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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 26,6-27,10 und Gottes umfassenden Plan für die Zukunft. Sie erklärt, wie Gerechtigkeit, Gnade und Gericht zusammenwirken, die Auferstehung der Gerechten und die Notwendigkeit, sich in Zeiten der Trübsal auf Gott zu besinnen. Entdecken Sie Gottes souveränes Handeln, das sein Volk läutert und am Ende triumphieren lässt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[Musik] Hmm, hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute Seite 740, beenden Kapitel 26 und beginnen Kapitel 27. Und wir haben heute ein paar ganz interessante Abschnitte vor uns, die uns viel über die Zukunft sagen werden und über das, was Gott mit uns vorhat.

Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, sei Dank, dass du die Zukunft kennst und dass du sie uns offenbart hast, dass du uns ins Bild gesetzt hast darüber, wie du das Ende der Welt ja geplant hast, dass wir keine Angst haben müssen davor und du uns erretten möchtest. Amen.

Wir beginnen in Vers 6 von Kapitel 26: „Dass sie der Fuß vertrete, die Füße der Elenden, die Tritte der Armen. Der Pfad des Gerechten ist gerade. Geradeaus bahnst du den Weg des Gerechten.“ Also Gott macht die Wege der Gerechten gerade. Wir werden nicht Umwege gehen müssen, sondern Gott ebnet unseren Weg.

„Auch auf dem Weg der Gerichte, Herr, harrten wir auf dich. Also auch auf den Wegen, die schwer sind, auf den Gerichtszeiten, bleiben wir auf dem Weg Gottes. Auf deinem Namen und auf dein Gedenken war das Verlangen der Seele gerichtet. Gott, auch im Gericht vertrauen, das ist wichtig. Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht, ja, mein Geist in mir suchte dich. Denn sobald seine Gerichte die Erde treffen, lernen die Bewohner des Erdkreis Gerechtigkeit.“

Ganz interessant ist hier, dass die Erklärung, dass im Gericht wir Menschen die Gerechtigkeit Gottes besser verstehen. „Wird dem Gottlosen Gnade erwiesen, so lernt er nicht Gerechtigkeit. In dem Land, wo Ordnung herrscht, handelt er verkehrt und sieht nicht die Majestät des Herrn.“ Das heißt, Jesaja will sagen, wo nur Gnade herrscht ohne Gerichtstag, lernen die Menschen Gottes Gerechtigkeit nicht wirklich kennen und ja, am eigenen Leib sozusagen spüren.

„Herr, deine Hand ist erhoben.“ Das ist ein Zeichen für Handeln, für den Zorn Gottes. „Sie wollen es nicht sehen, sie werden es aber sehen und sich schämen müssen. Der Eifer für das Volk, das Zornesfeuer wird deine Feinde verzehren.“ Das heißt, Gott besiegt die Feinde durch den Eifer, durch sein Ja für sein Volk. Und um nochmal auf das Gericht und die Gerechtigkeit und die Gnade, diese großen drei Begriffe zurückzukommen: Gott hat auch Gnade nur walten lassen können durch ein Gericht. Denn das Kreuz an sich, an dem Jesus gestorben ist, war auch ein Gericht und nur durch dieses Gericht kann es Gnade geben. Und am Kreuz ist die Gerechtigkeit Gottes offenbar geworden. Das heißt, diese Dinge hängen unglaublich eng zusammen.

„Und das sind die Gläubigen: Herr, wirst du Frieden schaffen, denn auch alle unsere Werke hast du für uns vollbracht.“ Das heißt, Gott bereitet die Werke für uns vor, in denen wir wandeln wollen und er hält Gericht, um die Übrigen zu retten. Wir haben ja oft so die Idee, Gott hält Gericht, um die Gottlosen zu töten, aber nein, Gott hält Gericht, um seine Übrigen herauszuretten.

