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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt wird Jeremia Kapitel 5 Verse 8 bis 31 beleuchtet. Rabea Kramp erklärt die tiefgreifende Sünde des Volkes Israel, die sich in Ehebruch, Götzendienst und der Missachtung des Rechts zeigt. Gott kündigt Gericht durch die Babylonier an, verspricht aber auch einen Überrest und erklärt, dass die Sünden des Volkes die göttlichen Segnungen verhindern. Die Predigt betont die Wichtigkeit, Gottes Warnungen ernst zu nehmen und ihm zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Gelesen heute zusammen die Seite 784 und lesen Kapitel 5 im Buch Jeremia zu Ende. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten. Vater im Himmel, du hast so emotional auch um die Folgerungen und so emotional rings du auch um jede einzelne Seele. Um mich und um andere, und dass uns das immer vor Augen sein, dass du so mit uns ja, fühlst, leidest und uns unbedingt zurückholen möchtest zu dir, wenn wir von dir abgewandt sind. Bitte, gib, dass uns das immer bewusst wird und dass wir auch dich dafür preisen und loben, dass du so geduldig bist.

[1:14] Wir beginnen in Kapitel 5, Vers 8. "Die günstigen Hengste schweifen sie umher, jeder wird nach der Ehefrau seines Nächsten." Das ist eine Beschreibung des Volkes Gottes zur Zeit Jeremias. Ja, es war ein ständiger Ehebruch eigentlich im Volk vorhanden. "Sollte ich dies nicht heimsuchen, spricht der Herr, und sollte sich meine Seele an einem solchen Volk nicht rächen?" "Erklimmt ihre Mauern und verdirbt, aber richtet sie nicht völlig zugrunde. Schneidet ihre Ranken ab, denn sie gehören nicht dem Herrn." Also Gott sagt, so ein kleiner Überrest, ein kleiner Wurzelstock, so wie es in Jesaja heißt, soll bleiben, denn ganz und gar treulos haben das Haus Israel und das Haus Juda an mir gehandelt, spricht der Herr. Sie haben den Herrn verleugnet und gesagt: Nicht er ist's, kein Unglück wird über uns kommen, wie das Schwert nach Hungersnot werden wir sehen.

[2:08] Sie haben die Propheten eigentlich nicht ernst genommen, die spannungsbotschaften eigentlich in den Wind geschlagen. Die Propheten sind ja nur Windbeutel. Und hier heißt es in einer Übersetzungsvariante: "Werden zu Wind." Also sie sind eigentlich ja so schnell weg wie ein kleiner Wind, und das Wort ist nicht in ihnen. Ihnen selbst soll es so ergehen. Es gab leider viele falsche Propheten zur Zeit Jeremias. Darum spricht der Herr, der Gott Zebaoth: "Weil ihr das gesagt habt, siehe, so will ich meine Worte in deinen Mund zu einem Feuer machen und dieses Volk zu Holz, so dass es sie verzehren wird." Also das Volk wird zu Holz, und die Götzen waren ja auch aus Holz. Und die Worte Gottes werden wie ein Feuer, und das Feuer wird das Holz verzehren.

[2:57] Spricht das Volk: "Siehe, ich bringe über euch, zu Haus Israel, ein Volk aus der Ferne, spricht der Herr, ein zähes Volk, ein uraltes Volk, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst." Und damit ist Babylon gemeint. Babylon seien tatsächlich ein uraltes Volk, und die Sprache, das Akkadische, wie man heute sagt, das haben die Juden nicht verstanden. Es war ja auch eine ganz andere Schrift mit den Keilschriften und so. Drumherum haben sich die Völker einigermaßen verstehen können, auch wenn die Sprachen ein bisschen verschieden waren. Aber das Akkadische, das Babylonische, das war tatsächlich eine ganz andere Sprache. "Sein Körper ist wie ein offenes Grab, und es besteht aus lauter Helden", also sehr kriegslüstiges Volk, die Babylonier. Und es wird deine Ernte und dein Brot aufessen, sie werden deine Söhne und deine Töchter verzehren, eine Schar und deine Rinder fressen es.

[3:55] Wird einen Weinstock und einen Feigenbaum abfressen und deine festen Städte, auf die du dich verlässt, wird es mit dem Schwert zerstören. Hier sagt Gott quasi die ganze Zerstörung voraus, das ganze Ausmaß. Aber auch in jenen Tagen, spricht der Herr, will ich mit euch nicht ganz ein Ende machen. Und wieder ist hier dieser Refrain, der sagt: Ich will einen Überrest lassen und aus diesem Überrest will ich dann etwas Neues erschaffen. Und wenn es dann geschieht, dass ihr fragt: "Weshalb hat unser Gott uns das alles angetan?", so sollst du zu ihnen antworten: "Gleich wie ihr mich verlassen und fremden Göttern gedient habt in eurem Land, so müsst ihr auch jetzt Fremden dienen in einem Land, das nicht euch gehört." Und diese Gesetzmäßigkeit, die finden wir immer wieder, nicht nur im Buch Jeremia, auch in anderen prophetischen Büchern, wo deutlich wird, dass was das Volk sich gewünscht hat, das hat Gott ihm am Ende auch gegeben. Sie haben sich gewünscht, fremden Göttern zu dienen, also werden sie fremden Völkern dienen. Sie haben ihre Töchter und Söhne dem Moloch geopfert im Tal Hinnom, und die Babylonier werden ihre Töchter und Söhne auch wegnehmen.

