In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf die Verse Jeremia 42-44 ein. Sie beleuchtet die Entscheidungen der Menschen, die trotz göttlicher Warnungen ihren eigenen Weg gehen und die Konsequenzen daraus. Die Botschaft betont, wie wichtig es ist, Gottes Wege zu erkennen und ihnen zu folgen, auch wenn sie unkonventionell erscheinen mögen.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 42:21-44:3
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Jeremia 42 bis 44. Wir werden weiter sehen, wie es mit Jojakim und seiner Gefolgschaft weitergeht und wie es Jeremia und auch Baruch ergeht. Wir werden auch ein bisschen entdecken und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten.
[0:49] Lieber Vater im Himmel, wenn wir deine Wege gehen, die du für uns vorgesehen hast, dann sind das die besten Wege, auf die wir unseren Fuß setzen können. Aber wenn wir das nicht tun, dann werden wir deinen Segen vermissen. Und wir werden heute sehen in deinem Wort, wie es denen ergeht, die deinen Segen nicht haben auf ihrem Weg. Und wir möchten dich bitten, dass uns das ganz persönlich auch eine Lehre sein wird heute, nachdem wir das gelesen und verstanden haben. Amen.
[1:19] Wir beginnen mit Kapitel 42, Vers 21. "Nun habe ich es euch verkündigt", das sagt Jeremia zu Jojakim und seinen Leuten. "Aber ihr habt nicht auf die Stimme des Herrn, eures Gottes, gehört, noch auf all das, womit er mich zu euch gesandt hat." Also, sie haben alles völlig abgelehnt. "So sollt ihr nun gewiss wissen, dass ihr durchs Schwert, durch Hunger und Pest sterben werdet an dem Ort, wohin es euch zu ziehen gelüstet, um euch dort als Fremdlinge aufzuhalten." Gott zeigt ihnen quasi, das erwartet euch, wenn ihr nach Ägypten zieht. Und das erwartet euch, wenn ihr in Juda bleibt, was mein Wille wäre. Und Gott zeigt ihnen diese zwei Optionen auf. Und so macht Gott das eigentlich in jedem Menschenleben. Er zeigt die Optionen auf. Wir haben einen freien Willen, mit dem wir uns entscheiden können. Gott kennt den Ungehorsam, der in ihren Herzen ist in diesem Moment. Und er hofft natürlich das Beste und arbeitet dafür, dass sie in die richtige Richtung laufen, aber sie tun es nicht.
[2:26] Fest Kapitel 43. Und es geschah, als Jeremia alle diese Worte des Herrn, ihres Gottes, mit denen der Herr, ihr Gott, ihn zu ihnen gesandt hatte, dem ganzen Volk bis zu Ende mitgeteilt hatte, alle diese Worte. Da sprachen Azaria, der Sohn Hosajas, und Jojakim, der Sohn Kareachs, und alle frechen Männer zu Jeremia: "Du redest Lügen! Der Herr, unser Gott, hat dich nicht gesandt zu sagen: 'Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen, um euch dort als Fremde aufzuhalten.'"
[2:58] Diese Männer aber erkennen Jeremia, sozusagen seine Inspiration, seine Rolle als Prophet, und genauso geschieht das auch heute noch, dass Menschen Gott befragen möchten. Sie möchten Gottes Willen für ihr Leben erkennen. Sie lesen die Bibel, aber wenn ihnen nicht gefällt, was sie lesen, dann klappen sie das Buch zu, stellen es wieder in den Schrank und leben weiter wie zuvor. Und so ist es hier mit diesen Männern, die die Prophetie in den Wind schlagen. Sie sagen:
[3:32] "Sondern Baruch, der Sohn Nerias, hetzt dich gegen uns auf, um uns in die Hand der Chaldäer zu bringen, damit sie uns töten und nach Babel wegführen." Nicht nur, dass sie Jeremia beschuldigen, sie beschuldigen jetzt auch Baruch, seinen Schreiber, und sagen: "Der Baruch ist eigentlich der das Problem, er hetzt dich gegen uns auf." So gehorchten Jojakim, der Sohn Kareachs, und alle Heerführer und das ganze Volk dem Aufruf des Herrn nicht, im Land Juda zu bleiben.
[4:04] Und Jojakim, der Sohn Kareachs, und alle Heerführer nahmen den ganzen Überrest von Juda, die aus allen Völkern, in die sie vertrieben worden waren, zurückgekehrt waren, um im Land Juda zu wohnen. Männer, Frauen und Kinder, Königstöchter und alle Seelen, die Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, bei Gedalia, dem Sohn Ahikam, des Sohnes Schafans, gelassen hatte. Auch den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn Nerias. Und sie zogen in das Land Ägypten, denn sie waren dem Herrn nicht gehorsam. Und sie kamen bis Tachpanches.
[4:39] Also, sie gehorchen Gott und Jeremia nicht. Und sie entscheiden sich trotz aller Warnschüsse nach Ägypten zu gehen, weil sie es möchten. Und sie gehen nach Ost-Ägypten. Hier ist Tachpanches genannt. Tachpanches war eine griechische Söldner-Stützpunkt zu der Zeit. Und der griechische Name der Stadt war Daphne. Und sie ziehen sozusagen quasi in eine Militärkolonie und ja, erwarten da wahrscheinlich auch so ein bisschen Schutz vor den Babyloniern, denn wir wissen ja, Ägypten und Babel waren so die beiden Antipoden. Das waren die beiden großen Gegner und Juda und Israel waren so dazwischen und waren so mehr auf der Seite Ägyptens, weil sie natürlich die Babylonier nicht im Land haben wollten.
