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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 28:17-29:9. Sie spricht über Gottes kommendes Gericht über Israel, das als „fremdartiges Werk“ beschrieben wird, und vergleicht Gottes Vorgehen mit der präzisen Arbeit eines Ackersmanns, der sichtet statt vernichtet. Die Prophezeiung der Belagerung Jerusalems (Ariel) und die Warnung vor geistlicher Trunkenheit fordern die Zuhörer auf, nüchtern zu bleiben und Gottes Wort ernst zu nehmen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[Musik]

Hmm, hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Wir lesen heute Jesaja, die Seite 742, beenden das Kapitel 28 Jesaja und wollen Kapitel 29 beginnen. Und davor gemeinsam beten.

Ich, lieber Vater im Himmel, habe Dank für dein Wort, das ja uns so viele warnende Worte mitgegeben hat für unseren Weg, für viele Generationen. Und ich möchte dich bitten, dass wir diese warnenden Worte, die uns betreffen, auch erkennen und wahrnehmen und ernst nehmen für unser eigenes Leben.

Und wir haben ja gestern über den Eckstein gelesen, diesen kostbaren Eckstein, der Jesus darstellt. Und da geht es nun weiter in Vers 17: „Und ich will das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage. Der Hagel wird eure Lügenzuflucht wegreißen und die Wasser sollen euer Versteck wegschwemmen.“ Will sagen: Niemand wird entkommen. Alles wird aufgedeckt, jede Lügenzuflucht wird entlarvt. Gott wird jeden finden, der bestraft werden muss. „Und euer Bund mit dem Tod wird außer Kraft gesetzt und euer Vertrag mit dem Totenreich hat keinen Bestand.“ Also, sie haben sogar einen Bund mit dem Tod gemacht, haben sich sozusagen der anderen Seite geweiht. „Wenn die überschwemmende Flut daherfährt, so werdet ihr von ihr zermalmt werden.“ Und mit dieser Flut, da sind natürlich die Assyrer gemeint, die das Gericht sind, das Gott über sie bringt. „So oft sie daherfährt, wird sie euch erfassen. Ja, sie wird jeden Morgen daherkommen, bei Tag und bei Nacht, und es wird schon lauter Schrecken sein, die Botschaft zu hören.“ Das heißt, schon die Nachricht, dass das Gericht kommt, ist schon schrecklich genug und Schrecken an sich allein. Der Bericht über das Gericht ist furchtbar erschreckend. „Denn das Bett wird so kurz sein, dass man sich nicht darauf ausstrecken kann, und die Decke so schmal, dass man sich nicht in sie einwickeln kann.“ Es ist ein unangenehmes Bild.

„Denn der Herr wird aufstehen wie auf dem Berg Perazim und wird beben vor Zorn im Tal Gibeon, um sein Werk, ja, sein fremdartiges Werk auszuführen und seine Arbeit, ja, seine unerhörte Arbeit zu vollbringen.“ Auf dem Berg Perazim hat König David einen bedeutenden Sieg für und mit Gott einst errungen. Und nun wird das zu einem Ort, wo Gott gegen sein Volk kämpft. Und genauso verhält es sich mit dem Tal Gibeon. Wir erinnern uns, dass dort Josua gekämpft hat und die Sonne stand still. Und nun kämpft Gott dort gegen sein Volk. Und der Vers sagt: „Es ist ein fremdartiges Werk.“ Also, es ist Gott wirklich ganz fremd, so über sein eigenes Volk zu richten und mit ihm umzugehen. Es will ihm so gar nicht leicht fallen, diese Zerstörung.

„Und nun treibt keinen Spott, dass eure Fesseln nicht festgemacht werden.“ Das ist eine Warnung. „Denn ich habe von dem Herrscher, dem Herrn der Heerscharen, gehört, dass Vertilgung und Strafgericht über das ganze Land beschlossen ist.“ „Hört auf und hört meine Stimme, gebt Acht und hört meine Rede!“

Und jetzt folgt ein interessantes Gleichnis: „Pflügt der Ackersmann den ganzen Tag, um zu säen? Egget er auf seinem Acker den ganzen Tag? Ist es nicht so: Wenn er ihn geebnet hat, so streut er Dill aus und sät Kümmel, wirft Weizen und Gerste auf das abgesteckte Feld und Spelt an seinem Rand?“ „Und dieses Vorgehen lehrte ihn sein Gott, er unterweist ihn, dass er den Dill nicht mit dem Dreschwagen bricht und das Wagenrad nicht über den Kümmel führt, sondern Dill wird mit dem Stab ausgeklopft und Kümmel mit dem Stock. Wird Brotkorn etwa unaufhörlich zermahlen? Nein, er drischt es nicht unaufhörlich aus. Selbst wenn er sein Wagenrad und seine Pferde darüber jagt, so zermalmt er es nicht. Auch dies geht aus von dem Herrn der Heerscharen, denn sein Rat ist wunderbar und er führt es herrlich aus.“

