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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beendet Rabea Kramp Jesaja 30 und führt durch die Kapitel 31 und 32. Sie beleuchtet Gottes Gericht über Assyrien und die Warnung an Israel, sich nicht auf menschliche Hilfe zu verlassen, sondern auf den Herrn. Der Abschnitt schließt mit einer prophetischen Vision des Messias, der in Gerechtigkeit herrschen wird, und einem Aufruf zur Umkehr und zum Vertrauen auf Gott.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[Musik]
Hmm, hallo, liebe Freunde. Willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute Seite 745, beenden Jesaja 30 – das ist ein langes Kapitel –, lesen 31 und beginnen 32. Und davor beten wir gemeinsam:

Lieber Vater im Himmel, danke für so viele detaillierte Prophezeiungen, die wir in der Bibel finden. Danke, dass wir die Zukunft kennen dürfen, die Zukunft, die schon in der Vergangenheit liegt und auch die Zukunft, die noch vor uns liegt. Herr, danke, dass wir diesen Einblick haben dürfen, damit wir auf dich vertrauen und uns nicht fürchten müssen. Amen.

Wir sind immer noch in der Ankündigung des Gerichts über Assyrien und lesen ab Vers 29: "Ihr aber werdet singen" – damit sind die Israeliten gemeint – "wie in der Nacht, da man sich für ein Fest heiligt, und ihr werdet von Herzen fröhlich sein, wie die, welche unter Flötenspiel hinaufziehen, um auf den Berg des Herrn zu kommen, zu dem Fels Israels." Der Fels Israels ist uns schon mehrmals begegnet in Jesaja, und das ist eine Bezeichnung für Gott. Ja, die Gläubigen, die werden triumphieren, wenn Assyrien niedergeschlagen wird, die ihnen ja zugesetzt haben.

"Der Herr wird seine majestätische Stimme hören lassen und einen niederfahrenden Arm sehen lassen mit Zornesbrausen und verzehrenden Feuerflammen, Wolkenbruch, Platzregen und Hagelsteinen." Also, was für eine dramatische Beschreibung dieses Gerichts über Assyrien! "Da wird der Assyrer von der Stimme des Herrn zerschmettert werden, wenn er ihn mit der Rute schlägt. Und jeder Hieb des für ihn bestimmten Stockes, den der Herr auf ihn herabsausen lässt, wird unter Pauken- und Harfenspiel erfolgen, und in Kämpfen mit geschwungenem Arm wird er gegen ihn angehen." Also, Assyrien wird von Gott geschlagen werden, und Gottes Volk darf darüber triumphieren.

"Denn die Feuerstätte ist längst bereit, auch für den König ist sie hergerichtet. Man hat ihren Scheiterhaufen tief und weit gemacht, Feuer und Holz ist genug vorhanden. Wie ein Schwefelstrom wird der Atem des Herrn ihn anzünden." Eine tolle Beschreibung für den Atem Gottes: ein Schwefelstrom. Das Wort, was hier vorkam, "die Feuerstätte ist längst bereit", das ist im Hebräischen ein Wort, das von dem Wort Tophet abgeleitet ist. Und Tophet kommt euch vielleicht bekannt vor. Es ist die Opferstätte im Tal Hinnom gewesen, wo viele Könige leider ihre Kinder durchs Feuer gehen ließen, sie dabei gestorben sind. Und hier kommt dieses Tophet als Opferstätte für die Feinde Gottes vor. Das heißt, Gott wird sie in dieses Tal Hinnom, in diese Tophet hinabstürzen. Josia hat ja diese Tophet entheiligt, indem er dort den ganzen Schrott und Schutt der Stadt abladen ließ, und so wurde das auch nie wieder benutzt. Das war ein furchtbarer Ort, und schlimm auszudenken, wie viele Kinder dort ums Leben gekommen sind.

"Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen, um Hilfe zu suchen, und sich auf Pferde verlassen und auf Streitwagen vertrauen, weil es so viele sind, und auf Reiter, weil sie sehr stark sind, aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und den Herrn nicht suchen." Wieder dieser Vorwurf Gottes an sein Volk, dass sie sich eher auf militärische Kraft verlassen als auf ihren Gott und natürlich auf die Ägypter. "Aber er ist auch weise und führt Unheil herbei, und er nimmt seine Worte nicht zurück, sondern er steht auf gegen das Haus der Bösen und gegen die Hilfe der Übeltäter."

"Denn die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist. Der Herr braucht nur seine Hand auszustrecken" – wieder ein Symbol für den Zorn – "so wird der Helfer straucheln, und der, dem geholfen werden sollte, wird fallen, so dass sie alle miteinander umkommen." Also, die Bibel macht deutlich: Die Ägypter sind im Gegensatz zu Gott wirklich nichts. Sie können dem Volk keine Hilfe bieten. Nur die Israeliten haben das noch nicht verstanden.

