Seite. Und damit wir gut gewappnet sind, alles zu verstehen, lass uns beten.

[1:00] Lieber Jesus, wir bitten um deinen Heiligen Geist, dass wir dein Wort verstehen, dass wir ja ganz persönlich berührt werden, weil wir sehen können, dass die Prophezeiung eintrifft. Du gibst die Prophezeiung, damit wir wissen, was kommt, aber auch, damit wir umkehren und uns zu dir wenden. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:24] Wir beginnen in Vers 24. Da sprach Seraja zu Jeremia: Niemand darf etwas von diesen Worten erfahren, sonst musst du sterben. Also, Zedekia hat hier ein geheimes Gespräch gehabt und er wollte nicht, dass jemand weiß und wusste, dass sie heimlich Jeremia befragt hat, was der Herr sagt. Sollten aber die Fürsten erfahren, dass ich mit dir geredet habe und um und zu dir kommen und dir sagen: Berichte uns doch, was du mit dem König geredet hast, verschweige uns nichts. So wollen wir dich töten und was hat der König zu dir gesagt? So antworte ihnen: Ich habe den König angefleht, mich nicht wieder in das Haus Jonathans bringen zu lassen, damit ich nicht dort sterbe.

[2:11] Also, sie haben hier ein Agreement, eine Übereinstimmung getroffen, dass Jeremia zu den Fürsten, wenn sie ihn fragen – und es werden sie tun – dass er dann sagt: Wir haben darüber gesprochen, dass ich nicht mehr im Kerker im Haus Jonathan möchte. Und wir werden sehen, dass Jeremia das tut. Als nur die Fürsten zu Jeremia kamen und ihn fragten, gab er ihnen mit den Worten Bescheid, die der König ihm befohlen hatte. Da ließen sie ihn in Ruhe, denn die Sache war nicht weiter bekannt geworden. Jeremia aber blieb im Gefängnishof bis zu dem Tag, an dem Jerusalem eingenommen wurde.

[2:46] Also, interessante Informationen, dass Jeremia hier bis zur dritten Wegführung, bis zur Belagerung, bis zu einer Eroberung Jerusalems im Gefängnis blieb.

[2:54] Kapitel 39. Und es geschah, dass Jerusalem eingenommen wurde im neunten Jahr Zedekias, des Königs von Juda, im zehnten Monat. Das war Winter. Nebukadnezar, der König von Babel, mit seinem ganzen Heer, kam nach Jerusalem und hatte die Belagerungen begonnen. Und im elften Jahr Zedekias, am 9. Tag des vierten Monats, brach man in die Stadt ein.

[3:20] Also, wir lernen hier, die Belagerung hat etwa eineinhalb Jahre gedauert. Und wir wissen, dass in dieser Zeit der Belagerung grausame Dinge in Jerusalem vor sich gegangen sind. Man hat gehungert, Brot gab es nicht mehr, wie wir gelesen haben gestern. Und es kam so weit, dass manche Mütter ihre Kinder gegessen haben vor lauter Hunger.

[3:41] Anstatt zu den Chaldäern hinauszugehen, überzulaufen, haben sie so etwas getan. Da zogen alle Fürsten des Königs von Babel ein und besetzten das mittlere Tor, nämlich Nergal-Sareser, der Fürst Nergal-Sareser, der Oberkämmerer, Nergal-Sareser, der Obermagier, samt allen übrigen Fürsten des Königs von Babel.

[4:02] Und es geschah, als Zedekia, der König von Juda, und alle Kriegsleute sie sahen, da flohen sie und verließen die Stadt bei Nacht auf dem Weg zum königlichen Garten durch das Tor zwischen den beiden Mauern und sie wandten sich der Jordanebene zu.

[4:16] Also, in dem Moment, als die Babylonier in die Stadt einbrechen und stürmen, fliehen das Volk und der König hinten aus Jerusalem raus Richtung Jordan.

[4:32] Und alles, was wir jetzt gelesen hier in Kapitel 39, ist die genaue Erfüllung von den ganzen Prophezeiungen, die wir vorher mehr gelesen haben. Bisher aber, dass der Herr, der Chaldäer jagte ihnen nach und holte Zedekia in der Ebene von Jericho ein. Und sie ergriffen ihn und führten ihn zu Nebu-Sareser, zu dem König von Babel nach Ribla im Land Hamat.

[4:51] Der sprach ein Urteil über ihn. Also, Nebukadnezar, der hat diese Belagerung nicht selber angeführt, sondern das haben seine Fürsten getan. Er saß in Ribla, und das war weit im Norden, und das war eine lange Reise, die hier Zedekia in Gefangenschaft der Babylonier absolvieren musste.

[5:10] Und der König von Babel ließ die Söhne Zedekias in Ribla vor seinen Augen niedermetzeln. Und der König von Babel ließ auch alle Vornehmen von Juda niedermetzeln.