[5:29] Und das Wort des Herrn ging an Jeremia in Tachpanches folgendermaßen: "Nimm große Steine in deine Hand und senke sie in den Lehmboden bei der Ziegelterrasse, die sich in Tachpanches am Eingang des Hauses des Pharaos befindet, vor den Augen der jüdischen Männer." Also, Gott sagt Jeremia jetzt: "Nimm dir Ziegelsteine, nimm die Steine und senke sie in den Boden." Also, er soll etwas bildlich machen. Und sage zu ihnen: "So spricht der Herr, der Herrschern, der Gott Israels: Siehe, ich will meinen Knechten, dem König von Babel, holen lassen und seinen Thron über diesen Steinen aufrichten, die ich eingesenkt habe. Und er wird seinen Prachtteppich über ihnen ausbreiten. Und wenn er kommt, wird er das Land Ägypten schlagen. Wer zum Tod bestimmt ist, den wird er töten. Wer zur Gefangenschaft bestimmt ist, den wird er gefangen wegführen. Und wer für das Schwert bestimmt ist, den wird er mit dem Schwert umbringen."
[6:31] Jeremia macht also hier deutlich: Ich senke hier Steine ab und baue da die Ziegelterrasse, aber eines Tages wird der Chaldäer sich hier drauf niederlassen und seinen Thron auf diese Steine stellen. Was sagen möchte, diese Steine werden irgendwann nicht mehr den Ägyptern gehören, sondern Babel wird Ägypten einnehmen. Und ich werde in den Tempel der Götter Ägyptens ein Feuer anzünden, und er wird sich verbrennen und wegführen. Und er wird das Land Ägypten um sich werfen, wie ein Hirte sein Obergewand um sich wirft. Und er wird in Frieden von dort wegziehen. Dazu wird er die Obelisken von Phtah, die im Land Ägypten sind, zerbrechen und die Tempel der Götter Ägyptens mit Feuer verbrennen.
[7:16] Diese ganzen Worte der Vernichtung und des Unheils über Ägypten, das muss wie ein Deja Vu geklungen haben mit den Ohren der Judäer. Denn genau diese Dinge hat ja auch Jeremia dem Zedekia gesagt und schon im Jojakim und all das prophezeit und hat gesagt: "Das wird alles kaputt gehen und Nebukadnezar wird hier sein Lager aufschlagen und ihr werdet von hier vertrieben werden durch Pest, durch Hunger, durch Schwert, was auch immer, und ihr werdet gefangen weggeführt werden." Und nun fliehen diese Judäer vor Nebukadnezar nach Ägypten. Und Gott sagt: "Ihr könnt fliehen, wohin ihr wollt, aber Nebukadnezar wird trotzdem auch hierher kommen und ihr werdet das Gleiche erdulden, wie ihr schon einst erduldet habt in eurem eigenen Land." Aber sie hätten ja in ihrem Land bleiben können, dann wäre es ihnen erspart geblieben.
[8:11] Also erreichen sie quasi mit ihrer Flucht vor Nebukadnezar das Gegenteil, nämlich sie laufen ihm geradewegs in die Hände. Kapitel 44. Dies ist das Wort, das in Jeremia erging betreffend aller Juden, die im Land Ägypten wohnten, in Migdol und in Tachpanches, in Noph. Das ist der hebräische Name für Memphis, und im Land Pathros. "So spricht der Herr, der Herrschern, der Gott Israels: Ihr habt alles Unheil gesehen, dass ich über Jerusalem und alle Städte Judas gebracht habe. Und siehe, sie sind heute Ruinen und es wohnt niemand darin, um der Bosheit willen, diese begangen haben, um mich zu erzürnen, indem sie hingegangen sind und anderen Göttern räucherten und dienten, die sie nicht kannten, weder sie noch eure Väter."
[8:59] Und Gott sagt: "Ich erinnere euch noch mal, warum ich dieses ganze Unheil über Juda gebracht habe. Es war der Götzendienst. Und wenn ihr jetzt nach Ägypten zieht, dann habt ihr dort wieder eine Umgebung des Götzendienstes und ihr werdet nicht damit aufhören, sondern auch die Ägypter werden wegen ihres Götzendienstes durch die Babylonier gerichtet werden." Und Gott wollte unbedingt seine Leute davor bewahren, dass sie noch mal dasselbe erleben. Wie schrecklich ist das, wenn man die Zerstörung von Juda und Jerusalem miterlebt hat und dasselbe dann noch mal erleben muss in einem anderen Land, in das man ja geflüchtet ist.
[9:39] Ja, wir sind wieder an dem Punkt, dass wir sagen müssen, dass Gottes Wege die besten sind. Mögen sie uns auch etwas unwahrscheinlich erscheinen, weil es den menschlichen Überlegungen entgegen spricht, dann dürfen wir doch wissen, dass Gott Wege hat, von denen wir nichts wissen. Das sagt die Bibel. Lasst uns dafür beten, dass wir im Leben diese Wege Gottes anerkennen und sie gehen mögen, auch wenn sie so unmöglich erscheinen.
[10:10] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass wir deine Wege stets erkennen, dass wir danach fragen und dass wir sie dann auch gehen. Dass wir nicht dann zurückweichen, wenn du uns schon ja sagst, dass diese Wege gut sind und gerade und dass sie zum Heil führen werden. Herr, lass uns stets die Wege des Heils gehen, Wege, die du für uns vorbereitet hast, damit wir auf ihnen wandeln. Amen.
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