Veröffentlicht am
304 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Tauche ein in die tiefen Verheißungen des Propheten Jesaja und entdecke, wie Gott trotz menschlicher Blindheit und Taubheit seinen Erlösungsplan unaufhaltsam vorantreibt. Rabea Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die komplexen Schichten des „Knechts“ und zeigt, wie Gottes Liebe und Gerechtigkeit immer einen Weg finden, seine Botschaft zu den Menschen zu bringen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen neu zusammen die Seite 756, Band Jesaja 42 und beginnen Jesaja 43. Und wir haben wieder ganz viele wunderbare Verheißungen, in die wir eintauchen wollen und die wir verstehen möchten. Lasst uns beten.

[0:49] Lieber Herr Jesus, deine Erlösung und dein ganzer Erlösungsplan ist so wunderbar und unfassbar. Was für eine große Liebe du dadurch erweist. Lasst uns durch dein Wort heute noch besser verstehen, wie du dich dazu bewegt hast, uns zu erlösen, und wie du mit uns umgehst und wieder über uns denkst und wie du uns liebst. Danke, dass dein Wort so viel davon spricht und danke, dass du uns durch den Heiligen Geist Verständnis schenkst.

[1:19] Zusammen, wir beginnen in Jesaja 42, ab Vers 18: "Hört ihr Tauben, und ihr Blinden, schaut her, um zu sehen! Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht, oder so taub, wie mein Gesandter? Wer ist so blind wie der Vertraute und so blind wie der Knecht des Herrn?" Immer wieder lesen wir, wenn Jesaja von diesem Knecht, und manchmal ist damit Jesus gemeint, der als Knecht bezeichnet wird, aber manchmal ist auch Israel gemeint und manchmal ist auch beides gemeint in verschiedenen Schichten. Es ist ein sehr komplexer Zusammenhang, den Jesaja hier immer wieder uns nahebringen möchte.

[2:00] "Du hast viel gesehen und es doch nicht beachtet, die Ohren hat er aufgetan und doch nicht gehört." Ja, das Volk Israel hat so viel vom Evangelium verstanden wie kein anderes Volk auf der Erde und dennoch haben sie aufgrund der Sünde das Evangelium weder richtig verstanden, noch richtig für sich in Anspruch genommen, noch konnten sie es weitergeben. Das war die große Tragik. Es gibt viel dem Herrn in seiner Gerechtigkeit willen, das Gesetz groß und herrlich zu machen. Also Gott hat seine unglaublich große, tolle Botschaft trotz seines halsstarrigen Volkes an die Menschen weitergegeben. Gott findet immer einen Weg, immer einen Weg, um sein Evangelium weiterzubringen.

[2:46] Und doch ist es ein beliebtes und ausgeplündertes Volk. Sie sind an den Löchern gefangen und in Gefängnissen versteckt. Sie wurden zum Raub, und niemand rettet sie. Sie wurden zur Beute, und niemand sagt: "Gib sie wieder heraus!"

[2:57] "Wer ist aber unter euch, der auf dieses hört, der acht gibt und das künftig beachtet? Selber gab Jakob zum Raub und Israel den Plünderern. Ist nicht der Herr, gegen den wir gesündigt haben? Und sie wollten nicht auf seinen Wegen wandeln, und seinem Gesetz, seinem Gesetz waren sie nicht gehorsam."

[3:17] Ja, das ist die große Tragik, dass das Volk Gottes unnötiges Leid erfahren musste wegen ihrer Sünde und weil sie in der Sünde verharrt haben und nicht auf Gottes Segen gewandelt sind, weil sie ihre eigenen Wege verfolgt haben. Darum hat er über ihnen die Glut seines Zorns ausgegossen und die Gewalt des Krieges. Sein Zorn hat ihn überall angezündet, aber er ist nicht zur Erkenntnis gekommen, und sie hat ihn nicht in Brand gesteckt, aber er nimmt es sich nicht zu Herzen.

[3:49] Gott hat sein Volk gestraft, das können wir in der Bibel lesen, und diese Strafe sollte natürlich auch das Volk zur Umkehr bewegen. Aber hier konstatiert Gott durch Jesaja, dass diese Strafen das Volk nicht im Ganzen zur Umkehr bewegt hat und dass die Reue nicht um sich gegriffen hat.

[4:13] Und man könnte meinen, dass Gott jetzt von seinem Volk Abstand nimmt und sagt: "Ja, wenn ihr nicht wollt, dann will ich auch nicht mehr." Aber Gott wäre nicht ein Gott der Liebe, wenn er so handeln würde. Gott sagt: "Ihr wollt nicht, ihr wollt mir nicht hören, ihr habt keine Reue. Ich strecke euch trotzdem die Hand aus. Ich möchte euch trotzdem erlösen." Und darin zeigt sich die unglaubliche Größe Gottes, und das macht dieses Buch Jesaja so, so beeindruckend. Es ist ein Buch über die Liebe Gottes und wie Gott sein Volk führt, selbst wenn es sich nicht führen lassen will. Und wir sind in unserem Leben nicht anders. Auch wir wollen uns manchmal von Gott nicht führen lassen, wollen in unserer Sünde verharren, haben keine Reue, und Gott sagt: "Ich strecke dir trotzdem eine Hand entgegen und möchte dich erlösen."

