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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht es um die Ereignisse in Jeremia 41:17-42:20, wo die Überlebenden nach der Ermordung Gedaljas fliehen wollen. Sie bitten den Propheten Jeremia, Gott um Rat zu fragen, ob sie nach Ägypten fliehen sollen. Gott gibt ihnen durch Jeremia eine klare Antwort, die ihre eigenen Wünsche herausfordert. Die Predigt beleuchtet, wie wir oft Gottes Pläne bestätigen wollen, anstatt uns seinen Willen zu unterwerfen, und welche Konsequenzen das haben kann.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 827. Wir beenden mit zwei Versen des Kapitels 41 in Jeremia und starten dann in Kapitel 42. Und ihr wisst noch, wir haben gelesen von dem Mord an dem Stadthalter Gedalja, den Ismael begangen hat. Und wir werden weiter sehen, wie es mit denen weitergeht, was sie tun und wohin es sie verschlägt. Und bevor wir das tun, lasst uns zusammen beten.

[1:07] Lieber Vater im Himmel, wenn wir dein Wort lesen, Herr, gib uns Verständnis, gib uns den Heiligen Geist, damit wir nicht nur sehen, dass es eine interessante Geschichte ist, sondern damit wir die Dinge auch übertragen in unser Leben, in unsere Zeit, auf die Dinge, die uns jetzt beschäftigen an diesem Tag, in dieser Woche, in diesem Monat und in diesem Jahr. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:34] Wir beginnen in Vers 17 von Kapitel 41. Und sie zogen hin, damit sind die ganzen weggeführten von Johanan gemeint, die ja mitgenommen werden mit ihm, die er auch in gewisser Weise gefangen genommen hat. Und dazu gehört wahrscheinlich auch Jeremia. Und sie zogen hin und blieben bei der Herberge Kimhams, die neben Bethlehem liegt, um von dort nach Ägypten zu ziehen, aus Furcht vor den Kaldäern. Denn sie fürchteten sich vor ihnen, weil Ismael, der Sohn des Natanja, Gedalja, den Sohn Achikams, erschlagen hatte, den der König von Babel über das Land gesetzt hatte.

[2:15] Ja, der Johanan, der hat sich hier diese ganzen Leute einverleibt, hat ja diese 80 Männer getötet, in die Zisterne geworfen und hat auch Kaldäer, Babylonier, die dort stationiert waren, umgebracht. Und deswegen hatte er nun Angst vor den Kaldäern, dass Nebukadnezar kommen würde, um ihn ja, umzubringen und das zu rächen, was er getan hat. Und aus Angst vor den Kaldäern fliehen sie jetzt nach Ägypten.

[2:51] Und alle Fürsten des Heeres traten herzu, Johanan, der Sohn Carras, und Jesaja, der Sohn Hosajas, und das ganze Volk, von kleinsten bis zum größten. Und sie sprachen zum Propheten Jeremia: Lass doch unser Flehen vor dir gelten und bete für uns zu dem HERRN, deinem Gott, für diesen ganzen Überrest. Denn es sind nur wenige übrig geblieben von den vielen, die deine Augen uns hier sehen.

[3:19] Also sie möchten, dass Jeremia für sie betet, dass er Gott befragt. Der HERR, dein Gott, möge uns doch den Weg zeigen, den wir gehen sollen, und uns sagen, was wir zu tun haben. Das ist eine interessante Bitte, und sie wird umso interessanter, hier weiter, wie im Kapitel voranschreiten und sehen werden, dass sie einerseits die Leitung von Gott erfragen und auf der anderen Seite ihr Handeln etwas anderes zeigt.

[3:48] Der antwortete ihnen der Prophet Jeremia: Ich habe es gehört. Siehe, ich will zu dem HERRN, eurem Gott, beten, wie ihr gesagt habt. Und es soll geschehen, jedes Wort, das euch der Herr zu Antwort gibt, will ich euch mitteilen und euch kein Wort enthalten.

[4:03] Also Jeremia sagt: Ihr wollt den Herrn befragen? Ich befrage ihn für euch und ich sage euch alles ohne Detail, was Gott mir für euch zu sagen hat.

