In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Rabea Kramp tief in Jesaja 34:15-36:7 ein. Sie beleuchtet Gottes unfehlbare Prophezeiungen und die wunderschöne Vision der Wiederherstellung von Wüste und Volk, wobei der Weg der Erlösten als heilige Straße beschrieben wird. Anschließend wird der historische Feldzug Sanheribs gegen Juda und die Verhöhnung Hiskias durch den Rabschake thematisiert. Eine ermutigende Botschaft über Gottes Treue in Herausforderungen rundet die Betrachtung ab.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 34:15-36:7
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[Musik] Hmm, hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", gelesen heute Seite 748. Wir beenden Jesaja 34, lesen 35 und beginnen Kapitel 36. Und ich kann jetzt schon sagen, dass wir ein paar sehr tolle und interessante Verse lesen werden. Lasst uns beten.
Lieber Herr Jesus, du möchtest uns unbedingt erlösen. Du möchtest, dass wir mit dir in der Ewigkeit leben. Schenk uns dieses Festhalten an dir, dass wir dir vertrauen an jedem Tag, in jeder Lebenslage. Und dafür danken wir dir.
Wir beginnen Kapitel 34, Vers 15:
„Dort wird die Pfeilschlange nisten und Eier legen, sie ausbrüten und ihre Jungen sammeln unter ihrem Schatten. Dort werden auch die Geier zusammenkommen, jeder zu seinem Gesellen. Forscht nach im Buch des Herrn und lest es! Nicht eines von alledem wird fehlen, zu keinem Wort wird man die Erfüllung vermissen, denn mein Mund ist's, der es befohlen, und sein Geist ist's, der sie gesammelt hat.“
Das ist ein toller Vers, der zeigt, dass Gott seine Prophezeiungen erfüllt, jede einzelne. Und dass Gottes Wort nie leer zurückkommt, wie die Bibel sagt. „Er selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es ihnen mit der Messschnur zugeteilt. Sie werden es ewig besitzen, nun darin wohnen von Geschlecht zu Geschlecht.“ Ja, Gott sagt, dass dieses Gericht tatsächlich stattfinden wird. Gott wird alles in ein Gericht bringen und ja, diese Messschnur ist auch eine Metapher für das Gericht, das Gott halten wird.
Kapitel 35:
„Die Wüste und Einöde wird sich freuen und die Steppe wird frohlocken und blühen wie eine Narzisse. Sie wird lieblich blühen und frohlocken, ja, es wird Frohlocken und Jubel geben, denn die Herrlichkeit des Libanon wird ihr gegeben, die Pracht des Karmel und der Saron-Ebene. Sie werden die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes.“
Das ist eine sehr schöne poetische Beschreibung und ein Bild für die Erlösung und die Wiederherstellung. Gott wird alles wiederherstellen und diese Wüste mit der blühenden Pracht und dem Frohlocken und dem Jubel, die zieren den Libanon, den er wiederherstellt. Das gibt uns so eine tolle Beschreibung dessen, was Gott alles tun und schaffen wird.
„Stärkt die schlaff gewordenen Hände und macht fest die strauchelnden Knie! Sagt zu denen, die ein verzagtetes Herz haben: Seid tapfer und fürchtet euch nicht! Siehe, da ist euer Gott!“ Und damit ist natürlich Jesus gemeint. Das erinnert uns an das Johannes-Evangelium, des Johannes: „Siehe, da ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt trägt.“ „Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes. Er selbst kommt und wird euch retten.“
Wir sehen immer wieder im Buch Jesaja die Erlösungsbotschaft. Und gerade jetzt in diesen Kapiteln und bis zum Ende des Buches Jesaja wird diese Erlösungsbotschaft immer deutlicher, immer stärker zutage treten. Und natürlich ist in diesem Vers das erste Kommen gemeint, aber es beschreibt natürlich auch, dass Gott alles wieder neu schaffen wird, das heißt, das zweite Kommen. Und das erste Kommen ist gar nicht so stark zu trennen. Für Jesaja lag beides in der Zukunft. Und für die, die einmal in der Ewigkeit leben werden, liegt beides in der Vergangenheit. Und sowohl, ja, weil es in der Vergangenheit, und sowohl für Jesaja als auch für die, die auf der neuen Erde leben werden, wird dieses Ereignis des ersten und des zweiten Kommens verschmelzen, weil der Abstand von vielleicht 2000 irgendetwas Jahren so gering ist, dass man eigentlich ein Ereignis im Kopf daraus machen wird.
„Dann werden die Augen der Blinden aufgetan, die Ohren der Tauben geöffnet werden – das ist natürlich Jesu Dienst auf der Erde. Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen laut singen, denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und in der Einöde. Der glutheiße Boden wird zum Teich und das dürre Land zur Wasserquellen. Wo zuvor die Schakale wohnten und lagerten, wird ein Gehege für Rohr und Schilf sein.“ Also, alles wird wiederhergestellt werden.
Und jetzt kommt ein schöner Vers:
„Und eine Straße wird dort sein und einen Weg. Man wird ihn den heiligen Weg nennen. Kein Unreiner wird auf ihm gehen, sondern er ist für sie, die auf dem Weg wandeln. Selbst Einfältige werden nicht irregehen.“ Dieser Weg, diese Straße, von der lesen wir so oft in der Bibel, aber hier in Jesaja wird sie so wunderbar beschrieben. Es ist ein heiliger Weg, ein abgesonderter Weg. Und selbst Einfältige, das heißt, Menschen, die vielleicht keinen hohen Intellekt haben, Menschen, die ja vielleicht nicht ins Letzte alles verstehen können, was in der Bibel steht, aber die am Glauben festhalten, die werden nicht irregehen. Also, Gott wird jeden erretten, der es möchte, auf dem Weg nach Zion.
