In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Rabea Kramp tief in Jesaja 10 und 11 ein. Sie beleuchtet Gottes Gericht über die Assyrer und seine Verheißung eines Überrests für Israel. Im Zentrum steht die prophetische Ankündigung des Messias, der als Spross aus Isais Stamm hervorgeht, vom Geist Gottes erfüllt ist und mit Gerechtigkeit richten wird. Die Predigt kulminiert in der Vision einer neuen, friedvollen Erde.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 10:18-11:6
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 728, beenden Jesaja 10 und beginnen Jesaja 11. Und zuvor beten wir gemeinsam: Vater im Himmel, haben Dank, dass du so viel Gnade mit uns hast, dass du uns nicht über Gebühr prüfst und dass du uns nur solange unter Schwierigkeiten stellst, bis wir genug geprüft sind, bis wir wieder zu dir zurückkommen, bis wir uns an dich klammern. Danke, dass deine Barmherzigkeit groß ist, und wir wollen heute in der Bibel lesen von dieser Liebe und Barmherzigkeit und deiner Güte und deinem großen Plan der Erlösung. Wir beginnen in Jesaja 10, Vers 18.
[1:21] Und er wird die Helligkeit seines Waldes und seines Fruchtgartens mit Stumpf und Stiel ausrotten, dass es sein wird, wie wenn ein Kranker dahinsiecht. Und der Überrest Bäume seines Waldes wird zu zählen sein, sodass ein Knabe sie aufschreiben kann.
[1:40] Hier spricht es immer noch von den Assyrern. Und die Assyrer werden hier als Wald und als Bäume dargestellt. Das ist ein ganz gängiges Symbol in der Bibel für Menschen, Bäume für Menschen. Und Gott sagt, wenn ich, ja, ich werde die Assyrer auch heimsuchen. Ich werde auch das Gericht dann an ihnen vollstrecken und werde auch sie so werden lassen, wie das die Juden und Israel sie zurückgelassen haben, nämlich nur noch ein Überrest wird von ihnen übrig bleiben. Nur noch so ein paar Bäume, dass ein Knabe, der vielleicht noch nicht mal in der Schule ist, sie zählen kann.
[2:13] Und es wird geschehen an jenem Tag, wird der Überrest Israels und das, was vom Haus Jakobs entkommen ist, sich nicht mehr auf den stützen, der sie schlägt, sondern er wird sich in Wahrheit auf den Herrn verlassen und auf den Heiligen Israels. Ein Überrest wird umkehren, der Überrest Jakobs, zu dem starken Gott.
[2:41] Und dieser Spruch, was in Vers 21 steht, "Überrest", steht tatsächlich wörtlich Schear-Jaschub, also der Name des Sohnes Jesajas. Ein Überrest wird übrig bleiben, und dieser Überrest wird sich bekehren. Denn wenn dein Volk Israel wäre wie der Sand am Meer – Anspielung auf Abrahams –, so wird doch nur ein Überrest von ihm sich bekehren, denn Vertilgung ist beschlossen, dein Herr flutet in Gerechtigkeit.
[3:10] Dieser Vers stimmt uns ein bisschen traurig, denn auch wenn das Volk wieder anwachsen wird zu einer großen Nation, so werden doch nur wenige sich bekehren und den Messias, der eines Tages kommen wird, annehmen. Denn eine vollendete und festbeschlossene Vertilgung wird der Herr, der HERR der Heerscharen, inmitten der ganzen Erde ausführen.
[3:33] Deshalb spricht der Herr, der HERR der Heerscharen: Du, mein Volk, das in Zion wohnt, fürchte dich nicht vor den Assyrern, der dich mit dem Stock schlägt und seinen Stab gegen dich erhebt nach der Weise Ägyptens.
[3:47] Gott sagt hier: Die Assyrer werden nicht über dich herrschen wie einst die Ägypter. Will sagen, du warst bei den Ägyptern in Knechtschaft, bei den Assyrern wirst du es nicht sein. Und es ist eine gute Botschaft, die Gott hier gibt, weil es wird den Messias geben, und der Messias wird dafür sorgen, dass das Volk Gottes wieder auf einen grünen Zweig kommt, dass es ihnen wieder gut gehen wird, dass ein Ausweg geschaffen wird, dass es eine gute Zukunft gibt.
[4:14] Denn nur noch eine ganz kleine Weile, so ist der Grimm vorüber, und mein Zorn wendet sich zu ihrer Vernichtung. Und der Herr der Heerscharen wird eine Geißel über Assyrien schwingen, wie er Midian schlug am Felsen Oreb. Sein Stab wird über dem Meer sein, und zwar wie er ihn einst gegen Ägypten erhob.
[4:36] Die Bibel führt hier zwei Geschichten an: die Geschichte beim Felsen Oreb, wie Gideon mit einer kleinen Mannschaft – man merke, auch ein Überrest – über die Midianiter gesiegt hat. Und er führt hier die Geschichte vom Roten Meer an, wie Gott das Rote Meer geteilt hat, wie das Volk Gottes bedroht war von den Ägyptern, aber Gott es so gefügt hat, dass alle im Wasser ertrunken sind. Und diese beiden Geschichten führt Gott an als Beleg dafür, dass auch dieses Mal Gott einen Ausweg schaffen wird, und der Ausweg wird kein geringerer sein als der Messias selbst.