Sie lernen, dass Gott sich eigentlich verhält wie ein Ackersmann. Und die Bibel stellt lauter Fragen: Macht ein Ackersmann so? Nein, natürlich nicht, er macht es anders. Und ein kleiner interessanter Nebenhinweis, den wir hier aus Vers 26 nehmen können, wo steht: „Und dieses Vorgehen lehrte ihn sein Gott, er unterweist ihn.“ Das lässt uns ein bisschen hineinblicken daran, dass Gott den Menschen beigebracht hat, wie man Ackerbau betreibt. Er hat sie unterrichtet. Und ich denke, das ist auch unter anderem ein Indiz dafür, warum die Ernten damals so viel besser waren, so viel reichhaltiger. Natürlich war die Saat auch kraftvoller als heutzutage, heute sind wir alle totgezüchtet. Aber Gott hat auch den Menschen beigebracht, wie sie Ackerbau betreiben und wie sie das genau machen sollen. Ja, und Gott sagt hier, er zerbricht das Korn nicht unaufhörlich. Das heißt, das ist genauso mit dem Gericht, weil das Dreschen ist ein Bild für das Gericht. Gott hält nicht unentwegt Gericht, um alles und jeden und letzten zu vernichten, sondern das Gericht ist da zur Sichtung. Er möchte das, was treu ist, alle, die treu sind und im Glauben, die möchte er heraussichten und alle anderen vernichten.

Kapitel 29: „Wehe dir, Ariel, Ariel!“ Damit ist Jerusalem gemeint. „Du Stadt, wo David lagerte! Zählt noch ein Jahr zu diesem hinzu, die Feste mögen ihren Kreislauf vollenden.“ Und diese Prophezeiung geschieht ein Jahr vor der Belagerung durch Sanherib, den assyrischen König. Deswegen sagt er: „Ein Jahr.“ „Dann will ich Ariel bedrängen, dass Traurigkeit und Klage entstehen, und der wird mir zum rechten Gottesaltar werden. Denn ich will dich ringsum belagern und dich mit Belagerungswaffen einschließen und Bollwerke gegen dich aufrichten. Dann wirst du erniedrigt von der Erde aus reden und aus dem Staub werden deine Worte gedämpft ertönen. Deine Stimme wird wie die eines toten Geistes aus der Erde kommen und deine Rede aus dem Staub heraus flüstern.“ So erniedrigt wird das Volk Israel sein, dass sie im Staub nur noch flüstern können. Zu mehr sind sie nicht mehr imstande. „Aber wie feiner Staub wird die Menge deiner Feinde sein und wie zerstreut die Menge der Tyrannen, und das plötzlich in einem Augenblick.“ Nicht nur das Volk Gottes ereilt ein Gericht, auch die Feinde Gottes, die Teil dieses Gerichtes sind, werden am Ende bestraft werden. Und dieser Vers hat sich erfüllt, das habe ich schon ein paar Mal erwähnt, und das werden wir dann auch noch in ein paar Kapiteln ganz ausführlich betrachten. Das ist diese Geschichte mit der Belagerung Jerusalems durch Sanherib, wo der Engel des Herrn in der Nacht 185.000 Männer erschlägt. „Vom Herrn der Heerscharen wirst du heimgesucht werden mit Donner und Erdbeben und mit großem Krachen, Sturmwind und Ungewitter und mit zeitverzehrenden Feuerflamme. Und wie ein Traum, wie ein Nachtgesicht wird die Menge aller Völker sein, die gegen Ariel zu Felde ziehen und alle, die gegen ihn und seine Festung Krieg führen und ihn bedrängen.“ Ja, Gott steht für sein Volk ein. „Und es wird geschehen, wie der Hungrige träumt, er esse, und wenn er wacht, ist sein Verlangen ungestillt; oder wie der Durstige träumt, er trinke, und wenn er wacht, ist er matt und seine Seele lechzt. So wird es der Menge der Heidenvölker gehen, die Krieg führen gegen den Berg Zion.“ Ja, die Belagerer wachen quasi aus einem Traum auf und stellen fest, dass sie völlig hinüber sind, dass sie besiegt wurden und dass die Einnahme Jerusalems nicht mehr möglich ist. Eine große Enttäuschung.

„Stutzt und staunt! Lasst euch verblenden und erblindet! Sie sind trunken, aber nicht vom Wein; sie schwanken, aber nicht vom Rausch. Schwankt!“ Und mit diesem Vers beginnt eigentlich ein neuer Abschnitt, den wir morgen weiter verstehen und lesen wollen und über das Volk Israel und seine Trunkenheit, seine buchstäbliche und seine geistliche Trunkenheit, lesen möchten. Ja, lasst uns darauf achten, dass wir geistlich klar bleiben, dass wir nüchtern bleiben, damit wir das Wort Gottes verstehen und seine Botschaften auch gerne annehmen und gerne lesen.

Lasst uns dafür beten. Lieber Vater im Himmel, hilf uns, dass wir deinem Wort treu sind, dass wir es so nehmen, wie es da steht, und dass wir es in rechter Weise verstehen. Hilf uns, dass unser eigenes Ich sich nicht über dein Wort erhebt und dass es uns stets eine Richtschnur ist. In deinem Namen. Amen.

[Musik]


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