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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 37,7-29. Sie zeigt, wie Gott auf das Gebet König Hiskias reagiert und die assyrische Bedrohung durch Sanherib abwendet. Die Predigt betont Gottes Souveränität über weltliche Mächte und ermutigt dazu, im Gebet auf Gottes Eingreifen zu vertrauen, da unsere Gebete sein Herz bewegen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen Seite 750 und sind mitten in Kapitel 37 im Buch Jesaja. Wir wollen weiterlesen, wie Gott mit den Assyrern vorgeht und wie es mit dem Volk Gottes weitergeht. Lasst uns beten.

[0:48] Lieber Herr Jesus, wir möchten dir danksagen dafür, dass du uns durch schwierige Situationen in unserem Leben durchführst, dass wir wissen dürfen, wir sind nicht allein. Du bist an unserer Seite und du trägst uns hindurch. Lass uns das heute auch in deinem Wort sehen und ganz persönlich für uns anwenden.

[1:08] Kommen wir beginnen Kapitel 37 in Vers 7: "Ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Gerücht hören und wieder in sein Land ziehen wird. Und ich will ihn in seinem Land durch das Schwert fällen." Damit ist Sanherib gemeint. Das ist tatsächlich passiert, denn Sanherib wurde getötet, als er nach Assyrien zurückkam, und er musste unverrichteter Dinge abziehen. Sein großes Ziel war, Jerusalem einzunehmen, aber er hat es nicht geschafft, weil Gott es verhindert hat aufgrund des Gebetes von Hiskia.

[1:43] Als nun der Rabschake zurückkehrte, fand er den König von Assur im Kampf gegen Libna, seine Stadt in Nord-Juda, denn er hatte gehört, dass er von Lachisch abgezogen war. Da hörte Sanherib von Tirhaka, dem König von Kusch, sagen: "Er ist ausgezogen, um gegen dich zu kämpfen." Als er das hörte, sandte er Boten zu Hiskia und sprach: "So sollt ihr Hiskia, dem König von Juda, sprechen: Lass dich von deinem Gott, auf den du vertraust, nicht verführen, indem du sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden." Also Sanherib bezeichnet Gott hier als Verführer. Wir haben das gelesen, ja, als er sagt: "Lass dich nicht von Gott verführen." Und vielleicht ist auch gut zu wissen im Hinterkopf, dass dieser Tirhaka ein ägyptischer König war. Hier steht ein König von Kusch. Kusch war damals Ägypten unterworfen, war quasi ein Land unter, war ein kuschitischer König an der Macht.

[2:49] "Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern angetan haben, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben, und du solltest errettet werden?" Es ist wieder ein Spott, eine Verhöhnung. "Haben die Götter der Heidenvölker etwa die gerettet, welche meine Väter vernichtet haben, nämlich Gosan, Haran, Rezeph und die Söhne Edens, die in Telassar waren? Wo ist der König von Hamat und der König von Arpad und der König der Stadt Sefarwajim, von Hena und Iwwa?" Es ist schwer zu klären, was diese Städte sind. Ich habe es auch nicht. Es sind aramäische Fürstentümer, Carchemisch-Städte, Städte südlich des Euphrat. Ja, und die wurden von den Ahnen von Sanherib eingenommen, von Salmanassar und anderen Königen, die vor ihm gelebt haben. Und er zählt hier auf, um zu sagen: "Das haben wir alles schon eingenommen, also wer kann uns hier eigentlich noch irgendwas entgegenbieten?" Ja, entgegenbieten, und schon gar nicht das kleine Juda, das unbedeutende Juda.

[3:56] Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfing und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des Herrn. Und Hiskia breitete ihn vor dem Herrn aus. Und Hiskia betete vor dem Herrn und sprach: "Herr, Herrscher, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du allein bist Gott über alle Königreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht." Also Hiskia fängt nun an, selbst zu beten im Heiligtum, im Haus des Herrn. Er möchte selber das Gebet in die Hand nehmen und sich an Gott wenden.

