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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 29:10-30:7. Sie spricht über die geistliche Blindheit und oberflächliche Frömmigkeit des Volkes Israel, die Gottes Gericht nach sich zieht. Gleichzeitig betont sie Gottes Verheißung der Wiederherstellung und warnt eindringlich davor, sich auf menschliche Bündnisse – wie die mit Ägypten – zu verlassen, anstatt auf Gottes Führung zu vertrauen. Eine tiefgehende Botschaft über Vertrauen und wahre Weisheit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[Musik]

Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 743, beenden Kapitel 29 und beginnen Kapitel 30. Und wir haben eine spannende Seite für uns. Das, so viel kann ich verraten.

Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr, danke für dein Wort, das so kraftvolle Botschaften enthält, viele traurige Botschaften, die uns aufrütteln sollen. Und ich möchte dich bitten, dass unser Herz bewegt wird durch die Worte, die wir lesen, damit wir sie ganz persönlich auch anwenden können.

Wir lesen ab Vers 10 von Kapitel 29. Der Übergang war schon gestern mit dem letzten Vers, wo es wieder um die Trunkenheit des Volkes Gottes ging. Es heißt: "Denn der Herr hat über euch einen Geist tiefen Schlafes ausgegossen und er hat eure Augen, die Propheten, verschlossen und eure Häupter, die Seher, verhüllt." Die, die eigentlich für Gott sprechen sollten, die Propheten, die als Augen im Volk Gottes gelten, die haben kein, ja, kein Interesse mehr an Gott. Gott kann nicht mehr mit ihnen arbeiten, ihnen keine Vision mehr geben und somit kann die Botschaft nicht weitergetragen werden ins Volk. Und das Volk würde die Botschaft auch nicht verstehen, denn sie sind ein Volk voller Volltrunkenheit und tiefen Schlafes.

Jesaja war einer dieser Propheten, die noch ein Sprachrohr Gottes waren, aber man sieht an den Reaktionen des Volkes, dass es überhaupt nichts ausgerichtet hat und das Gericht kam trotzdem. "Darum ist die Offenbarung für euch geworden wie die Worte eines versiegelten Buches." Ja, also sie haben es nicht verstanden. "Wenn man dieses einem gibt, der lesen kann, und zu ihm sagt: 'Lies das!', so antwortet er: 'Ich kann nicht, weil es versiegelt ist.' Wenn man aber das Buch einem gibt, der nicht lesen kann, und zu ihm sagt: 'Lies das!', so spricht er: 'Ich kann nicht lesen.'" Also, es können weder die lesen, die es verstehen könnten, noch können es die verstehen, die nicht lesen. Gott ist in der Bredouille.

Weiter spricht der Herr: "Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist, so will ich künftig mit diesem Volk wundersam, ja, überaus wundersam und wunderlich umgehen, und die Weisheit seiner Weisen soll zunichte werden und der Verstand seiner Verständigen unauffindbar sein."

Wir verstehen hier von Vers 13, dass es ganz viel angelerntes Menschengebot ist, was uns dazu führt, dass anscheinend sie noch Gottesdienst gemacht haben, aber es war wohl, es war Tradition, es war ein, ja, ein förmlicher, ein äußerlicher Gottesdienst. Und Gott sagt: "Weil ihr nicht mehr die Weisheit sucht und versucht, mich zu verstehen, werde ich euch die Weisheit und den Verstand auch ganz wegnehmen, denn Weisheit und Verstand ohne Gott sind nicht viel wert."

"Wehe denen, die ihren Plan vor dem Herrn tief verbergen, damit ihre Werke im Finstern geschehen. Sie sprechen: 'Wer sieht uns?' oder 'Wer kennt uns?'" Ja, also schmieden böse Pläne im Finstern und denken, Gott sieht sie nicht.

"Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleich geachtet werden, oder das Werk von seinem Meister sagen: 'Er hat mich nicht gemacht!', oder das Geschöpf von seinem Schöpfer sagen: 'Er versteht es nicht!'?" Das ist ein interessanter Hinweis auf die Evolutionstheorie. Und der Ton ist hier natürlich ein Symbol für das Volk, für die Menschen, für das Volk Gottes. Und natürlich fragt ein Tongefäß nicht seinen Schöpfer, ob es denn nicht gemacht hätte.

"Geht es doch nur noch eine kleine Weile, so wird der Libanon in einen Baumgarten verwandelt und der Karmel für einen Wald gehalten werden. An jenem Tag werden die Tauben die Worte des Buches hören und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis heraus sehen." Also, Gott bewirkt, dass die Menschen wieder sein Wort verstehen werden. Er wird wieder den Geist ausgießen und von vorne anfangen. "Und die Elenden werden wieder Freude am Herrn haben und die Armen unter den Menschen werden frohlocken über den Heiligen Israels." In Jesaja 66, da kommen wir ja noch hin, da können wir lesen, dass das Evangelium den Armen gepredigt werden wird. Den Elenden, heißt das hier.

