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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Prophezeiungen Jesajas in Kapitel 21 und 22. Sie erklärt die Weissagungen gegen Babylon, Edom und Arabien, die den schnellen Fall dieser Mächte vorhersagen. Der Schwerpunkt liegt auf der eindringlichen Botschaft an Jerusalem, die die menschliche Selbstgefälligkeit und das Vertrauen auf eigene Stärke anprangert, anstatt sich auf Gott zu verlassen. Eine ernste Warnung vor den Folgen der Ablehnung göttlicher Erlösung schließt die Betrachtung ab.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 736, werden Jesaja 21 weiter studieren und 22 beginnen und vorher gemeinsam beten.

Lieber Vater im Himmel, dein Wille ist es, dass alle Menschen gerettet werden. Dafür bist du gekommen und dafür bist du gestorben. Und wir möchten ja ein Teil davon sein, dass wir helfen können, dass mehr Menschen gerettet werden und gläubig werden. Herr, mach uns zu Werkzeugen in deiner Hand. Amen.

Wir haben ja gestern gelesen von dem Fall Babylons, die Weissagung Babylons, und da knüpfen wir an. Wir haben gelesen, dass der Wächter bei Nacht geguckt hat, alles kontrolliert hat, aber der Überfall Babylon überrannt kam so schnell. Und siehe, da kommt ein Zug Männer, ein Pferdegespann, und er begann und sprach: "Gefallen, gefallen ist Babel!" Und alle Bilder ihrer Götter hat er zu Boden geschmettert. Diesen Ausdruck "Gefallen, gefallen ist Babel" den kennen wir natürlich auch aus anderen Bibeltexten in der Offenbarung. Und hier ist sozusagen ein Vorschatten darauf, ein Typus, wie schnell Babylon tatsächlich gefallen ist. Es ist über Nacht passiert, extrem schnell. Der Feind war gerade am Horizont gesehen und schon ist es passiert. Es war ein richtiger Schock, in dem die Babylonier gesteckt haben. "O mein zerbrochenes Volk, Sohn meiner Tenne, was ich von dem Herrn der Heerscharen, dem Gott Israels, gehört habe, das verkündige ich euch."

Die nächsten Verse sprechen über die Weissagung über Edom und Arabien. "Die Last über Edom. Seïr, seine Stadt. Ihr ruft man mir zu: 'Wächter, ist die Nacht bald vorbei? Wächter, ist die Nacht bald vorbei?'" Der Wächter spricht: "Der Morgen ist angebrochen und doch ist es noch Nacht. Wenn ihr fragen wollt, so fragt. Kommt bald wieder." Edom geriet erst unter babylonische Herrschaft, und durch diese Fragen hier wird deutlich, dass sie natürlich ein Interesse daran hatten zu erfahren, wann denn die babylonische Herrschaft enden wird. Weil, wie wir gestern gesehen haben, hat sie noch nicht mal begonnen, und Jesaja sagt schon ihr Ende voraus. Und die Edomiter wollen auch wissen, wann wird denn das Ende sein.

Es geht weiter mit der Last über Arabien. "In der Wildnis von Arabien müsst ihr übernachten, ihr Karawanen der Dedaniter." Die Dedaniter waren Händler. Sie waren ja, Dedan war zur Zeit Jesajas eine Oasenstadt, und Oasenstädte waren auch immer Handelszentren. Da ist also viel passiert. "Bringt dem Durstigen Wasser entgegen, die Bewohner des Landes Tema. Geht dem Flüchtling entgegen mit Brot für ihn, denn vor den Schwertern sind sie geflohen, vor dem gezückten Schwert, vor dem gespannten Bogen und vor der Gewalt des Krieges." Arabien wird auch von der Invasion durch die Babylonier heimgesucht. "Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: 'Noch ein Jahr, wie die Jahre eines Tagelöhners, so ist alle Herrlichkeit Kedars dahin.'" Vielleicht ist interessant zu wissen, dass Tema und Kedar Söhne Ismaels waren, die hier in Arabien gewohnt haben, und dass diese nun auch das Gericht erfahren. "Und von den tapferen Bogenschützen Kedars wird nur eine geringe Zahl übrig bleiben." Ja, der Herr, der Gott Israels, hat geredet. Das Motiv der Übrigen taucht hier auch auf bei den beiden Völkern, und das ist ein Motiv, was wir immer und immer wieder in Jesaja sehen können, dass Jesaja sagt, es gibt ein Gericht und danach bleiben Übrige, die ja Gott folgen und mit denen Gott dann von vorne anfängt.

Jesaja Kapitel 22: "Die Last über das Tal der Offenbarung." Nun, was verbirgt sich hinter dieser Formulierung? Das ist kein anderer Ort als Jerusalem, denn Jerusalem war der Ort, wo Gott durch seine Propheten gesprochen hat und Offenbarungen gegeben hat. "Was ist denn mit dir, dass alle deine Leute auf die Dächer steigen, du vom Getümmel erfüllte, lärmende Stadt, lärmende Stadt? Deine Erschlagenen sind weder vom Schwert durchbohrt noch im Kampf gefallen." Ja, Jerusalem, eine sehr beliebte Stadt. "Alle deine Anführer sind miteinander geflohen, wurden gefesselt, ohne einen Bogenschuss abzugeben. Dein ganzes Aufgebot ist miteinander in Gefangenschaft geraten, schon von Ferne sind sie gefangen genommen worden."

