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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video wird das letzte Kapitel des Buches Jeremia behandelt, das die Ereignisse nach der Zerstörung Jerusalems beschreibt. Es wird detailliert auf die Wegführung von Kultgegenständen und wichtigen Persönlichkeiten eingegangen, sowie auf die überraschende Begnadigung des Königs Jojachin durch den babylonischen König Evil-Merodach. Die Predigt beleuchtet die Bedeutung dieses Abschlusses als Zeichen der Hoffnung und Gottes Treue, selbst in Zeiten des Gerichts.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] [Musik] und Willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die letzte Seite im Buch Jeremia, die Seite 842. Und wir werden sehen, wie es weiterging mit der Plünderung Jerusalems und dann auch mit Babylon und auch mit den Israeliten. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.

[0:53] Lieber Vater im Himmel, du führst alles zu einem guten Ende. Du möchtest auch unser Leben und ja, deines Volkes auf der ganzen Erde zu einem guten Ende führen. Und darauf hoffen wir und darauf warten wir in deinem Namen. Amen.

[1:13] Wir beginnen Vers 18 von Kapitel 52. Sie nahmen auch die Töpfe weg, gemeinsam die Babylonier und die Schaufeln, die Messer, die Sprengschalen, die Schalen und alles eherne Gerät, womit man den Tempeldienst zu verrichten pflegte. Also sie haben die ganzen Geräte des Heiligtums entwendet. Die Becken und die Räucherpfannen, die Sprengschalen und die Töpfe, die Leuchter und die Schalen und die Opferschalen, alles, was aus reinem Gold war und alles, was aus reinem Silber war, das nahm der oberste der Leibwache weg. Das war Nebusaradan.

[1:46] Die zwei Säulen, das eine Wasserbecken und die 12 ehernen Rinder darunter, die Gestelle, die der König Salomo für das Haus des Herrn hatte machen lassen. Das Herz von allen diesen Geräten war nicht zu wägen.

[1:59] Und was die beiden Säulen betrifft: Eine Säule war 18 Ellen hoch und ein Faden von 12 Ellen umspannte sie. Eine Elle ist ungefähr 45 cm lang. Also können wir uns eine Idee davon machen, was 18 Ellen und 12 Ellen bedeuten. Sie waren aber vier Finger dick inwendig hohl. Diese Säulen oben darauf fallen Kapitelle aus Erz. Und die Höhe eines Kapitells betrug 5 Ellen und ein Geflecht mit Granatäpfeln war an dem Kapittelringsum. Alles aus Erz, ganz gleich war auch die andere Säule und hatte auch Granatäpfel. Es waren 96 Granatäpfel nach den vier Windrichtungen verteilt, im ganzen waren es 100 in dem Geflecht ringsum.

[2:54] Und der oberste der Leibwache nahm Seraja, den obersten Priester, und den zweiten Priester Zefanja samt den drei Hütern der Schwelle, also die Elite. Und er nahm auch aus der Stadt einen Hofbeamten, der über das Kriegsvolk gesetzt war, und sieben Männer von denen, die das Angesicht des Königs gesehen hatten, die in der Stadt gefunden wurden. Dazu den Schreiber des Heerführers, der das Volk des Landes zum Heeresdienst aushob, und 60 Mann vom Volk des Landes, die in der Stadt gefunden wurden. Also diese Männer hatte Nebusaradan, der oberste der Leibwache, bei der dritten Wegführung mit sich genommen.

[3:35] Diese nahmen Seeboden. Nebusaradan, der oberste der Leibwache, und führte sie zum König von Babel nach Ribla. Also genauso wie er Zidkia seine Söhne und seine Fürsten zu ihm nach Ribla gebracht hat, zur Nebukadnezar führt er nun auch diese geistliche Elite weg und auch die militärische. Und der König von Babel ließ sie in Ribla umbringen. Im Land Hamat. So wurde Jojachin aus seinem Land gefangen weggeführt.