[5:17] Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird seine Last von seinen Schultern weichen und sein Joch von deinem Hals. Das Joch, das war das der Assyrer, war der Tribut, den Israeliten und das Volk Juda zahlen mussten. Ja, das Joch wird zersprengt werden wegen der Salbung. Und die Salbung ist ja etwas, was in der Bibel große Bedeutung hat. Die Könige wurden alle gesalbt, die Priester wurden gesalbt, und so wird auch unser König und Priester Jesus gesalbt werden. Und dieses hat sich in ihm erfüllt, diese Salbung.
[5:53] Er kommt über Ajat, zieht durch Migron. Bei Michmas legt er sein Gerät nieder. Sie ziehen durch den Engpass. Geba sei unser Nachtquartier. Rama erzittert. Saul flieht. Schrei laut, Tochter Gallim! Horch, Laisch! Elendes Anatot! Madmena flieht. Die Bewohner Gebims suchen Zuflucht. Noch heute wird er sich in Nob aufstellen. Er wird seine Hand gegen den Berg der Tochter Zion schwingen, gegen die Höhe von Jerusalem.
[6:25] Diese Verse 28 bis 32 beschreiben auf ganz dramatische, anschauliche Weise den Weg des assyrischen Königs Sanherib durch das Land Juda, durch das Land Palästina, und wie er den Weg sich nach Jerusalem bahnt, um auch Jerusalem anzugreifen, was ja nicht gelingen wird. Und das ist ja noch mal ein eindrücklicher und anschaulicher und auch dramatischer Abschnitt, der beschreibt, wie die Assyrer das Volk Gottes vernichten, ja, heimsuchen.
[7:05] Siehe da, haut der Herr, der HERR der Heerscharen, die Äste herunter mit furchtbarer Gewalt. Und wieder sind hier die Bäume Symbole für Menschen. Die Hochgewachsenen werden abgehauen, die Hohen werden erniedrigt. Aber dann wird Gott plötzlich eingreifen, und er schlägt den dichten Wald mit dem Eisen nieder, und der Libanon fällt durch seine Mächtigen. Ja, Gott verhindert hier die Einnahme Jerusalems, und wir haben das im vorherigen Kapitel gelesen, von 16 bis 19. Gott hilft, dass sein Berg Zion stehen bleibt, und jeder, der in Zion ist, der wird gerettet werden.
[7:45] Kapitel 11. Und es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stamm Isais, und ein Spross hervorbrechen aus seinen Wurzeln.
[7:56] Die Sprache, die Jesaja hier benutzt, indem er von einem Stamm spricht und von einem Spross, also von einem kleinen Austrieb, der steht in starkem Kontrast zu der Sprache vorher, wo er die Assyrer beschreibt als große Bäume, als mächtige Wälder. Und er sagt, es gibt in meinem Volk einen kleinen Spross, und damit ist natürlich der Messias gemeint, der ja hervorsprossen wird.
[8:26] Und auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn. Und damit ist natürlich die Taufe Jesu gemeint, das ist die Erfüllung hier von Vers 2, der Geist des Herrn, der auf Jesus ruhen wird.
[8:44] Und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des Herrn. Er wird nicht nach dem Augenschein richten noch nach dem Hörensagen Recht sprechen, sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten.
[9:06] Ja, Gott sagt, Jesus wird kommen als ein kleiner Spross. Der Geist des Herrn wird auf ihm ruhen, und er wird ein gerechter Richter sein. Das ist sehr wichtig, denn, wie schon mehrmals erwähnt, ist eine der Anklagen Satans, dass Gott kein gerechter Richter ist. Und Gott wird zeigen in der Person von Jesus, wie gerecht er richten wird.
[9:38] Er wird ja die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten.
[9:54] Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und Wahrheit der Gurt seiner Hüften. Also auf Jesus können wir uns verlassen. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, und Jesus ist Gerechtigkeit. Und im letzten Vers auf dieser Seite bekommen wir noch mal einen Ausblick auf die neue Erde. Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen und der Leopard sich bei dem Böcklein niederlegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein, und ein kleiner Knabe wird sie treiben.
[10:23] Das ist der Ausblick, den die Bibel gibt, dass darin alles kulminieren wird: die Gerechtigkeit Gottes, die Liebe Gottes, die Gnade Gottes wird in der neuen Erde sich manifestieren. Und wir dürfen darauf hoffen, dass das kommen wird, und darauf setzen und Gott bitten jeden Tag, dass wir dabei sein werden.
[10:45] Lasst uns genau das tun. Lieber Herr Jesus, wir möchten dich bitten, dass du unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahrst bis auf den Tag der Wiederkunft, damit wir Anteil haben werden an deinem ewigen Reich. Deinen Namen möchte ich das bitten für uns alle. Amen.
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