"Denn der Tyrann hat ein Ende und der Spötter verschwindet, und alle sollen ausgerottet werden, die auf Unrecht lauern, die einen Menschen auf bloße Anklage schuldig sprechen und demjenigen Schlingen legen, der im Tor Recht spricht und den Gerechten aus nichtigen Gründen verdrängen." Also, wir lesen hier, dass es auch im Volk Israel falsche Rechtsprechung, Ungerechtigkeit in der Gerichtsbarkeit gab und ja, große Ungerechtigkeit im Volk.

"Darum, so spricht der Herr zum Haus Jakobs, er, der Abraham erlöst hat: 'Nun soll Jakob nicht mehr zuschanden werden und nun soll sein Angesicht nicht mehr erbleichen. Denn wenn er denn seine Kinder, das Werk meiner Hände, in ihrer Mitte sehen, so werden sie meinen Namen heiligen. Sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten.'"

Wir stoppen hier und denken ein bisschen nach über diesen Satz: "So werden sie meinen Namen heiligen." Man würde ja normalerweise davon ausgehen, dass Gott seinen Namen selber heiligen kann, aber er sagt: "Nein, mein Volk wird meinen Namen heiligen." Und das bedeutet, dass Gott seinen Namen, Gott an die erste, das Volk seinen Gott an die erste Stelle setzt und ihn höher achtet als alles andere, quasi absondert, was ja "heiligen" bedeutet. Und dass sie damit den Namen Gottes...

"Und die, welche in ihrem Geist irren, werden Einsicht bekommen; die Murrenden werden Belehrung annehmen." Also, ist ein richtiger Wechsel, der hier stattfindet, ein Paradigmenwechsel. Irrtum und Unzufriedenheit werden geheilt, und die, die bisher argwöhnisch oder misstrauisch oder skeptisch waren, gemurrt haben, die können Einsicht erhalten, die werden geklärt werden. Was für eine schöne Hoffnung!

Kapitel 30. "Wehe den widerspenstigen Kindern, spricht der Herr, welche Pläne ausführen, die nicht von mir stammen, und Bündnisse abschließen ohne meinen Geist und so Sünde auf sich, ja, so Sünde aufhäufen." Die Israeliten haben ja Pläne gemacht und Pakte geschmiedet, unter anderem mit Ägypten gegen Assyrien, und das war nicht Gottes Plan. Es wird öfter in Jesaja erwähnt, dass es unklug ist, mit Ägypten Geschäfte zu machen bzw. Abkommen zu schmieden und in den Krieg zu ziehen.

"Die sich aufmachen, um nach Ägypten zu ziehen, aber mich fragen sie nicht um Rat, um sich unter den Schutz des Pharao zu flüchten und Zuflucht zu suchen im Schatten Ägyptens." Wer im Schatten Ägyptens Zuflucht sucht, der sucht sie auf menschliche Weise, aber nicht auf Gottes Wegen. Er vertraut quasi auf Menschliches und nicht auf Gottes Kraft. "Aber der Schutz des Pharao wird euch zuschanden werden und die Zuflucht unter dem Schatten Ägyptens zur Schmach." Also, es bringt gar nichts, sich mit den Ägyptern zu verbünden.

"Denn ihre Fürsten sind in Zoan gewesen und ihre Boten bis nach Hanes gekommen. Aber sie müssen doch alle zuschanden werden wegen eines Volkes, das ihnen nichts nützt, das ihnen weder Hilfe noch Vorteil bringt, sondern Schande und Spott."

"Die Last über die Tiere des Südens: Durch ein gedrängtes und geängstigtes Land, woher die Löwen kommen und der Löwe, die Otter und der fliegende Drache. Sie schleppen auf dem Rücken der Esel ihren Reichtum und auf dem Höcker der Kamele ihre Schätze zu einem Volk, das nicht nützt." Also, Jesaja sieht hier quasi eine Karawane, eine ägyptische Karawane mit den typischen Tieren, die es dort gab, und ja, sieht, dass hier diese Last, dieses Gewicht über die Tiere des Südens, über Ägypten. Denn Ägypten ist nichtig und hilft gar nichts. Darum habe ich es genannt: "Das still sitzende Ungetüm." Das ist ein interessanter Begriff, den die Bibel hier wählt. Jesaja nennt es ein still sitzendes Ungetüm, ein Ungeheuer, das aber am Ende nichts ausrichten kann. Es ist einfach nur behäbig und kann nicht helfen, wie ein Klotz am Bein am Ende.

Ja, das kann für uns ganz praktisch werden in unserem Leben, dass wenn wir uns auf Menschliches verlassen, auf unsere eigene Kraft, dann werden wir in die Irre gehen und dann wird es uns nicht helfen. Es ist nur wie ein still sitzendes Ungetüm, manchmal diese menschlichen, ja, Hilfsmittel. Anstatt dessen sollten wir Gott um Hilfe bitten und ihn um Rat fragen, dann wird uns wirklich gut geholfen werden. Lasst uns das zu Herzen nehmen.

Lieber Vater im Himmel, lass uns jeden Tag deine Hilfe, deinen Beistand suchen, damit wir in deinen Wegen wandeln und nicht unsere eigenen Wege gehen, die ja nur ins Verderben laufen können. Hab Dank, dass du uns dahin leitest. Amen.
[Musik]


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