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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ befasst sich Rabea Kramp mit Jeremia 51:37-60 und dem Fall Babylons. Sie beleuchtet die prophetischen Aussagen über die Zerstörung der Stadt, die Bestrafung ihrer Götzen und die Befreiung des Volkes Gottes. Die Predigt zieht Parallelen zu biblischen Ereignissen und zeigt auf, wie diese Verse auch heute noch Relevanz für unser Leben haben.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 840, sind immer noch im Kapitel 51 von Jeremia und beschäftigen uns immer noch mit dem Fall Babylons. Er nimmt ein ganzes Stück Raum ein hier am Ende vom Buch Jeremia und ist dadurch auch sehr bedeutend und sehr gewichtig. Und damit wir es richtig verstehen, lasst uns gemeinsam beten.

[0:56] Lieber Vater im Himmel, wenn wir dein Wort heute lesen, dann gib, dass wir ja nicht diese Geschichte als etwas lesendes, lange her ist, sondern auch verstehen, dass es etwas für heute, für unsere Zeit zu tun hat, vielleicht auch sogar für uns persönlich. Und hilf uns dabei, das zu verstehen. Amen.

[1:18] Wir beginnen Vers 37: "Und Babel soll zu einem Steinhaufen werden, zur Behausung der Schakale, zum Entsetzen und zum Gespött, und niemand soll darin wohnen." Das kennen wir schon, diese Prophezeiung aus dem Buch Jesaja, der ähnliches vorausgesagt hat. "Sie brüllen alle zusammen wie junge Löwen und knurren wie Löwenkätzchen. Wenn sie erhitzt sind, bereite ich ihnen ein Trinkgelage und mach sie trunken, damit sie frohlocken und einen ewigen Schlaf schlafen, aus dem sie nicht mehr erwachen sollen, spricht der Herr."

[2:02] Ja, Gott sagt: "Ich werde sie trunken machen, ich werde sie schlafen legen. Sie werden davon nicht mehr aufwachen." Und das bringt uns ein bisschen auch zu dem Kapitel in im Buch Daniel, wo Belsazar dieses Trinkgelage gemacht hat und sie dann von der persischen Armee überrannt wurden in der Nacht und am Morgen ja, voller Entsetzen aufgewacht sind, wenn sie dann aufgewacht sind und nicht gestorben sind.

[2:30] "Ich führe sie wie Lämmer zur Schlachtbank hinab, wie Widder samt den Böcken." Wie Ischisch, was ein anderer Name ist für Babel, erobert worden und eingenommen. "Der Ruhm der ganzen Erde, wie ist Babels Ruhm ein Entsetzen geworden unter den Heidenvölkern." Wir haben hier so ein bisschen so eine Opfer-Sprache, so ein bisschen Heiligtums-Sprache. Und Gott sagt, Babylon ist wie so ein Opfer, das dahin gegeben wird.

[3:03] "Das Meer ist gegen Babel aufgestiegen." Und hier können wir ruhig auch das Meer gleichsetzen mit Völkern, weil in der Bibel steht, das Meer, die Wasser, auch oft für Völker. Und dieses Meer, diese Völker sind gegen Babel aufgestiegen. "Von seinen brausenden Wellen wurde es bedeckt. Seine Städte sind zu Einöden geworden, zu einem dürren und Wüstenland, zu einem Land, in dem niemand wohnt und durch das kein Menschenkind zieht."

[3:33] "Ich will dem Bale – das ist der Marduk, der Hauptgott von Babylon – von Babel heim suchen und ihm wieder aus dem Rachen reißen, was er verschlungen hat. Und die Heiden sollen ihm nicht mehr zuströmen." Auch die Mauer Babels ist gefallen.

[3:52] "Geht hinaus aus seiner Mitte, mein Volk, und jeder rette seine Seele vor dem grimmigen Zorn des Herrn." Dieser Vers 45 bringt uns geradewegs zur Offenbarung 14, in der ja auch fast eins zu eins der gleiche Vers steht: "Gefallen ist Babylon. Geht aus aus ihr, mein Volk." Und dieser Aufruf an das Volk Gottes, der bezieht sich natürlich auf die Zeit nach den 70 Jahren, dann, wenn Babylon fällt durch die Perser, sagt Gott, dann sollt ihr dieses Land verlassen und wieder in euer Heim, in eure Heimat zurückziehen.

[4:29] "Das nur euer Herz nicht verzage und ihr euch nicht fürchtet vor dem Gerücht, dass man im Land hören wird. Wenn in einem Jahr dieses und dem anderen Jahr jenes Gerücht kommt und Gewalttätigkeit verübt wird im Land und ein Herrscher sich gegen den anderen erhebt." Dieser Vers könnte die beiden Putsche an den Nachkommen von Nebukadnezar beschreiben. Da gab es Arme-Madok, den Sohn Nebukadnezars, der nur einige, ja, eine kurze Zeit regiert hat und der dann umgebracht wurde. Und nach ihm kam ein König, der hieß Merodach-Baladan, und der hatte einen Sohn, der hieß Nabonidus. Und das war eine ganz andere Dynastie als die von Nebukadnezar, aber sie waren durch Verheiratung von Töchtern und Enkelinnen von Nebukadnezar, die geheiratet haben, dann doch verwandt mit Nebukadnezars Dynastie. Und dieser wurde wiederum auch vom Thron gestürzt. Und es gab einen Putsch und Putsch, und das könnte in diesem Vers gemeint sein.

