Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 36:8-37:6
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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[0:30] Hallo, liebe Freunde. Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute Seite 749 und sind mitten in dieser Beschreibung und Prophezeiung über den Feldzug des Sanherib. Und wir werden heute sehen, wie es weitergeht. Lasst uns beten.
[0:47] Lieber Herr Jesus, ich möchte dir danken, dass du uns das, was in Zukunft passieren wird, immer offenbarst, dass wir wissen dürfen, was die großen Linien der Zukunft sein werden. Und dass wir aber auch die Verheißungen und die Versprechen von dir bekommen haben, dass du uns hindurchhelfen willst, egal was uns auch entgegenstürmen wird, welche Feinde, was für Herausforderungen. Dafür danke ich dir, dass du mit uns bist. Amen.
[1:18] Wir beginnen in Kapitel 36, Vers 8: "Lass dich doch jetzt einmal ein mit meinem Herrn", das sagt der Rabschake dem König von Assyrien, "Ich will dir 2000 Pferde geben, wenn du die Reiter dazu stellen kannst." Das ist natürlich eine sehr spöttische Äußerung, die er hier macht, denn die Juden haben auf die ägyptischen Pferde gesetzt und gehofft, dass sie sie bekommen. Aber Sanherib vermutet hier, dass die Judäer nicht mal genug Reiter haben, um die 2000 Pferde zu reiten. "Wie wolltest du denn einen der geringsten Statthalter von den Knechten meines Herrn widerstehen? Doch du vertraust auf Ägypten wegen der Streitwagen und der Reiter. Nun aber, bin ich etwa ohne den Befehl des Herrn gegen dieses Land heraufgezogen, um es zu verderben? Der Herr selbst hat zu mir gesprochen: Hier hinauf in das Land und verderbe es!"
[2:13] Dieser Vers bildet quasi den Höhepunkt der Verspottung und Verhöhnung und Verführung durch den Rabschake. Er arbeitet hier, dass die Eroberung Judas Gottes Wille sei und dass Gottes Wunsch ja durch Gott selber dem Sanherib offenbart wurde. Was für eine Anmaßung!
[2:38] Da sprachen Eljakim und Schebna zu dem Rabschake: "Rede doch mit deinen Knechten Aramäisch, denn wir verstehen es. Und rede nicht Judäisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist." Warum sagen sie das? Judäisch haben natürlich alle verstanden. Es war die Sprache Judas. Und die drei Gesandten sagen: "Rede mal Aramäisch mit uns." Aramäisch war damals die Handels- und Verkehrssprache in Assyrien. Sie haben viele aramäische Gebiete sich vereinnahmt, und man kann davon ausgehen, dass 50 Prozent der Menschen in Assyrien damals Aramäisch gesprochen haben. Und sie sagen: "Rede mal lieber mit uns Aramäisch."
[3:18] Aber der Rabschake hat kein Interesse daran, wie wir später sehen werden. Und er war sehr gebildet, dass er Hebräisch konnte. Das bedeutet, dass der Rabschake wirklich ein hochgebildeter Mann war. Der antwortete: "Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, damit ich diese Worte rede? Und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot essen und ihren Harn zu trinken?"
[3:42] Also, der Rabschake hier setzt hier auf eine medienwirksame Redeweise. Er möchte nicht in einer hochdiplomatischen Unterhaltung sich mit den drei Gesandten austauschen, wo der Rest des Volkes nichts versteht, sondern er möchte eine massenwirksame Propaganda hier betreiben, indem er in der Sprache des Volkes redet, das auf der Mauer sitzt und zuhört und natürlich gespannt ist, wie die Geschichte hier sich entwickeln wird und wie die Verhandlungen vorangehen.
[4:15] Und es heißt weiter: "Und der Rabschake trat vor und rief mit lauter Stimme auf judäischer Sprache: 'Hört die Worte des großen Königs, des Königs von Assyrien! So spricht der König: Lasst euch von Hiskia nicht verführen, denn er kann euch nicht retten. Lasst euch von Hiskia auch nicht auf den Herrn vertrösten, wenn er sagt: Der Herr wird uns gewiss retten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden.'" Also versucht er ständig, das Vertrauen des Volkes in ihren König zu erschüttern, indem er Hiskia diskreditiert. "Hört nicht auf Hiskia, denn so spricht der König von Assyrien: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so soll jeder Mann von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das Wasser seines Brunnens trinken." Das ist natürlich ein sehr verhängnisvolles Friedensangebot, was er hier macht. "Bis ich komme und euch in ein Land führe, das eurem Land gleich ist, ein Land voll Korn und Most, ein Land von Brot und Wein werden." Also, er bietet hier an, dass das Volk sich ergibt und sagt: "Wir werden euch dann in ein anderes Land bringen."
