In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 1:29-2:22. Sie kontrastiert die Warnung vor Götzendienst und Selbstüberhöhung in Kapitel 1 mit der hoffnungsvollen Prophezeiung von Gottes zukünftigem Königreich in Kapitel 2. Die Sprecherin betont Jesu Demut als Gegenentwurf zum Götzendienst und ruft dazu auf, moderne Formen der Götzenverehrung zu erkennen und Gottes Weg zu folgen, um am Tag seiner Wiederkunft zu bestehen.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 1:29-2:2
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen Jesaja 1, Vers 29. Wir möchten Jesaja 1 beenden und Jesaja 2 beginnen und davor gemeinsam beten.
[0:42] Lieber Vater im Himmel, du bist ein Gott, gerecht und erhaben. Du bist dabei ein Gott, der ein wohlwollendes Urteil fällen möchte. Du möchtest, dass wir im Gericht bestehen. Jesus ist unser Anwalt, und du möchtest, dass wir weiße Gewänder haben, dass man uns nichts vorwerfen kann, weil das Blut Jesu für uns gesprochen hat. Ich möchte dich bitten, dass wir durch das Lesen deines Wortes das besser verstehen und ganz persönlich in unserem Leben annehmen und umsetzen. Amen.
[1:18] Wir beginnen in Jesaja 1, Vers 29: "Denn sie werden zuschanden werden wegen der Terebinthen, an denen ihr Lust habt, und ihr sollt schamrot werden wegen der Gärten, die ihr erwählt habt." Gott spricht hier zu seinem Volk und sagt: Ihr habt euch Götzen gemacht. Diese Götzen habt ihr in Gärten gestellt. Das waren die sogenannten Götzenhaine, also so kleine Oasen, so kleine Wäldchen, wo unter Bäumen Götzen standen, zu denen man pilgern konnte, die man anbeten konnte. Und er sagt: Ihr habt das gemacht.
[2:02] Vers 30: "Denn ihr werdet sein wie eine Terebinthe, deren Laub verwelkt ist, und wie ein Garten, der ohne Wasser ist. Und der Starke wird zum Werg und sein Tun zum Funken, und beide werden miteinander brennen, sodass niemand sie löschen kann."
[2:21] Gott sagt: Ihr habt diese Götzen gemacht, aber diese Götzen werden brennen. Und wenn ihr euch nicht von ihnen trennt, dann werdet ihr mit diesen Götzen verbrennen. Gott möchte, dass der Götzendienst beendet wird. Und Götzendienst ist am Ende nichts weiter, als dass unser eigenes Ich, unser Ego, in den Vordergrund gerückt wird, dass wir uns selbst erhöhen. Und das ist genau das Gegenteil, wie Gott ist. Jesus hat, zu lesen in Philipper 2, sich völlig entäußert. Er hat sich völlig dahingegeben, hat alles aufgegeben, was ihn zu dem gemacht hat, was er ist: zum König des Himmels und des Universums. Er war sich nicht zu schade, Mensch zu werden. Und Götzendienst ist genau das Gegenteil dem Konzept dessen, was Jesus uns vorgelebt hat.
[3:14] Kapitel 2, Vers 1: "Das Wort des Jesaja, des Sohnes des Amoz, das er schaute über Juda und Jerusalem. Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn fest gegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen."
[3:38] Wir haben hier von Kapitel 1 zu Kapitel 2 einen immensen Wechsel. In Kapitel 1 hat Jesaja das Volk für den Götzendienst gerügt, hat gesagt: Wenn ihr so weitermacht, dann wird es Gericht geben, und ihr werdet nicht gut durch das Gericht hindurchkommen. Und in Kapitel 2 startet Jesaja beziehungsweise Gott mit der Verheißung über das zukünftige Königreich.
[4:03] Es heißt weiter: "Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem."
[4:21] So wie es hier geschrieben steht, wird es auch in der Endzeit sein, denn diese Worte sind ein Typus auf die Endzeit, so wie es zum Beispiel in Offenbarung 14 geschrieben steht. Es geht um die 144.000, die auf dem Berg Zion stehen werden. Es geht um das Gesetz, das auf dem Berg Zion hochgehalten wird. Es geht um die Mission, die vom Berg Zion, vom Volk Gottes, ausgehen wird.
[4:51] "Und er wird Recht sprechen zwischen den Heiden und viele Völker zurechtweisen, sodass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Winzermessern. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. Kommt, Haus Jakobs, und lasst uns wandeln im Licht des Herrn!"
[5:10] Jeder, der sich zu diesem Berg Zion hinwendet, wird in der Endzeit Errettung finden und wird auf der neuen Erde leben, wo es keinen Krieg mehr geben wird, sondern nur noch Licht, so wie es hier heißt.
