In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beendet Rabea Kramp die Lesung von Jesaja 11, widmet sich dem kurzen Kapitel 12 und beginnt mit Jesaja 13. Sie spricht über die Vision der neuen Erde, die weltweite Sammlung Israels durch den Messias und das Loblied der Erlösten. Abschließend beleuchtet sie die frühe Weissagung gegen Babylon und betont die Zuverlässigkeit von Gottes prophetischem Wort.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 12:7-13:5
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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Hmm, hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Jesaja 11 zu Ende, das kurze Kapitel Jesaja 12 und Jesaja 13 beginnen. Und zuvor möchte ich mit euch beten.
Lieber Vater im Himmel, was du beschlossen hast, das wird auch geschehen. Dein Wort steht fest und darauf können wir uns verlassen. Und das werden wir heute sehen in deinem Wort, dass uns diese Wahrheit tief ins Herz eingeprägt sein. Und dafür danke ich dir. Amen.
Wir beginnen in Jesaja 11 ab Vers 7. Sie haben ja in Vers 6 schon ein bisschen mit der neuen Erde angefangen und da geht es jetzt gerade weiter: Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Der Säugling wird spielen am Schlupfloch der Natter, und der Entwöhnte seine Hand nach der Höhle der Otter ausstrecken. Sie werden nichts Böses tun noch verderbt handeln auf dem ganzen Berg meines Heiligtums, denn die Erde wird erfüllt sein von der Erkenntnis des Herrn, wie die Wasser den Meeresgrund bedecken.
Eine völlig harmonische Welt. Es gibt keine Gefahr, es gibt keine gefährlichen Tiere und alles ist im Einklang mit Gott und seinem Gesetz. Und wir beten dann eines Tages auf der neuen Erde Gott an, den wir als unseren Schöpfer preisen, aber auch als unseren Erlöser und der, der alles neu gemacht hat, sowohl uns als auch die neue Erde. Was für eine schöne Zeit wird das werden!
Vers 10: Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Heidenvölker fragen nach dem Wurzelspross Isais, der als Banner für die Völker dasteht, und seine Ruhestätte wird Herrlichkeit sein. Dieser Vers knüpft auf ganz interessante Weise an Jesaja 2, Vers 2 an. Dort spricht es auch von den Heiden, die sich dem Berg Zion... Und genauso ist es hier. Und man kann sagen, dass sich dieser Vers in der Heidenmission erfüllt hat, die unter Petrus und Paulus vor allem auch stattgefunden hat, dass dieser Wurzelspross, der ja der Messias ist, wie ein Banner, ja, ein militärisches Zeichen, um sich an diesem Ort zu versammeln. Dort sind die Heiden hingeströmt. Und der Messias kommt aber nicht nur für die Heiden, kommt natürlich auch für sein Volk Israel. Und so wird deutlich, dass Gott jeden erretten möchte, der an ihn glaubt.
Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der Herr zum zweiten Mal seine Hand ausstrecken, um den Überrest seines Volkes, der übrig geblieben ist, loszukaufen aus Assyrien und Ägypten, aus Patros und Kusch, aus Elam und Schinar, aus Hamat und von den Inseln des Meeres. Interessant ist es hier, dass gesagt wird, zum zweiten Mal wird Gott seine Hand ausstrecken. Wir haben diese Phrase schon ein paar Mal gehabt mit der ausgestreckten Hand und haben festgestellt, dass immer ein Gericht damit gemeint ist. Und Gott wird ein Gericht vollziehen, aber hier nicht, um sein Volk zu strafen, sondern die Feinde des Volkes, damit das Volk errettet wird. Das erste Mal, als Gott seine Hand ausgestreckt hat in einem ähnlichen Zusammenhang, war der Exodus aus Ägypten durch das Schilfmeer. Und es wird hier eine Anspielung gemacht, dass das noch einmal passieren wird. Und Jesaja nimmt hier Bezug auf das Buch Mose. Die Israeliten, wissen wir, wurden in den folgenden Jahrhunderten zerstreut in alle Herren Länder und deswegen werden hier auch so viele Länder und Gegenden aufgezählt.
Und er wird für die Heidenvölker ein Banner aufrichten und die Verjagten Israels sammeln und die Zerstreuten Judas zusammenbringen von den vier Enden der Erde. Also Gott wird eine weltweite Mission in Gang bringen und retten. Und sein Volk, das Volk Israel, das Evangelium wird in alle Ecken der Erde gelangen und jeder, der sich zum Evangelium bekehrt, wird gerettet werden. Und die Eifersucht Efraims soll weichen und die Widersacher Judas von ausgerottet werden. Efraim wird Juda nicht mehr beneiden und Juda wird Efraim nicht mehr bedrängen. Ja, der Messias beendet jeden Streit, der Streit zwischen dem Nord- und dem Südreich. Efraim steht hier für das Nordreich. Es wird zwischen den Brüdern keine Unterschiede mehr geben, sondern sie werden versöhnt sein, was ja auch normal ist, wenn man daran denkt, dass wir alle in den Himmel wollen, wo ja Harmonie herrschen soll.
Sondern sie werden den Philistern auf die Schulter fliegen nach Westen und gemeinsam die Söhne des Ostens plündern. Nach Edom und Moab greift ihre Hand, und die Ammoniter gehorchen ihnen. Dieser Vers spricht vom Triumphzug des Evangeliums. Und dieser Vers hat sich leider zu Jesajas Zeit nicht buchstäblich erfüllt. Es hätte sein können, dass das Volk Israel alle Länder um sich herum und die Welt missioniert. Aber weil das Volk Gottes den Messias nicht angenommen hat, ist diese große Mission, dass das Evangelium in die ganze Welt ging, damals nicht erfüllt worden. Aber wir wissen, dass es noch einmal am Ende diese Bewegung geben wird und dass Gott dann sein Evangelium wirklich in jeden Winkel der Erde gelangen wird.
