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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt werden die letzten Verse des Buches Jeremia behandelt, die den Fall Jerusalems und die Zerstörung des Tempels durch die Babylonier beschreiben. Rabea Kramp beleuchtet die Ereignisse rund um König Zedekia und die Deportation des Volkes. Dabei wird betont, wie Gottes Gericht über Sünde wirkt, aber auch seine Vergebung und Treue.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen auf einer Seite 841, die vorletzte Seite im Buch Jeremia. Wir werden uns noch ein klein wenig mit dem Fall Babylons, aber dann noch mit dem Fall Jerusalems noch einmal beschäftigen. Und bevor wir einsteigen, lasst uns gemeinsam beten.

[0:48] Lieber Vater im Himmel, dir gehört die ganze Erde und das wird im Buch Jeremia so deutlich, dass du Könige einsetzt, Könige absetzt, dass dir alles gehört, steht, Länder und was du beschlossen hast, das geschieht. Und wenn wir das heute lesen, dann lass uns darin bestärkt sein, dass dein Wille immer geschieht. Amen.

[1:14] Wir beginnen in Vers 61 von Kapitel 51 und Jeremia sprach zu Seraja, das ist ja sein Quartiermeister gewesen, der mit nach mit mit dem kam. Wenn du nach Babel kommst, so sieh zu und lies alle diese Worte vor und du sollst sagen: Herr, du hast gegen diesen Ort geredet, dass du ihn ausrotten willst, so dass niemand mehr dort wohnen soll, weder Mensch noch Vieh, sondern dass er zu ewigen Wüste werde.

[1:44] Und es soll geschehen, wenn du dieses Buch zu Ende gelesen hast, verbinde einen Stein daran und wirf es mitten in den Euphrat und sprich: So soll Babel versinken und nicht wieder hochkommen infolge des Unheils, das ich über sie bringen werde, und sie werden erliegen. Bis hierher gehen die Worte Jeremias.

[2:06] Jeremia hat also diesen Quartiermeister beauftragt, sein Buch erstens mitzunehmen und es in Babel vor den Babyloniern, vor den Heiden zu verlesen, über den Fall ihres eigenen Landes. Ein keine einfaches Unterfangen. Ja, wer hätte sich das getraut, den Feinden, die ein Jahr Grad gefangen genommen haben, den Untergang vorherzusagen? Aber Seraja sollte das tun und noch mehr, er sollte dieses Schriftstück dann versenken im Fluss Euphrat.

[2:42] Und interessant ist, dass hier am Ende steht: Bis hierher gehen die Worte Jeremias. Also, wir können nicht ganz sagen, ob das letzte Kapitel, das wir gleich beginnen, Kapitel 52, dann tatsächlich Jeremia geschrieben hat oder vielleicht noch jemand als Anhang hinzugefügt hat. Wir sehen aber gleich, dass es eine Eins zu Eins Wiederholung ist von Jeremia 39.

[3:08] Jedenfalls zu Beginn, es heißt: Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde und er regierte 11 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hamutal, eine Tochter Jeremias von Libna. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, ganz wie Jojakim getan hatte. Wir sind, um das noch mal zeitlich einzuordnen, hier bei ungefähr um die dritte Wegführung, vor der dritten Wegführung.

[3:36] Und so geschah es wegen des Zornes des Herrn gegen Jerusalem und Juda, damit er sie vor seinem Angesicht verwerfe, dass Zedekia sich gegen den König von Babel empörte. Wir erinnern uns, er war eigentlich sein Statthalter, sein Vasall, Nebukadnezar eingesetzt und er war ihm jetzt untreu geworden und rebellierte.

[3:59] Und es geschah neun Jahre seiner Regierung, am 10. Tag des Zehnten Monats, dass Nebukadnezar, der König von Babel, er und seine ganze Heeresmacht gegen Jerusalem kam und sie belagerten es und bauten Belagerungswälle rings um es her. Also diese Belagerung von Jerusalem beginnt, die vor der dritten Wegführung stattfand.

[4:19] Und die Stadt wurde belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia, also zwei Jahre fast, am neunten Tag des vierten Monats, als die Hungersnot in der Stadt überhand nahm und das Volk des Landes kein Brot mehr hatte. Da brach man in die Stadt ein und alle Kriegsleute flohen und verließen die Stadt bei Nacht auf dem Weg durch das Tor zwischen den beiden Mauern beim Garten des Königs, während die Chaldäer die Stadt umzingelten.