[4:03] Dies ist das Volk, das Nebukadnezar gefangen weggeführt hat. Im siebten Jahr 3023 Juden im 18. Jahr Nebukadnezars aus Jerusalem, 832 Seelen in 23 Jahren. Im Garten der oberste der Leibwache von den Juden 745 Seelen weg. Im ganzen 4600. Diese drei Wegführungen sind nicht die großen drei Wegführungen, die wir im Buch Jeremia beschrieben haben, sondern es müssen kleine Nebenwegführungen gewesen sein, denn auch die Zahl der weggeführten Seelen ist weit unter dem, was bei den drei Wegführungen Tatsache war. Bei den drei großen Wegführungen waren es 10.000 Juden, die nach Babylon deportiert wurden, und hier sind es nur 4600. Und anhand der Regierungsjahre können wir sehen, welche Jahre das waren. Das war hier 598, 597 vor Christus, dann 587 und 582. Also sind ganz andere Jahreszahlen als die drei berühmten Wegführungen.

[5:24] Und hier kommt der Schluss des Buches Jeremia: die Begnadigung des Königs Jojachin. Und es geschah im 37. Jahr der Wegführung Jojachins, des Königs von Juda, am 25. Tag des 12. Monats, da erhob Evil-Merodach, der König von Babel, im ersten Jahr seiner Regierung den König Jojachin des Königs von Juda und führte ihn aus dem Gefängnis heraus. Dazu muss man wissen, Evil-Merodach ist der König Amel-Marduk, der Sohn von Nebukadnezar. Sprachlich, philologisch eine etwas andere Beschreibung von Amel-Marduk. Und dieser Amel-Marduk war im Gefängnis gesessen, weil er sich etwas zu Schulden hat kommen lassen. Und dort hat er den König von Juda kennengelernt.

[6:17] Und er hat sich mit Jojachin angefreundet, anscheinend. Und als Amel-Marduk an die Macht kam, nachdem sein eigener Vater gestorben war, hat Amel-Marduk diesen Jojachin begnadet und hat ihn aus dem Gefängnis geholt. Und er redete freundlich mit ihm und setzte seinen Thron über den Thron der Könige, die beim in Babel waren. Er durfte auch seine Gefängniskleider ablegen und er aß alle Zeit in seiner Gegenwart sein Leben lang.

[6:51] Man muss dazu wissen, dass Jojachin ungefähr mit 18 Jahren ins Gefängnis kam nach Babylon und er war 55 Jahre alt, als Amel-Marduk ihn daraus holte. Also hat er den, ja, größtenteils seines Lebens, den besten Teil seines Lebens dort im Gefängnis verbracht. Und dann wundert, dass er das so lange überlebt hat. Und sein Unterhalt, ein beständiger Unterhalt wurde ihm vom König von Babel gewährt, so viel täglich benötigte, bis zum Tag seines Todes, alle Tage, die noch zu leben hatte.

[7:23] Tja, warum schreibt der Schreiber des Buches Jeremia? Wir wissen ja nicht, ob das letzte Kapitel tatsächlich von Jeremia stammt. Warum schreibt er diese Begnadigung von Jojachin am Ende dieses Buches, wo es so viel über die Verfehlungen vom Volk Gottes ging, wo es um die Gerichte an den Heidenvölkern und letztendlich auch an Babel ging? Vielleicht möchte der Schreiber uns so einen kleinen Hoffnungsschimmer mitgeben und sagen: Gott wird auch am Ende viele begnadigen, die sich ihm zuwenden, die sein Freund geworden sind.

[8:01] Und ist auf jeden Fall der Lichtschimmer, der am Ende des Buches Jeremia für uns übrig bleibt, dass wir wissen dürfen: Gott führt alles zu einem guten Ende. Mag es manchmal dauern, aber er tut es. Lasst uns beten.

[8:12] Lieber Vater im Himmel, wir haben viel gelernt vom Buch Jeremia. Wir haben viel davon mitgenommen. Wir haben gesehen, wie viel Geduld du hattest mit deinem Volk, bis du dann tatsächlich das Gericht geschickt hast. Herr, und genauso gehst du auch mit uns um in unserem eigenen Leben. Du hast viel Geduld, du lässt uns vieles gewähren, aber wir wissen auch, dass uns nicht alles zum Guten ist und dass du auch dann die Sünde bestrafen musst. Aber es tut dir im Herzen weh, wenn der Sünder darunter leidet. Herr, schenkt uns jeden Tag den Willen und die Kraft, uns an dich zu halten, damit wir mit dir gehen, unser Leben mit dir gestalten und unser Herz auf dich ausrichten. Amen.


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