Auch wird der Herr die ägyptische Meereszunge zuteilen und mit der Glut seines Hauches seine Hand über den Strom schwingen und ihm zu sieben Bächen zerschlagen, so dass man mit Schuhen hindurchgehen kann. Also das ist hier so eine Anspielung auf den ersten Exodus. Und es wird eine Straße vorhanden sein für den Überrest seines Volkes, der übrig geblieben ist von Assyrien her, wie es für Israel eine gab an dem Tag, als es aus dem Land Ägypten herauszog.
Ja, und wenn wir jetzt in Kapitel 12 anknüpfen, dann muss man eigentlich sagen, dass es eine nahtlose Anknüpfung ist hier zu Kapitel 12, Vers 1, wo es nämlich heißt: An jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, Herr, denn du warst zornig gegen mich, doch dein Zorn hat sich gewendet und du hast mich getröstet. Also wir preisen Gott dafür, dass er uns erlöst hat. Und die Erlösung geschieht natürlich durch den Messias. Gott wird einen jeden Einzelnen erlösen, der das Geschenk der Erlösung annimmt und der für sich das Blut Jesu in Anspruch nehmen möchte. Und das Lied, das sie singen werden, die Erlösten, heißt: Gott ist mein Heil, ich will vertrauen und lasse mich nicht grauen, denn ja, der Herr ist meine Kraft und mein Lied, er wurde mir zur Rettung. Und ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils. Die Quellen des Heils sind das Evangelium. Und werdet sagen zu jener Zeit: Dankt dem Herrn, ruft seinen Namen an, verkündet unter den Völkern seine Taten, erinnert daran, dass sein Name hoch erhaben ist. Singt dem Herrn, denn er hat Herrliches getan, das soll bekannt werden auf der ganzen Erde. Jauchzt und rühmt, die du in Zion wohnst, denn der Heilige Israels ist groß in deiner Mitte.
Eine tolle Gemeinsamkeit, die wir feststellen können, ist, dass nach dem ersten Exodus das Volk Gottes, das Volk Israel, ein Lied gesungen hat. Das war das Lied des Mose. Und nach dem zweiten Exodus, der hier von Jesaja beschrieben wird, singen die Erlösten auch wieder ein Lied. Und dann scheint es eine feine Sache, die von Gott so vorhergesehen ist und die ganz natürlich aus Herzen heraussprüht, die erlöst sind, dass man Gott ein Loblied singen möchte, dass das auch auf der neuen Erde so sein wird, dass auch dort die Erlösten Gott Lob singen werden.
Wir beginnen mit Kapitel 13, einen völlig neuen Abschnitt von verschiedenen Weissagungen über ganz verschiedene Heidenvölker. Und es beginnt mit der Weissagung gegen Babylon. Dazu muss man sagen, dass Babylon zur Zeit Jesajas noch überhaupt gar kein großes Reich war, denn zur Zeit Jesajas waren die Assyrer Weltmacht. Die Macht der Babylonier erstarkte erst ungefähr 100 Jahre später. Also hatte eine Entwicklung gegeben, die noch gar nicht auf dem Schirm der Menschen war, sozusagen.
Die Last über Babel, die Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat. Richtet ein Kriegsbanner auf einem kahlen Berg auf, ruft ihnen laut zu, winkt mit der Hand, dass sie einziehen durch die Tore der Fürsten. Ich habe meinen Geheiligten Befehl erteilt, auch meine Helden berufen zu meinem Zorn, Gericht, meine stolz Frohlockenden. Lärm auf den Bergen wie von einem großen Volk, Getöse von Königreichen, von versammelten Heidenvölkern der Erde. Heerscharen mustert ein Kriegsbanner. Hier spricht es von dem Gericht an Babel beziehungsweise Babylon. Und es greift viele, viele Jahrzehnte in die Zukunft. Und es spricht hier von einem Kriegsbanner, das aufgestellt werden soll, um sich gegen Babylon zu versammeln. Und interessant ist hier, wo es hieß, Lärm auf den Bergen von einem großen Volk. Dieses Volk von den Bergen sind die Meder und Perser, die erst 200 Jahre in der Zukunft von Jesaja ausgesehen kommen werden, um das babylonische Weltreich zu stürzen.
Sie kommen aus einem fernen Land vom Ende des Himmels. Der Herr und die Werkzeuge seines Zorns, um das ganze Land zu verderben. Bewahrheitet hat sich diese Prophezeiung im Jahr 539 vor Christus, als die Meder und Perser Babylon besiegt und eingenommen haben. Und wir können daraus lernen, dass Gottes Prophezeiungen eintreten. Was Gott gesagt hat, was in Gottes Wort steht, das wird gewiss geschehen. Und darauf können wir bauen für unser ganz persönliches Leben, aber auch im Hinblick auf die ganze Weltgeschichte.
Lasst uns Gott dafür danken. Lieber Vater, danke, dass dein Wort nicht vergeht. Es vergehen Himmel und Erde, aber dein Wort, das bleibt bestehen. Dafür danken wir dir, dass es eine feste Zuversicht ist, die nicht wankt und auf die wir uns verlassen können. Amen.
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