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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 22:15-23:11. Sie analysiert das Gerichtswort über Schebna, einen hochmütigen Palastverwalter, und stellt ihm Eljakim gegenüber, der als Vorbild auf Jesus dient. Anschließend geht es um die Weissagung gegen die reiche Handelsstadt Tyrus, deren Stolz und wirtschaftliche Macht von Gott gerichtet werden. Entdecken Sie, wie Gott Könige einsetzt und absetzt und seine Souveränität über alle Nationen beweist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[Musik]
Hmm, hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute lesen wir zusammen die letzten Verse von Jesaja 22 und beginnen Kapitel 23. Und bevor wir das tun, möchten wir gemeinsam beten.

Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du alles in deiner Hand hältst, das kleinste Lebewesen auf der Erde und die größten Ereignisse. Du lenkst und leitest die Geschichte und hast Männer der Macht auch immer geleitet und auch heute das tust. Daran dürfen wir dir vertrauen und müssen nicht verzagen. Amen.

Wir lesen heute über das Gerichtswort über Schebna. Schebna war ein hoher Beamter und der Oberaufseher über den Palast in Jerusalem. Das ist wichtig, um das im Hinterkopf zu haben, um die nächsten Verse zu verstehen. Wir starten Vers 15: "So hat der HERR, der HERR der Heerscharen, angesprochen: Geh hinein zu diesem Verwalter, zu Schebna, der über den Palast gesetzt ist, und sprich: Was hast du hier und wen hast du hier, dass du dir hier ein Grab aushaust, du, der sich hoch oben sein Grab aushaut, sich eine Wohnung in den Felsen meißelt?" Schebna macht sich hier ein Prunkgrab zu Lebzeiten und greift dabei auf etwas zu, was ihm von seinem Stand gar nicht so zusteht, und lässt sich ein Grab aushauen voller Luxus und Prunk.

"Siehe, der HERR wird dich weit wegschleudern, Mann! Und er wird dich fest packen, dich fest zusammenwickeln wie ein Knäuel und dich wie einen Ballen in ein weites und breites Land schleudern. Dort wirst du sterben, und dorthin kommen deine prächtigen Wagen, du Schande für das Haus des HERRN!" Das sind sehr drastische Worte, die die Bibel hier wählt für Schebna. Und wir haben ja bisher immer so Weissagungen gehabt über die Heidenvölker, und hier haben wir zum ersten Mal so eine ganz konkrete Weissagung über eine Person hin. Und dieser Schebna hat anscheinend viel Verantwortung gehabt und hat diese Verantwortung missbraucht und hat dieses Amt, was er hatte, das Oberaufseheramt im Palast, alles andere als geistlich ausgeübt.

"Ich will dich aus deinem Amt stoßen, und man wird dich von deiner Stellung herabstürzen. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkijas, berufen." Wir haben ja von Hilkija schon gelesen in den Büchern Könige und Chronik. Er war ein bedeutender Priester, und Eljakim ist sein Sohn. Und er soll hier auf den Schebna folgen. Und Eljakim wird in den folgenden Versen, wie wir gleich lesen werden, dieses Amt ganz anders ausführen. "Und ich werde ihn mit deinem Gewand bekleiden und mit deinem Gürtel festgürten, und deine Vollmacht in seiner Hand liegen. Er wird den Bürgern von Jerusalem und dem Haus Juda ein Vater sein." Man bekommt fast den Eindruck, Eljakim ist hier so ein Vorbild auf Jesus, ein Typus auf Jesus.

"Ich will ihm auch den Schlüssel des Hauses Davids auf seinen Schultern legen, so dass, wenn er öffnet, niemand schließen kann, und wenn er schließt, niemand öffnen kann." Auch das war eine Sache, die Jesus zugedacht war. "Und ich will ihn als Pflock einschlagen." Der Pflock ist ein, ja, für ein Zelt ein fester Halt an einem festen Ort. "Und er soll einen Ehrenthron für das Haus seines Vaters werden, so dass die ganze Herrlichkeit seines Vaterhauses sich an ihn hängen wird, die Sprösslinge und die Abkömmlinge, alle kleinen Gefäße, von den Tonschalen bis zu den Krügen." Ja, Eljakim muss anscheinend dieses Amt so vorbildlich und gewissenhaft und geistlich ausgeführt haben, dass noch die ganzen Generationen nach ihm sich immer wieder auf ihn berufen haben. Er war so das große Vorbild.

"An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, wird der Pflock, der an dem festen Ort eingeschlagen war, weichen, ja, wird abgehauen werden und fallen, und die Last, die dann daran hängt, wird zugrunde gehen. Der HERR hat es geredet." Dieser Vers 25 ist nicht ganz so einfach, wie er zu deuten ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es so etwas ausdrücken will wie: Ihr habt euch alle auf Eljakim verlassen, aber so gut Eljakim auch gewesen sein mag, trotzdem bleibt er ein Mensch, und ihr sollt euch nicht auf Menschen verlassen, sondern auf Gott. Ja, also, ihr habt euch irgendwie ja zu sehr auf das Hier und Jetzt konzentriert und auf einen Menschen. Aber interessant, dass dieser Eljakim hier auftaucht und ein Typus auf Jesus ist, hier mitten in diesen Weissagungen über die Heidenvölker.

