In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Jeremia Kapitel 6 und 7 ein und beleuchtet die ernsten Warnungen Gottes an sein Volk. Sie erklärt, warum die bloße Anwesenheit im Tempel keine Sicherheit bietet und wie wichtig ein aufrichtiger Wandel und Taten sind, die dem Glauben entsprechen. Die Botschaft unterstreicht die Konsequenzen von Sünde und die Notwendigkeit echter Umkehr.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 6:24-7:16
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Gelesen heute zusammen Jeremia Kapitel 6 und Kapitel 7. Und wir haben eine der Tempelpredigten von Jeremia vor uns, die ja sehr bekannt sind. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:47] Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns offene Herzen schenkst. Nicht nur heute, wenn wir ein Wort lesen, sondern immer, dass wir für deine Stimme, für den Heiligen Geist offen sind und davon lernen dürfen. In deinem Namen. Amen.
[1:05] Wir beginnen in Kapitel 6, Vers 24. „Als wir von ihnen hörten, da wurden unsere Hände schlaff. Angst ergriff uns, und Schmerz wie bei einer Gebärenden. Ja, nicht aufs Feld hinaus und betritt die Straße nicht, denn das Schwert des Feindes verbreitet Schrecken ringsum. Gehörte sackte um, die Tochter meines Volkes, und sagt: „Torre, wieder ein Zeichen für die Buße und wälze dich in der Asche. Trauere wie um den einzigen Sohn, halte bittere Klage, denn plötzlich wird die Verwüstung über uns kommen.“ Ich habe dich zum Prüfer über mein Volk bestellt, Goldprüfer, damit du ihren Weg erkennst und prüfst.“
[1:43] Gott gibt hier durch Jeremia dieses Bild des Läuterns, das Gold prüfen und Metall wird im Feuer geläutert und es bleibt nur das reine Metall übrig und die Schlacke wird davon getrennt. Und wir werden sehen, dass Jeremia dieses Bild noch öfter verwendet. „Sie sind alle widerspenstige Empfänger, gehen als Verleumdung her. Erz und Eisen sind sie, Verderber alle miteinander. Der Blasebalg schnaubt vom Feuer, ist das Blei verzehrt, vergebens hat man geschmolzen und geschmolzen. Die Bösen werden doch nicht ausgeschieden. Verworfen, selber nennt man sie, weil der Herr sie verworfen hat.“
[2:23] Ja, Gott hat versucht, hier im Feuer zu läutern, aber dass die Schlacke und das und das Metall haben sich so verbunden, dass da keine Trennung mehr möglich ist. Gott, was ich kann ja kaum noch sichten, weil das Böse so um sich gegriffen hat in deiner Mitte. Das ist ja, ich kann es nur noch wegwerfen. Und deshalb kommt die Invasion der Babylonier.
[2:51] Wir starten mit Kapitel 7. Das ist die Botschaft vor dem Tempel. „Dies ist das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: Stelle dich in das Tor am Haus des Herrn und rufe dort dieses Wort aus und sprich: Hört des Wortes, Herr, ihr, die ihr durch diese Tore hineingeht, um den Herrn anzubieten.“ Also Jeremia soll sich hier vor dem Tempel stellen, vor das Tor und soll dann zum Volk reden.
[3:19] „So spricht der Herr, der Herrscher, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen. Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist dies.“
[3:33] Ja, warum sagt Jeremia das hier? Jeremia möchte deutlich machen, dass sie nicht einfach nur zum Tempel gehen sollen, weil sie denken, daran läge allein die Erlösung. Sondern er möchte ihnen deutlich machen: Wenn ihr zum Tempel kommt, dann müsst ihr auch glauben und ihr müsst euch reinigen lassen, ihr müsst Vergebung bekommen. Ihr müsst auch ein Herz bekommen. Euer Glaube muss mit eurem Leben, mit ihren Werken, mit eurem Wandel, mit euren Taten übereinstimmen, sonst nützt das alles nichts.
[4:03] Und warum sie hier dreimal sagen: „Der Tempel des Herrn ist es“, dass es so mantraartig heruntergebetet. Sie haben tatsächlich geglaubt, die bloße Anwesenheit des Tempels ist ihre Sicherheit. Und weil Gott in ihrer Mitte ist, weil Gott hier im Tempel wohnt, wird der User nämlich untergehen und sie werden nicht von den Babyloniern überrannt werden, weil das der Berg Zion als unannehmbar galt. Gott wird sie eines Besseren belehren.
[4:29] Denn nur wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, wenn ihr die Fremdlinge, die Waise und die Witwe nicht bedrückt und an dieser Stätte kein unschuldiges Blut vergießt – damit sind die Kinderopfer gemeint und nicht anderen Göttern nachwandelt zu eurem eigenen Schaden –, dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
[4:55] Also Gott sagt ganz klar: Lasst diese schlimmen Gräueltaten, lasst diese Sünden und tut das Gute. Und wenn ihr das tut, dann werdet ihr nicht von den Babyloniern weggeführt werden.