„Woher, unser Gott, andere Herren als du herrschen über uns, aber künftig gedenken wir allein an dich, an deinen Namen. Tote werden nicht wieder lebendig – damit sind die Verlorenen, die nicht Erlösten gemeint. Schatten stehen nicht wieder auf. Darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und jede Erinnerung an sie ausgetilgt.“

„Du hast, Herr, zum Volk hinzugetan, du hast das Volk vermehrt, du hast dich herrlicher erwiesen, du hast alle Grenzen des Landes erweitert. Herr, in der Drangsal suchten sie dich. Sie flehten leise in der Bedrängnis, als deine Züchtigung traf.“ Ja, wenn Drangsal und Bedrängnis uns ereilt, dann sind es die Momente, wo wir anfangen, Gott anzurufen.

„Wie eine Schwangere, die dem Gebärenden gleicht, sich windet und vor Schmerzen schreit in ihren. So waren auch wir, Herr, vor deinem Angesicht. Wir waren schwanger und das meint das Volk Israel hier, wandten uns in Schmerzen und gebaren gleichsam Wind. Sie konnten dem Land nicht Rettung verschaffen und es wurden keine Erdenbewohner geboren.“ Das heißt, die ganzen Schmerzen, die hiermit Geburtswehen verglichen werden, die Schmerzen, die das Volk Israel hatte, die waren eigentlich null und nichtig. Sie haben zu nichts geführt, sie haben nur Wind geboren. Alle Anstrengungen haben nichts genutzt, weil sie sich nicht auf Gott verlassen haben. Sie haben sich auf sich selbst verlassen und selbst angestrengt.

„Aber deine Toten – und das ist der Kontrast zu Vers 14 – deine Toten werden leben. Auch mein Leichnam, sie werden auferstehen. Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes, denn dein Tau ist ein Morgentau und die Erde wird die Toten wiedergeben.“

„So geh, mein Volk, in deine Kammern und schließe die Tür hinter dir zu. Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergegangen ist.“ Dieser Ratschlag, den Jesaja hier gibt, das ist ein Ratschlag für Krisenzeiten, im Stillen zu beten, in sich zu kehren. Aber es ist auch ein Ratschlag für die Endzeit, für die Zeit der sieben Plagen, sich ja zurückzuziehen, zu beten und sich auf Gott zu besinnen. „Denn siehe, der Herr wird von seinem Ort ausgehen, um die Bosheiten der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen und die Erde wird das auf ihr vergossene Blut offenbaren und die auf ihr Erschlagenen nicht länger verbergen.“ Diesen Gedanken kennen wir auch aus Offenbarung 18,24, wo es auch um das vergossene Blut der Gerechten geht, die offenbar werden.

Kapitel 27: „An jenem Tag wird der Herr mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviathan – damit ist der Satan gemeint – heimsuchen, die flüchtige Schlange, ja, den Leviathan, die gewundene Schlange, und er wird das Ungeheuer töten, das im Meer ist.“ Dieser Vers erinnert mich ganz stark an Offenbarung 12, wo es auch darum geht, wer der Satan ist, dass er die Schlange ist.

„An jenem Tag wird man sagen: Ein Weinberg von feurigen Weinen. Besingt ihn! Ich, der Herr, behüte und bewässere ihn zu jeder Zeit. Ich bewahre ihn Tag und Nacht, damit sich niemand an ihm vergreift. Zorn habe ich keinen.“ Ganz interessant, weil wir Gott ja oft oder weil man Gott oft im Alltag damit als den zornigen Gott beschreibt. Aber Gott sagt: „Nein, ich habe keinen Zorn.“ Er hat nämlich eine geheiligte Gemeinde hier. Der Weinberg ist eine geheiligte Gemeinde ohne Sünde.

