In dieser Predigt von Rabea Kramp wird Jeremia 50 und 51 behandelt, wo das Gericht über Babylon prophezeit wird. Es wird die Zerstörung Babels durch die Perser beschrieben und Parallelen zur Offenbarung gezogen. Die Predigt beleuchtet Gottes Rache für die Zerstörung seines Tempels und die Unheilbarkeit Babels, was auch auf die Reformation und Luthers Auszug aus der katholischen Kirche übertragen wird. Abschließend wird die Bedeutung dieser Prophezeiungen für die heutige Zeit und die Endzeit erläutert.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 50:40-51:14
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 838. Wir beenden das Kapitel 50 und werden aber weiterhin über das Gericht über Babel sprechen und was Gott mit seinem Volk vorhat, das aus Babylon führen möchte. Lass uns gemeinsam beten. Vater im Himmel, ich danke dir für dein Wort, das so viel Hoffnung versprüht, damit wir daraus leben können und wissen dürfen, dass du nicht nur damals der Gott warst, der das Volk befreit hat, sondern dass du auch heute ein Gott bist, der uns als Volk befreit. Befreit, aber auch jeden einzelnen aus den Dingen, in denen wir stecken und verstrickt sind und die nicht gut sind. Und dafür danke ich dir. Amen.
[1:13] Wir beginnen Vers 40 in Kapitel 50. Wie Gott Sodom und Gomorra samt ihrer Nachbarschaft umgekehrt hat, so soll auch dort niemand wohnen und kein Menschenkind sich dort aufhalten, spricht der Herr. Und das sagte er über Babylon, das heutige Irak hat, so dieses Gebiet von Babylon. Und da sind natürlich ganz verlassene Landstriche und es ist Wüste.
[1:40] Sie, es kommt ein Volk von Norden her, das sind die Perser, ja, ein großes Volk und viele Könige erheben sich von den Enden der Erde. Sie führen Burgen und Spieße. Sie sind grausam und unbarmherzig. Sie machen einen Lärm, als tobte das Meer. Sie reiten auf Rossen, gerüstet wie ein Mann zum Krieg gegen dich heran, du Tochter Babel. Wenn der König von Babel Nachricht von dir erhält, so lässt er seine Hände sinken. Es greift ihn Angst, Wehen wie eine Gebärende.
[2:09] Wie ein Löwe vom Dickicht das Jordan heraufkommt zu der fruchtbaren Weide, so will ich sie plötzlich von dort wegtreiben und den, der dafür auserwählt ist, über sie übersetzen. Das war nämlich Kyrus. Denn wer ist mir gleich und wer will mich zur Rechenschaft ziehen oder welcher Hirte kann vor mir bestehen?
[2:26] Wir merken, dass wir fast eins zu eins manche Verse hier schon einmal vor ein paar Kapiteln gelesen haben. Darum hört den Ratschluss des Herrn, den er über Babel gefasst hat und seine Absichten, die er über das Land der Chaldäer hat. Man wird sie gewisslich wegschleppen. Das heißt, was die Babylonier mit den ganzen Völkern getan haben, sie einzunehmen, kaputt zu machen und die Leute zu verschleppen, das wird Gott auch mit dem Babylonien tun. Auch die Kleinsten der Herde. Wahrlich, die Weide wird sich über sie entsetzen. Von dem Geschrei Babels ist eingenommen. Er bebt die Erde und der Lärm wird unter den Völkern gehört.
[3:03] Und das ist natürlich eine ganz große Parallele zur zweiten Engelsbotschaft Offenbarung 14, wo es heißt: "Gefallen, gefallen ist Babylon." Und ganz ähnlich wird es hier sein. Und auch Offenbarung 18 schreit ja der Engel oder ruft der Engel laut, dass Babylon gefallen ist.
[3:21] Der vierte Engel, Kapitel 51, so spricht der Herr: "Siehe, ich erwecke einen verderbenbringenden Wind gegen Babel und gegen die, welche das Herz meiner Widersacher bewohnen." Herz meiner Widersacher, das ist so ein Ausspruch, ein semitischer Ausspruch, der eigentlich meint das Zentrum oder das Herzstück. Also die Babylonier waren eigentlich das Herzstück der Rebellion gegen Gott. Sie waren so ja, das Zentrum der Rebellion.
[3:49] Und ich will Fremde nach Babel schicken, die es wurfeln, also sichten. Und sie werden sich von allen Seiten gegen es aufmachen. Am Tag des Unheils. Der Bogenschütze möge seinen Bogen gegen den spannen, der den Bogen spannt und gegen den, der sich in seinem Panzer erhebt. Und habt kein Mitleid mit seinen auserwählten Kriegern. Vollstreckt den Bann an seinem ganzen Heer. Ja, Erschlagene sollen fallen im Land der Chaldäer und Erstochene auf ihren Straßen.
[4:21] Denn Israel und Juda sollen nicht verwitwet gelassen werden von ihrem Gott, dem Herrn der Heerscharen. Das Land der Chaldäer dagegen ist voller Schuld gegen das gegen den Heiligen Israels. Israel und Juda soll nicht verwitwet gelassen werden, denn ihr geistlicher Ehemann, das ist Gott, der macht sich auf, um sie zu rächen, um gegen die Chaldäer anzugehen.