"Denn so hatte er zu mir gesprochen: Wie der Löwe oder junge Löwe über seine Beute knurrt, wenn man gegen ihn die ganze Menge der Hirten zusammenruft und vor ihrem Geschrei nicht erschrickt noch vor ihrer Menge sich duckt, so wird auch der Herr der Heerscharen herabkommen, um auf dem Berg Zion und auf dessen Höhe zu kämpfen." Also, Gott vergleicht sich hier mit diesem Löwen, und das ja, das ist ein Symbol für seine Kraft, seine Stärke und für sein Eingreifen.

"Wie flatternde Vögel ihre Jungen beschützen, so wird der Herr der Heerscharen Jerusalem beschirmen, ja schirmen und erretten, verschonen und sie befreien." Gott beschützt sein eigenes Nest. Gott sagt: "Nein, ich halte meine Hände über sie." Und er sagt: "Kehrt um, ihr Kinder Israels, zu ihm, von dem ihr so weit abgewichen seid." Das ist so interessant und gibt uns so ein tolles Bild vom Alten Testament, von dem ja viele sagen, es ist so zornig und es zeigt einen zornigen Gott. Ich teile diese Ansicht nicht, denn wie im Buch Jesaja und vielen anderen prophetischen Büchern deutlich wird im Alten Testament, sind die Gerichts-Botschaften immer durchzogen mit Gnadenbotschaften, mit Erlösungswegen, mit Erlösung angeboten, mit flehentlichen Bitten um Vergebung und Bekehrung. Aber Gott stößt hier auf Granit, um es mal wörtlich, um es mal symbolisch auszudrücken. Das Volk ist so verhärtet in seinem Herzen, dass es einfach keine Umkehr mehr möchte.

"Denn an jenem Tag wird jedermann seine silbernen und goldenen Götzen wegwerfen, die eure Hände gemacht haben, so dass es euch zur Sünde wurde." Also, es kommt der Tag, da werden diese Götzen weggetan, und wir wissen, dass letztendlich das babylonische Exil genau dazu gedient und geführt hat. "Und der Assyrer wird fallen durch Schwert, doch nicht das eines Menschen. Ein Schwert wird ihn fressen, aber nicht das eines Menschen. Und er wird vor dem Schwert fliehen, und seine jungen Krieger sollen zu Zwangsarbeitern werden."

"Sein Fels wird vor Furcht vergehen, und seine Fürsten werden vor dem Kriegsbanner erschrecken, spricht der Herr, dessen Feuer im Zion und dessen Feuerherd in Jerusalem ist." Ja, die Assyrer werden fallen. Das ist ja, Gott gibt eine Gerichts-Botschaft, aber er sagt auch schon, dass die Feinde auch vernichtet werden. Eigentlich hätten die Israeliten Gott so dankbar sein müssen, dass Gott diese Prophezeiung schickt. Sie haben sie nicht verstanden und auch nicht verstehen wollen.

Kapitel 32: "Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren, und Fürsten werden gemäß dem Recht herrschen. Und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schutz vor dem Unwetter, wie Wasserbäche in einer dürren Gegend, wie der Schatten des mächtigen Felsens in einem erschöpften Land." Das ist eine schöne poetische Beschreibung des Messias. "Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr zugeklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufhorchen." Das macht alles Jesus. "Das Herz der Unbesonnenen wird Einsicht gewinnen, und die Zunge der Stammelnden wird geläufig und verständlich reden." "Der gemeine Mensch" – das heißt der Bösewicht – "wird dann nicht mehr ein Edler heißen, und ein Betrüger wird nicht mehr vornehm genannt werden." Das heißt, das Lob für die Gottlosen ist dann vorbei, da gibt es kein Ansehen der Person. "Denn der gemeine Mensch redet Gemeinheit, und sein Herz bereitet Böses vor, indem er ruchlos handelt und Irreführendes ausspricht über den Herrn, indem er die hungrige Seele leer lässt und dem Durstigen das Trinken verwehrt." Ja, letztendlich zeigen die Taten nach außen hin, was in ihm drin wohnt, was in einem Menschen wohnt, und da offenbart sich, wem wir wirklich gehören, ob wir Gottes Kinder sind oder Kinder des Bösen.

Lasst uns jeden Tag dafür Sorge tragen, dass wir uns auf Gottes Seite stellen, um Kinder Gottes zu sein. Vater im Himmel, lehre uns täglich aus deinem Wort, lehre uns aber auch Gehorsam, damit wir nicht nur einen äußerlichen, förmlichen Gottesdienst leben und mechanisch eine Andacht machen, sondern dass wir ganz persönlich dir begegnen durch dein Wort, indem wir selber lesen und verstehen und dadurch immer näher zu dir wachsen. Deinen Namen.
[Musik]


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