[4:31] "Herr, neige dein Ohr und höre! Tu deine Augen auf, Herr, und sieh! Höre alle Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen." Und interessant ist, dass diese Worte "Herr, neige dein Ohr und höre" und so weiter, dass diese Worte genauso von Daniel 9,18 gebetet wurden, der ja auch gefleht hat für sein Volk. "Es ist wahr, Herr, die Könige von Assyrien haben alle Länder der Heidenvölker und ihr Gebiet verwüstet, und sie haben ihre Götter ins Feuer geworfen, denn sie waren keine Götter, sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein, und so konnten sie sie vernichten. Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, dass du der Herr bist, du allein." Dieser Vers offenbart, was das Volk eigentlich immer hätte sein sollen, nämlich ein Licht für die umliegenden Völker. Und was das Volk in Friedenszeiten nicht getan hat an Mission, das muss es nun in Krisenzeiten tun. Das ist auch natürlich ein Bild für uns, die wir in diesen Zeiten nicht genug gewirkt haben für das Evangelium, und so müssen wir es in Kriegszeiten eines Tages tun.

[5:49] Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihn sagen: "So spricht der Herr, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast – nun, dies ist das Wort, das der Herr gegen ihn geredet hat: 'Es verachtet dich, es spottet über dich die Jungfrau, die Tochter Zion, und die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt über dich. Wen hast du verhöhnt und gelästert? Und gegen wen hast du deine Stimme erhoben und deine Augen stolz emporgerichtet? Gegen den Heiligen Israels!'" Also Gott tritt hier für sein Volk ein und sagt: "Sanherib, du hast nichts Gutes getan. Du hast eigentlich gehandelt wie Satan. Du warst stolz, du hast gelästert, du hast verhöhnt. Du hast durch deine Knechte den Herrn verhöhnt und gesagt: 'Mit der Menge meiner Streitwagen bin ich auf die Gipfel der Berge gestiegen, auf das äußerste Ende des Libanon, und ich will seine hohen Zedernbäume abhauen und seine ausgelesenen Zypressen, und will auch seine äußerste Höhe kommen in den Wald seines Lustgartens.'" Also er prahlt hier mit seinen Leistungen.

[7:04] Er sagt, was er alles kaputt machen möchte: den ganzen Libanon, die Zedernbäume und die Zypressen, die der Stolz Judas waren. Und Gott sagt: "Du hast das alles gesagt, aber es wird wie ein Bumerang zurückkommen."

[7:18] Gott sagt weiter: "Ich habe Wasser gegraben und ausgetrunken und trockene mit meinem Fuß alle Ströme Ägyptens. Hast du aber nicht gehört, dass ich dies längst vorbereitet und seit den Tagen der Vorzeit beschlossen habe? Nun aber habe ich es kommen lassen, dass du feste Städte zu öden Steinhaufen verwüstet hast." Also es wird deutlich: Gott sagt: "Ja, ich habe euch Assyrer benutzt als ein Instrument, um das Gericht an meinem Volk zu vollstrecken, aber ich werde euch nicht alles erlauben. Ich werde euch auch wieder in die Schranken weisen." Und: "Meine Hand wird auf euch sein. Ihre Einwohner waren machtlos, sie erschraken und wurden zuschanden. Sie wurden wie das Gras auf dem Feld und das grüne Kraut, wie Gras auf den Dächern und wie Korn, das versengt wurde, ehe es aufgeschossen ist." Also niemand konnte die Assyrer aufhalten. "Ich weiß um deinen Wohnsitz und um dein Ein- und Ausziehen und dass du gegen mich tobst. Weil du denn gegen mich tobst und dein Übermut mir zu Ohren gekommen ist, so will ich dir meinen Ring in die Nase legen und meinen Zaum in dein Maul, und ich will dich auf dem Weg wieder zurückführen, auf dem du gekommen bist."

[8:33] Gott prophezeit, dass er die Assyrer wieder zurückdrängen wird in ihr Gebiet, dass sie sich nicht noch weiter ausbreiten werden, sondern er weist die Assyrer wieder in ihre Schranken, und sie werden wieder an Bedeutung verlieren. Das ist die Aussicht, die Gott durch Jesaja dem Hiskia gibt über die Assyrer, und das soll natürlich den Hiskia stärken und ihm zeigen: "Ich habe dein Gebet erhört." Und Gott erhört auch heute unsere Gebete, und wir wissen, dass unsere Gebete ins Heiligtum dringen. Hiskia konnte selbst ins Heiligtum gehen, und seine Gebete sind ins himmlische Heiligtum gegangen. Und unsere Gebete gehen auch ins himmlische Heiligtum und bewegen Gottes Herz, und auf diese Sache können wir uns verlassen.

[9:24] Lasst uns beten. Herr, danke, dass du unsere Gebete hörst, dass du unser ernstliches Gebet hörst und auch beantwortest zu der Zeit, die du dafür vorgesehen hast.


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