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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt werden die prophetischen Gerichtssprüche über Moab und Ammon aus Jeremia 48 und 49 beleuchtet. Rabea Kramp erklärt, wie Gott trotz seines Gerichts auch Erbarmen zeigt und verspricht, das Geschick dieser Völker wieder zu wenden. Die Predigt betont Gottes Gerechtigkeit, aber auch seine Fürsorge für die Schwachen und seine letztendliche Wiederherstellung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 834. Wir beenden Kapitel 48 und den Spruch über Moab und beginnen Kapitel 49 und werden sehen, was Gott über Ammon und Edom für Gerichtssprüche bereit hat. Und bevor wir das lesen, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass du die Welt in deinen Händen hältst, dass wir wissen dürfen, du wirst eines Tages uns nach Hause holen und das Gericht wird gehalten sein, es wird alles entschieden sein und du wirst alles beurteilt haben und es uns erklären, warum du so und so entschieden hast. Und du hast uns auch schon deinem Wort gezeigt, wie du Gericht hältst und nach welchem Maßstab du richtest. Und wenn wir das heute lesen, Herr, dann lass es uns verstehen und dir dadurch auch noch ein bisschen näher kommen, dass wir dir vertrauen lernen, weil du ein gerechter Richter bist. In deinem Namen, Amen.

[1:37] Wir beginnen in Kapitel 48, Vers 40 und sind mitten in dem Gerichtspruch über Moab. Denn so spricht der HERR: Siehe, wie ein Adler fliegt er daher und breitet seine Flügel über Moab aus. Die Städte sind eingenommen und die Festungen erobert. Und das Herz der Helden Moabs wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau im Kindesnöten. Jeremia bringt immer wieder diesen Vergleich mit den Geburtswehen, wenn es darum geht, wie sich ein Volk im Gericht fühlt. Ja, es ist in großer Not, in Bedrängnis, hat großen Schmerz, körperlich, seelisch, emotional. Und er vergleicht das immer wieder mit dieser Geburt. So wird Moab vertilgt, das ist kein Volk mehr ist, weil es sich gegen den Herrn gerühmt hat. Das Schicksal Moabs ist sozusagen das Nicht-weiter-existieren-können. Das Volk wird so ja verstreut, vernichtet, ja, bis dahin gegeben werden, dass es nicht mehr existent sein wird. Grauen und Grube und Garn kommen über dich, der du in Moab wohnst, spricht der HERR. Wer dem Grauenen flieht, wird in die Grube fallen, und wer aus der Grube heraussteigt, wird im Garn gefangen werden. Denn ich bringe über sie, über Moab, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR. Also niemand wird entkommen. Selbst wenn er überlebt, wird er sich noch irgendwo im Garn verharren, wird ja, straucheln, wird fallen. Im Schatten von Heschbon stehen erschöpft die Fliehenden, denn von Heschbon ist ein Feuer ausgegangen und eine Flamme geht mitten von Sichem aus, die hat die Schläfe Moabs verzerrt und den Scheitel der Söhne des Getümmels. Wehe dir, Moab! Das Volk des Kemosch ist umgekommen. Kemosch war der Hauptgott der Moabiter, denn deine Söhne werden in die Verbannung geführt und deine Töchter in die Gefangenschaft. Doch will ich Moabs Geschick wieder wenden, am Ende der Tage, spricht der HERR.

[3:40] Bis hierher das Urteil über Moab. Ja, Gott sagt, ich werde dich gänzlich auslöschen, Moab. Aber ich möchte am Ende der Tage dein Geschick wieder wenden. Und da ist die Frage, wie das gemeint ist. Dass wir haben hier immer mal wieder so Verse in Jeremia, wo wir nicht ganz wissen, wie hat sich das erfüllt, wo wurde das deutlich, wie hat Gott das dann eingelöst oder würde es noch einlösen? Wir wissen ja auch, dass in Daniel 11, Vers 41 ist von den Söhnen Moabs und der besten Söhne Ammons und Edoms spricht. Und vielleicht hat das hier auch eine Relevanz dafür, dass das hier so eine Brücke ist von Jeremia zu Daniel 11.

[4:21] Kapitel 49. Und hier kommt das Wort des Herrn über Ammon, über die Ammoniter. So spricht der HERR: Hat ein Israel keine Kinder, oder hat es keinen Erben? Warum hat denn ihr König Gott geerbt und wohnt sein Volk in dessen Städten? Die Ammoniter haben im Ostjordanland gelebt und es war eigentlich das Gebiet vom Stamm Gad. Und ja, sie haben sozusagen Gebiet eingenommen und besessen und erobert, was eigentlich dem Volk Gottes gehört hatte. Darum siehe, es kommt Kriegslärm, spricht der HERR. Da ich gegen Rabbath der Ammoniter Kriegslärm werde erscheinen lassen, so dass es zu einem Schutthaufen wird und seine Töchter stehen in Feuer aufgehen. Und Israel soll seine Erben wieder beerben, spricht der HERR. Da haben wir es, dass Gott sagt, dieses Land, dieser Landstrich, der soll wieder den Besitz des Volkes Israel zurückkehren. Heule Heschbon, denn Ai ist verwüstet. Schreit ihr Töchter Rabbaths, sacktuchumhüllt, klagt zwischen den Mauern umher, denn der König muss in die Verbannung wandern, seine Priester und seine Fürsten alle miteinander. Wir wissen nicht ganz genau, was mit den Ammonitern passiert ist. Vielleicht sind sie auch nach Babylon in die Verbannung, ins Exil geführt worden. Auf jeden Fall spricht es hier auch von der Elite, vom König, von den Fürsten, von den Priestern, die abgeführt wurden, weggeführt wurden.

