In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 33:15-34:14. Sie erklärt die Verheißungen für Gerechte im Neuen Jerusalem und kontrastiert diese mit den Gerichtsprophezeiungen über die gottlose Welt. Dabei werden biblische Bilder der Endzeit und der ewigen Verödung aufgegriffen, um die Bedeutung von Gottes Gerechtigkeit und Vergebung zu unterstreichen.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 33:15-34:14
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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Hmm, hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 747. Wir sind in Jesaja Kapitel 33 und beginnen noch Kapitel 34. Lasst uns gemeinsam beten.
Lieber Vater im Himmel, du liebst aufrichtige Herzen, das können wir in deinem Wort lesen. Und wir bitten dich auch, dass du uns auch diese aufrichtigen Herzen schenkst. Lass uns jetzt auch mit aufrichtigem Herzen dein Wort lesen, damit es uns trifft und uns anspricht. Amen.
Wir beginnen Kapitel 33 ab Vers 15: „Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet, wer es verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen, wer es verwehrt, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen, wer seine Ohren verstopft, um nicht vom Blutvergießen zu hören, wer seine Augen verschließt und Böses nicht mit anzusehen, der wird auf Höhen wohnen. Felsenfest sind seine Burg, sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie.“
Das ist eine schöne Verheißung, die uns ganz besonders auch in der letzten Zeit wichtig werden wird. Denn es heißt ja auch, dass Brot und Wasser uns gewiss sein wird. Und es gibt hier diese, ja, diese Bedingungen, die hier steht, wer diese Verheißung in Anspruch nehmen darf: nämlich die, die aufrichtige Herzen haben, die, die aufrichtig handeln, die so leben, wie Jesus gelebt hat.
„Deine Augen werden den König in seiner Schönheit schauen.“ Und der König ist Jesus. „Du wirst das Land erweitert sehen.“ Das ist die Voraussage nach der Wiederkunft, ja, wenn die neue Erde geschaffen werden wird.
„Dein Herz wird an die Schreckenszeit zurückdenken: ‚Wo ist nun der, der den Tribut zahlte? Wo der, der das Gold abwog? Wo der, der die Türme zählte?‘“ Ja, wir können uns dann gar nicht mehr so richtig daran erinnern. Wenn wir einmal im Himmel in der Ewigkeit sein werden, dann wird das so eine Vergangenheit sein, die wir uns gar nicht erinnern wollen und auch nicht mehr so richtig können, alles, das wir hier auf der Erde und in einer sündigen Welt erlebt haben.
„Da willst du das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit der dunklen Rede, die man nicht verstehen kann, mit der stammelnden Sprache ohne Sinn.“ Damit sind die, ach, der Gemeinde, wir sind wieder im Hier und Jetzt, die, die Assyrer, die natürlich Akkadisch gesprochen haben. Und die dunkle Rede heißt nicht etwa, dass es, dass die so dunkel geredet haben, sondern es heißt einfach, dass etwas sehr Althergebrachtes, etwas, was in weiter Ferne liegt, in der Vergangenheit, deswegen dunkel ist. Es ist schon so ein bisschen verschwurbelt gegangen.
„Schau an die Stadt unserer Festversammlung! Deine Augen werden Jerusalem sehen als eine sichere Wohnstätte, als ein Zelt, das nicht mehr wandert, dessen Pflöcke nicht mehr rausgezogen werden und von dessen Zeltseilen keine Schnur losgerissen wird.“ Ja, wenn wir im Himmel sind, dann sind wir dort, dann werden wir nie mehr wegziehen müssen. Jetzt wissen wir, wir sind hier Fremdlinge auf Erden und wir sind eigentlich nur auf der Durchreise. Aber im Himmel sind wir dann angekommen, der ewigen Stadt. Deswegen werden die Pflöcke nie mehr versetzt werden.
„Denn dort wird ER in seiner Majestät bei uns sein, in einem Ort der Flüsse, der breiten Ströme. Gegen ihn wird keine Ruderflotte kommen und kein mächtiges Schiff sich herüberwagen.“ Ja, diese vier Ströme, das hat mich ganz toll erinnert an die Schöpfung, wo Gott auch vier Ströme geschaffen hat, die aus dem Paradies herausgeflossen sind. Und Gott wird es ja wieder so herstellen und noch schöner machen als bei der Schöpfung.
„Denn der Herr ist unser Richter, der Herr ist unser Gesetzgeber, der Herr ist unser König. Er wird uns retten.“ Diesen Vers überliest man vielleicht ein bisschen, aber dieser Vers hat eine ganz besondere Anwendung gefunden, denn die französischen Philosophen, die sich damals Gedanken gemacht haben über das Konstrukt des Staates, die haben sich diesen Vers genommen und haben daraus das Prinzip der Judikative, der Legislative und Exekutive geschaffen, der Gewaltenteilung. Nämlich: der Richter – die Judikative, der Gesetzgeber – die Legislative, der König – die Exekutive. Ganz interessant, dass dieser Vers den französischen Philosophen als Grundlage gedient hat.
„Deine Taue sind locker geworden, dass sie weder ihren Mast festhalten noch das Segel ausbreiten können. Dann wird Raub in Menge ausgeteilt werden, sodass auch die Lahmen Beute machen.“ Ja, es wird alles im Überfluss geben, sogar die Lahmen und die Schwachen, auch die werden Beute machen. „Und kein Einwohner wird sagen: ‚Ich bin schwach.‘ Dem Volk, das darin wohnt, wird die Sünde vergeben sein.“ Und hier zeigt sich die Stärke des Evangeliums, die aus der Vergebung kommt. Die Vergebung stellt uns Menschen wieder her, stellt uns wieder auf die Füße und lässt uns auf dem Fundament des Glaubens gehen.