[5:07] Sie, ihr verlasst euch auf trügerische Reden, die keinen Nutzen bringen. Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die ihr gebrochen, falsch geschworen, bei geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, ihr nicht kennt, dass ihr dann kommen könnt, nun von meinem Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist, und sprechen: „Wir sind der Retter“, nur um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben?
[5:29] Also kommt es völlig völlig am Ende. Das erzählt hier ein Ausschnitt aus den Zehn Geboten auf in Vers 9 und sagt: „Ihr habt gebrochen und ihr habt gestohlen und gemordet und viele andere Dinge.“ Und sagt: „Und wie kommt in den Tempel und sagt: ‚Ja, der hat uns vergeben‘“, und dann macht ihr einfach danach weiter. Also es hat gar keinen Impact, gar keinen Einfluss auf euer Leben. Euer Glaube, es ist einfach nur eine Rollen-Sachen-Hülle, eine Fassade, die sie da leben, aber es hat keine Bedeutung.
[6:04] Und sie machen ihre offene Sünde einfach weiter. „Ist dieses Haus, ist denn dieses Haus, das nach meinem Namen genannt ist, in euren Augen zu einer Räuberhöhle geworden?“ Ja, wahrlich, auch ich sehe so. Spricht der Herr. Die Räuberhöhle, die kennen wir natürlich aus dem Neuen Testament. Dennoch Jesus sagt, dass seine Räuberhöhle hier, weil er die Missstände im Tempel aufdeckt.
[6:25] Und wenn wir einen Moment nachdenken, was eigentlich eine Räuberhöhle ist, dann ist es doch ein Versteck für welche, die sich kriminell betätigt haben. Und er sagt: „Ihr, mein Volk Gottes, ihr seid eigentlich wie Räuber. Ihr habt, ihr seid kriminell.“ Und deswegen versteckt ihr euch. Und der Tempel ist quasi ein Versteck vor dem Babylonier. Und ihr denkt, im Tempel seid ihr sicher, aber ich werde euch dort nicht beschützen.
[6:52] Denn geht doch hinzu meiner Städte in Silo, wo ich zuerst meinen Namen wohnen ließ, und zählt, wie ich mit ihr verfahren bin wegen der Bosheit meines Volkes Israel. In Silo war ja die Stiftshütte, die durch die Wüste gewandert ist. Diese Stiftshütte, die hat man in Silo aufgestellt und dort hat Eli zum Beispiel den Heiligtumsdienst gemacht mit seinen Söhnen. Aber dort gab es auch große Sünde. Wir wissen, dass Eli sich furchtbar versündigt haben und das Ende vom Lied war, dass Gott die Stiftshütte dort ja weggenommen hat, kaputt gemacht hat und es gab sie dort nicht mehr.
[7:30] Und nun, weil ihr alle diese Werke verübt habt, spricht der Herr, und weil ich zu euch geredet habe, indem ich mich früh aufmachte und immer wieder redete, ihr aber nicht hören wolltet, weil ich euch gerufen habe, ihr aber nicht geantwortet habt, so will ich euch auch mit dem Haus, das nach meinem Namen genannt ist und auf das ihr euch verlasst, und mit dem Ort, den ich euch und euren Vätern gegeben habe, so verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin.
[7:59] Also Gott sagt: Ich werde genau das machen, die mit Silo, mit dem Tempel in Jerusalem. Macht euch keine Illusionen. Und Gott sagt: Ich habe mich früher aufgemacht, ich habe euch rechtzeitig gewarnt. Ich habe euch ja hunderte im Voraus vor diesem Unheil, den Babyloniern gewarnt. Und ich will auch euch von meinem Angesicht verwerfen, gleich wie ich alle eure Brüder, die ganze Nachkommenschaft Israels – und damit ist das Nordreich gemeint – verworfen habe.
[8:26] Du aber, sollst du für dieses Volk eine Fürbitte einlegen? Das sagt Gott zu Jeremia. „Ja, soll es wieder flehen, noch Gebet für sie erheben und nicht in mich dringen, denn ich werde dich keineswegs erhören.“ Das ist unglaublich traurig, dass selbst das Gebet eines gottergebenen Propheten nichts mehr auszurichten vermag. Gott hat seine Sache beschlossen und es gibt keine Umkehr. Mögen wir nicht so weit kommen, dass Gott sagt, es kann niemand mehr für euch beten.
[8:56] Lasst uns gemeinsam uns zu Gott finden. Vater im Himmel, ich möchte dich ganz aufrichtig und ganz ernst bitten, dass du uns unsere Fehler immer wieder aufzeigst. Dass du uns geschenkt und Umkehr, dass du uns das Wollen und das Vollbringen gibst, wenn es um Reue und Vergebung geht. Herr, mach unsere Herzen offen und weit für deine Liebe, Barmherzigkeit, Güte und Treue, damit es mit uns nicht so weit kommt, wie mit dem Volk hier in diesem Kapitel. Deinem Namen.
[9:33] [Musik]
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