[5:25] Und damit beschreibt er ganz treffend die Deportationspraktiken der Assyrer. Die Assyrer haben nämlich den ganzen Osten damals durchmischt. Sie haben Völker erobert, Gebiete erobert und haben sie dann deportiert in andere Gebiete. Und damit war eine unwiederbringliche Durchmischung des Volkes des Nahen Ostens passiert, so dass die ganzen durcheinandergekommen sind.
[5:47] Aber die Judäer, die wussten: "Wir haben dieses Land von Gott bekommen, wir dürfen es nicht weggeben. Gott hat es uns gegeben." Er sagt weiter: "Lasst euch von Hiskia nicht verführen, wenn er spricht: Der Herr wird uns retten. Hat etwa irgendeiner von den Göttern der Heidenvölker sein Land aus der Hand des Königs von Assyrien retten können?" Also, die Assyrer sagen: "Also, wer konnte vor uns jemals bestehen? Wir haben es ja alles plattgemacht, wir haben bisher alles eingenommen. Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von Sefarwajim? Haben sie etwa Samaria aus meiner Hand errettet?" Und hier zählt er auf, was sie alles erobert haben und die Götter, die alle nichts ausrichten konnten. Und er reiht den Gott des Himmels ein in diese Götzen und drückt damit aus, dass der Gott des Himmels für sie auch nur ein weiterer Gott ist, der nichts auszurichten vermag. "Wen gibt es unter allen Göttern dieser Länder, der sein Land aus meiner Hand gerettet hätte, dass der Herr Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte?"
[6:51] Und damit stellt Sanherib durch den Rabschake hier die gleiche Frage wie auch der Pharao. Naja, sie stellten die gleiche Frage: "Wer sollte denn dieser Gott sein?" Sie schwiegen aber still und antworteten ihm nicht ein Wort, denn der König hatte das Gebot erlassen und gesagt: "Antwortet ihm nichts!"
[7:10] Und in dieser Situation war natürlich dieses Schweigen der drei Gesandten Gold wert. Darauf kamen Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über dem Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Kanzleischreiber, in zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.
[7:29] Die zerrissene Kleidung sind Ausdruck tiefer Trauer und Traurigkeit und der Ratlosigkeit und Verzweiflung.
[7:35] Kapitel 37: "Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des Herrn." Also auch König Hiskia tut dasselbe wie seine drei Gesandten. "Und er sandte Eljakim, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, den Schreiber, zusammen mit den Ältesten der Priester, in Sacktuch gehüllt zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz."
[7:59] Also, diese Delegation geht jetzt nicht mehr zum Rabschake, sondern sie sucht den Geist der Weissagung, den Propheten Jesaja, auf, um Hilfe zu bekommen. "Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Not und der Züchtigung, ein Tag der Schmach, denn die Kinder sind bis zum Durchbruch gekommen, aber es ist keine Kraft zum Gebären." Er benutzt das Bild der gefährlichen Geburt, eine Geburt, wo die Gebärende keine Kraft hat. "Vielleicht wird der Herr, dein Gott, die Worte des Rabschake hören, den sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen und für die Worte bestrafen, die der Herr, dein Gott, gehört hat, nämlich die verhöhnende Antwort, die wir vorher gelesen haben. So lege doch Fürbitte ein für den Überrest, der noch vorhanden ist."
[8:47] Wieder dieses Thema des Überrestes, der Übrigen. "Als nun die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja kamen, da sprach Jesaja zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sprechen: So spricht der Herr: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, mit denen die Knechte des Königs von Assyrien mich gelästert haben."
[9:10] Also, Gott gibt hier die Botschaft dem Hiskia, diese Botschaft, dieselbe Botschaft, wie er vor 30 Jahren dem Ahas gegeben hat, als Pekach und Rezin ihn bedrohten. Er sagt: "Fürchte dich nicht!" Und das ist auch die Botschaft, die für uns gilt, die uns in schwierigen Lebenssituationen gilt, aber auch für die Endzeit ganz besonders wichtig sein wird: Fürchte dich nicht, denn Gott ist bei dir.
[9:33] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wenn du an unserer Seite bist, dann brauchen wir keine Angst haben, keine Furcht, außer vor dir, aber nicht vom Menschen her. Hab Dank, dass du unsere Herzen befrieden kannst, uns Hilfe schenkst auch in Situationen, in denen wir weder ein noch aus wissen, weil wir bedroht werden. Hab Dank für diese Gewissheit. In deinem Namen, Amen.
[10:00] [Musik]
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