„Dort wird es keinen Löwen geben und kein Raubtier wird zu ihm herankommen oder dort angetroffen werden, sondern die Losgekauften werden darauf gehen.“ Also, die Losgekauften, die Erlösten. Und natürlich hat das auch eine Erfüllung zur Zeit Jesajas gehabt. Denn die Exilanten, die aus Babylon wieder zurück nach Jerusalem in das Land Juda gegangen sind, denen ist natürlich auch auf ihrem Weg zurück kein Unglück begegnet. Gott hat sie auch auf diesem Weg behütet und geführt. Und so wird das auch am Ende der Zeit sein.
„Und die Erlösten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen. Ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Wonne und Freude werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen werden entfliehen.“ Wir bekommen diesen Eindruck der Fröhlichkeit, des Jubels, der Ausgelassenheit darüber, dass Gott sein Volk sicher ankommen lassen wird im gelobten Land und auch auf der neuen Erde.
Kapitel 36:
Und hiermit steigen wir nun ein in diese große Prophezeiung, die immer schon, immer wieder schon im Buch Jesaja angeklungen ist, nämlich der Feldzug des Königs Sanherib von Assyrien. Und ich freue mich schon, mit euch diese Prophezeiung studieren zu können. Ja, Sanherib ist ein Name, der eigentlich für den Mondgott der Assyrer steht. Und dieser König wurde nach diesem Mondgott benannt. Das "H" ist impliziert, aber auch in diesem Namen, dass er nicht der Erstgeborene war. Und sein älterer Bruder – das wissen wir aus den Königs-Chroniken – ist gestorben, und so wurde der Sohn Sargons zum König.
„Und es geschah am vierzehnten Jahr des Königs Hiskia, da zog Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas herauf und nahm sie ein.“ Also, dieser Sanherib ist gekommen, hat Feldzug gemacht gegen Juda und hat viele Städte eingenommen. Und Jerusalem war natürlich seine größte Begierde, Jerusalem einzunehmen.
„Der König von Assyrien sandte den Rabschake – das ist ein militärischer Titel – mit einer großen Heeresmacht von Lachisch nach Jerusalem gegen den König Hiskia. Und der Rabschake stellte sich bei der Wasserleitung des oberen Teiches an der Straße des Walkerfeldes auf.“ Und vielleicht merkt ihr, dass diese Ortsbezeichnung uns schon einmal begegnet ist, nämlich, dass es der Ort, wo 30 Jahre zuvor schon mal die Feinde Israels standen und ja, König Ahas bedroht haben. Ja, Lachisch ist natürlich eine richtige Stadt gewesen. Und wer von euch schon mal im British Museum in London war, der kann sich vielleicht an diesen großen Raum erinnern, wo ganz viele Tafeln ausgestellt sind, Relieftafeln, die die Assyrer haben herstellen lassen, die die Eroberung von Lachisch beschreiben. Und auf diesen Tafeln sind wirklich große Gräueltaten dargestellt, wie die Assyrer mit den, ja, mit dem Volk Gottes verfahren sind, wie die Stadt Lachisch kaputt gemacht haben und wie sie mit den Menschen schlimme Dinge getan haben.
„Da gingen zu ihm hinaus Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Kanzleischreiber.“ Die sind zum Rabschake gegangen. „Und der Rabschake sprach zu ihnen: ‚Sagt doch dem Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für eine Stütze, auf die du vertraust?‘“ Und er macht sich hier natürlich lächerlich darüber, dass Juda sich mit Ägypten verbündet hat und auf Ägypten vertraut, denn es war ja bekanntes Wissen, dass, wenn man auf Ägypten vertraut, man ziemlich schnell verlassen war.
„‚Ich erkläre es für leeres Geschwätz, wenn du sagst, du hättest Rat und Macht zum Krieg. Auf wen vertraust du denn, dass du dich gegen mich auflehnst? Siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab – damit meinte er Ägypten –, der jeden, der sich darauf stützt, in die Hand fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen. Wenn du aber zu mir sagen wolltest: „Wir vertrauen auf den Herrn, unseren Gott!“ – ist das nicht der, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, indem er zu Juda und Jerusalem sagte: „Nur vor diesem Altar sollt ihr anbeten!“?‘“
Also, der Rabschake verhöhnt Hiskia, er verhöhnt Gott, er verhöhnt das Volk Juda und er provoziert sie hier, während er an dieser oberen Wasserleitung steht und lässt das ganze Volk hören, was für herablassende Worte er zu sagen hat. Wir werden morgen weitersehen, wie es hier mit dem Rabschake und den Gesandten und Hiskia weitergeht. Aber wir können von der heutigen Seite lernen, dass Gott uns Herausforderungen gegenüberstellt, damit wir an ihm wachsen können. Und er wird uns aber behüten, wenn wir auf der rechten Straße, auf dem heiligen Weg in den Himmel unterwegs sind, und darauf können wir vertrauen.
Lasst uns beten:
Lieber Vater im Himmel, ich bitte dich, dass du uns auf rechter Straße führst und uns nicht allein lässt, dass du uns stärkst, wenn uns Feinde gegenüberstehen, und dass du uns hindurchgehen lässt und dass wir wissen dürfen, dass du bei uns bist und dass wir mit dir alles schaffen und überwinden können. Amen.
[Musik]
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