[5:39] "Darum sieh es kommen Tage, da werde ich die Götzen Babels heimsuchen. Da soll sein ganzes Land zuschanden werden und alle seine Erschlagenen in seiner Mitte fallen."

[5:53] "Himmel und Erde samt allem, was in ihnen ist, werden dann über Babel jubeln, denn vom Norden her werden sie Zerstörer zu ihm kommen." Spricht daher auch Babel soll fallen. "Ihr Erschlagenen Israels, gleich wie um Babels willen Erschlagene auf der ganzen Erde gefallen sind, so zieht nun weg, die ihr dem Schwert entflohen seid, und steht nicht still. Gedenkt in der Ferne an den Herrn und Jerusalem sei das Anliegen eures Herzens."

[6:27] Gott möchte seinem Volk sagen: Ihr habt jetzt so lange in Babylon gelebt, 70 Jahre. Aber ihr sollt eure Heimat im Herzen tragen. Ihr sollt nie vergessen, wo ihr herkommt. Ihr sollt euch in Babel nicht heimisch fühlen. Ihr sollt eine Sehnsucht haben nach eurem Heimatland in Israel, in Juda, und dahin sollt ihr zurückkehren.

[6:51] "Wir mussten uns schämen, denn wir haben Schande gehört. Vor Scham mussten wir unser Angesicht bedecken, weil Fremde über die Heiligtümer des Hauses des Herrn hergefallen sind."

[7:02] "Darum sieh es kommen Tage, spricht der Herr, da ich über seine Götzen Gericht halten werde, und in seinem ganzen Land werden tödlich Verwundete stöhnen." Wenn Babel auch bis zum Himmel emporstieg und seine Macht in der Höhe befestigte, so würden von mir aus den dennoch Verwüster zu ihm kommen, spricht der Herr.

[7:23] Und hier haben wir natürlich eine Anspielung auf den Turmbau zu Babel, wo Babel in seiner ganz frühen Zeit schon, ja, zum Himmel emporsteigen wollte und seine Macht in der Höhe befestigen wollte. Und das ist der Charakter Babels und Babylons natürlich geblieben.

[7:43] "Es erschallt ein Geschrei aus Babel und ein großes Krachen aus dem Land der Chaldäa, denn der Herr verwüstet Babel und macht darin dem lauten Lärmen ein Ende. Es brausen seine Wellen wie großes Wasser, es erschallt der Lärm seines Getöses, denn ein Verwüster ist über Babel gekommen. Seine Hallen sind gefallen und ihre Bögen zerbrochen worden, denn der Herr ist ein Gott der Vergeltung. Er wird sicherlich vergelten."

[8:08] Und das hat er durch die Perser und die Meder getan, allen voran Kyros. Und zwar will ich seine Fürsten und seine Weisen, seine Statthalter, seine Befehlshaber und seine heldentrunken machen, dass sie einen ewigen Schlaf schlafen und nicht mehr erwachen, spricht der König, dessen Name Herr der Herr Schan ist.

[8:26] Also Gott möchte diese ganze Elite, die weltliche und die geistliche Elite von Babel, alle zunichte machen und ja, fallen lassen. So spricht der Herr: "Der Herrscher an Babel soll von seinen breiten Mauern gänzlich entblößt werden und seine hohen Tore sollen mit Feuer verbrannt werden."

[8:47] Und so arbeiten die Völker vergebens und die Nationen mühen sich für das Feuer ab, und sie werden aufgeben. Diese hohen Mauern Babels, die kennt jeder, der schon mal im Museum in Berlin war, im Pergamonmuseum. Dort steht nämlich ein Teil dieser Mauer Babels, und diese Mauern sind wirklich hoch gewesen. Und man kann sich ja das so richtig gut vorstellen, wenn man diesen Vers liest und diese Mauern schon mal gesehen hat, die dort ausgegraben und in Berlin wieder aufgebaut wurden im Museum.

[9:24] Dies ist das Wort, das der Prophet Jeremia Seraia, dem Sohn Nerias, des Sohnes Maasejas, gebot, als dieser Zidkia, den König von Juda, im vierten Jahr seiner Regierung nach Babel begleitete. Seraia war nämlich Quartiermeister, und das muss wohl im Jahre 593 gewesen sein, als Zidkia noch als treuer Vasall unter Nebukadnezar gedient hat, also vor seiner Rebellion gegen ihn.

[9:55] Und Jeremia schrieb all das Unheil, das über Babel kommen sollte, in ein einziges Buch. Alle jene Worte, die gegen Babel geschrieben sind. Und dank dieser Schriften können wir heute von diesen Prophezeiungen Jeremias lesen. Und wir werden morgen ins letzte Kapitel des Buches Jeremia starten und noch meine kleine Zusammenfassung sehen, und ihr werdet sehen, wie all das zum Ende kommt.

[10:22] Und wie Gott die Babylonier bestraft und wie er sein eigenes Volk wieder herstellt. Das gibt eine Hoffnung auch für uns. Lass uns beten.

[10:33] Lieber Vater im Himmel, auch du wirst eines Tages das geistliche Babylon zugrunde richten und wirst dein Volk aus ihrer Mitte erretten, dass sie ausziehen, nicht nach Israel, sondern ins himmlische Kanaan, um dort für alle Ewigkeiten mit dir gemeinsam zu regieren und zu leben. Dafür danken wir dir. Darauf freuen wir uns. In deinem Namen. Amen.


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