In dieser Predigt werden die biblischen Kapitel Jeremia 46:27-48:12 beleuchtet. Rabea Kramp erklärt die prophetischen Botschaften Gottes an die Heidenvölker, insbesondere die Philister und Moabiter. Sie thematisiert die bevorstehende Zerstörung und das Gericht, das über diese Nationen kommen wird, aber auch die Verheißung der Rettung für Gottes Volk Israel. Die Predigt betont die Wichtigkeit, Gottes Wort ernst zu nehmen und sich nicht auf weltliche Sicherheit zu verlassen.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 46:27-48:12
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 832. Wir haben noch zwei Verse aus Kapitel 46 übrig, lesen Kapitel 47 und beginnen auch 48. Also eine ganze Menge zu tun heute, und wir werden sehen, wie es weitergeht mit den Vorhersagen über die Heidenvölker und was Gott ja an Gerichtsbotschaft für sie zu sagen hat. Und bevor wir das tun, lass uns beten.
[0:58] Lieber Vater, mir mehr die Prophetie, die du in der Bibel hast aufschreiben lassen, ist so viel wert, und wir könnten, wenn wir darauf hören, so vieles vermeiden. Es könnte so vieles vermieden werden, was uns zum Nachteil ist, wenn wir auf dein Wort hören. Du möchtest uns vorhersagen, was passiert, damit wir nicht in die Irre gehen, damit wir nicht enttäuscht sind, damit wir uns bei dir bergen. Und auch wenn wir das heute lesen, diese Kapitel, dann lass uns das auch wieder aufs Neue bewusst werden. Amen.
[1:35] Kapitel 46, Vers 27: "Du aber, mein Knecht Jakob, fürchte dich nicht, und du, Israel, erschreck nicht! Denn siehe, ich rette dich von fernem Land und deine Nachkommen aus dem Land ihrer Gefangenschaft. Und Jakob wird heimkehren, ruhig und sicher wohnen, und niemand wird ihn aufschrecken. Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob", spricht Herr, "denn ich bin mit dir. Denn ich will allen Heidenvölkern, unter die ich dich verstoßen habe, ein Ende machen. Dir aber werde ich nicht ein Ende machen, sondern dich nach dem rechtmäßigen doch ganz ungestraft kann ich dich nicht lassen."
[2:14] Diese zwei Verse sind ja eine ganz warmherzige Verheißung, die Gott hier seinem Volk gibt. Er sagt: "Ihr habt gesündigt, ihr habt den Götzendienst ja betrieben, deswegen muss ich euch strafen. Ich kann euch nicht ganz ungeschoren davonkommen lassen. Aber im Gegensatz zu den Heiden, von denen alle verloren gehen werden, werde ich euch wieder zurückbringen in euer Land und ich werde euch nicht verloren gehen lassen." Und Gott hat dieses Wunder tatsächlich vollbracht. Er hat sie ja nach der babylonischen Gefangenschaft wieder zurückgeführt.
[2:53] Kapitel 47: Und hier werden wir über die Philister lesen, was Gott für sie in der Zukunft zu sagen hat. Dies ist das Wort des Herrn, das an den Propheten Jeremia erging über die Philister, ehe der Pharao von Gaza schlug. Ihre Pharao Gaza schlug, und diese Zeitangabe kann man nicht so ganz einordnen. Eventuell war 609 vor Christus, denn das muss vor dem Machtantritt Nebukadnezars gewesen sein, wenn der Pharao, der ja aus Ägypten kam, Gaza, das eine große Philisterstadt war, geschlagen hat. Denn als Nebukadnezar kam, hatte natürlich auch das Philisterland eingenommen.
[3:35] "So spricht der Herr: Siehe, es steigen Wasser vom Norden, damit es Babylon gemeint, empor. Die werden zu einem überschwemmenden Wildbach und überfluten das Land und was darin ist, die Städte und die in ihr wohnen, so dass die Leute schreien und alle Bewohner des Landes heulen vor dem Getöse der Hufe seiner stampfenden Pferde, vor dem Rasseln seiner Wagen, vor dem Getöse seiner Räder. Sehen sich die Väter nicht einmal nach ihren Kindern um, so schlaff sind ihre Hände." Also in dem Moment, wo die Babylonier aus dem Norden kommen, passen die Philister quasi alles fallen sind, völlig barfuß sind, ja, paralysiert, können sich nicht bewegen, so dass sie sogar ihre Kinder nicht packen und weglaufen, sondern ja, das ist Ausdruck dessen, wie sie geschockt sind, wie sehr sie geschockt sind, denn der Tag ist gekommen, und um alle Philister zu vertilgen und von Tyrus und Sidon, das sind ja phönizische Städte eigentlich, die aber mit den Philistern sich verbündet hatten, alle noch übrigen Helfer auszurotten.
[4:37] Denn der Herr zerstört die Philister, den Überrest der Insel Kaftor. Kaftor hast du nur ein anderes Wort für Kreta, und ja, die Philister, die sind ja auch nur eingewandert. Also wenn hier steht, dass sie aus Kreta aus Kaftor kommen, dann werden sie sind sie auch nur hier im Land angesiedelt. Und die Babylonier, die werden bzw. die Philister werden nach dem Angriff der Babylonier nicht mehr erwähnt, weil wahrscheinlich die Babylonier ganze Arbeit geleistet haben und die Philister danach nicht mehr existent sind.