„Wenn ich aber Dornen und Disteln darin fände – und Dornen und Disteln sind Symbole für die Sünde – so würde ich im Kampf darauf losgehen und sie allesamt verbrennen.“ Ja, Gott sagt, wenn ich auf meinem Weinberg Sünde finden würde, würde ich ihn niederbrennen. Aber weil die Gemeinde durch die ganze Trübsalszeit und durch die ganzen Prüfungen geheiligt und rein ist, muss Gott nichts zerstören. „Es sei denn, dass man Schutz bei mir suchte, dass man Frieden bei mir machte, ja, Frieden machte mit mir.“ Ja, es geht hier, Gott geht hier nur auf die Feinde los, Gott zerstört nur die Feinde, aber er verschont die, die bei ihm Schutz suchen und sich bei ihm geborgen fühlen.

„In zukünftigen Zeiten wird Jakob Wurzeln schlagen, Israel wird blühen und grünen und sie werden den ganzen Erdkreis mit Früchten füllen.“ Der Überrest wird also wachsen, die Übrigen. In Hosea 14,5 gibt es diese wunderbare poetische Beschreibung von den Erlösten. So klingt es auch schon so ein bisschen hier an in Jesaja, aber Hosea 14 lohnt sich zu lesen.

„Hat er es auch geschlagen, wie er die schlug, welche ihm Schläge versetzten? Oder wurde es hingemordet wie ein Mörder, wie seine Mörder ermordet worden sind?“ Ja, er hat Israel nicht so gerichtet, wie er die Feinde gerichtet hat. Gott hat Israel anders behandelt. „Er hat sie verbannt, wie wir lesen, dass im nächsten Vers: „Mit Maßen, durch Verbannung hast du es geschafft. Er hat es durch seinen heftigen Sturm fortgetrieben am Tag des Ostwinds.“ Er hat sein Volk nicht zerstört, obwohl es voller Sünde und Götzendienst war, sondern er hat es wegführen lassen nach Babylon. Das war die Strafe, die er ihnen zugerechnet hat, damit ein Überrest übrig bleibt, aus dem er dann wieder etwas Neues schaffen kann.

„Darum wird Jakobs Schuld dadurch gesühnt und das wird die volle Frucht der Hinwegnahme seiner Sünde sein, dass er alle Altarsteine gleich zerschlagenen Kalksteinen macht und keine Ascherabilder, Standbilder und Sonnensäulen mehr aufrichtet.“ Ja, die Sünde wurde weggenommen und Gott hat seinem Volk vergeben. Und die Zeit dieses Exils in Babylon, die hat tatsächlich dazu geführt, dass Gottes Volk den Götzendienst nie mehr praktiziert hat. Sie haben auf alle Zeit davon Abstand genommen. Sie hatten andere Probleme, wie wir im Neuen Testament in den Evangelien lesen können, aber den Götzendienst, diese Ascherabilder, Standbilder und Sonnensäulen, die haben tatsächlich nie wieder ihren Weg in das Volk Israel gefunden.

„Denn die feste Stadt ist einsam geworden, eine verworfen und verlassene Wohnung wie die Steppe. Kälber werden weiden und lagern sich dort und fressen ihre Büsche ab.“ Das ist eine Beschreibung der Zeit des Exils, wenn das ganze Volk verschleppt ist und sie brach und verlassen das Land Israel sein wird.

Wir können daraus lernen, dass Gottes Gerichte, auch wenn sie sehr schwer, ja schlimm sind für uns, dass sie doch auch einen guten Zweck haben, nämlich dass die Sünde, die Schlacke wegkommt aus unserem Leben und dass wir dadurch etwas lernen und dass wir Gott näher kommen und ähnlicher werden. Lasst uns dafür dankbar sein und dafür beten.

Lieber Herr Jesus, ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir diese Gerichte auch im Kleinen in unserem Leben zulassen, dass du mit uns arbeiten kannst und schleifst wie einen kostbaren Diamanten und dass wir am Ende funkeln und glitzern und ein kostbares Juwel sind in deinen Augen und errettet werden. In deinem Namen. Amen.
[Musik]


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