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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt analysiert Rabea Kramp Jeremia 46, die prophetischen Worte Gottes über Ägypten. Sie beleuchtet die historische Schlacht von Karkemisch und die Bedeutung der babylonischen Machtübernahme. Die Predigt erklärt die symbolische Sprache der Prophezeiung, die die militärische Schwäche Ägyptens und die bevorstehende Zerstörung durch die Babylonier darstellt. Trotz des Gerichtes wird auch ein Hoffnungsschimmer für die zukünftige Wiederherstellung Ägyptens aufgezeigt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 831 und haben Kapitel 46 vor uns. Wir werden ja die Weissagungen über das Land Ägypten lesen, über die ganzen benachbarten Heidenvölker. Wir beginnen heute quasi einen neuen Abschnitt mit diesen ganzen Unheils Weissagungen über die Nachbarvölker von Juda. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.

[1:00] Lieber Vater im Himmel, eines Tages wirst du Gericht bringen über die ganze Welt. Du wirst die, die deinem Wort gehorcht haben, in den Himmel nehmen. Alle werden auferstehen und es wird ja tausend Jahre Gericht geben im Himmel, so sagt uns die Bibel. Und wenn wir heute das Wort lesen über das Gericht in Ägypten, dann lass uns auch immer mit daran denken, dass eines Tages auch du diese ganze Welt richten wirst. Hab du Dank dafür, dass wir das vorher wissen dürfen, dass du uns warnst und dass du ja, aber auch immer wieder die Voraussage und die Verheißung gegeben hast, dass du all diejenigen bewahrst, die sich an dir festhalten. Amen.

[1:46] Kapitel 46, Vers 1: Dies ist das Wort des Herrn, das an dem Propheten Jeremia über die Heidenvölker erging, über Ägypten, über das Heer des Pharao Necho, des Königs von Ägypten, das bei Karkemisch am Euphratstrom stand, wo neben dem König von Babel es schlug im vierten Jahr des Thronjubiläums des Sohnes Josias, des Königs von Juda.

[2:15] Also, wir sind wiederum, so wie in Kapitel 45, auch im vierten Jahr des Thronjubiläums. Und diese Prophezeiung wurde quasi schon viel, viel früher gegeben, nach der ersten Wegführung.

[2:30] Die Schlacht, die hier erwähnt ist bei Karkemisch, das ist eine sehr berühmte Stadt und Schlacht. Und wahrscheinlich habt ihr schon mal davon gehört, denn die Babylonier haben diese Schlacht gewonnen. Und es war eigentlich die entscheidende Schlacht, die darüber bestimmt hat, dass Babylonien oder Babylon nun Weltmacht werden würde. Diese Schlacht bei Karkemisch fand statt im Jahr 605 vor Christus. Und sie steht auch in den Königschroniken der Babylonier bezeugt. Also, wir haben auch aus biblischen Quellen dafür. Und es heißt darin, dass sie die Ägypter bis zur Nichtexistenz ausgelöscht haben. Und das mag etwas heißen, sie haben sie wirklich ja fast vom Erdboden vertilgt.

[3:16] Es heißt: "Rüstet Schild und Langschild und rückt zum Kampf aus! Spannt die Rosse an und sitzt auf ihr, Reiter! Tretet an mit den Helmen! Macht die Lanzen blank! Legt den Panzer um! Warum sehe ich sie so erschrocken zurückweichen? Ihr Helden? Sind ihre Helden sind geschlagen, sie fliehen, dass keiner hinter sich sieht. Schrecken ringsum!", spricht der Herr.

[3:38] Dieses "Schrecken ringsum", das erinnert ihr euch sicherlich, haben wir schon öfter im Buch Jeremia gelesen. Und das war ein, ja, ein böses Schimpfwort, das das Volk Israel und Juda für Jeremia verwendet hat, dass sie ihn genannt haben "Schrecken ringsum". Jeremia hat es dann wiederum auf Paschur angewendet, der ihm ja nicht sehr wohlgesonnen war. Aber Gott sagt hier, dass die Babylonier sind wie "Schrecken ringsum".

