Veröffentlicht am
134 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Jeremia 8:4-8:23 spricht Rabea Kramp über die tiefe Abkehr des Volkes Gottes von Gott und seinen Wegen. Sie beleuchtet, wie die Menschen trotz Gottes Warnungen in ihrer Sünde verharren, sich selbst belügen und die Konsequenzen ihres Handelns ignorieren. Die Botschaft unterstreicht die Notwendigkeit, Gottes Weisheit anzunehmen und sich von falschen Sicherheiten zu lösen, bevor es zu spät ist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute Jeremia Kapitel 8. Morgen erst starten wir mit Kapitel 9. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, so ernst sind die Worte des Jeremia, ja, so ernst. Und doch wurden sie so verachtet und nicht darauf gehört. Er schenke uns offene Ohren, aber vor allem hoffende Herzen. Bin mir dein Wort jetzt lesen.

[1:00] Wir beginnen in Vers 4 von Kapitel 8. So sollst du zu ihnen sagen: So spricht der Herr: Wer fällt, der steht nicht wieder auf. Wer aber vom rechten Weg abweicht und nicht wieder umkehrt, der ist verloren. Das sind rhetorische Fragen, oder zwei rhetorische Fragen. Also das Problem ist nicht nur der Abfall des Volkes Gottes, sondern das Problem ist, dass sie eigentlich niedergestreckt liegen geblieben sind, dass sie ja in der Sünde verharrt sind und dass sie keine Hilfe gesucht haben bei Gott. Warum ist denn dieses Volk vom rechten Weg abgewichen? Warum verharrt Jerusalem in fortwährender Abkehr? Sie halten fest an Betrug, sie weigern sich umzukehren.

[1:39] Denn ich gab acht und horchte: Sie reden nicht, was recht ist. Da ist keiner, der seine Bosheit bereut, der sagt: Was habe ich getan? Sondern sie alle wenden sich zu ihrem Lauf, ihren Ross, das sich in den Kampf stürzt. Also sind ja gar nicht richtig bei Verstand, sondern stürzen einfach nur drauf los und wollen das Böse tun. Das erinnert uns ein bisschen an viele Aussagen im Römer 3: Da ist keiner, der Gutes tut.

[2:07] Selbst der Storch am Himmel kennt seine bestimmten Zeiten, Turteltaube, Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihrer Wiederkehr ein. Aber mein Volk kennt die Rechtsordnung des Herrn nicht. Und wir lesen diese Vergleiche öfter im Buch Jeremia, dass Gott sagt: Sogar die Tiere kennen die Kreisläufe, sie folgen meinen Naturgesetzen. Aber mein Volk, das folgt mir nicht, obwohl sie ja genauso geschaffen sind von Gott.

[2:35] Weiter geht es: Wie könnt ihr da sagen, wir sind weise und das Gesetz des Herrn ist bei uns? Wahrlich, zur Lüge gemacht hat es der Lügenstift der Schriftgelehrten. Sie haben tatsächlich gedacht, die bloße Anwesenheit des Gesetzes Gottes in der Bundeslade, die Anwesenheit des Tempels, die wendet alles Böse von ihnen ab. Also sie haben so ein bisschen so Religiosität auf die Gegenstände gesetzt und haben gedacht, diese Anwesenheit der biblischen Schriften, der Schriftrollen, der Zehn Gebote, der Tafeln, die allein kann sie retten. Und die Schriftgelehrten haben das auch noch unterstützt.

[3:14] Zuschanden geworden sind die Weisen, sie sind erschrocken und haben sich selbst gefangen. Denn siehe, sie haben das Wort des Herrn verworfen. Was für eine Weisheit bleibt ihnen dann noch übrig? Und das ist eine gute Frage: Wenn sie die Weisheit Gottes ausschlagen, wenn wir nichts davon wissen wollen, was für eine Weisheit bleibt übrig? Nur noch die menschliche. Und was wir davon halten können, das wissen wir.

[3:39] Haben darum will ich ihre Frauen anderen geben, ihre Felder neuen Besitzern. Denn vom Kleinsten bis zum Größten trachten sie alle nach unrechten Gewinnen. Und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lügen um. Also Gott sagt: Ihr werdet enteignet werden, eure Frauen, euer Besitz, alles wird anderen gegeben werden.

[3:56] Und sie hatten den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen: Friede, Friede, wo es doch keinen Frieden gibt. Und diese Aussage lesen wir öfter im Buch Jeremia, dass sie sagen: Ja, Friede, Friede, alles wird gut. Sie beschwichtigen sich selber, beruhigen sich selber und blenden diese Warnung Botschaften richtig aus.

[4:15] Schämen sollten sie sich, weil sie Greuel verübt haben. Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt. Ja, wir sind so abgestumpft, dass sie eigentlich keine Schande mehr oder keine Scham empfinden, keine Reue.