[4:49] Und sie nahmen den Weg zur Araba, aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach und sie holten Zedekia ein auf der Ebene von Jericho, nachdem sein ganzes Herz ihn verlassen und sich zerstreut hatte. Also die Babylonier haben hier die Israeliten verfolgt, sie haben den König Zedekia ergriffen, der auf der Flucht war, und sie ergriffen den König und führten ihn zum König von Babel hinauf nach Ribla im Land Hamat.

[5:17] Das war ganz weit im Norden und der sprach das Unheil-Urteil über ihn. Und der König von Babel ließ die Söhne Zedekias vor dessen Augen nie damit sind auch alle Fürsten Judas ließ er in Ribla niedermetzeln. Also nicht nur Zedekia wurde gefangen genommen, sondern auch seine Söhne und seine Fürsten.

[5:35] Zedekia aber ließ er die Augen ausstechen und ihn mit zwei eisernen Ketten binden. Und der König von Babel brachte ihn nach Babel und warf ihn ins Gefängnis bis zum Tag seines Todes. Und dieser letzte Vers, das was mit Zedekia geschah, Gefängnis war bis zu seinem Tod, dieser Vers, der ist ein Zusatz, den finden wir nicht in Kapitel 39.

[5:58] Aber am zehnten Tag des fünften Monats, das war das 19. Jahr des Königs Nebukadnezar, des Königs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der vor dem König von Babel stand, nach Jerusalem. Das war jetzt wiederum nach der dritten Wegführung, ungefähr ein Monat danach.

[6:20] Und er brannte das Haus des Herrn und das Haus des Königs und alle Häuser von Jerusalem nieder und jedes Haus der Vornehmen verbrannte er mit Feuer. Bei der dritten Wegführung wurde der Tempel nicht zerstört, der Königspalast wurde nicht zerstört und die meisten Häuser stehen gelassen. Chaldäer war nicht so, Nebusaradan war nicht so eine, der alles niederbrannte, sondern das geschah etwa ein Monat erst später nach der Wegführung.

[6:58] Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache war, zerstörte alle Mauern von Jerusalem ringsum. Also sie haben in der Stadt alles zerstört und sie haben die Mauer zerstört. Und davon berichtet ja das Buch Nehemia, das genau diese Dinge später wieder aufgebaut wurden.

[7:16] Und einige von den geringen des Volkes und den Überrest des Volkes, der in der Stadt übrig geblieben war, samt den Überläufern, die zum König von Babel übergegangen waren, und den Rest der Handwerker führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, gefangen hinweg. Also er hat auch noch alle Einwohner Jerusalems mitgenommen.

[7:35] Aber von den geringen des Landes ließ Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, einige als Weingärtner und Bauern zurück, damit das Land nicht ganz verwildern würde.

[7:49] Die Eisensäulen aber, die zum Haus des Herrn gehörten, und die Gestelle und das eherne Wasserbecken, das im Haus des Herrn war, zerbrachen die Chaldäer und schleppten das ganze Zeug davon nach Babel.

[8:04] Sie haben ja den Tempel niedergebrannt. Sie haben aber die Schätze des Tempels vorher entwendet, haben sie zerbrochen und in Stücken nach Babylon gebracht. Diese Becken, diese Säulen, das waren unheimlich große, schwere Gegenstände. Wir erinnern uns noch an die Bücher Chronik, wo genau die Gewichte und die Maße beschrieben wurden. Das ist unglaublich viel Metall gewesen und all das haben die Babylonier über so viele hunderte Kilometer nach Babylon verschleppt.

[8:34] Und so wie wir in den letzten Tagen gelesen haben, hat Gott diese Sünde gerecht, dass sie den Tempel entweiht haben, dass sie all das mitgenommen haben und dafür hat Gott sie später bestraft. Gott hat ja seinen Tempel lieb gehabt und er hat die Babylonier nicht davonkommen lassen.

[8:58] Auch wenn es ein Gericht war, dass er zugelassen hat, so sind doch die Babylonier hier über die Stränge geschlagen, denn ja, das ließ sich nicht mehr kontrollieren, diese Sünde und sie haben mehr getan, als Gott eigentlich beabsichtigt hat. Aber Gott hat das alles in ein Gericht gebracht und wird es noch einmal in ein Gericht bringen und dafür können wir ihm danken.

[9:20] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, dir entgeht nichts und du weißt alles, was wir hier auf der Erde tun. Du siehst alles, du hörst alles, Herr. Aber du vergibst auch alles. Und wir möchten dich bitten, dass du uns diese Zeilen, diese Verse eine Lehre sein lässt, dass wir uns an dich halten, dass wir nicht rebellieren, sondern dass wir bei dir bleiben, uns an dich halten, weil dann werden wir sicher nicht verloren gehen. Amen.


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