[4:12] Sprachen sie zu Jeremia: Der Herr sei wahrhaftiger und zuverlässiger Zeuge gegen uns, wenn wir nicht nach dem ganzen Wort handeln, mit dem der HERR, dein Gott, dich zu uns senden wird. Das ist hier ihre Weihe. Sie sagen: Ja, wir wollen das Wort Gottes hören und es soll uns schlecht ergehen, wenn wir nicht auch das Wort befolgen, was du zu uns sprichst von Gott.

[4:35] Gott, es scheine uns gut, oder böse, so wollen wir der Stimme des Herrn, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, gehorchen, damit es uns wohlergehe, wenn wir der Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehorchen.

[4:49] Bis hierher haben wir den Eindruck, diese Gruppe ist völlig Gott ergeben. Sie sind gute, ja, Christen würden wir heute sagen. Sie möchten sich auf Gott verlassen und sie committen sich hier, sie weinen sich Gott sozusagen.

[5:07] Aber jetzt geht es weiter in Vers 7. Und es geschah nach zehn Tagen, da ging das Wort des Herrn an Jeremia. Sogar zehn Tage gewartet. Da berief Herr Johanan, den Sohn Carras, und alle Heerführer, die bei ihm waren, sowie das ganze Volk, vom kleinsten bis zum größten. Und er sprach zu ihnen:

[5:24] So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, um euer Flehen vor sein Angesicht zu bringen: Wenn ihr in diesem Land bleibt – er meint damit Juda –, so werde ich euch bauen und nicht niederreißen, pflanzen und nicht ausreißen.

[5:42] Denn mich rollt das Unheil, das ich euch zugefügt habe. Diese Worte mit pflanzen und ja, nicht ausreißen, das haben wir schon mal gelesen. Das war auch die Zusage, die Gott an sein Volk gemacht hat, wenn sie seinen Worten gehorchen. Und genauso tut es Gott wieder für sie. Es ist in gewisser Form ein Déjà-vu.

[6:07] Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr Angst habt. Fürchtet euch nicht vor ihm, spricht der HERR, denn ich bin mit euch, um euch zu helfen und euch aus seiner Hand zu retten.

[6:21] Also Gott sagt, das, was ich gleich sage, möchte ich schon mal vorwegschicken. Ihr braucht keine Angst von Nebukadnezar zu haben. Ich will euch beim Herzlichkeit zuwenden, dass er sich über euch erbarmen und euch wieder in euer Land bringen wird.

[6:33] Also Gott sagt, ich werde Nebukadnezars Herz so beeinflussen, dass ihr euch wohlgesonnen ist. Wenn ihr aber sagt, wir wollen nicht in diesem Land bleiben, also in Juda, so dass ihr der Stimme des Herrn, eures Gottes, nicht gehorcht, indem ihr sagt: Nein, sondern in das Land Ägypten wollen wir ziehen, wo wir weder Krieg sehen, noch den Schall des Schofars hören, noch Hunger leiden werden. Dort wollen wir wohnen.

[6:55] Dann hört das Wort des Herrn, du Überrest von Juda. Sie haben bisher noch keinen Anschein gemacht oder nicht gesagt, dass sie nach Ägypten gehen wollen. Aber Gott kennt ja die Herzen. Er weiß ganz genau, dass sie genau im Herzen tragen und dass ihr Wunsch ist, nach Ägypten zu fliehen aus Angst vor Nebukadnezar. Aber Gott sagt: Genau das braucht ihr nicht zu befürchten. Ihr braucht keine Angst haben. Ihr braucht nicht nach Ägypten zu ziehen.

[7:25] Aber er sagt dann: Hört das Wort des Herrn, du Überrest von Juda. So spricht der HERR, der Herrscher, der Gott Israels: Wenn ihr euer Angesicht wirklich darauf richtet, nach Ägypten zu ziehen und hinzieht, um euch dort als Fremdlinge aufzuhalten, so wird es geschehen, dass das Schwert, welches ihr fürchtet, euch dort im Land Ägypten erreichen wird. Und der Hunger, vor dem euch hier graut, euch dort in Ägypten verfolgen wird. Und dort werdet ihr sterben.

[7:51] Also Gott sagt, ihr fürchtet den Hunger, ihr fürchtet das Schwert. Das werdet ihr in Ägypten, genau das werdet ihr in Ägypten erleben, obwohl ihr da jetzt hin wollt. Aber wenn ihr in Juda bleiben würdet, würde euch das erspart bleiben.