[4:25] Und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden. Zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen, spricht der Herr. Ich will ihnen ganz und gar ein Ende machen, spricht der Herr. Keine Trauben sollen mehr am Weinstock sein, keine Feigen mehr am Feigenbaum, und die Blätter sollen verwelken. Was ich ihnen zählt, man von ihnen weg.

[4:48] Bringen also keine Frucht, kein Wohlstand mehr. Die ganze wirtschaftliche Sicherung ist dahin. Wo zu sitzen wir herum versammelt euch und lasst uns in die festen Städte ziehen, damit wir dort zugrunde gehen? Also sie wissen, in den festen Städten ist wahrscheinlich noch am ehesten Sicherheit, denn der Herr, unser Gott, lässt uns zugrunde gehen und drängt uns mit Gift, weil wir gegen den Herrn gesündigt haben.

[5:12] Sie erkennen ganz genau, warum alles so gekommen ist, aber sie möchten nicht umkehren. Lieber würden sie sterben, als zu Gott zurückzukommen. Da zeigt sich dieser furchtbare Fatalismus in ihren Äußerungen. Man hofft auf Frieden, aber es wird nicht besser. Auf eine Zeit der Heilung, aber siehe da, Schrecken.

[5:31] Von Daten und das ist im Norden hört man das Schnauben seiner Rosse, von Babylon, von ihren starken Pferden. Bleibt das ganze Land ja, sie kommen und fressen das Land auf und was darin ist, die Stadt und ihre Bewohner. Denn siehe, ich will Schlangen und senden Giftschlangen, die sich nicht beschweren lassen. Sie werden euch beißen, spricht der Herr.

[5:50] Wenn mir doch Erquickung zuteil würde in meinem Kummer! Aber mein Herz ist krank in mir. Und das sagt Jeremia selber über sich. Jeremia ist krank von diesen furchtbaren Aussichten, von diesen schrecklichen Warnung Botschaften. Und es geht ihm ganz ähnlich wie Daniel, der auch so große Warnung Botschaften und Prophezeiungen von Gott bekommen hat und es ihm danach richtig schlecht ging tagelang und er körperlich gelitten hat.

[6:19] Und so geht es Jeremia auch. Das laute Geschrei der Tochter meines Volkes aus einem fernen Land. Ist denn der Herr nicht in Zion? Ist die Königin nicht bei ihr? Warum haben sie mich mit ihren Kerzenbildern erzählt und mit den wichtigen Götzen aus der Fremde?

[6:37] Die Ernte ist vorüber, der Sommer ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet. Das Schlimmste ist ein Krieg in Erntezeiten, weil dann kann die Ernte nicht eingebracht werden. Und der Winter und das Überleben im Winter sieht sehr schlecht aus wegen des Zusammenbruchs.

[6:54] Der Tochter meines Volkes bin ich ganz zerbrochen. Ich trage Leid, und Entsetzen hat mich hergerissen. Ist denn kein Balsam? Geheilt ist kein Arzt da. Warum hat die Heilung der Tochter meines Volkes keine Fortschritte gemacht? Oder ist mein Haupt zu Wasser, würde und meine Augen zu Tränenquellen, so würde ich Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter meines Volkes beweinen.

[7:20] Ja, man kann es auch so ausdrücken: Es gibt nicht genug Tränen, um all das menschliche Leid und Unheil zu beweinen, was hier geschehen wird durch die Invasion der Babylonier. Ein Mensch hat nicht genug Tränen, um das alles zu beweinen.

[7:38] Und Jeremias am Ende wirklich am Ende, damit, dass Gott mit seinem Volk so eine Botschaft geben muss, weil das Volk absagt, weil es nichts von Gott wissen will. Und so zieht Gott seinen Weg zurück. Lasst uns beten und Gott bitten, dass er unsere Herzen weit machen möge.

[8:03] Lieber Vater, so eine furchtbare Zeit muss das gewesen sein, so eine furchtbare ja Invasion der Babylonier, was die Menschen dort erlebt haben, mit angesehen haben. Aber es war der einzige Weg, um dem ganzen Greuel ein Ende zu machen und neu anzufangen. So hast du es zugelassen.

[8:22] Und auch wenn wir es manchmal nicht verstehen mögen, weil du durch ein Gott der Liebe und Geduld bist, dass du so etwas zulässt, so müssen wir doch verstehen, dass wenn wir dir ins Angesicht absagen und die Sünde in unserem Leben weiter tun möchten, obwohl wir es besser wissen, dass du deinen Segen zurückziehst.

[8:44] Gibt es diese Dinge nicht, ja, in unserem eigenen Leben passieren. Und dass wir dir gerne folgen, dass wir dir gerne gehorsam sind, dass wir unsere Sünden vergeben lassen und dass wir uns zu den Namen, bevor es zu spät ist, dass wir nicht abgestumpft werden, nicht halsstarrig, so wie das Volk hier. Hilf uns dabei und dafür danken wir dir. Amen.


Lizenz

Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.