[4:02] Der Schnellflüssige wird nicht entfliehen und der Starke kann nicht entkommen. Im Norden am Ufer des Euphratstromes straucheln und fallen sie. Wer steigt wieder empor, dass seine Wasser wie Ströme daherwogen? Ägypten steigt im Vordergrund, der Nil und seine Wasserwogen wie Ströme daher. Und es spricht: "Ich will nicht mehr aufziehen und das Land bedecken, wie die Städte samt ihren Bewohnern vertilgen. Auf ihr, Rosse! Rast daher, ihr Streitwagen! Die Starken sollen ausziehen, die Schildträger von Kusch und Put samt den Bogenschützen der Luditer."

[4:40] Die Luditer, das waren ja oder bzw. wir haben ja hier drei Völker genannt, nämlich Kusch, Put und nun die Luditer. Und Kusch, das war Äthiopien. Put, das waren die Libyer. Und die Luditer, das waren die Lyder. Also alles so ein bisschen Nachbarländer. Und das waren Söldner in der ägyptischen Armee, also angekaufte starten.

[5:04] Und dieser Tag ist für den Herrscher, den Herrn der Herrschern, ein Tag der Rache, dass er sich an seinen Feinden rächt. Und das Schwert wird fressen, wird fressen, satt und trunken werden von ihrem Blut. In ein Schlachtopfer hält der Herrscher, der Herr der Herrschern, im Land des Nordens am Euphratstrom.

[5:22] "Geh hinauf nach Gilead und hole Balsam, du Jungfrau, Tochter Ägypten! Umsonst wendest du so viele Heilmittel an? Es gibt kein Pflaster für dich. Es gibt..." Dieses diesen berühmten Liedtext, der vielfach vertont wurde: "There is a balm in Gilead."

[5:44] "Da ist ein Balsam in Gilead." Und das stammt von diesem Vers her, denn die Gileaditer, die waren bekannt für ihre medizinische, medizinisches Wissen, für ihre Heilkunst, die sie hatten. Und dieser spezielle Balsam, der in Gilead bereitet wurde, der war aus wahrscheinlich aus Mastixharz gemacht, also ein Baumharz. Und wurde auch verwendet, um Mumien einzubalsamieren und haltbar zu machen.

[6:12] Und den haben sie natürlich dann ja auch verwenden wollen für die geschundenen Soldaten von der Schlacht. "Die Völker haben von deiner Sprach gehört, und die Erde ist voll von deinem Klagegeschrei. Denn dann hält es über den anderen gestürzt, sie sind beide miteinander gefallen."

[6:27] Dies ist das Wort des Herrn, zu dem Propheten Jeremia gesprochen hat: "Dass Nebukadnezar, der König von Babel, kommen werde, um das Land Ägypten zu schlagen. Macht es bekannt in Ägypten und lasst es hören, Viktoria! Ja, lass es hören, Nov und Tachpanches! Sprecht: Stelle dich auf und rüste dich, denn das Schwert ringsum..."

[6:49] "...ringsfrist um dich her." Interessant ist, dass diese drei Städte, die ihr hier genannt werden, in fast 14, genau die Städte sind, in die der Überrest von Juda nach der dritten Wegführung geflüchtet ist, gegen den Willen Gottes. Und interessant ist auch, dass schon im vierten Jahr des Thronjubiläums, nämlich ja, viel, viel, viel Jahre bevor dann ihre Jerusalem wirklich zerstört wurde, dass hier schon den Ägyptern gepredigt wurde durch diese Worte Jeremias, dass die Babylonier sie überrennen und besiegen werden.

[7:27] Also, die Propheten, die Gott geschickt hat, war nicht immer nur für das Volk Gottes, sondern sie war noch für die Nachbarländer. Und das sehen wir an vielen Stellen in der Bibel, dass Propheten gesandt wurden auch zu Heidenvölkern, die angegrenzt haben.

[7:45] "Und das Volk Gottes, warum sind deine starken gefallen? Sie hielten nicht stand, weil der Herr sie nicht niederstieß. Er ließ viele straucheln, einer fiel über den anderen, so dass sie sprachen: Kommt, lasst uns wieder zu unserem Volk und in unser Vaterland ziehen vor dem grausamen Schwert." Man nannte dort den Pharao, den König von Ägypten, einen Kriegslärmer, der die Frist hat verstreichen lassen.