[5:02] Kapitel 43: "Und nun so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein." Eine der allerschönsten Verheißungen in der Bibel, und das ist genau dieser Gedanke, dass Gott auch seinem Volk zugeht, das ihm den Rücken zudreht, und ihm unbedingt die Erlösung schenken möchte. Er läuft dem Sünder nach, er möchte aus dem Sünder eine neue Kreatur machen, eine Neuschöpfung. Erlösung ist immer auch Schöpfung.

[5:40] "Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht erreichen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versenkt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen."

[5:50] "Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige, dein Retter. Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Seba an deiner Stelle."

[6:01] Gott möchte sagen: Ihr seid ein besonderes Eigentum, nicht Ägypten und nicht Kusch. Die möchte ich auch erlösen, aber ihr seid ein besonderes Eigentum. Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wert geachtet und ich dich liebhabe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben. Also Gott gibt viel für sein Volk.

[6:24] "Fürchte dich nicht, wieder dieser Aufruf, denn ich bin bei dir. Ich will dann den Samen vom Osten her führen und dich vom Westen her sammeln. Ich will zum Norden sagen: Gib heraus! und zum Süden: Halte dich zurück! Nichts zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt."

[6:43] Und damit meint Jesaja natürlich die Rückführung, die große Sammlungsbewegung aus Babylon wieder zurück ins Gelobte Land. An jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe.

[6:57] "Bringe hervor, das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben. Alle Völker mögen zusammenkommen, sich vereinigen. Wer unter ihnen kann das verkündigen und uns früheres hören lassen, dass sie ihre Zeugen stellen und sich rechtfertigen? Dann wird man es hören und sagen: Es ist wahr."

[7:20] Ja, wieder dieser Gedanke, dass die Israeliten das Buch Jesaja im Babylon als ein Missionsbuch benutzen sollten. Sie sollten das Buch unter die Menschen bringen, oder die Babylonier, und sagen: "Schaut mal hier, das sind die Prophezeiungen und schaut, wie sie eintreffen." Und damit wollte Gott, dass die Babylonier an ihn glauben und missioniert werden.

[7:41] "Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr kennt und ihr glaubt und einsieht, dass ich es bin. Vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben." Ja, Gott sagt: Ich bin der einzige Gott. Es gab keinen vor mir, es gibt keinen nach mir, es gibt kein neben mir. Ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, dass ich Gott bin.

[8:11] "Ja, von jeher bin ich derselbe. Niemand kann aus meiner Hand erretten. Ich wirke, wer will es abwenden?" Hier kommt noch mal der Aspekt, dass Gott nicht nur die Zukunft vorhersagt, sondern dass Gott auch dafür sorgt, dass alles so eintrifft, wie es vorhergesagt hat. Selbst wenn die Menschen ja ihm ins Handwerk pfuschen sozusagen, wird Gott trotzdem irgendwann sein Werk ans Ziel führen. Und das ist natürlich eine schöne Verheißung auch für die Wiederkunft. Wenn wir manchmal den Eindruck haben, wir kreisen und alles trägt sich im Kreis und Jesus wird ewig nicht wiederkommen, dann können wir wissen, ein Gott wird dafür sorgen, dass sein Werk zu Ende kommt, dass alle Menschen vom Evangelium hören, so wie in Matthäus 24.

[8:59] "So spricht der Herr, euer Erlöser, der Heilige Israels: Um eure willen habe ich nach Babel geschickt und ich habe sie alle als Flüchtlinge hinuntergejagt, auch die Chaldäer in den Schiffen ihrer Jubelrufe."

[9:16] "Ich, der Herr, bin euer Heiliger, der Schöpfer Israels, euer König."

[9:25] Ein toller Satz, ein aufschlussreicher Satz. Gott sagt hier vier Sachen von sich: Er ist der Herr, er ist der Heilige, er ist der Schöpfer und er ist euer König. Und Gott möchte alles für sein Volk sein und möchte sie erlösen, möchte sie herausrufen und möchte ihr Vertrauen. Das ist das, was ich wünsche, das Vertrauen seines Volkes.

[9:43] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, es gibt, dass wir auch wir dir vertrauen, dass wir in unserem Leben auch zeigen, dass das unser Vertrauen allein auf dir ruht, dass wir uns nicht auf andere Dinge verlassen, sondern allein an dir hängen. Und weil wir wissen, dass du alles zum Rechten führst und dass du alles zum Ende bringen willst, wie du es vorher gesagt hast. Amen.


Lizenz

Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.