[4:45] Und wir finden das beschrieben Offenbarung 18 Vers 5, wo es heißt, dass die Sünden Babels reichen bis an den Himmel, ihr Maß ist sozusagen voll. "Flieht hinaus aus Babel und rettet jeder seine Seele, damit ihr nicht umkommt in seiner Missetat." Denn dies ist die Zeit der Rache des Herrn. Er bezahlt ihm, was es verdient hat.
[5:07] Also, wir haben ja die ganzen Gedanken aus Offenbarung 18 so richtig ausgeführt und enthalten. Und das ist ganz spannend, das mal gegeneinander zu legen. Babel war ein goldener Becher in der Hand des Herrn, der die ganze Welt trunken machte. Die Folge haben von seinem Wein getrunken, darum sind die Völker rasend geworden. Ihr Babylon hat alle überfallen und hat sie gedrängt mit dem mit dem verheerenden Wein Babels.
[5:33] Plötzlich gefallen und zertrümmert werden. Heult über es. Bringt Balsam für seine Wunden. Vielleicht kann es noch geheilt werden. Wir haben Babel heilen wollen, aber es ist nicht gesund geworden. Verlasst es und verlasst und lasst uns jeder in sein Land ziehen, denn sein Gericht reicht bis zum Himmel und steigt bis zu den Wolken empor.
[5:55] Hier gibt es eine ganz interessante Parallele. Babel kann nicht geheilt werden von den Sünden. Israel schon. Israel hat sich wieder bekehrt. Gott hat es wieder gesammelt. Aber Babel konnte nicht geheilt werden. Und es gibt diese interessante Parallele zur Zeit der Reformation. Ein Luther, der ja in Babylon sozusagen verhaftet war in seiner katholischen Kirche. Der hat es heilen wollen. Er wollte die katholische Kirche reformieren, aber ihm blieb nichts anderes übrig, als aus der Kirche herauszugehen, aus Babylon herauszugehen und etwas Neues zu schaffen, eine neue reformierte Kirche.
[6:35] Und so ist es auch ja am Ende in Offenbarung 14 und 18, wenn es heißt: "Geht heraus, dass jemand, denn ihr könnt Babel nicht verändern."
[6:47] Schärft die Pfeile, fasst die Schilde. Herr, den Geist der Könige von Medien erweckt, denn sein Trachten ist gegen Babel gerichtet, um es zu verderben. Denn das ist die Rache des Herrn, die Rache für seinen Tempel.
[7:02] Diese Könige von Persien sind im Plural, denn es gab tatsächlich mehrere ja, Stämme und dadurch auch mehrere Könige. Es war nicht ein Medien und ein Persien, sondern es waren so mehrere Stämme. Und das wir haben ja schon gesehen, dass es immer hier von Königen spricht im Buch Jeremia. Und es ist jetzt Zeit für die Rache des Herrn und zwar für die Rache am Tempel. Gott möchte sich für die Zerstörung des Tempels in Jerusalem rächen an den Babyloniern.
[7:30] Richtet das Kriegsbeil gegen die Mauern Babels auf, verstärkt die Bewachung, stellt Wächter auf, legt die Hinterhalte. Denn was der Herr sich vorgenommen hat, was er gegen die Bewohner von Babel geredet hat, das wird er auch tun.
[7:44] Die du an vielen Wäldern wohnst und viele Schätze hast, dein Ende ist gekommen. Das Maß deines Raubes ist voll. Die Sünden sind voll. Der Herr der Heerscharen hat sich bei sich selbst geschworen: "Ich will dich mit Menschen füllen wie mit Heuschrecken." Die sollen ein Triumphgeschrei über dich anstimmen.
[8:06] Und diese Heuschrecken, die sind ein Symbol für die persischen Soldaten, die in das Land Babylon strömen werden, die es überrennen werden und einnehmen werden. Ja.
[8:18] Wir können davon heute mitnehmen, dass Gott nicht erst in der Offenbarung hat aufschreiben lassen, dass wir aus Babel fliehen sollen, sondern er hat einen Typus gegeben hier im Buch Jeremia in der Zeit damals. Und der Antitypus, den sehen wir in der Offenbarung. Und wir können, wenn wir beides miteinander verknüpfen, viel darüber lernen, was Gott am Ende der Zeit tun wird mit Babylon. Und was wir überhaupt ja, Babel sehen und dort lernen dürfen.
[8:49] Das ist sehr interessant und wir können ermutigt sein, dass wir ein bisschen diese Kapitel zusammenlegen, denn Johannes hat viele Bilder aus dem Buch Jeremia genommen, um die Offenbarung zu schreiben.
[9:02] Lasst uns beten. Vater im Himmel, habt Dank für dein Wort, das so in sich stimmig ist und wo wir Vers und Buch für Buch miteinander vergleichen können. Und habe du Dank, dass du dein Buch, deine Bibel so gemacht hast, dass es so tief ist, dass es so reichhaltig ist und dass wir ja, so viel davon lernen können. Gib auch, dass wir dafür täglich die Zeit finden. Das bitte ich in deinem Namen. Amen.
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.