Der Fall von Tyrus. Kapitel 23. "Die Last über Tyrus. Jammert, ihr Tarschisch-Schiffe, denn Tyrus ist zerstört, ohne Häuser und ohne Einfahrt für Schiffe. Aus dem Land der Kittim, das ist Zypern, ist es ihnen bekannt geworden." Ja, die Tarschisch-Schiffe, die waren sehr bekannt, weil das waren ganz, ganz schnelle Handelsschiffe, die sehr fortschrittlich waren und ja, sehr bekannt und beliebt in dieser Zeit. "Schweigt, ihr Bewohner der Küste, ihr Sidonischen Kaufleute, die das Meer befahren haben, die dich erfüllt haben. Und auf großen Wassern war die Saat des Sihor, die Ernte des Niltales, ihr Einkommen, und sie war der Markt der Nationen." Der ägyptische Getreidehandel, der lief damals über Tyrus. Und uns begegnet Tyrus auch in der Offenbarung, nämlich in Kapitel 18, Vers 11, wo Babylon und Tyrus quasi symbolisch Symbole sind für den Fall von Luzifer. Und hier wird Tyrus ja als, ja, ein Land beschrieben oder eine Stadt beschrieben, die auch zerstört werden wird. Nämlich 573 vor Christus kamen die Babylonier und haben Tyrus zerstört. Wir lesen noch mehr über diese Prophezeiung, wer von euch sich noch mehr dafür interessiert, in Hesekiel 26, das nur am Rande.

"Schäme dich, Zion, denn das Meer, die Meeresfeste, spricht: Ich habe keine Wehen gehabt noch geboren, noch junge Männer großgezogen, noch Jungfrauen aufgezogen." "Wie bei der Nachricht über Ägypten, so werden sie sich auch verschrecken, winden bei der Nachricht über Tyrus. Über Nacht jammert, ihr Bewohner der Küste!" Ja, das ist wahr, das Handelszentrum der Phönizier. Und der Nebukadnezar, der kam und hat Tyrus und auch Ägypten erobert. "Ist das nicht eure fröhliche, reiche Stadt, deren Ursprung in uralter Vorzeit liegt, deren Füße sie in ferne Länder trugen, damit sie sich dort ansiedelten?" Also schon zur Zeit der uralten Könige der uralten Vorzeit, das war zur Zeit des Exodus, da war auch das schon eine bekannte Stadt. "Wer hat dieses über Tyrus beschlossen, die Kronenspenderin, deren Kaufleute Fürsten und deren Händler die Vornehmen der Erde waren?" Also, es war eine sehr politisch einflussreiche Stadt, aber auch wirtschaftlich sehr bedeutend.

"Der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, um den Stolz all ihrer Pracht zu entweihen und alle Vornehmen der Erde verächtlich zu machen." Ja, das Hauptproblem, das Kernproblem von Tyrus, war auch wieder der Stolz. Deswegen wird es auch ein Symbol für Luzifer in Offenbarung 18, der ja auch das Problem des Stolzes hatte. "Überflute dein Land wie der Nil, du Tochter Tarschischs! Es ist keine Werft mehr da." Ja, Tarschisch muss sich nun selbst versorgen und sich um sich selber kümmern, was gar nicht so einfach war. "Er hat seine Hand über das Meer ausgestreckt, er hat die Reiche erschüttert. Der HERR hat über Kanaan Befehl gegeben, dass seine Festungen zerstört werden sollen." Gott setzt Könige ein und Könige ab. Das können wir immer wieder sehen, und gerade im Buch Jesaja ist dieser Gedanke sehr prominent. Gott hat all diese Könige in seiner Hand, und wenn Gott sie einsetzt, wer sind wir, dass wir uns ja darüber erheben, darüber beschweren? Wir können nur das annehmen, was gerade ist, und müssen Gott vertrauen, dass er alles gut führen wird, für die Welt, aber auch für uns ganz persönlich. Lasst uns dafür beten.

Lieber Vater im Himmel, haben Dank, dass wir uns auf dich verlassen können. Haben Dank, dass wir keine Angst haben müssen in dieser Welt, weil wir wissen, du führst alles, du leitest alles. Auch wenn Kriege und Unruhen herrschen, du bist mit uns, und du beweist uns auch: Du hast dein Volk immer bewahrt, warum solltest du es nicht auch jetzt tun? Wir bitten dich darum, und wir danken dir dafür in deinem Namen. Amen.
[Musik]


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