[5:26] Vers 6: "Denn du hast dein Volk verstoßen, das Haus Jakobs, denn voll morgenländischer Zauberei sind sie und Zeichen deuten wie die Philister, und sie haben sich mit fremdem Gesindel verbündet. Ihr Land ist voll Silber und Gold, und ihrer Schätze ist kein Ende. Ihr Land ist voll von Rossen, und ihrer Wagen ist kein Ende. Auch ist ihr Land voll von Götzen, und das Werk ihrer Hände beten sie an, und das, was ihre Finger gemacht haben. Es beugt sich der Mensch vor den Götzen, da erniedrigt sich der Mann. Deshalb vergib es ihnen nicht!"
[6:01] "Verkriecht euch in die Felsen und verbergt euch im Staub aus Furcht vor dem Herrn und vor der Herrlichkeit seiner Majestät!"
[6:09] Genauso wird es sein vor der Wiederkunft. Diejenigen, die sich vor den Götzen gebeugt haben, diejenigen, die Gott nicht angenommen haben, die das geschenkte Erlösung nicht gewollt haben, die werden sich verkriechen, wenn Jesus wiederkommen wird.
[6:23] "Die stolzen Augen der Menschen werden erniedrigt und der Hochmut der Männer wird gebeugt werden. Der Herr aber allein wird erhaben sein an jenem Tag." Denn es kommt ein Tag des Gerichts, und hier ist damit der Tag der Wiederkunft gemeint, von dem Herrn der Heerscharen, über alles Stolze und Hohe und über alles Erhabene, und es wird erniedrigt werden über alle hohen und erhabenen Zedern des Libanon und über alle Eichen von Baschan, über alle hohen Berge und über alle erhabenen Hügel, über jeden hohen Turm und jede feste Mauer, über alle Tarsis-Schiffe und über alle köstlichen Kleinodien.
[7:07] Es kommt öfter in der Bibel vor, dass Menschen als Bäume beschrieben oder dargestellt werden. Und Zedern, die Zedern des Libanon, sind sehr anmutige und sehr kostbare Bäume gewesen. Auch die Eichen von Baschan sind sehr erhabene Bäume. Und Gott vergleicht hier den Stolz, ja, der Hohen mit diesen Bäumen.
[7:33] Und er sagt, es wird... Der Wald ist hier ein Symbol für das Volk, aber Gott wird noch erhabener sein als alles Stolze und alles Große. Er wird sogar größer sein als die Tarsis-Schiffe, die Handelsschiffe, die Luxusgüter gebracht haben aus aller Welt. Sie haben ja köstliche Kleinodien, Luxusgüter, mit sich geführt.
[7:59] Und der Hochmut des Menschen wird gebeugt und der Stolz des Mannes gedemütigt werden. Der Herr aber wird allein erhaben sein an jenem Tag, und die nichtigen Götzen werden gänzlich verschwinden. "Und man wird sich in Felshöhlen und Erdlöchern verkriechen aus Furcht vor dem Herrn und vor der Herrlichkeit seiner Majestät, wenn er sich aufmachen wird, um die Erde zu schrecken."
[8:26] Dieser Vers 19 findet sich auch wieder im Kontext der siebten Plage. Jesu Wiederkunft wird dazu führen, dass diejenigen, die Gott nicht angenommen haben, erschreckt werden, dass sie sich verkriechen in Felshöhlen, weil sie gar nicht diesen Anblick aushalten können, dass Jesus in Herrlichkeit wiederkommt. Und sie werden wissen, dass sie gerichtet werden.
[8:52] "An jenem Tag wird der Mensch seine silbernen Götzen, seine goldenen Götzen, die er sich gemacht hat, um sie anzubeten, den Maulwürfen und Fledermäusen hinwerfen." Also, man will sie loswerden, man will gar nicht damit in Zusammenhang gebracht werden, "um sich zu verkriechen in den Felsspalten und Steinklüften aus Furcht vor dem Herrn und der Herrlichkeit seiner Majestät, wenn er sich aufmachen wird, um die Erde in Schrecken zu versetzen."
[9:20] "So lasst nun ab von dem Menschen, der nur Odem in seinen Nasen hat. Denn wofür ist er zu achten?"
[9:27] Götzendienst ist nicht nur etwas, was das Volk Israel damals getan hat. Wir tun genauso Götzendienst. Wir stellen uns vielleicht nicht geschnitzte Figuren unter einen Baum, um sie anzubeten, aber immer dann, wenn wir Dinge über Gott stellen, wenn wir unseren Glauben nicht wichtiger achten als eine Lieblingssünde von uns, dann betreiben wir Götzendienst. Lasst uns dafür beten, dass wir das in unserem eigenen Leben erkennen und Gott es zulassen, dass er uns dabei hilft, ihm ganz zu gehorchen.
[10:01] Lieber Herr Jesus, ich möchte dich bitten, dass du unsere Herzen reinwäschst und dass wir dieses Angebot der Erlösung und Vergebung jeden Tag neu annehmen, dass wir nicht festhalten an schlechten Gewohnheiten, an Sünden, und dass du uns dabei hilfst, das vor dein Volk zu bringen. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.
Lizenz
Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.