[8:08] Und es wird geschehen, alle die Männer, die ihr Angesicht darauf richten, nach Ägypten zu ziehen und dort zu wohnen, werden durchs Schwert, durch Hunger und Pest umkommen. Keiner wird von ihnen übrig bleiben. Keiner wird dem Unheil kommen, dass ich über sie bringen werde.

[8:24] Denn so spricht der HERR, der Herrscher, der Gott Israels: Wie mein Sohn, mein Grimm sich über die Einwohner von Jerusalem vergossen hat, so wird sich mein Grimm auch über die ergießen, welche, wenn ihr nach Ägypten zieht, und ihr sollt zu Verwünschung und zum Entsetzen, zum Fluchen, zum Hohn werden und soll diesen Ort, nämlich Juda, nicht mehr sehen.

[8:46] Sie haben ja genau das im Sinn gehabt, nach Ägypten zu gehen, und wir werden sehen, dass sie das auch vorhaben und dann auch umsetzen. Und wenn wir noch mal Revue passieren lassen, ihre große Weihe, ihre Versprechen, die sie am Anfang dieser Seite getan haben, dann macht das ihren Ungehorsam noch fataler, noch schwerwiegender, weil sie sich so Gott ja anbefohlen haben und versprochen haben, dass sie auf sein Wort hören.

[9:15] Aber sie wollten eigentlich nur Gott ja, wie ein Orakel befragen und die Heiden befragen ihre Orakel, so lange, bis sie die Antwort erhalten, die sie hören wollen. So gehen Menschen mit ihren Götzen um, die sie ja eigentlich vor sich herschicken, weil die Götzen ja tot sind. Und so folgen die Menschen eigentlich sich selbst und nicht ihren Götzen. Aber wenn man Gott folgen will, kann man nicht sich selbst folgen, weil Gott führt einen, wenn man ihn darum bittet. Und das haben sie ja getan.

[9:49] Der Herr sagt zu euch, ihr Überrest von Juda: Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen. Merkt euch wohl, dass ich es euch heute ernstlich bezeugt habe. Also Gott stempelt diesen, diesen, diesen, ja, diesen Aufruf noch mal so richtig ein. Denn ihr habt euch selbst um den Preis eures Lebens in die Irre geführt. Denn ihr habt mich zum Herrn, eurem Gott, gesandt und gesprochen: Bete für uns zu dem Herrn, unserem Gott, und alles, was der HERR, unser Gott, dir zu Antwort gibt, das verkünde uns, so wollen wir es tun.

[10:21] Ja, die Judäer haben hier Führung erbeten, aber sie wollten eigentlich keine Führung bekommen, sondern wollten, dass Gott ihre Reisepläne nach Ägypten zu ziehen bestätigt. Und ganz oft gehen wir auch so mit Gott um, und das ist eine ganz praktische Seite, die uns hier ja für unser Leben ganz relevant ist. Weil auch wir oft selber vorgeben wollen, wo wir im Leben lang gehen, welche Entscheidung wir treffen, und wir beten zu Gott und fragen ihn und möchten eigentlich nur, dass er unsere Pläne bestätigt. Aber wer Gott fragt, muss auch damit rechnen, dass Gott ganz andere Pläne für uns hat. Und wenn wir dann nicht Gottes Rat befolgen, dann geht es uns schlecht, weil Gott sagt: Ich habe euch doch gesagt, wie es ausgehen wird.

[11:09] Und das ist eine große Herausforderung für uns alle, dass wir im Leben die Pläne, die Gott für uns hat, und sie uns offenbart und wie sie verstehen, dass wir sie dann noch annehmen, damit wir nicht Schiffbruch erleiden im Leben.

[11:23] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, du hast gehört, was wir besprochen haben, was wir gelesen haben. Und diese Geschichte von Johanan ist ja sehr eindrücklich und ganz relevant für unser eigenes Leben. Herr, gibt, dass wir nicht sind wie Johanan, sondern dass wir sind Jeremia, der auf dein Wort hört, es befolgen möchte und sich dir ganz weit und auch dabei bleibt. Und darum bitte ich dich. Amen.


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