[5:13] Karl Heid kommt über Gaza, Askalon, eine andere große Philisterstadt geht unter. Die letzte Stadt ihrer Tiefebene. "Wie lange willst du dir Trauerzeichen einritzen, oh du Schwert des Herrn? Wann willst du endlich ruhen? Kehre doch zurück in deine Scheide, raste und halte still." Und hier spricht Jeremia voller Mitgefühl für die Heiden, denn er sagt: "Das kann ich gar nicht mit ansehen, so viel Schlimmes wie den Heiden widerfahren wird in Zukunft. Ich habe ja ganz viel Mitleid mit ihnen."
[5:44] Wie sollte es aber ruhen? Hat doch der Herr geboten gegen Askalon und gegen die Meeresküste. Dorthin hatte es bestellt. Also die Zerstörung war Gottes Plan, und Askalon ist ja 604 schon gefallen, also in der Zeit, als Babylon Juda das erste Mal überfallen hat.
[6:08] Kapitel 48: Und hier haben wir die Prophezeiung über Moab, auch ein Nachbar von Israel. "So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Wehe über Nebo, das ist sein Berg im Lande Moab, denn es ist verwüstet. Kirjataim ist zuschanden geworden, ist eingenommen, die hohe Festung ist zuschanden geworden. Unzerbrochen mit Moabs Ruhm ist es aus. In Hesbon schmiedet man gegen sie böse Pläne." Warum? Weil Nebukadnezar über Hesbon hergefallen ist und dann haben sie dort wahrscheinlich beraten, wie sie weiter den Teil des Landes einnehmen können.
[6:52] "Kommt, lasst uns sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr sind! Auch du, Madba, wirst verstummen müssen. Das Schwert kommt hinter dir her von Horonaim her." Vernimmt man Geschrei, Verwüstung und gewaltigen Zusammenbruch. Moab ist der schmettert man hört bis nach Zoar. "Denn die Anhöhe nach Schitt steigt man auf, die Anhöhe nach Luchet steigt man mit Weinen und Tränen hinauf. Und am Abhang von Horonaim hört man das Geschrei über den Zusammenbruch. Flieht, rettet eure Seelen und werdet wie ein kahler Strauch in der Wüste. Denn weil du dich auf deine Werke und auf deine Schätze verlassen hast, sollst auch du eingenommen werden. Und Kemoš muss in die Gefangenschaft wandern, seine Priester und seine Fürsten, alle miteinander. Kemoš, Schweier, der Hauptgott der Moabiter, dem geopfert wurde, der angeboten wurde."
[7:49] Und wenn es hier von den Schätzen spricht, auf die sich die Moabiter verlassen haben, und Kemoš, der auch in Gefangenschaft wandern wird, ja, dann klingt es fast so, wie ja, diese Werksgerechtigkeit und der Götzendienst, die werden euch nicht retten am Ende der Tage. Und es wird über jede Stadt eine Verwüster kommen und keine Stadt wird entkommen. Das Tal wird zugrunde gehen und die Ebene verwüstet werden.
[8:16] Wieder hat er gesagt: "Gebt Moab Flügel, dass es davon fliegen kann, und seine Städte sollen zur Ruinen werden ohne Bewohner. Verflucht sei, wer das Werk des Herrn lässig treibt, und verflucht, wer sein Schwert vom Blutvergießen zurückhält."
[8:31] Moab ist von seiner Jugend an sorglos gewesen und ungestört lag es auf seinen Häfen. Es ist niemals von einem Gefäß ins andere gegossen worden, es ist auch nie in die Gefangenschaft gewandert. Deswegen ist sein Geschmack ihm geblieben und sein Geruch hat sich nicht verändert. Darum, wie es kommen Tage spricht Herr, da ich ihm Küfer senden werde, die es umfüllen in seine Gefäße, ausgießen und seine Krüge zerschlagen werden.
[9:02] Nun, wie sind diese letzten Verse zu verstehen? Es wird hier das Bild benutzt von einem ja, Wein, der zu lange in seinen Häfen liegt, das heißt, der zu lange in einer Lage ist und dann bilden sich so Ablagerungen und dann wird der Saft ungenießbar. Das heißt, es heißt ja auch, sie sind in der Gefangenschaft gewesen und ja, gehen müssen. Sie haben eigentlich ein ziemlich friedliches Leben geführt dort in Moab und sie haben sich sicher gefühlt. Und Gott sagt ja, ihr werdet nicht weiter so in Frieden leben.
[9:39] Wir wissen auch, dass bei der Einnahme Kanaans die Israeliten und die ja, die Israeliten gebeten wurden von Gottes Land Moab nicht zu überfallen, sondern zu verschonen. Sie sind da ihre Brüder, das rührt noch von Lot und seinen Töchtern her. Und so war Moab immer so ein bisschen auch ja, unter der Glocke und hat kein Unheil erlebt. Aber Gott sagt, das Unheilbe kommt wird kommen, weil auch ihr Götzendienst betrieben habt. Und wie es mit Moab weitergeht und was Moab für ein Unglück ereilt, das werden wir morgen sehen. Lasst uns beten.
[10:19] Lieber Vater im Himmel, auch wenn wir jetzt vielleicht in einer Zeit leben mögen, in der es noch relativ friedlich ist, wo noch Sicherheit herrscht und wo wir noch alles haben, was wir brauchen, so werden wir doch wissen, dass eines Tages das Gegenteil passieren wird. Lass uns das auch immer wieder bewusst werden, dass wir nicht in so schlafen, ja, in Schlaf verfallen und Trägheit, sondern dass wir immer gewahr sind, dass wir hier nur auf der Durchreise sind auf der Erde und dass unser echtes Zuhause im Himmel ist. Dafür danken wir dir. Amen.
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