[5:21] Das ist das, was wir schon öfter, wovon wir schon öfter gesprochen haben im Buch Jeremia, was Grausames passiert ist. Damit sie Zedekia aber ließen die Augen ausstechen und ihn mit zwei ehrenketten binden, um ihn nach Babel zu bringen. Und das war nun ja das Schicksal des Zedekia. Das Letzte, was er sah, war die Ermordung seiner Kinder, um dann ja die Augen ausgestochen zu bekommen und zu erblinden und in Ketten nach Babylon zu gehen.

[5:53] Und die Chaldäer verbrannten den königlichen Palast und die Häuser des Volkes mit Feuer und rissen die Mauern Jerusalems nieder. Und eben diese Mauern wurden erst ca. 140 Jahre später wieder aufgebaut unter Nehemia.

[6:09] Den Überrest des Volkes aber, sowohl die, welche in der Stadt übrig geblieben waren, als auch die Überläufer, die zu den Chaldäern übergegangen waren, und den Rest des Volkes, der übrig geblieben war, führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nach Babel.

[6:28] Hier haben wir ja diesen berühmten Vers, der davon spricht, dass das Volk zusammengerottet wird an einem Platz und dass sie ja abgeführt werden nach Babel. Von dem geringen Volk aber, das gar nichts besaß, ließ Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, einige im Land Juda zurück und gab ihnen an jedem Tag Weinberge und Äcker.

[6:53] Also, sie haben so ein bisschen Bauernvolk zurückgelassen, damit es nicht ganz verwildert und verwuchert und nicht die wilden Tiere sich das Land einverleiben sollte. Ja, durchaus noch ein bisschen bewirtschaftet werden. Aber sie haben nur den geringen Teil des Volkes übrig gelassen.

[7:13] Und Nebukadnezar, der König von Babel, ließ zugunsten Jeremias durch Nebusaradan, den Obersten der Leibwache, einen Befehl und sprach: Nimm ihn und trage Sorge für ihn. Er meint Jeremia und tue ihm nichts zuleide, sondern verfahre mit ihm so, wie er es dir sagen wird.

[7:33] Das sandten Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und Nebo-Sareser, der Oberkämmerer, und Nergal-Sareser, der Obermagier, und alle Obersten des Königs von Babel. Sie sandten hin und ließen Jeremia aus dem Gefängnishof holen und sie übergaben ihn Gedalia, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, damit er ihn nach Hause bringe und er wohnte unter dem Volk.

[8:02] Das ist eine ganz interessante Begebenheit, dass dieser Nebukadnezar diesen Jeremia, diesen Propheten, der quasi pro-Babylon war, verschont. Und nicht nur verschont, sondern er gibt dem Obersten im Heer, dem Obersten der Leibwache, Befehl, ihn ausfindig zu machen, ihn unversehrt ja zu ihm zu bringen und ja ihm entscheiden zu lassen, was er machen möchte.

[8:32] Jeremia konnte ja nicht fliehen, er war im Gefängnishof in Jerusalem eingekerkert bei der Belagerung. Und hier ist es vielleicht wichtig zu wissen, dass Jerusalem nicht während des Vorstoßes der Babylonier zerstört wurde, sondern erst einige Wochen später wurde alles abgefackelt und dem Erdboden gleichgemacht. Das war auch der Grund, warum Jeremia das hier überlebt hat, sonst hätte er das nicht überlebt.

[9:03] Und man kann nur mutmaßen, wie Nebukadnezar von Jeremia erfahren hat und warum er ihm so früh gesonnen war. Vielleicht war es Daniel, der ja bereits bei der ersten Wegführung in Babylon gelandet war, der ja Jeremias Bücher studiert hat, der Nebukadnezar gesagt hat: Den, den musst du bewahren, das ist ein guter Mann, sein Mann Gottes. Aber vielleicht war es auch durch andere Umstände, dass Nebukadnezar dazu kam, Jeremia zu ja verschonen.

[9:34] Und wir können wiedersehen, dass Gott die behütet, die ihm folgen und seine Jünger sind. Und das können wir auch für uns ganz persönlich in Anspruch nehmen.

[9:43] Lass uns dafür danken und Gott anbeten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Schutz und deine Flügel, die du über uns ausbreitest, so groß sind, wie wir uns das fast nicht vorstellen können. Du kannst uns in großer Drangsal bewahren. Du bewahrst uns manchmal nicht vor Drangsal, aber du kannst uns vor dem Tod bewahren, wenn du möchtest, und vor ja, Folter und schlimmen Dingen, so wie du es bei Jeremia getan hast und bei vielen anderen Männern und Frauen in der Bibel. Herr, wir möchten auch diese Zusage und diese Verheißung des Schutzes für uns in Anspruch nehmen. Das tun unser Fels, unsere Burg und unser Beschützer bist und bitten dich darum in deinem Namen. Amen.


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