[8:10] Nun, was dieser Vers bedeutet, kann man nicht so genau sagen, aber es spricht vom Pharao, der vielleicht ja, viel Kriegslärm gemacht hat und viel Aufsehen und der dann aber vielleicht selber nicht so schlachtbereit erschien ist, zu Schlacht gegen Babylon, der vielleicht zum Krieg aufgerufen hat, aber selber zur feige war, hinzugehen. "So war ich lebe", spricht der König, dessen Name der Herrscher ist, der Herr der Herrschern ist.

[8:37] "So gewiss wie der Tauber unter den Bergen und wie der Kormoran ist, so wird er kommen. Also, liebe Katnica, nach Ägypten, packe deine Wandersachen, du Bewohnerin, Tochter Ägypten, denn du wirst zur Ruine werden. Memphis, also Memphis, und verbrannt und Menschen leer. Ägypten ist eine wunderschöne junge Kuh, eine Bremse aus dem Norden kommt sie, kommt."

[9:02] Also, die Bremse, das Insekt, ist hier gemeint, damit ist Babylon symbolisiert. Auch die Söldner in seiner Mitte, gemästeten Jungstieren gleich, ja auch sie haben sich umgewandt, sind allesamt geflohen, hielten nicht stand, denn der Jesus Verderbens ist über sie gekommen.

[9:22] Die Zeit ihrer Heimsuchung. Es waren ja viele Söldner in Ägypten als Soldaten, als angekaufte Soldaten, auch viele Griechen, die ja für ihre Unerschrockenheit und ihre Robustheit bekannt waren. Und Nebukadnezar hat ja dann Ägypten ja auch belagert und eingenommen. Wir haben dafür allerdings keine außerbiblischen Quellen. Wir haben nur dieses Kapitel in der Bibel.

[9:47] Und dadurch konnten quasi die Länder eigentlich drumherum schon wissen, was mit ihnen geschehen wird und dass Ägypten eines Tages den Babyloniern unterliegen würde. Aber natürlich haben sie davon nichts wissen wollen, denn welches Land will schon so eine schlechte Botschaft wahrhaben?

[10:09] Man hört etwas wegziehen, wie das Rascheln einer Schlange. Ja, sie kommen mit Heeresmacht und fallen mit Äxten über sie her, wie Holzhauer. "Sie hauen den Wald Ägyptens um", spricht der Herr, "wenn er auch undurchdringlich ist, denn sie sind zahlreicher als Heuschrecken, sie sind unzählbar."

[10:26] Das sind die Babylonier. Die Assyrer wurden damals auch schon in den kleinen Propheten als Heuschrecken dargestellt. Und dann, ein Heuschreckenschwarm ist wirklich etwas sehr Vernichtendes. "Die Tochter gibt es zuschanden geworden, sie ist in die Hand des Volkes aus dem Norden, aus Babylonien gegeben. Der Herr der Herrschern, der Gott Israels, hat gesprochen: Siehe, ich suche den Amon von No, das ist der Gott Heim, dazu den Pharao und ganz Ägypten samt seinen Göttern und Königen, den Pharao und die, welche sich auf ihn verlassen. Und ich gebe sie in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und zwar in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, und in die Hand seiner Knechte."

[11:06] "Danach aber soll es wieder bewohnt werden, wie in den Tagen der Vorzeit", spricht der Herr. Also, es gibt hier auch Hoffnung, dass die Babylonier wieder abziehen und auch das Land wieder bewohnt werden wird.

[11:20] Und wir werden morgen sehen, was Gott für eine Vorhersage für sein eigenes Volk vorbereitet hat, hier mitten in der Prophezeiung über Ägypten. Lasst uns Gott danken und ja, ihm danken für sein Wort und dass wir wissen dürfen, was in der Zukunft geschieht.

[11:40] Herr, in der Bibel heißt es, du hast dein Wort gegeben zur Ermahnung, zur Zurechtweisung, aber auch dafür, dass wir wissen dürfen, was die Zukunft bringt. Und dass wir wissen dürfen, wir müssen keine Angst haben, wenn wir uns an dich, an deiner Seite halten und dir gehorsam sind. Herr, gib, dass wir das heute an diesem Tag beherzigen und ausleben. Amen.


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