Jesaja Kapitel 34: „Kommt herzu, ihr Heiden, um zu hören, und ihr Völker, horcht auf! Es höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm entspringt! Denn der Herr ist zornig über alle Heidenvölker und ergrimmt über ihr ganzes Heer. Er hat über sie den Bann verhängt und sie zur Schlachtung dahingegeben. Und ihre Erschlagenen sollen hingeworfen werden, und der Gestank ihrer Leichname aufsteigen, und die Berge werden von ihrem Blut triefen.“
Das ist natürlich eine Beschreibung für die Endzeit. Und wir haben hier einen großen Kontrast, der sich jetzt noch im Rest der Seite noch mehr manifestieren wird. Wir haben die ewige Stadt gehabt, Jerusalem als herrliche Stadt, da, wo die Erlösten wohnen werden. Und nun kommt hier, ja, die andere Stadt. Sie ist voller, voller Blut und sie ist öde und sie ist mit dem Bann belegt.
„Das heißt weiter: Das gesamte Heer des Himmels vergeht, und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle, und all ihr Heer wird herabfallen wie das Laub am Weinstock herabfällt und wie die verdorrte Frucht des Feigenbaumes.“ Das ist natürlich eine Beschreibung aus den sechs Siegeln der Offenbarung, was die, ja, die Endzeit beschreibt und was um die Wiederkunft herum passiert.
„Denn mein Schwert ist trunken geworden im Himmel. Siehe, es wird herabfahren auf Edom zum Gericht über das Volk, das ich mit dem Bann belegt habe.“ Und Edom steht hier im Prinzip für die ganze abgefallene Welt, für die ganze Welt, die Gott nicht nachfolgt. „Das Schwert des Herrn ist voll Blut, es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder. Denn der Herr hält ein Schlachtopfer in Bozra und ein großes Schlachten in Edom.“ Das beschreibt das Gericht an den Gottlosen. „Da werden die Büffel mit ihnen fallen und Jungstiere mit den starken Stieren. Ihr Land wird mit Blut getränkt und ihr Boden mit Fett gedüngt.“
„Denn es ist ein Tag der Rache des Herrn, das ist der Gerichtstag, ein Jahr der Vergeltung für die Sache Zions. Da sollen ihre Bäche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in Schwefel.“ Ja, ihr Land wird zu brennendem Pech. „Tag und Nacht wird sein Rauch aufsteigen. Es wird öde liegen von Geschlecht zu Geschlecht, und niemand wird mehr hindurchziehen ewiglich.“
Da ist nun natürlich auch ganz viel Sprache aus der Offenbarung drin, Offenbarung 14, aus der dritten Engelsbotschaft, dass der Rauch aufsteigt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Also, wir sehen, dass Johannes hier auch ganz viele Bilder entnommen hat, die Offenbarung für die letzten Tage dieser Welt.
„Und der Pelikan und der Igel werden es einnehmen, und die Eule und der Rabe werden darin wohnen.“ „Die Messschnur der Verwüstung“ – hier steht das Wort „Tohu“ für Verwüstung – „wird er darüber spannen und das Senkblei der Verödung.“ Und für Verödung steht hier „Bohu“. Also „Tohu wa Bohu“, das kennen wir ja aus dem Schöpfungsbericht.
Dieser Text ist natürlich auch ein gutes Indiz dafür, dass es keine ewig brennende Hölle geben wird, denn sonst würden da ja keine Tiere wohnen können. Also, die brennende Hölle ist einfach ein, ein Wort oder eine Phrase dafür, dass etwas ewig beschlossen ist, nicht, dass etwas ewig brennt, sondern dass etwas schon von Ewigkeit her bei Gott beschlossenes, was noch eintreffen wird.
„Von ihrem alten Adel wird keiner mehr da sein, um das Königtum auszurufen, und alle ihre Fürsten sind dahin.“ Also, totale Verwilderung, alles liegt brach, kein Mensch mehr da. „In ihren Palästen werden Dornen wachsen, Nesseln und Disteln in ihren befestigten Städten. Sie werden den Schakalen zur Wohnung dienen, zum Gehege den Straußen.“ Also, so ein richtiger Eindruck von Wildnis, von Tieren. „Und Schakale werden einander begegnen und ein Ziegenbock dem anderen zurufen.“
„Ja, dort wird die Lilith sich niederlassen und eine Ruhestätte für sich finden.“ Die Lilith ist so eine Fledermausart. Eine ganz verlassene Erde wird das sein. Und wir wissen, dass 1000 Jahre die Erde in Öde gelassen werden wird, während im Himmel Gericht stattfindet.
Wir dürfen sicher sein, dass Gott uns diese Aussicht gegeben hat des Neuen Jerusalems, damit wir nicht nur uns darauf freuen, sondern auch uns danach sehnen und darauf hinwirken, dass wir dabei sein werden. Wir müssen an Gott festhalten und müssen ihm vertrauen, dass er sein Werk, was er an uns begonnen hat, auch beenden wird und vollkommen machen wird. Wir dürfen ihm dankbar sein, dass er uns diesen Ausblick gegeben hat.
Lasst uns beten: Lieber Herr Jesus, danke für diese Aussicht des Neuen Jerusalems, für diese ewige Herrlichkeit, in der wir leben dürfen. Mach unser Herz fest in dir und gib uns einen neuen Sinn und einen neuen Geist, der immer an dir festhält. Amen.
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