Jerusalem wurde belagert, und die Leute haben kaum Gegenwehr geleistet, im Gegensatz, sie sind sogar geflohen, sind weggelaufen. "Deshalb sage ich: 'Schaut weg von mir, denn ich muss bitterlich weinen. Gebt euch keine Mühe, mich zu trösten über den Untergang der Töchter meines Volkes.'" Ja, auch hier ist Jesaja unglaublich mitleidig und voller Mitgefühl für sein Volk, für Jerusalem. "Denn es kommt ein Tag der Bestürzung, der Zertretung und Verwirrung von dem Herrscher, dem Herrn der Heerscharen, im Tal der Offenbarung. Man reißt die Mauer ein, und Geschrei hallt gegen den Berg." Diese Tatsache ist tatsächlich eingetreten, denn bei der zweiten babylonischen Eroberung ist tatsächlich die Mauer von Jerusalem zerstört worden. "Die Elamiter tragen den Köcher, neben den bemannten Streitwagen kommen Reiter daher. Kir entblößt den Schild. Und es wird geschehen: Deine schönen Täler werden voller Streitwagen sein, und die Reiter nehmen Stellung ein gegen das Tor." Ja, Jerusalem wird von einer sehr mächtigen Armee belagert werden. "Tor und Mauer, alles wird in Beschlag genommen und nimmt den Schutz Judas weg." Das ist die Mauer. "Aber du schaust an jenem Tag auf die Waffen des Zeughauses." Ihr habt vielleicht auch in der Anmerkung eurer Bibel, dass Zeughaus hier "Wald" oder "Waldhaus" bedeutet. Man muss dazu wissen, dass schon zur Zeit Salomos große Ausrüstung und Waffen und Rüstung im Wald nahe Jerusalem gelagert wurde, um ja, darauf schnell zugreifen zu können. "Und sie schauen hier in diesem Vers auf das Zeughaus, das Waffenhaus. Und ihr seht nach den Rissen in der Mauer der Stadt Davids, denn es sind viele. Und die Wasser des unteren Teiches sammelt ihr. Ihr zählt auch die Häuser Jerusalems und brecht die Häuser ab, um die Mauer zu befestigen. Und ihr legt ein Sammelbecken an zwischen den beiden Mauern für die Wasser des alten Teiches. Aber ihr schaut nicht auf den, der dies getan hat, und seht nicht nach dem, was es seit langem bereitet hat." Die Jerusalemer Einwohner, die versuchen hier während der Belagerung ja Wasser innerhalb der Mauern zu generieren, damit sie überleben, denn das ist lebensnotwendig bei einer Belagerung, dass man Wasser und Nahrung irgendwie ja hat, entweder durch Vorräte oder indem man einen Brunnen hat innerhalb der Mauern. Und Gott sagt hier: "Ja, ihr macht es alles und tut und so, und ihr verlasst euch aber nur auf eure menschlichen Vorkehrungen, auf eure menschlichen Dinge, die ihr halten könnt. Aber ihr fragt gar nicht nach dem, der das schon lange beschlossen hat. Ihr fragt nicht nach Gott." Und ich glaube, dass es auch uns oft so geht, dass wir alles nach menschlichem Ermessen tun, um uns zu retten, um es uns gut gehen zu lassen. Sind wir uns unserer Abhängigkeit von Gott aber nicht bewusst und fragen auch oft in Notsituationen nicht nach Gott.

"Und an jenem Tag ermahnt der Herrscher, der Herr der Heerscharen, zum Weinen und Wehklagen, zum Kahlscheren des Hauptes und zum Umgürten des Sacktuchs. Doch siehe, da ist Jubel und Vergnügen, Ochsen schlachten, Schafe schlachten, Fleisch essen und Wein trinken: 'Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!'" Also, sie lesen hier von einem großen Fatalismus der Einwohner von Jerusalem. Statt Trauer und Buße zu tun, sagen sie: "Lasst uns trinken und tanzen und feiern, morgen sind wir tot!" Also, es ist irgendwie kein Bewusstsein dafür, die eigene Religiosität, für die Spiritualität. "Doch der Herr der Heerscharen hat sich meine Missetat offenbart: 'Wahrlich, diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt!', spricht der Herr, der Herr der Heerscharen." Ja, wenn wir die Erlösung durch Jesus ablehnen, so wie die Menschen von Jerusalem es getan haben, dann bleibt für uns keine Hoffnung. Und Gott sagt: "Diese Missetat kann euch nicht vergeben werden, wenn wir uns gegen Jesus sperren." Was hat Gott dann noch für eine Handhabe? Das ist ja unsere einzige Hoffnung, dass wir uns auf Jesus verlassen, uns von ihm abhängig machen und ihn nicht nur anrufen in der Not, sondern auch wenn es uns gut geht und dass er unser täglicher Freund und Begleiter ist. Lasst uns dafür beten. Amen. Herr Jesus, hab Dank, dass du uns immer wieder begleitest, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, wenn wir uns auf uns selbst verlassen. Hab Dank, dass wir da diese Hoffnung haben können, dass du uns errettest, dass du mit uns bist und uns erlöst. In deinem Namen. Amen.
[Musik]


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