[5:09] "Verkündigt diesem Haus Jakob und lasst es hören in Juda und sprecht: Hört doch dies, tut dies, ihr Volk ohne Einsicht! Die Augen habt und doch nicht seht, die Ohren habt und doch nicht hört." Das ist wie sein Sechster. Lesen wir etwas Ähnliches. "Ich wollte ihr nicht fürchten, spricht der Herr. Von mir nicht erzittern, der ich dem Meer die Grenze gesetzt habe, zur ewigen Schranke, die es nicht überschreiten darf. Wenn sich seine Wogen auch dagegen auflehnen, so sind sie doch machtlos. Wenn sie auch toben, können sie sie nicht überschreiten." Und Gott nimmt hier den Vergleich mit dem Meer zur Hand und er sagt: "Sogar das Meer gehorcht mir. Ja, ich habe dem Meer eine Grenze gesetzt und es überschreitet die Ufer." Aber mein Volk, das macht, was es will. Aber dieses Volk hat ein halsstarriges, aufrührerisches Herz. Sie haben sich abgewandt und sind davon gelaufen, und sie haben in ihren Herzen nicht gedacht: "Wir wollen doch den Herrn, unseren Gott, fürchten, der den Regen gibt, früh und spät, der zu seiner Zeit die bestimmten Wochen der Ernte für uns einhält." Eure Missetaten haben dies verhindert.

[6:25] Und da gibt Gott ein ums andere Mal wieder den Grund, der sagt: Eure Sünden stehen im Weg, die verhindern den Spätregen. Und das ist natürlich auch für das Ende der Zeit relevant. Und eure Sünden haben das Gute von euch zurückgehalten. Denn unter meinem Volk finden sich Gottlose. Sie liegen auf der Lauer, ducken sich wie Vögel. Sie stellen Fallen, um Menschen zu fangen. Also er sagt, im Volk gab es vorsätzlich solche, die versucht haben, andere zu verführen, ihnen quasi sie zum Götzendienst zu verführen. Wie ein Käfig voller Vögel geworden ist, so haben sich ihre Häuser mit Betrug gefüllt. Auf diese Weise sind sie groß und reich geworden. Also sie haben sich bereichert und haben ja die einem in einem Käfig alle gefangen genommen, diese unreinen Vögel. Und es ist natürlich ein Bild, was wir aus der Offenbarung kennen, aus Offenbarung 18.

[7:23] "Sie glänzen, sie platzen auch, sie fließen über von bösen Taten. Für das Recht sorgen sie nicht, für das Recht erweisen, um ihnen zum Gelingen zu verhelfen. Und die Rechtssache der Armen führen sie nicht." Also sie kümmern sich nicht um die am Rand Stehenden, sondern sie missachten auch das Zivilrecht. "Sollte ich dies nicht heimsuchen, spricht der Herr? Ja, sollte ich meine Seele an einem solchen Volk nicht rächen?" Nicht rechnen. Und da schließt sich der Bogen zu Vers 8, wo wir den Ehebruch hatten. Nun Gott sagt: "Sollte ich das nicht rächen?" Und hier sagt er: "Sie brechen das Recht und vergehen sich an denen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Sollte ich das nicht rächen?"

[8:03] Entsetzliches und Abscheuliches ist es im Land geschehen. Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen mit ihrer Unterstützung, und mein Volk liebt es so. Was wollt ihr aber tun, wenn das Ende von all dem kommt? Und wir sehen hier, dass das Volk nicht nur in der Elite, sondern auch in der Basis völlig desolat, moralisch abgefallen ist. Und Gott sagt: "Ich weiß nicht, was ich mit euch machen soll. Ich kann mir nicht anders helfen, ich muss die Babylonier schicken, um euch aufzurütteln und muss einfach das Gericht vollstrecken." Aber Gott hat so viele Warnungsbotschaften geschickt, seine Propheten wirklich lange Warnungsbotschaften verkündigen lassen, aber das Volk hat nicht gehört. Und das muss uns eine große und wichtige Lehre sein. Lasst uns beten.

[8:52] Lieber Vater im Himmel, gib, dass wir offene Ohren haben für deine Warnungsbotschaften, dass wir dir gehorchen, dass wir ja dein Wort ernst nehmen, die Prophetie ernst nehmen, damit wir ja wissen, was kommt, und dass wir dir auch vertrauen. Witten den Annahmen.


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