[5:53] Was rühmst du dich der Täler? Dein Tal soll überflutet werden, du abtrünnige Tochter, die auf ihre Schätze vertraut und spricht: Wer sollte mir nahe kommen? Und diesen Satz haben wir schon einmal gelesen von den Schätzen, denn auch Moab hat sich seine Schätze gerühmt und Kapitel 48, Vers 7, sozusagen auf den Reichtum vertraut. Siehe, ich will von allen Seiten her Schrecken über dich kommen lassen, spricht daher der HERR der Herrscharen. Und ihr sollt verjagt werden, jeder vor sich hin, und niemand wird Flüchtlinge sammeln. Und hier haben wir einen interessanten Kontrast zu Gottes Volk. Über die Ammoniter sagt Gott: Niemand wird euch wieder sammeln. Aber Gott sagt ganz oft, dass er sein Volk wieder sammeln wird von allen Enden der Erde her, weil sie sein besonderes Eigentum sind. Haben wir mit den Ammonitern wird das nicht tun, aber danach will ich das Geschick der Ammoniter wieder wenden, spricht der HERR. Also ist auch hier die Bestrafung nicht dauerhaft, sondern genauso wie bei jedem sagt er, ich möchte dein Geschick wieder wenden. Ich habe Erbarmen mit dir, denn ja, sie waren ja immerhin auch ein Nachbarvolk von Israel.

[7:06] Jetzt kommt das Wort über Edom. Edom war ja, eine waren die Nachkommen von Esau. Das heißt, sie waren auch verwandt mit den Israeliten. Und das heißt, so spricht der HERR der Herrscharen: Ist denn keine Weisheit mehr ein Thema? Ist denn verständigender Rat gekommen? Ist ihre Weisheit ausgeschüttet? Die Edomiter waren so die Philosophen unter den altorientalisten und sie waren ja sehr bekannt für ihre Weisheit und für ihre Klugheit. Und deswegen spricht es hier von der Weisheit.

[7:42] Und es ist ganz interessant, wenn ihr euch dieses diesen Abschnitten Kapitel 49 anschaut und mal das Buch Obadja daneben legt, dann werdet ihr sehen, dass es sehr, sehr viele gleiche oder ähnliche Verse gibt. Auf jeden Fall dieselben Grundgedanken, was daran liegt, dass das Buch Obadja an die Edomiter geschrieben war.

[8:04] Flieht, seid verwirrt, die ihr euch tiefe Schlupflöcher gemacht habt, ihr Bewohner von Dedan. Denn Esaus Verhängnis lasse ich über dich, über ihn kommen, die Zeit seiner Heimsuchung. Wenn Weingärtner über dich kommen werden, sie nicht eine Nachlese übrig lassen. Wenn Diebe in der Nacht, so verderben sie nur, bis sie genug haben. Doch ich, ich lege Esau bloß, ich ziehe ihn aus seinen Schlupfwinkeln hervor, so dass er sich nicht länger verbergen kann. Seine Nachkommen und seine Brüder und seine Nachbarn sind zerstört und sie sind nicht mehr. Lass nur deine Weisen, ich will sie am Leben erhalten und deine Witwen mögen auf mich vertrauen. Inmitten dieser Zerstörung ist dieser Vers 11 ein ganz, ganz tröstlicher, dass Gott sagt, ich möchte die Waisen erhalten, aber ich möchte auch die Witwen erhalten. Gott kümmert sich um die, die nichts dafür können, die armen, die schwach sind. Gott achtet im Gericht auf die Schwachen, auf ganz kleinen Körner, die nicht durchs Sieb gehen, die nicht ausgesichtet werden, die nicht verloren gehen. Gott hat Erbarmen mit den Kleinen und Schwachen.

[9:15] Denn so spricht der HERR: Siehe, welche nicht dazu verurteilt werden, den Kelch zu trinken, müssen dennoch trinken. Und du solltest ungestraft bleiben? Nein, du bleibst nicht ungestraft, sondern du musst in gewisslich auch trinken. Und damit meint er Edom, die ganzen Nachbarvölker Israels, inklusive wurden von den Babyloniern überrannt. Babylon hat alle Völker dort in der Gegend eingenommen, belagert, weggeschleppt. Und Gott sagt, dich wird es ganz gewiss auch treffen, denn du hast genauso Schuld auf dich geladen, denn ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Herr. Das Bosra wird zum Entsetzen, zum Hohn, zu Verwüstung und zum Fluch werden. Soll ja, alle die ihre, alle ihre Städte sollen zu ewigen Trümmerstädten werden.

[10:03] Gott hält Gericht, aber Gott bügelt nicht alle über den gleichen Kamm. Das haben wir heute gelernt. Gott sieht die Kleinen, Gott sieht die Schwachen, und Gott kennt Erbarmen. Gott richtet, aber danach schenkt Gott wieder Erbarmen und sagt, ich möchte euch wieder ja, wiederherstellen und euch wieder bessere Tage angedeihen lassen. Und das ist eine schöne Hoffnung auch für uns, dass wir wissen dürfen, Gott ist kein impulsiver, zorniger Richter, der einfach ja, aus lauter Wut etwas kaputt macht, sondern er ist jemand, der mit Maß und ganz gerecht richtet und der nach dem Gericht sofort wieder die Sonne scheinen lässt. Lass uns dafür danken, dass Gott so ist.

[10:50] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du ein gerechter Richter, ein gerechter Anwalt, ja, und unser bester Freund bist. Dennoch, wir kommen eines Tages ins Gericht und wir danken dir dafür, dass wir davor keine Angst haben brauchen. Amen.


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